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Grenzüberschreitender Bestandsschutz für unanfechtbar genehmigte Anlagen

Englisch, Soussan

Schriften zum Umweltrecht, Vol. 21

(1991)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhalt 7
Abkürzungsverzeichnis 14
Einleitung 17
§ 1 Grenzüberschreitender Umweltschutz im Schnittpunkt zwischen Umweltverwaltungsrecht und Umweltprivatrecht 17
A. Anerkennung ausländischer Realkonzessionen 25
§ 2 Grundlagen 25
I. Vorbemerkung 25
1. Begriff “Anerkennung” 25
2. Fallgestaltungen 29
a) Folgerungen aus der internationalen Zuständigkeit 29
(1) EWG-Staaten 30
(2) Drittstaaten 32
b) Folgerungen aus dem Grund des präkludierten Anspruchs 34
c) Zusammenfassung 35
II. Anerkennung und Völkerrecht 35
1. Völkerrechtliche Verträge 35
a) Überblick 35
b) Salzburger-Flughafen-Vertrag 36
(1) Gegenstand und Regelungsproblem 36
(a) Tatsächliche Ausgangslage 36
(b) Regelungsziel 37
(2) Überblick über die Regelungen im einzelnen 41
(a) Pflichten der Bundesrepublik Deutschland gegenüber der Republik Österreich 41
aa) Festlegung eines Bauschutzbereichs 41
bb) Anerkennung österreichischer Hoheitsakte durch Fiktion der Belegenheit auf deutschem Hoheitsgebiet 42
cc) Freistellungspflicht 43
(b) Pflichten Österreichs gegenüber der Bundesrepublik Deutschland 43
aa) Rücksichtnahmepflichten 44
bb) Konsultationspflichten 44
cc) Reziprozität 44
dd) Entschädigungspflichten 44
(3) Individualrechtsbeziehungen 44
(a) Rechtsbeziehungen zwischen Flughafenunternehmer und Nachbarn 44
aa) Anwendbares Privatrecht 45
bb) Wirkung der Bewilligung 45
(b) Rechtsbeziehungen zwischen Luftfahrtunternehmern und Nachbarn 46
(4) Prozessuales 46
c) Salzburger Flughafen-Prozeß 47
d) Kritik an der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 49
e) Folgerungen für die Eignung des Vertrages als Regelungsmodell 51
2. Territorialitätsprinzip 52
a) Abwehr ausländischer Eingriffsnormen durch das Territorialitätsprinzip 52
b) Kritik 54
c) Facetten des Territorialitätsbegriffs 55
(1) Interventionsverbot 55
(2) Beschränkung der “jurisdiction to prescribe” 56
(3) Beschränkung der “jurisdiction to enforce” 58
(4) Territorialitätsprinzip als Auslegungsgrundsatz 58
(5) Territorialitätsprinzip als Erfahrungssatz 59
d) Souveränitätsinteressen und Gebietshoheit des Genehmigungsstaates 59
e) Souveränitätsinteressen und Gebietshoheit des Anerkennungsstaates 59
f) Abkehr des BGH vom Territorialitätsprinzip im internationalen Konkursrecht 60
g) Schlußfolgerungen für die Eignung des Territorialitätsprinzips zur Abwehr ausländischer Eingriffsnormen 61
h) Pflicht zur Anerkennung aus dem Territorialitätsprinzip 62
(1) Universelle Anerkennungspflicht 62
(2) In Ausnahmefällen begründete Anerkennungspflicht 63
(3) Spezifische Anerkennungspflicht für umweltrechtliche Genehmigungen als Folgerung aus dem Prinzip der beschränkten territorialen Integrität 64
i) Zusammenfassung und Ergebnis 66
3. Völkerrechtliches Nachbarrecht 67
a) Wasserrecht 67
(1) Materielle Pflichten 68
(a) Harmon-Doktrin 68
(b) Rechtsmißbrauchsverbot 68
(c) Prinzip der guten Nachbarschaft 69
(d) Minimierungsgebot 70
(e) Folgerungen 71
(2) Verfahrensrechtliche Pflichten 72
b) Immissionsschutz- und Strahlenschutzrecht 73
(1) Materielle Pflichten 73
(a) Verbot der Verursachung erheblicher und nachweislicher Schäden auf fremdem Staatsgebiet 74
(b) Gebot der Rücksichtnahme 75
(2) Prozedurale Pflichten 77
(3) Zusammenfassung und Folgerungen 78
4. Comity of Nations 79
a) Allgemeines 79
b) Act of State Doctrine: Inhalt und Ursprung 80
(1) Ältere Entscheidungen 80
(2) Sabbatino-Entscheidung des Supreme Court 81
(3) Restatement on Foreign Relations Law 82
c) Ergebnis und Folgerungen 83
5. Regelungsbedürfnis und Ausblick 83
a) Regelungsbedürfnis 83
b) Gemeinschaftsrechtliche Lösungen 84
(1) Kompetenznormen 84
(2) Einführung der Umweltverträglichkeitsprüfung 85
(3) Harmonisierung umweltrechtlicher Standards 86
c) Bilaterale Lösungen 86
III. Anerkennung und nationales Verwaltungsrecht der Emissionsstaaten 88
1. Extraterritorialer Geltungswille als Anerkennungsvoraussetzung – grenzüberschreitende Präklusion oder faktische Beeinträchtigung über die Staatsgrenze hinaus? 88
2. Territorial “neutrale” Fassung ausländischer Bestandsschutznormen als Grund für Auslegungszweifel 88
3. Territorialitätsprinzip als Auslegungsmaxime ausländischen öffentlichen Rechts 90
4. Auslegung ausländischen Umweltrechts aus der Sicht ausgewählter Emissionsstaaten 93
a) Frankreich 94
(1) Umweltgesetzgebung und Verwaltungsgerichtsbarkeit 94
(2) Conseil d’Etat, Urteil vom 23.12.1981 (Kernkraftwerk Cattenom) 96
(3) Tribunal Administratif de Strasbourg v. 27.7.1983 (“Rheinversalzung”) 97
(4) Schlußfolgerungen 99
b) Luxemburg 99
c) Niederlande 102
d) Schweiz 103
e) Österreich 103
5. Ergebnis und Schlußfolgerungen 105
IV. Anerkennung und nationales Recht der Bundesrepublik Deutschland 106
1. Grundsätze der offenen Staatlichkeit und Völkerrechtsfreundlichkeit 106
2. Ausfüllung der völkerrechtlichen Regelungslücke als Aufgabe des nationalen Kollisionsrechts 107
3. Abgrenzung von der Fragestellung nach Internationalem Privatrecht 109
4. Abwägung zwischen privatschützendem und wirtschaftspolitischem Zweck des Hoheitsakts – Unfruchtbarkeit des Anerkennungskriteriums für den umweltrechtlichen Bereich 113
§ 3 Grenzen der Anerkennung 114
I. Verfassungsrechtliche Grenzen 115
1. Gewaltenteilung, Gesetzesunterworfenheit des Richters 115
2. Demokratieprinzip 116
3. Grundrechte im Inland ansässiger Betroffener 117
a) Rolle der Grundrechte 117
b) Allgemeiner Gleichheitsgrundsatz 118
c) Eigentumsgarantie 119
d) Schutz der körperlichen Unversehrtheit 120
e) Rechtsweggarantie 121
II. Auflockerung der verfassungsrechtlichen Anforderungen vor dem Hintergrund der offenen Staatlichkeit 121
III. Ergebnis und Schlußfolgerungen 122
§ 4 Gesichtspunkte der Sachgerechtigkeit und spezifische anerkennungsrechtliche Interessen 123
I. Protektionistische Überlegungen 123
II. Äußerer Entscheidungseinklang 124
III. Innerer Entscheidungseinklang 125
IV. Praktikabilität im Hinblick auf die Durchsetzbarkeit 126
V. Förderungen der Anerkennungs- und Kooperationsbereitschaft in den Nachbarstaaten 126
1. Urteil des österreichischen Obersten Gerichtshofs vom 29.4.1981 – “Stauseeüberschwemmung im Kraftwerksbetrieb” 127
2. Urteil der Rechtbank Rotterdam vom 16.12.1983 – “Niederländisch-französischer Rheinversalzungsprozeß” 129
§ 5 Folgerungen für Lösungsansätze 132
I. Gleichwertigkeit der Genehmigungsvoraussetzungen 132
II. Beteiligung im Verwaltungsverfahren und Rechtsschutz 134
III. Materiellrechtlicher ordre public 137
IV. Gültigkeit der Genehmigung im Emissionsstaat 138
V. Weitergehende Anforderungen 138
1. Internationale Zuständigkeit 138
2. Reziprozität 139
3. Wirkungsäquivalenz im Vergleich mit deutschen Regelungen 140
§ 6 Wirkungen der Anerkennung 141
I. Wirkungsverleihung 141
II. Wirkungserstreckung 144
III. Grenzen 144
B. Extraterritoriale Anspruchspräklusion durch inländische Genehmigungen 145
§ 7 Grundlagen 145
I. Anwendbares Recht: Abgrenzung des Internationalen Verwaltungsrechts von der Fragestellung nach Internationalem Privatrecht 145
II. Auslegung des nationalen Umweltverwaltungsrechts 146
1. Anspruchspräklusion und Territorialitätsprinzip 146
2. Verfahrensbeteiligung und Territorialitätsprinzip 148
3. Interdependenzen zwischen Verfahrensbeteiligung und Anspruchspräklusion 151
4. Konsequenzen einer Disparität zwischen Verfahrensbeteiligung und Anspruchspräklusion 152
III. Ursachen des Interessenkonflikts 153
1. Zusammenspiel zwischen Umweltverwaltungsrecht und Umweltprivatrecht 153
2. Notwendigkeit extraterritorialer Wirkungserstreckung 153
a) Wirtschaftordnungsrechtliche Gesichtspunkte 153
b) Fundamentale Verfassungsprinzipien: Vertrauensschutz und Eigentumsgarantie 155
IV. Bisherige Lösungsansätze 156
1. Methoden einseitiger Konfiktbewältigung 156
2. Quasipräklusion durch positiven ordre public 156
3. Loi d’application immédiate und Sonderanknüpfung 157
4. Schlußfolgerungen 159
§ 8 Extraterritorriale Präklusion und Völkerrecht 159
I. Territorialitätsprinzip 159
1. Interventionsverbot 159
2. Territorialitätsprinzip als Anknüpfungspunkt 160
II. Wirkungsprinzip 161
III. Kollidierende Souveränitätsansprüche der Nachbarstaaten 163
IV. Ausgleich im Sinne des Prinzips der guten Nachbarschaft 164
1. Rechtsnatur des ungeschriebenen völkerrechtlichen Nachbarrechts 165
2. Unmittelbare Wirkung völkerrechtlichen Nachbarrechts für Individuen? 166
V. Völkerrechtlicher Mindeststandard 169
1. Räumlicher Anwendungsbereich – Geltung auch gegenüber Betroffenen außerhalb des Staatsgebiets? 169
2. Fallgruppen und Einzelrechte 170
3. Inländerbehandlung im Bundesgebiet und Konsequenzen 170
4. Konsequenzen im Fall unterbliebener Verfahrensbeteiligung 171
5. Einfluß auf zivilrechtliche Verhältnisse 172
6. Ergebnis 172
§ 9 Extraterritoriale Präklusion und Verfassungrecht 173
I. Allgemeiner Gleichheitsgrundsatz 173
1. Privilegierung im Ausland lebender Ausländer 173
2. Sachlicher Grund 173
a) Mangelnder Verfahrens- und Rechtsschutz 173
b) Ineffektiver Verfahrens- und Rechtsschutz 174
c) Oktroi auf die fremde Wertordnung 176
d) Prinzip der offenen Staatlichkeit und Völkerrechtsfreundlichkeit 177
3. Ergebnis 179
II. Grundrechte des Betreibers, Rechtsstaatsprinzip 180
III. Grundrechte im Ausland ansässiger Ausländer 180
IV. Schlußfolgerungen 182
C. Schlußbetrachtung 183
§ 10 Zusammenfassung 183
Literatur 190