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Verfassungsprinzipien

Ein Normtyp im Grundgesetz

Reimer, Franz

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 857

(2001)

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Abstract

Verfassungsprinzipien - verstanden als Oberbegriff zu Staatsziel- und Staatsstrukturbestimmungen - sind wohlfeile Kampfvokabeln. Sind sie auch justitiable Normen? Was bei den klassischen Verfassungsprinzipien der Art. 1, 20 und 20a GG unproblematisch erscheint, wird bei anderen Prinzipientypen prekär. Lassen sich beispielsweise neben den expliziten Prinzipien auch implizite Prinzipien begründen? Nach welchen Kriterien entscheidet sich, ob Rechtsstaatlichkeit, Subsidiarität oder Verantwortung (um nur einen Bruchteil grundgesetzlich inspirierter Prinzipienkreationen zu nennen) Normen des Grundgesetzes sind? Genügt hier die beliebte Berufung auf eine "Gesamtschau"? Und wie sind - umgekehrt - die Verfassungsprinzipien anzuwenden? Ihre quecksilbrige Natur als verfassungsrechtliche Generalklauseln scheint eine nachvollziehbare, rechtssichere Konkretisierung von vornherein auszuschließen.

Franz Reimer tritt den Gegenbeweis an. In der vorliegenden Arbeit widmet er sich damit einem weithin brachliegenden Feld des Verfassungsrechts: dem Allgemeinen Teil der Verfassungsprinzipien. Nach einem Überblick über verschiedene Prinzipientypen im Grundgesetz erweist seine Untersuchung Verfassungsprinzipien als Normen, deren Glanz und Elend in ihrer Rechtsfolgenoffenheit liegt - ein Befund, der nicht zu interpretatorischer Verzagtheit zwingt. Auf dem Grat zwischen puritanischem Verfassungstextpositivismus und phantasievoller Verfassungsanreicherung muß die Wirkungsweise der Verfassungsprinzipien ergründet werden, etwa ihr Zusammenspiel mit den Verfassungseinzelnormen. Nur so können die Verfassungsprinzipien in Begründung und Anwendung methodisch domestiziert werden.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorbemerkung 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Α. Ausgangspunkt 19
I. Das Verfassungsprinzip als Zauberwort 19
II. Das Verfassungsprinzip als Rechtsbegriff: Ein erster Befund 24
1. Grundgesetz 24
2. Rechtsprechung 26
a) Bundesverfassungsgericht 26
b) Oberste Bundesgerichte 32
3. Literatur 35
a) Zum Begriff des Verfassungsprinzips 36
aa) Definitionen und Verständnisse 36
bb) Beispiele einzelner Verfassungsprinzipien 40
b) Zum Forschungsstand 44
ΙII. Anliegen und Rechtfertigung der Arbeit 49
1. Ziel der Arbeit 49
2. Betrachtungsgegenstand 50
a) Die zu erfassenden Prinzipien 51
b) Normativität der Verfassungsprinzipien 52
Inkurs: Normbegriff 53
aa) Norm und Normsatz 54
bb) Gegenüberstellung von Norm und Prinzip? 55
cc) Norm, Entscheidung, konkrete Ordnung 56
c) Etikettierung als „Verfassungsprinzip 58
aa) Alternative „Verfassungsgrundsatz 59
bb) Alternative „Strukturprinzip 62
cc) Alternative „Grundentscheidung 63
3. Relevanz des Themas 65
a) Verfassungsrechtliche Relevanz 65
b) Europarechtliche Relevanz 67
c) Einfachrechtliche Relevanz 68
IV. Gang der Erörterungen 70
B. Vorannahmen 71
I. Verfassungsverständnis 71
1. Vorbemerkungen 71
2. Ausgangsbegriff 72
a) Verfassung als formelles Verfassungsrecht der Bundesrepublik 72
b) Verfassung als rechtliche Grundordnung 73
3. Verfassungsfunktionen 74
a) Konstituierung des Staates? 74
b) Stabilisierung 76
c) Integration? 77
d) Schutz 79
e) Kontrolle und Rationalisierung 79
f) Orientierung? 79
4. Geltungsgrund der Verfassung 81
5. Regelungsanspruch der Verfassung 90
Inkurs: Historische Besonderheiten im Regelungsanspruch des Grundgesetzes? 91
a) Räumlicher und zeitlicher Regelungsbereich 93
b) Regelungsgegenstand 94
aa) Staat 94
bb) Gesellschaft 95
c) Regelungsadressaten 98
d) Regelungsdichte 98
Inkurs I: Verfassung als System? Verfassung als Kodifikation? 101
Inkurs II: Verfassung als Einheit - Einheit der Verfassung? 103
Inkurs III: Verfassung als Prinzipienmodell? 106
Inkurs IV: Verfassung als Rahmenordnung? 107
6. Regelungsmethode der Verfassung 108
a) Verfassungssprache 108
b) Verfassung und Verfassungstext 110
aa) Verfassung als Verfassungstext? 110
bb) Verfassung als Bedeutung des Verfassungstextes? 111
α) Verfassungstextvorbehalt? 111
β) Verfassungstext als Legitimationsbasis? 113
cc) Über den Verfassungstext hinausgehendes Verfassungsrecht 115
c) Weitere Charakteristika 118
7. Zusammenfassung und Folgerungen 119
II. Vorannahmen zur Verfassungsmethodik 120
1. Ausgangspunkt 120
a) Begriff und Gegenstand der Verfassungsmethodik 120
b) Terminologie 123
aa) Begriff der Verfassungsinterpretation 123
bb) Begriff der Fallnorm 124
cc) Begriff der Deduktion, Konkretion und Fortbildung 124
c) Aufgabe der Methodik 126
2. Zuständigkeit zur Verfassungsanwendung 127
3. Kriterien der Verfassungsanwendung 129
a) Wertungen 131
b) Berücksichtigungspflichten 132
aa) Vorrang des Verfassunggebers 132
α) Terminologie 132
β) Entscheidungskriterien 134
γ) Näherhin: Die subjektiv-historische Auslegung 136
bb) Vorrang sachnäherer Verfassungsanwender? 144
c) Darlegungslasten 145
ΙII. Zum Begriff des Prinzips 146
1. Vorbemerkung 146
2. Wurzeln 146
a) αρχη (archi) 147
b) principium 150
c) ,Prinzip´ und ,Grundsatz´ 156
d) Prinzip bei Montesquieu 160
e) Verfassung und Princip 162
3. Mögliche Charakteristika des Prinzips als Rechtsbegriff 171
a) Generalität 172
b) Konkretisierungsbedürftigkeit 173
c) Absetzung gegen die Norm/Mittelbarkeit der Anwendung 173
d) Abwägungsfähigkeit 174
e) Absetzung gegen die Regel 176
f) Absetzung gegen den Wert 177
g) Absetzung gegen das Konditionalprogramm, finaler Charakter 178
h) Weitere Merkmale 179
4. Hier zugrundegelegter Prinzipienbegriff 179
C. Phänomenologie des Verfassungsprinzips 183
I. Typologie der Verfassungsprinzipien 183
1. Hauptprinzipien und Subprinzipien 184
a) Hauptprinzipien 185
b) Subprinzipien 185
c) Fallnorm 189
2. Staatszielbestimmungen und Staatsstrukturbestimmungen 189
a) Staatszielbestimmungen 193
b) Staatsstrukturbestimmungen 196
c) Verhältnis zu Haupt- und Subprinzipien 197
3. Prinzipien kraft Inkorporation und kraft Interpretation 197
a) Prinzipien kraft Inkorporation 198
aa) Grundentscheidungen 198
bb) Grundannahmen (rechtliche Verfassungsvoraussetzungen) 199
α) Allgemeine Grundannahmen 200
β) Besondere Grundannahmen 202
b) Prinzipien kraft Interpretation 203
c) Verhältnis zu den anderen Kategorien 205
4. Explizite und implizite Verfassungsprinzipien 205
a) Explizite Prinzipien 206
aa) Einzelbegriff 206
α) Summativer Begriff 207
β) Normativer Begriff 208
bb) Detaillierung 211
b) Implizite Prinzipien 211
aa) Freigelegte Prinzipien 212
bb) Induzierte Prinzipien 212
cc) Deduzierte Prinzipien 213
dd) Sonstige Prinzipien 213
c) Verhältnis zu den anderen Kategorien 213
5. Absolute und relative Prinzipien 214
a) Einwände 215
b) Bezugspunkt der Abwägungsfähigkeit 215
c) Verhältnis zu weiteren Kategorien 216
6. Ungeformte und geformte Prinzipien 217
7. Primäre und sekundäre Verfassungsprinzipien 218
II. Binnenstruktur der Verfassungsprinzipien 220
1. Vorbemerkung 220
2. Kernbereiche 220
a) Der (verfassungs-)änderungsfeste Bereich 221
b) Der abwägungsfeste Bereich 221
c) Der gesetzesfeste Bereich 223
3. Mittelbereiche 224
a) Kompensationspflichtiger Bereich 224
b) Freier Bereich 224
4. Ränder? Zum vertikalen Geltungsanspruch der Verfassungsprinzipien 225
D. Definition des Verfassungsprinzips 228
I. Definitionsgesichtspunkte 228
1. Allgemeine Definitionsgesichtspunkte 228
a) Anspruch der Definition 228
b) Orientierung am verfassungsrechtlichen Sprachgebrauch 229
c) Fluchtpunkt: ein objektivrechtlicher Kern der Verfassung 230
2. Verfassungsprinzipien und Grundsätze des Grundgesetzes 233
a) Grundsätze i.S.v. Art. 21 I 3 GG 234
b) Grundsätze i.S.v. Art. 23 I 1 GG 237
c) Grundsätze i.S.v. Art. 28 I 1 GG 240
aa) Erfaßte Grundsätze 240
bb) Begriff der Grundsätze 240
d) Grundsätze i. S. v. Art. 79 ΠΙ GG 242
aa) Bezugspunkt der Grundsätze 242
bb) Umfang der Grundsätze 243
cc) Folgerung: „Grundsätze\" und „Verfassungsprinzipien 244
e) „Grundsätze des Grundgesetzes\" i.S.v. Art. 98 II 1 GG 247
f) Zwischenergebnis 249
II. Definition des Verfassungsprinzips 249
1. Normcharakter 249
a) Explizite Verfassungsprinzipien als Normen? 249
b) Implizite Verfassungsprinzipien als Normen? 252
c) Verfassungsprinzipien kraft Interpretation als Normen? 252
2. Charakter als Zentralnorm der Verfassung 254
a) Norm der Verfassung 254
b) Zentralnorm der Verfassung 254
aa) Indizien 255
bb) Insbesondere: Prinzipien in der Verfassung und Verfassungsprinzipien 255
cc) Staatsstrukturbestimmungen und Staatszielbestimmungen 256
dd) Subprinzipien als Zentralnormen und „Verfassungsprinzipien\"? 257
3. Fehlen einer Rechtsfolgen vorherbestimmung 257
a) Rechtsfolgenbewirkung und Rechtsfolgenvorherbestimmung 258
b) Rechtsfolgenvielfalt 259
c) Korollar: Setzung eines Verfassungswertes 259
aa) Wert 260
bb) Verfassungswert 262
cc) Setzung 262
4. Leistungsfähigkeit der Definition 263
III. Abgrenzung gegen andere Institute 263
1. Staatszweckbestimmungen 264
2. Staatsaufgabenbestimmungen 265
3. Verfassungsaufträge 265
4. Verfassungsdirektiven 266
5. Verfassungspflichten, Verfassungsgebote 267
6. Gesetzgebungsaufträge 267
7. Normativbestimmungen 268
8. Rechtsgrundsätze 268
9. Leitgrundsätze/Leitprinzipien 269
10. Verfassungsgrundsätze 270
11. Staatsfundamentalnormen 271
12. (Staats-)Strukturprinzipien, Aufbau- oder Konstitutionsprinzipien 271
13. Zusammenfassende, deskriptive und ex-post-Prinzipien 272
14. Rechtsethische/Naturrechtsprinzipien, allgemeine Rechtsgedanken 273
15. Grundrechte 273
16. Institutionelle Garantien, Institutsgarantien 275
17. Verfassungsgüter, Verfassungswerte 276
18. Wert-, Grund-, Verfassungsentscheidungen 276
19. Grund- oder Leitgedanken, Maximen, Postulate 277
20. Topoi 278
21. Generalklauseln 278
22. Schleusenbegriffe 280
23. Schlüsselbegriffe 280
24. Programmsätze 280
25. Optimierungsgebote 282
26. Finalprogramme 282
27. Auslegungsprinzipien/guides 283
E. Wirkungsweise der Verfassungsprinzipien 284
I. Vorbemerkung 284
II. Rechtlicher und außerrechtlicher Wirkanspruch 284
1. Abgrenzung 284
2. Außerrechtliche Wirkungen 286
a) Deskriptive Wirkung 286
b) Erzieherische Wirkung 287
c) Integrierende und legitimierende Wirkung 288
d) Nebenwirkungen 289
e) Rechtliche Rückwirkungen 290
3. Rechtliche Wirkungen im Überblick 291
a) Verfassungsprinzipien als rechtliche Argumentationsfiguren? 291
b) Verfassungsprinzipien als Normen 292
IIΙ. Stellung im Gefüge der Rechtsordnung 294
1. Stellung der Verfassungsprinzipien in der Verfassung 294
a) Verhältnis der Verfassungsprinzipien untereinander 295
aa) Anwendbarkeit 295
bb) Geltung 296
cc) Gewicht 299
b) Verfassungsprinzip und Verfassungseinzelnorm 303
Inkurs: Der Schichtenbau der Verfassung 303
aa) Anwendbarkeit 305
bb) Geltung 306
cc) Gewicht 306
c) Verhältnis von Verfassungsprinzip zu ähnlichen Figuren 308
2. Verfassungsprinzip und Unterverfassungsrecht 309
IV. Funktionen der Verfassungsprinzipien 310
1. Legitimations- und Garantiefunktion 310
2. Kassationsfunktion 311
3. Evokationsfunktion 312
4. Steuerungsfunktion 312
a) Ändernde Funktion 313
b) Ausfüllende Funktion 315
5. Reservefunktion 315
a) Im Verfassungsrecht 316
b) Im Unterverfassungsrecht 316
V. Adressaten der Verfassungsprinzipien 320
1. Bund und Länder, mittelbare Staatsverwaltung 320
2. Staatsgewalten 324
3. Private 325
VI. Regelungsweise der Verfassungsprinzipien 326
1. Regelungsstrukturen der Verfassungsprinzipien 327
a) Verfassungsprinzipien als Rahmennormen 327
b) Verfassungsprinzipien als dynamische und statische Normen 328
aa) Dynamische Normen 328
α) Erfolgsnorm 328
β) Zielnorm 329
γ) Verbesserungsgebote 329
δ) Optimierungsgebote 329
bb) Statische Normen 333
α) Garantienormen, Verschlechterungsverbote 333
β) Niveaugebote 333
2. Wirkungsstandards der Verfassungsprinzipien 338
a) Minimal- oder Bagatellvorbehalte? 339
b) Minimalgarantien 340
aa) Prozedural 341
bb) Material 342
c) Verschlechterungsverbote/Verbesserungsgebote 343
d) Eingriffsverbote 344
e) Schutzgebote 346
f) Maximierungs-/Optimierungsgebote? 347
g) Obergrenze? 347
VII. Regelungs- und Kontrolldichte 348
1. Regelungsdichte 349
a) Interne Faktoren 349
aa) Regelungsgegenstand: Staatsziele oder Staatsstrukturen 349
bb) Regelungsmittel: Die Formulierung 350
cc) Dichte der konkretisierenden Verfassungseinzelnormen 351
dd) Fundamentalität und Bedrohtheit des geschützten Wertes 351
ee) Ingerenz 352
b) Externe Faktoren 352
aa) Gefahr der Entpolitisierung 352
bb) Gefahr der Homogenisierung 353
2. Kontrolldichte 354
a) Unmöglichkeit punktgenauer Nachprüfung 355
b) Gewaltenteilungswidrigkeit zu genauer Nachprüfung 356
VIII. Rechtsfolgen der Verfassungsprinzipien 358
1. Grundsatz der Rechtsfolgenoffenheit 358
2. Grenzen der Rechtsfolgenoffenheit 358
3. Beispiele 362
a) Verfassungsimmanente Rechtsschranken? 362
b) Verfassungsunmittelbare Begünstigung und Belastung Privater? 368
aa) Begünstigung 370
bb) Belastung 372
α) Begründung von Verhaltenspflichten 372
β) Sanktionierung von Verhaltenspflichten 374
F. Begründung der Verfassungsprinzipien 378
I. Vorbemerkung 378
II. Begründung der expliziten Verfassungsprinzipien 379
1. Verankerungsmodus 379
2. Verankerungsort 383
IIΙ. Begründung der impliziten Verfassungsprinzipien 384
1. Methodologische Vorbemerkung 385
2. Zuständigkeit zur Begründung impliziter Verfassungsprinzipien 389
a) Verfassungsändernder Gesetzgeber 390
b) Einfacher Gesetzgeber 391
c) Exekutive 392
d) Judikative 392
aa) Bundesverfassungsgericht 395
bb) Fachgerichtsbarkeit 395
e) Gesellschaft 397
3. Kriterien zur Begründung impliziter Verfassungsprinzipien 397
a) Freigelegte Prinzipien 398
aa) Allgemeine Grundannahmen 398
α) Aus dem Begriff des Staates 400
β) Aus dem Begriff der Verfassung 402
bb) Besondere Grundannahmen 403
b) Induzierte Prinzipien 404
aa) Extensive Auslegung 404
bb) Rechtsanalogie 406
cc) Induktion 407
α) Begründungsmöglichkeiten für die verfassungsrechtliche Induktion 408
β) Der Vorgang der Induktion 412
c) Deduzierte Prinzipien 428
d) Sonstige Prinzipien 428
4. Wirkung der richterlichen Begründung impliziter Verfassungsprinzipien 430
a) Vorbemerkung 430
b) Bindungswirkung der gerichtlichen Entscheidungen 431
aa) Fachgerichte 431
bb) Bundesverfassungsgericht 432
α) Entscheidungen nach § 31 I BVerfGG 432
ß) Entscheidungen nach § 31 II BVerfGG 436
c) Anderweitige Wirksamkeit gerichtlicher Entscheidungen 437
G. Anwendung der Verfassungsprinzipien 439
I. Vorbemerkung 439
II. Anwendbarkeit der Verfassungsprinzipien 440
1. Begriff der Anwendbarkeit 440
2. Grundsatz 440
3. Separate Anwendbarkeit 441
4. Kumulative Anwendbarkeit 441
5. Alternative Anwendbarkeit 445
a) Funktionsabhängige Anwendbarkeit 445
b) Grundsatz: Anwendbarkeit der konkretisierenden Norm 445
c) Abwesenheit einer konkretisierenden Norm 446
aa) Feststellung eines Regelungsvakuums 447
α) Regelungslage 447
β) Berechtigte Regelungserwartung 448
bb) Ausfüllung des Regelungsvakuums 450
α) Analogieschluß und Prinzipienkonkretisierung 450
β) Prinzipienkonkretisierung bei Unmöglichkeit der Analogie? 451
d) Divergenz von konkretisierter und konkretisierender Norm 452
aa) Divergenz von Prinzip kraft Inkorporation und Verfassungseinzelnorm 453
bb) Divergenz von Prinzip kraft Inkorporation und konkretisierendem Unterverfassungsrecht 455
cc) Divergenz von Prinzip kraft Interpretation und konkretisierendem Unterverfassungsrecht 456
e) Darlegungslasten 457
III. Konkretisierung der Verfassungsprinzipien 458
1. Vorbemerkung 458
a) Gegenstand der Erörterungen 458
b) Anspruch der Leitlinien zur Konkretisierung 458
c) Gang der Erörterungen 460
2. Konkretisierungszuständigkeit 460
a) Verfassungsändernder Gesetzgeber 461
b) Einfacher Gesetzgeber 461
Inkurs: Delegationsfunktion der Verfassungsprinzipien? 463
c) Exekutive 466
d) Judikative 466
aa) Fachgerichtsbarkeit 467
bb) Verfassungsgerichtsbarkeit 468
e) Diskursteilnehmer 468
3. Allgemeine Konkretisierungskriterien 470
a) Gefahr der Überfrachtung der Verfassung 470
b) Gefahr der Verfassungspolitik 471
c) Gefahr der Punktualisierung 471
d) Methodenbindung 472
4. Konkretisierungsschritte 473
a) Wortlautauslegung 473
b) Herausarbeitung des inneren Gehalts der Norm 476
c) Berücksichtigung weiterer Normen 479
aa) Konkretisierende Verfassungseinzelnormen 479
Inkurs: Identifikation der konkretisierenden Normen 480
bb) Interne Absetzung gegen andere Verfassungsprinzipien 481
cc) Berücksichtigung vorkonstitutioneller und subkonstitutioneller Normen 482
d) Bildung von Subprinzipien 484
e) Koordination gegenläufiger Subprinzipien desselben Hauptprinzips 492
f) Strukturierung des Gehalts mit Blick auf die Rechtsfolge 493
g) Koordination mit weiteren Normen 495
h) Formulierung der Fallnorm 501
H. Zusammenfassende Thesen 502
Glossar 509
Literatur 513
Sachregister 577