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Verschüttete Soziologie

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Fechner, R., Claas, H. (Eds.) (1996). Verschüttete Soziologie. Zum Beispiel: Max Graf zu Solms. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48877-3
Fechner, Rolf and Claas, Herbert. Verschüttete Soziologie: Zum Beispiel: Max Graf zu Solms. Duncker & Humblot, 1996. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48877-3
Fechner, R, Claas, H (eds.) (1996): Verschüttete Soziologie: Zum Beispiel: Max Graf zu Solms, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-48877-3

Format

Verschüttete Soziologie

Zum Beispiel: Max Graf zu Solms

Editors: Fechner, Rolf | Claas, Herbert

Beiträge zur Sozialforschung, Vol. 8

(1996)

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Book Details

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Abstract

Max Graf Solms' Beitrag zur Konstitution der Soziologie als Einzelwissenschaft ist einer der letzten großen Versuche, die Soziologie auf ein begrifflich-theoretisches Fundament im Areal einer allgemeinen sozialen Anthropologie zu stellen. Sein wissenschaftliches Arbeiten verstand Solms »als Hinführung zu einer umfassenden Soziallehre, die er als kritischen oder solidaristischen Individualismus bezeichnete, 'in gleicher Weise fundiert auf dem Humanitätsgedanken, wie auf echter Demokratie als sittlichem Postulat'«.

Sein Werk, obwohl nur an der Peripherie der Soziologie angesiedelt, bietet zwar keinen direkten Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, aber es stellt zu ihrem Verständnis bestmögliche Voraussetzungen bereit, die offenzulegen die erste Gruppe der Beiträge des Buches »Verschüttete Soziologie« beabsichtigt: Die Darstellung der Gesellungslehre von Solms, die Würdigung des methodologischen Status, die Demonstration, daß die Lektüre des Werkes ganz unzeitgemäß zu erfolgen habe, geben detaillierte Handreichungen für die Entdeckung einer diffizilen soziologischen Architektur. Deren Baumeister wird von der zweiten Gruppe in den Mittelpunkt gerückt, während die dritte Solms' Position in der Etablierung der Disziplin in Marburg und in Deutschland, sein Engagement als Hochschullehrer und seine politischen Aktivitäten vor und nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert.

Im Anhang werden der Nachlaß Solms' gesichtet, die Lehrveranstaltungen verzeichnet und kleinere unzugängliche sowie nicht veröffentlichte Texte gesammelt, die für die Argumentationen der Beiträge von Gewicht sind.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 3
Inhaltsverzeichnis 5
Siglen 7
Lars Clausen: Grußwort 9
Herbert Claas/Rolf Fechner: Der erste seines eigenen Weges 11
Hartmut Lüdtke: Max Solms’ Gesellungslehre (Wieder-)Entdeckung und Versuch einer Würdigung 21
I. Orientierung und Entdeckung 21
II. Die »Vorgegebenheiten« 23
III. Gefügelehre 25
IV. Gerüstlehre 30
V. Geltungslehre und Gehaltlehre 32
VI. Zum methodologischen Status des Werks 33
VII. Zur Sozialethik von Solms 36
VIII. Ein verspätetes Werk? 38
IX. Schluß 40
Peter-Ulrich Merz-Benz: Das ordnende Überblicken der Menschengruppen. Die geistesgeschichtlichen Wurzeln des Denkens von Max Graf zu Solms 43
I. 45
II. 48
III. 55
Thea Pfaff: Solms’ Gesellungslehre. Eine Einführung 59
Vorbemerkung 59
I. Die Architektonik der Gesellungslehre 60
II. Vorgegebenheiten 62
1. Die äußeren Existenzbedingungen 62
2. Die leib-seelische Ausstattung des Menschen 63
Geistige Objektivationen 64
III. Die Gefügelehre 66
IV. Eine weitere Gesellungsform, bei der »Wertintentionalität« konstituiert ist, sind Eliten 69
V. Gerüstlehre 73
Zuordnungen 75
Verbandungen 76
Die Kinetik der Verbandungen 77
Fortbestand und Ende von Verbandungen 78
Hineingeraten 79
Hineinwachsen und »Hineinwachsen« 79
Hereingelassenwerden 80
Hereingerufenwerden 80
Nicht–Hereingelassenwerden 80
Hinausgelassenwerden 81
Ausgestoßenwerden 81
Gefüge und Gerüst 82
Beruf und Schichtung 84
VI. Geltungs- und Gehaltlehre 89
Konrad Pfaff: Viel lernend wissen – viel zweifeln! 95
Solms’ »pädagogischer Eros« 95
Exemplum Crucis 97
Friedrich Fuchs: »Man darf aber im Leben nicht am falschen Platz durchhalten«. Die Lebensgeschichte des Soziologen Max Graf zu Solms 101
Einleitung 101
Max 102
Kindheit in Assenheim 102
Auf dem »Päda« in Godesberg 104
Abitur in Friedberg 106
Der junge Graf 107
Korpsstudent in Heidelberg 107
Studium in München 108
»Napoleon« 109
Im Weltkrieg 110
Militärattaché im Haag 112
Nachkriegszeit: Studium und Heirat 112
Der Standesherr 113
Brücken« 113
Die Übernahme des Besitzes 114
Das Forscherheim 115
Assenheimer Jahre 119
Der Professor 120
»... mit Macht hat mich die akademische Aussicht gepackt« 120
Erste Lehrtätigkeit und Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus 123
Das Haus am Ortenberg 124
Nach dem Zweiten Weltkrieg 127
Letzte Jahre 132
Thea Pfaff: Nachkriegsjahre in Marburg als Studentin der Soziologie 133
Rolf Fechner: Es hat sich ergeben, »daß wir uns auch da verstanden wo wir nicht einig waren ...«. Eine epistolographische Collage zum Verhältnis zwischen Ferdinand Tönnies und Max Graf zu Solms 137
Thea Pfaff: Solms’ Arbeitsbedingungen und seine persönliche Einstellung in der Zeit des Nationalsozialismus 153
Carsten Klingemann: »Da bekanntlich die Soziologie unter dem nationalsozialistischen Regime in keiner Weise gefördert wurde ...«. Max Graf zu Solms’ Stellung zur Soziologie im Dritten Reich 159
Solms – ein Eremit? 169
Herbert Claas: Max Graf zu Solms und die Anfänge der Soziologie in Marburg 173
Michael Th. Greven: »Was nun mich selber anbetrifft ...« Graf zu Solms, Leopold von Wiese und die Wiederbegründung der DGS 189
I. 189
II. 191
III. 192
IV. 192
V. 193
VI. 195
VII. 197
VIII. 202
IX. 203
X. 205
Anhang 207
Max Graf Solms: Brücken. Dezember 1922 209
Max Graf Solms: Sozialer Ehrbegriff 231
Max Graf Solms: Bund, Gemeinschaft und Gesellschaft 235
I. 235
II. 238
III. 241
Max Graf Solms: Formen des zwischenmenschlichen Lebens. Soziologie als exakte Fachwissenschaft 247
Max Graf zu Solms: Die künftige Gestaltung des Lehrbetriebes der Soziologie 253
Max Graf zu Solms: Der Stand der Soziologie in der Trizone 255
Max Graf Solms: Der Unterricht in Sozialfächern an deutschen Schulen 259
A. Allgemeine Gesellungskunde 261
B. Verwaltungskunde 262
C. Wirtschaftskunde 262
D. Ideologienlehre 263
E. Grundfragen der Politik 263
F. Personal- und Lehrmittelfrage 264
Gesamtschlußbemerkung 265
Freda Solms: Max Graf Solms in der Nachkriegszeit. 1945–2.9.1968 267
Herbert Claas/Friedrich Fuchs: Lehrveranstaltungen von Max Graf zu Solms an der Philipps-Universität zu Marburg 1932–1958 nach den Ankündigungen der Vorlesungsverzeichnisse 271
Rolf Fechner: Der Solms-Nachlaß in Marburg. Ein Bestandsverzeichnis 281
Schriftenverzeichnis von Max Graf zu Solms 297
Integriertes Literaturverzeichnis 301