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Rechtsfragen des Anerkennungstarifvertrages

Umbach, Torsten

Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht, Vol. 232

(2004)

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Abstract

Der Anerkennungstarifvertrag stellt eine besondere Form des Firmentarifvertrages dar und dient dem Ziel der inhaltlichen sowie statusrechtlichen Gleichstellung nicht koalitionswilliger Außenseiterarbeitgeber mit den verbandsangehörigen Arbeitgebern. Im Wege der Verweisung werden die zwischen den Koalitionen ausgehandelten Regelungsvorgaben der Verbandstarifverträge auf die firmentarifvertragliche Ebene überführt. Ausgehend von den tarifpolitischen Interessenlagen beleuchtet Torsten Umbach die Ursachen für die wachsende Zahl von Anerkennungstarifvertragsabschlüssen und widmet sich der tarifrechtlichen Bewertung charakteristischer Vertragsabstimmungen, insbesondere der statischen und dynamischen Verweisungs-, der Vorabunterwerfungs- und der dynamischen Rechtsstatusklausel. Aufgezeigt werden dabei die aus dem firmentarifvertraglichen Charakter resultierenden Besonderheiten des Anerkennungstarifvertrages im Hinblick auf seinen Abschluss, Inhalt, Rechtsstatus und seine Beendigung. Darüber hinaus werden arbeitskampfrechtliche Fragestellungen diskutiert, die speziell bei Anerkennungstarifverträgen auftreten.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 25
Einleitung 29
Α. Einleitender Überblick über die Bedeutung und den Regelungszweck des Anerkennungstarifvertrages 29
B. Gang der Untersuchung 32
Teil 1: Einführung in die Problematik des Anerkennungstarifvertrages 37
§ 1 Definition des Anerkennungstarifvertrages 37
A. „Anerkennungstarifvertrag\" als Rechtsbegriff 37
I. „Tarifvertrag\" als Rechtsbegriff 37
II. „Anerkennung\" als Rechtsbegriff 39
III. Schlussfolgerung 40
B. Verwendung der Terminologie durch das Bundesarbeitsgericht und das Schrifttum 41
C. Andere Terminologien 45
D. Mehrdeutigkeit der Terminologie „Anerkennungstarifvertrag 47
§ 2 Tarifpolitische Interessenlagen im Hinblick auf den Abschluss des Anerkennungstarifvertrages 48
A. Interesse der Gewerkschaften 49
I. Inhaltliche Gleichstellung von Außenseiterarbeitgebern mit verbandsangehörigen Arbeitgebern 49
II. Verhinderung der „Flucht\" aus der Verbandstarifbindung 53
1. Austritt aus dem Arbeitgeberverband 53
2. Auf- und Abspaltung sowie Ausgliederung 58
3. Verschmelzung 62
4. Rechtsgeschäftlicher Betriebsübergang 64
5. Mitgliedschaft ohne Tarifbindung 64
6. Verbandswechsel 67
7. Verbandsauflösung 69
III. Organisatorische Interessen lagen 70
IV. Weiterentwicklung des Tarifsystems 71
B. Interesse der Arbeitgeber 72
I. Gewährleistung einheitlicher Wettbewerbsbedingungen 72
II. Organisatorische Interessen lagen 73
III. Arbeitskampfbedingte Interessen lagen 73
IV. Sonstige Interessenlagen 75
C. Interesse der Arbeitnehmer 75
D. Interesse der Arbeitgeberverbände 76
E. Interesse der Allgemeinheit 77
§ 3 Bedeutung und Verbreitung des Anerkennungstarifvertrages 78
A. Bedeutung des Firmentarifvertrages im Allgemeinen 78
B. Aussagen im Schrifttum zur Bedeutung des Anerkennungstarifvertrages 79
C. Eigene empirische Erhebung zur Bedeutung des Anerkennungstarifvertrages 81
I. Bedeutung des Anerkennungstarifvertrages im Wirtschaftszweig der Metal 1- und Elektroindustrie 81
1. Grundlage und Dokumentation der empirischen Erhebung 81
2. Auswertung der empirischen Erhebung 85
II. Bedeutung des Anerkennungstarifvertrages in anderen Wirtschaftszweigen 87
D. Empirische Erhebung durch den Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie e.V. 88
E. Empirische Erhebung durch Schroeder/Ruppert 90
Teil 2: Überleitung der inhaltlichen Vorgaben eines Verbandstarifvertrages in den Anerkennungstarifvertrag - Rechtskonformität und Rechtsfolgen der inhaltlichen Verweisungsanordnung 91
§ 4 Allgemeine Rechtsfragen der inhaltlichen Verweisung 91
A. Terminologie 92
B. Verweisungsanordnung und Verweisungsobjekt 94
C. Deklaratorische oder konstitutive Verweisung 94
D. Rechtsfolgen der Verweisungsanordnung 97
I. Inkorporationswirkung 97
II. Sonstige Rechtsfolgen 99
E. Statische und dynamische Verweisung 99
I. Statische Verweisung 100
II. Dynamische Verweisung 101
F. Rechtscharakter der Verweisungsanordnung 104
I. Bestimmung des Rechtscharakters 105
1. Zuordnung zu den Regelungstypen des § 1 Abs. 1 TVG 105
a) Streitstand 105
b) Stellungnahme 106
2. Tarifvertragseigenschaft der Verweisungsanordnung 108
II. Rechtsfolgen der Rechtscharakterbestimmung 109
§ 5 Inhaltlich statische Verweisung 110
A. Rechtmäßigkeit statischer Verweisungen 110
I. Schriftform 110
1. Streitstand 111
a) Urkundliche Verbindung als Wirksamkeitsvoraussetzung 111
b) Urkundliche Verbindung keine Wirksamkeitsvoraussetzung 112
c) Auffassung Herschels 113
2. Stellungnahme 113
a) Zweck des tariflichen Schriftformzwangs 113
aa) Klarstellungsfunktion 114
bb) Warnfunktion 115
cc) Kundmachungsfunktion 116
dd) Ergebnis 117
b) Rechtfertigung statischer Verweisungen im Lichte des Normzwecks 118
aa) Kritik an der Notwendigkeit einer Anlagenbeifiigung 118
bb) Kritik an der Auffassung Herschels 120
cc) Schlussfolgerung 121
3. Ergebnis 122
II. Normenbestimmtheit 122
III. Publizität 125
1. Streitstand 126
a) Verstoß gegen die Publikationspflicht 126
b) Kein Verstoß gegen die Publikationspflicht 126
2. Stellungnahme 127
a) Tarifliches Publikationsinstrumentarium 127
b) Publikation des Inhalts des Anerkennungstarifvertrages 129
IV. Grenzen der Tarifautonomie 133
1. Ableitung der tariflichen Normsetzungsbefugnis 134
2. Grundsatz der Tarifnormverantwortung 136
3. Verbot der Delegation der tariflichen Normsetzungsbefugnis 137
4. Rechtfertigung statischer Verweisungen 138
5. Ergebnis 140
V. Ergebnis 140
B. Rechtsfolgefragen statischer Verweisungen 140
I. Rechtsfolgen im Allgemeinen 140
II. Rechtsfolgen bei Verweisung auf nichtige Tarifverträge 141
1. Durchschlagen des Nichtigkeitsgrundes infolge der Inkorporationswirkung 141
2. Durchschlagen des Nichtigkeitsgrundes aufgrund des Gleichstellungsanliegens 142
§ 6 Inhaltlich dynamische Verweisung 144
A. Rechtmäßigkeit dynamischer Verweisungen 144
I. Schriftform 144
1. Streitstand 144
a) Verstoß gegen das Schriftformerfordernis 144
b) Kein Verstoß gegen das Schriftformerfordernis 145
2. Stellungnahme 146
3. Ergebnis 148
II. Normenbestimmtheit 149
III. Publizität 150
1. Streitstand 150
a) Verstoß gegen die Publikationspflicht 150
b) Kein Verstoß gegen die Publikationspflicht 150
2. Stellungnahme 151
a) Zugänglichkeit auf Arbeitnehmerseite 151
b) Zugänglichkeit auf Arbeitgeberseite 152
3. Ergebnis 153
IV. Grenzen der Tarifautonomie 153
1. Rechtswirkungen dynamischer Verweisungen 154
a) Delegation der tariflichen Normsetzungsbefugnis 154
aa) Ursprüngliche Auffassung des Bundesarbeitsgerichts 154
bb) Kritik Herschels und aktuelle Auffassung des Bundesarbeitsgerichts 155
b) Verdeckte Kompetenzübertragung 158
2. Rechtfertigung der verdeckten Kompetenzübertragung 159
a) Grundsatzrechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Zulässigkeit dynamischer Verweisungen 159
aa) Herleitung des Sachgerechtigkeitspostulats 159
bb) Fallgestaltungen zulässiger dynamischer Verweisungen 161
cc) Konsequenzen für den Anerkennungstarifvertrag 162
b) Entwicklungstendenzen in der neueren Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Zulässigkeit dynamischer Verweisungen in Anerkennungstarifverträgen 163
aa) Arbeitgeberseite 165
(1) Gewährleistung der Eigenverantwortung 166
(2) Bedeutung des Erfordernisses der „Vorhersehbarkeit 168
(3) Absicherung der Eigenverantwortung 169
bb) Arbeitnehmerseite 170
(1) Mitwirkung an den künftigen Fassungen des in Bezug genommenen VerbandstarifVertrages 171
(2) Rechtzeitige Aufhebbarkeit der dynamischen Verweisungsanordnung 171
(3) Gegenüberstellung mit dem Sachgerechtigkeitskriterium des engen Zusammenhangs der Geltungsbereiche 172
cc) Schlussfolgerung 172
c) Kritik an der Grundsatzrechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Zulässigkeit dynamischer Verweisungen und Entwicklung eines eigenen Ansatzes 173
aa) Kritische Bewertung des Sachgerechtigkeitspostulats 174
bb) Lösungsvorschläge im Schrifttum 178
(1) Kernbereichstheorie 178
(2) Dispensklausel 179
(3) Wesentlichkeitstheorie 180
cc) Eigener Ansatz 181
(1) Grundsätzliche Zulässigkeit dynamischer Verweisungen 182
(2) Verbot willkürlicher dynamischer Verweisungen 187
(3) Ergebnis 189
d) Schlussfolgerung 190
V. Tarifeinheit 190
VI. Demokratieprinzip 191
VII. Negative Koalitionsfreiheit 192
VIII. Positive Koalitionsfreiheit des Arbeitgeberverbandes 193
IX. Ergebnis 195
B. Rechtsfolgefragen dynamischer Verweisungen 195
I. Rechtsfolgen im Allgemeinen 195
II. Inkorporierung überraschender Tarifnormen 196
1. Streitstand 196
a) Keine Inkorporierung überraschender Tarifnormen 196
b) Inkorporierung überraschender Tarifnormen 197
2. Stellungnahme 197
3. Ergebnis 199
III. Abgrenzung statischer und dynamischer Verweisungen 199
1. Geltungserhaltende Tarifvertragsauslegung 200
2. Allgemeine Tarifvertragsauslegung 200
a) Grammatikalische Auslegung 200
b) Systematische Auslegung 201
c) Teleologische Auslegung 201
aa) Generelle Bewertung des Verweisungszwecks 202
bb) Bewertung des Verweisungszwecks im Anerkennungstarifvertrag 203
IV. Rechtsfolgen materiell unwirksamer dynamischer Verweisungen 204
§ 7 Reichweite der inhaltlichen Verweisung 205
A. Globalverweisung 206
I. Anwendungsfälle 206
II. Rechtliche Zulässigkeit 207
1. „Einfache\" Globalverweisung 207
2. „Erweiterte\" Globalverweisung 208
3. Ergebnis 210
III. Zusatzvereinbarungen 210
1. Ergänzende Zusatzvereinbarungen 210
2. Verdrängende Zusatzvereinbarungen 211
IV. Protokollnotizen und Ergänzungsabkommen 212
B. Teilverweisung 213
I. Anwendungsfalle 213
II. Rechtliche Zulässigkeit 214
1. Statische Teilverweisung 214
a) Rechtmäßigkeitsbedenken 214
b) Rechtfertigung 215
2. Dynamische Teilverweisung 217
a) Rechtmäßigkeitsbedenken 217
b) Rechtfertigung 218
C. Einzelverweisung 219
I. Anwendungsfalle 220
II. Rechtliche Zulässigkeit 220
§ 8 Formelle Anforderungen an den Abschluss des Anerkennungstarifvertrages 221
A. Schriftform 221
I. Allgemeine Anforderungen 222
II. Vereinbarungen über die Schriftform - insbesondere Vereinbarungen über die Schaffung von Anhängen oder Anlagen zum Anerkennungstarifvertrag 223
1. Zweck der Vereinbarung und Folgen für die Inkorporationsanordnung 223
a) Deklaratorische Bedeutung 223
b) Konstitutive Bedeutung 224
2. Regelungsmacht der Parteien des Anerkennungstarifvertrages 225
3. Auslegungsfragen 225
a) Grammatikalische Auslegung 226
b) Systematische Auslegung 227
c) Teleologische Auslegung 228
d) Ergebnis 231
B. Auslagepflicht 232
I. Umfang der Auslagepflicht 232
1. Streitstand 232
2. Stellungnahme 233
II. Vereinbarungen über die Auslagepflicht 235
C. Tarifregister 237
I. Führung des Tarifregisters 237
II. Übersendungs- und Mitteilungspflicht 237
1. Übersendungspflicht 237
a) Ableitung des Pflichtenstatus 238
b) Pflichtenstatus bei statischen und dynamischen Verweisungen 240
c) Pflichtenstatus bei Teilverweisungen 240
2. Mitteilungspflicht 241
3. Vereinbarungen über die Übersendungspflicht 241
§ 9 Verbindlichkeit verbandstarifbezogener Feststellungsurteile auf der Ebene des Anerkennungstarifvertrages 242
A. Reichweite der Bindungswirkung auf der Ebene des Verbandstarifvertrages 242
B. Erstreckung der Bindungswirkung auf die Ebene des Anerkennungstarifvertrages 244
I. Bindungswirkung kraft unmittelbarer Anwendung des § 9 TVG 244
II. Bindungswirkung kraft analoger Anwendung des § 9 TVG 246
1. Planwidrige Regelungslücke 246
2. Vergleichbare Interessenlage 248
a) Einheitliche Entscheidungen 248
b) Eigenverantwortliche Wahrung der Mitgliederinteressen 250
c) Sicherung der Einwirkungs- und Friedenspflicht 251
d) Schlussfolgerung 252
III. Bindungswirkung kraft tarifvertraglicher Urteilsunterwerfung im Anerkennungstarifvertrag 253
1. Ableitung einer tarifvertraglichen Bindungswirkung 253
a) Bindungswirkung zwischen den Parteien des Anerkennungstarifvertrages 254
b) Bindungswirkung zwischen den an den Anerkennungstarifvertrag gebundenen Normadressaten 255
aa) Tarifnormcharakter der tarifvertraglichen Unterwerfungsklausel im Anerkennungstarifvertrag 255
bb) Rechtmäßigkeit der tarifvertraglichen Unterwerfungsklausel im Anerkennungstarifvertrag 257
cc) Schlussfolgerung 260
c) Bindungswirkung gegenüber Dritten 260
2. Inhalt und Auslegung der tarifvertraglichen Unterwerfiingsklausel im Anerkennungstarifvertrag 261
3. Ergebnis 263
Teil 3: Überleitung der inhaltlichen Vorgaben eines zukünftig in Kraft tretenden, neuartigen Verbandstarifvertrages in den Anerkennungstarifvertrag - Rechtskonformität und Rechtsfolgen der Vorabunterwerfungs- und Verhandlungsklausel 264
§ 10 Vorabunterwerfungs-und Verhandlungsklausel 264
A. Auslegung 265
I. Substituierungs- und Vorabunterwerfungsklausel 265
II. Verhandlungsklausel 266
B. Tarifrechtliche Zulässigkeit 267
I. Substituierungs- und Vorabunterwerfungsklausel 267
1. Konstitutiver Verweisungscharakter 267
2. Rechtscharakter der Vorabunterwerfungsklausel 268
3. Tarifrechtliche Wirksamkeit der Vorabunterwerfungsklausel 270
a) Schriftform 270
b) Normenbestimmtheit 271
c) Publizität 271
d) Grenzen der Tarifautonomie 272
aa) Streitstand und Problemaufwurf 272
bb) Rechtfertigung der Vorabunterwerfung 274
(1) Arbeitgeberseite 275
(2) Arbeitnehmerseite 276
e) Negative Koalitionsfreiheit 277
f) Ergebnis 277
II. Verhandlungsklausel 278
1. Zulässigkeit der Verhandlungsklausel 279
2. Rechtsfolgen der Verhandlungsklausel 281
3. Rechtsfragen der Einigungsklausel 284
a) Rechtscharakter 285
b) Rechtliche Zulässigkeit 286
c) Durchsetzbarkeit 287
4. Ergebnis 290
Teil 4: Überleitung der statusrechtlichen Vorgaben eines Verbandstarifvertrages in den Anerkennungstarifvertrag - insbesondere die Rechtskonformität und Rechtsfolgen der dynamischen Rechtsstatusklausel 291
§ 11 Statusrechtliche Vereinbarungsbefugnis - Wechselwirkung zwischen dem Rechtsstatus des Anerkennungs- und des VerbandstarifVertrages im Allgemeinen 292
Α. Vereinbarung eines unmittelbar zwingenden Rechtsstatus des Anerkennungstarifvertrages 292
I. Anwendungsfälle 292
II. Rechtmäßigkeit 294
B. Außer Kraft getretene Verbandstarifnormen und Beibehaltung dieses Rechtsstatus im Anerkennungstarifvertrag 295
C. Vereinbarung eines nachwirkenden Rechtsstatus des Anerkennungstarifvertrages 296
I. Anwendungsfälle 296
1. Unmittelbar und zwingend wirkender Verbandstarifvertrag 296
2. Nachwirkender Verbandstarifvertrag 297
II. Rechtmäßigkeit 297
1. Streitstand 298
a) Unzulässigkeit „von Anfang an\" nachwirkender Tarifverträge 298
b) Zulässigkeit „von Anfang an\" nachwirkender Tarifverträge 299
2. Stellungnahme 301
a) Dispositionsbefugnis der Tarifvertragsparteien über nachwirkende Tarifnormen - Schaffung „lediglich nachwirkender\" Tarifnormen 301
aa) Rechtscharakter nachwirkender Tarifnormen 302
(1) Grammatikalische Auslegung 302
(2) Historische Auslegung 303
(3) Systematische Auslegung 303
(4) Teleologische Auslegung 304
(a) Widerspruchsfreiheit zur Gesamtrechtsordnung 304
(b) Verfassungskonformität 308
(c) Effektivierung der ratio legis 309
(5) Schlussfolgerung 310
bb) Konsequenzen aus dem Rechtscharakter für die Anerkennung einer Dispositionsbefugnis 311
cc) Ergebnis 314
b) Schaffung „von Anfang an\" nachwirkender Tarifnormen 314
aa) Rechtsgrundlage 315
(1) Ableitung aus § 4 Abs. 5 TVG 315
(a) Grammatikalische Auslegung 316
(b) Historische Auslegung 316
(c) Systematische Auslegung 317
(d) Teleologische Auslegung 317
(e) Ergebnis 318
(2) Ableitung aus § 4 Abs. 3, 1. Alt. TVG 318
(3) Ableitung aus Art. 9 Abs. 3 Satz 1 GG 319
(4) Ergebnis 320
bb) Ausschluss der Friedenspflicht 320
(1) Streitstand 320
(a) Immanenztheorie 320
(b) Konsenstheorie 322
(2) Stellungnahme 323
(3) Ergebnis 327
c) Schlussfolgerung 327
§ 12 Dynamische Rechtsstatusklausel 327
A. Wirkungsweise der dynamischen Rechtsstatusklausel 328
I. Dynamische Rechtsstatusklausel im engeren Sinne 328
1. Auswirkungen auf die kraft Verweisung inkorporierten Tarifnormen 328
2. Auswirkungen auf die originären Tarifbestimmungen 330
3. Ergebnis 330
II. Konkretisierende Anordnungen 331
1. Inhalt der konkretisierenden Anordnungen 331
a) Kündigungsklausel 331
b) Tarifforderungsklausel 332
c) Friedenspflichtklausel 333
2. Konsequenzen aus der fiktiven Formulierungsweise 334
3. Ergebnis 335
III. Schlussfolgerungen zur Wirkungsweise 335
B. Rechtmäßigkeit der dynamischen Rechtsstatusklausel 336
I. Statusrechtliche Dispositionsbefugnis 337
1. Höchstrichterliche Erklärungsansätze 337
a) Rechtsprechung zur dynamischen Rechtsstatusklausel 337
b) Rechtsprechung zur Rechtsstatusproblematik im Allgemeinen 337
2. Stellungnahme 339
a) Unmittelbar und zwingend wirkende Verbandstarifnormen 339
b) Nachwirkende Verbandstarifhormen 340
aa) Schaffung „von Anfang an\" nachwirkender Tarifnormen 341
bb) Schlussfolgerung 344
cc) Ergebnis 345
c) Außer Kraft getretene Verbandstarifhormen 345
d) Ergebnis 346
II. Arbeitskampfrechtliche Folgefragen 346
1. Streikrecht 347
a) Verfolgung eines eigenständigen firmentarifVertraglichen Regelungsanliegens 350
aa) Verstoß gegen rechtliche Grundsätze 352
bb) Verstoß gegen tarifpolitische Grundsätze 353
cc) Ergebnis 354
b) Einbeziehung in den Verbandsarbeitskampf und Druckerhöhung auf den Arbeitgeberverband 354
aa) Rechtliche Einordnung als Sympathiearbeitskampf 355
bb) Fremdnütziger Sympathiearbeitskampf 358
cc) Eigennütziger Sympathiearbeitskampf 360
(1) Rechtfertigung entsprechend den vom Bundesarbeitsgericht anerkannten Ausnahmetatbeständen 361
(2) Rechtfertigung jenseits der vom Bundesarbeitsgericht anerkannten Ausnahmetatbestände 362
(a) Streitstand 363
(aa) Ablehnung des Partizipationsgedankens 363
(bb) Anerkennung des Partizipationsgedankens 363
(b) Stellungnahme 364
(aa) Funktion des Arbeitskampfes 365
(bb) Verhältnismäßigkeitsprinzip 366
(cc) Arbeitskampfautonomie und Friedenspflicht 367
(dd) Arbeitskampfbeteiligung auf Arbeitnehmerseite 369
(ee) Unrechtmäßige Privilegierung 371
(ff) Besonderheiten der dynamischen Verweisung 374
(gg) Schlussfolgerung 376
(c) Ergebnis 376
2. Aussperrung 376
a) Funktion des Arbeitskampfes 376
b) „Kampfbündnis-Rechtsprechung\" des Bundesverfassungsgerichts 378
c) Ergebnis 382
3. Dispositionsbeftignis über die Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen des Arbeitskampfes 382
4. Ergebnis 386
III. Negative Koalitionsfreiheit 387
1. Schutzbereich der negativen Koalitionsfreiheit 387
2. Grundrechtskonformität der dynamischen Rechtsstatusklausel 389
3. Ergebnis 392
IV. Kündigungsrechtliche Folgeprobleme 393
1. Übertragung der statusrechtlichen Entscheidungsmacht 393
2. Teilkündigung 396
3. Ergebnis 397
V. Arbeitskampffahigkeit des „kleinen\" Arbeitsgebers 397
VI. Ergebnis 399
C. Rechtsfolgen 399
Teil 5: Arbeitskampfrechtliche Rechtsfragen des Anerkennungstarifvertrages 401
§ 13 Allgemeine Rechtsfragen des firmentarifvertragsbezogenen Arbeitskampfes 401
A. Rechtsgrundlagen des firmentarifvertragsbezogenen Arbeitskampfes 401
I. Arbeitskampfberechtigung der Gewerkschaft 401
II. Arbeitskampfberechtigung des Außenseiterarbeitgebers 404
B. Arbeitskampffähigkeit des „kleinen\" Arbeitgebers 408
I. Streitstand 408
1. Fehlende Arbeitskampffähigkeit des „kleinen\" Arbeitsgebers 408
2. Unbeschränkte Arbeitskampffähigkeit des „kleinen\" Arbeitgebers 409
II. Stellungnahme 410
1. Imparitätslage 410
2. Korrektur durch das Verhältnismäßigkeitsprinzip 414
3. Korrektur jenseits des Verhältnismäßigkeitsprinzips 415
a) Ausschluss der Tarifföhigkeit 416
b) Ausschluss der Arbeitskampffähigkeit 417
aa) Kritische Einwände der Rechtslehre gegen einen Ausschluss der Arbeitskampffahigkeit 419
bb) Rechtfertigung der Arbeitskampfföhigkeit 422
cc) Ergebnis 424
c) An die Imparitätslage angepasste Rechtskontrolle 424
aa) Entgegenstehende Richtigkeitsgewähr 425
bb) Ableitung einer an die Imparitätslage angepassten Rechtskontrolle 425
cc) Vorteile einer an die Imparitätslage angepassten Rechtskontrolle 430
dd) Ergebnis 430
§ 14 Erkämpfbarkeit einzelner Klauseln des Anerkennungstarifvertrages 430
A. Statische und dynamische Globalverweisungsklausel 431
I. Rechtscharakter der Verweisungsklausel 431
II. Ultima-ratio-Prinzip 432
1. Statische Verweisung 433
2. Dynamische Verweisung 434
III. Negative Koalitionsfreiheit 436
1. Negative Koalitionsfreiheit und Streikdruck 436
2. Negative Koalitionsfreiheit und Inhalt der Streikforderung 437
3. Negative Koalitionsfreiheit und Selbstgestaltungsbefugnis 437
a) Statische Verweisung 439
b) Dynamische Verweisung 439
IV. „Kleine\" Arbeitgeber 441
V. Ergebnis 443
B. Statische und dynamische Teilverweisungsklausel 443
C. Vorabunterwerfungsklausel 444
I. Rechtscharakter der Vorabunterwerfungsklausel 445
II. Ultima-ratio-Prinzip 445
1. Streitstand 446
2. Übertragung der Stellungnahmen auf die Vorabunterwerfungsklausel des Anerkennungstarifvertrages 447
3. Ergebnis 450
III. Negative Koalitionsfreiheit 450
IV. Schlussfolgerung 451
D. Dynamische Rechtsstatusklausel 453
I. Rechtmäßiges Kampfziel 453
II. Rechtsfolgen 454
1. Streitstand 454
2. Übertragung auf den Anerkennungstarifkonflikt 455
3. Ergebnis 458
Teil 6: Rechtsfragen der Beendigung des Anerkennungstarifvertrages 459
§ 15 Formen und Wirksamkeitsvoraussetzungen der Beendigung des Anerkennungstarifvertrages 459
A. Beendigungsformen des Anerkennungstarifvertrages 460
I. Formen der Beendigung des Anerkennungstarifvertrages ohne verweisungsspezifische Besonderheiten 460
1. Ablösung 460
2. Aufhebungsvertrag 460
3. Auflösende Bedingung 461
II. Ordentliche Kündigung des Anerkennungstarifvertrages 461
1. Zulässigkeit der ordentlichen Kündigung 462
2. Bestimmung des Kündigungstermins 463
a) „Einfache\" statische Verweisung 463
aa) Vereinbarter Kündigungstermin 463
bb) Ohne vereinbarten Kündigungstermin 464
cc) Ergebnis 466
b) „Einfache\" dynamische Verweisung 466
aa) Vom Grundsatz der Tarifnorm Verantwortung abgeleitetes ordentliches Kündigungsrecht 467
(1) Auffassung Riebles 467
(2) Stellungnahme 467
bb) Vereinbarter Kündigungstermin 470
cc) Ohne vereinbarten Kündigungstermin 470
(1) Argumentationsansätze 471
(a) Inkorporierung der verbandstarifvertraglichen Kündigungsregelung 471
(b) Unbefristeter Ausschluss der ordentlichen Kündigung 471
(2) Stellungnahme 471
dd) Ergebnis 473
c) „Erweiterte\" statische und dynamische Globalverweisung 473
aa) Vereinbarter Kündigungstermin 473
bb) Ohne vereinbarten Kündigungstermin 476
cc) Ergebnis 477
3. Ermittlung der Kündigungsfrist 477
4. Ermittlung der Kündigungsgründe 479
a) Vereinbarte Kündigungsgründe 479
b) Ohne vereinbarte Kündigungsgründe 480
5. Höchstdauer des Ausschlusses der ordentlichen Kündigung 480
6. Ordentliche Gesamtkündigung bei „erweiterter\" Globalverweisung trotz ordentlicher Teilkündigungsmöglichkeit 485
III. Außerordentliche Kündigung des Anerkennungstarifvertrages 486
1. Zulässigkeit der außerordentlichen Kündigung 486
a) Außerordentliche Kündigung kraft Vereinbarung 486
b) Außerordentliche Kündigung ohne Vereinbarung 487
c) Verhältnis zum Rechtsinstitut des Wegfalls der Geschäftsgrundlage 488
2. Voraussetzungen der außerordentlichen Kündigung 489
a) Wichtiger Grund und Unzumutbarkeit 489
aa) Schwere Pflichtverletzung 490
bb) Änderung der wirtschaftlichen Rahmendaten 490
cc) Aus Art. 9 Abs. 3 Satz 1 GG abgeleiteter außerordentlicher Kündigungsgrund 492
(1) Statische Verweisung 493
(2) Dynamische Verweisung 493
(a) Gefährdungslage 494
(b) Vorgaben des Art. 9 Abs. 3 Satz 1 GG 494
(c) Bestimmung des wichtigen Grundes 497
(d) Bestimmung der Unzumutbarkeit 499
(aa) Erhebliche Belastung 499
(bb) Zeitliche Komponente 500
(e) Ergebnis 501
dd) Kombination aus Änderung der wirtschaftlichen Rahmendaten und Änderung der dynamisch in Bezug genommenen Verbandstarifbestimmungen 501
b) Zeitpunkt der Kündigungserklärung 501
c) Ultima-ratio-Prinzip 503
aa) Vorrang eines Nachverhandlungsangebotes 504
bb) Vorrang einer außerordentlichen Teilkündigung 506
IV. Zeitablauf bei Befristung des Anerkennungstarifvertrages 508
1. Vereinbarte Laufzeit 508
2. Ohne vereinbarte Laufzeit 509
a) Statische Verweisung 509
b) Dynamische Verweisung 509
B. Auswirkungen der Beendigung des in Bezug genommenen Verbandstarifvertrages 511
I. Grundsätzliche Unabhängigkeit des Anerkennungstarifvertrages 511
II. Durchschlagen der Beendigungswirkung kraft Vereinbarung im Anerkennungstarifvertrag 512
III. Durchschlagen der Beendigungswirkung aufgrund des Gleichstellungsanliegens 513
§ 16 Rechtsfolgen der Beendigung des Anerkennungstarifvertrages 514
A. Allgemeine Rechtsfolgefragen 514
I. Grundsatz der Nachwirkung 514
II. Ausschluss der Nachwirkung 515
III. Nachwirkung bei außerordentlicher Kündigung 516
B. Verweisungsspezifische Rechtsfolgefragen 519
I. Nachwirkung bei statischer Verweisung 519
II. Nachwirkung bei dynamischer Verweisung 520
1. Streitstand 521
a) Wegfall der Dynamisierung 521
b) Aufrechterhaltung der Dynamisierung 522
2. Stellungnahme 523
a) Unmittelbare Anwendung des § 4 Abs. 5 TVG 523
aa) Vorgaben des Gesetzeswortlauts 523
bb) Rechtscharakter der Verweisungsanordnung 524
cc) Konsequenzen 526
dd) Ergebnis 527
b) Analoge Anwendung des § 4 Abs. 5 TVG 527
aa) Planwidrige Regelungslücke 528
bb) Vergleichbare Interessen läge 528
(1) Normzweck des § 4 Abs. 5 TVG 528
(2) Übertragung der Normzweckgesichtspunkte auf die dynamische Verweisungsanordnung 530
cc) Ergebnis 533
c) Schlussfolgerung 533
Teil 7: Zusammenfassung und Ausblick 534
Anhang - Dokumentation typischer Regelungsinhalte des Anerkennungstarifvertrages 549
A. Inhaltlich dynamische und statusrechtlich dynamische Verweisung im Anerkennungstarifvertrag mit vorübergehend abweichender Wochenarbeitszeit 549
B. Inhaltlich dynamische und statusrechtlich dynamische Verweisung im Anerkennungstarifvertrag mit inhaltlicher Vorabunterwerfung und inhaltlicher Stufenanpassung an das Verbandstarifniveau 552
C. Inhaltlich dynamische Verweisung im Anerkennungstarifvertrag mit Teilkündigungsgestattung 555
D. Inhaltlich dynamische Verweisung und inhaltlich statische Verweisung mit Dynamisierungsvorbehalt im Anerkennungstarifvertrag 556
E. Inhaltlich dynamische Verweisung im Anerkennungstarifvertrag auf eine andere Tarifregion 557
F. Inhaltlich dynamische und statusrechtlich dynamische Verweisung im Anerkennungstarifvertrag mit Ausnahmevorbehalt 558
G. Eigenständiger Firmentarifvertrag mit teilweiser inhaltlich statischer beziehungsweise inhaltlich dynamischer Verweisung 559
Literaturverzeichnis 561
Sachwortverzeichnis 588