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Die Könige von Preußen als Fürsten von Neuenburg-Neuchâtel (1707-1848)

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Stribrny, W. (1998). Die Könige von Preußen als Fürsten von Neuenburg-Neuchâtel (1707-1848). Geschichte einer Personalunion. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49405-7
Stribrny, Wolfgang. Die Könige von Preußen als Fürsten von Neuenburg-Neuchâtel (1707-1848): Geschichte einer Personalunion. Duncker & Humblot, 1998. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49405-7
Stribrny, W (1998): Die Könige von Preußen als Fürsten von Neuenburg-Neuchâtel (1707-1848): Geschichte einer Personalunion, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49405-7

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Die Könige von Preußen als Fürsten von Neuenburg-Neuchâtel (1707-1848)

Geschichte einer Personalunion

Stribrny, Wolfgang

Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Vol. 14

(1998)

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Abstract

Die Geschichte der Personalunion zwischen Preußen und dem 800 km von Berlin entfernten heutigen westschweizerischen Kanton Neuenburg-Neuchâtel ist bisher kaum beachtet worden. Mit der vorliegenden Gesamtdarstellung möchte der Verfasser dieses Forschungsdesiderat erfüllen.

Die Personalunion war 1707 während des Spanischen Erbfolgekriegs durch Mehrheitsbeschluß der Stände für Friedrich I. begründet worden und unter Friedrich Wilhelm IV. am 1. 3. 1848 gewaltsam (beziehungsweise rechtlich 1857 im Zeichen des Krimkrieges) beendet worden. Im Umgang mit aristokratischen und demokratischen Machtfaktoren stellten sich die Könige auf die weitgehende Autonomie des Landes geschickt ein. Ihre Persönlichkeiten erhalten beim Leser durch die hier vorgelegten Forschungen bisher so gut wie unbekannte Züge: Friedrich Wilhelm I. gelingen trotz lebhafter Versuche keinerlei Reformen. Friedrich der Große erlebt mit der Ermordung seines Repräsentanten durch den Pöbel die größte innenpolitische Krise (1768); sie wird jedoch milde beigelegt. Anfang 1806 zur Abtretung des Fürstentums gezwungen, kommt Friedrich Wilhelm III. 1814 dem Willen der Neuchâteller entgegen und erneuert die Personalunion. Durch energischen persönlichen Einsatz erreicht dieser Monarch eine Justizreform. 1831 scheitern zwei von außen ins Land getragene republikanische Umsturzversuche. Nicht zuletzt aufgrund der Personalunion blieb das an Frankreich angrenzende Ländchen während der anderthalb Jahrhunderte der Verbindung mit Preußen von Kriegen verschont.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorbemerkung 5
Inhaltsverzeichnis 7
Einführung 11
Friedrich I. (1707–1713) 21
A. Das Fürstentum im Gefüge der preußischen Politik 21
1. Der König von Preußen wird Fürst von Neuenburg und Valangin 21
2. Neuchâtel und der Friede von Utrecht 29
3. Abtretung des Fürstentums? 30
4. Migrationen 32
B. Spannungen mit der Grafschaft Valangin 33
C. Finanzpolitik 37
D. Beziehungen Neuenburgs zur Schweiz 39
1. Neuenburg zwischen Bern und Frankreich 39
2. Teilnahme am Toggenburger Krieg 1712 41
E. Fazit 43
Friedrich Wilhelm I. (1713–1740) 45
A. Das Fürstentum Neuenburg im Gefüge der preußischen Politik 45
1. Die Gouverneure 45
2. Mission Strünckede 1724/25 49
3. Abtretung an Frankreich? 54
4. Französische Umtriebe in Neuenburg und Valangin 62
5. Auswanderung nach Preußisch-Litthauen 69
6. Militärische Werbungen 70
B. Spannungen mit der Grafschaft Valangin 73
1. 1721–1724 73
2. 1728 78
3. 1739 79
C. Finanzpolitik 80
1. Steuern und Haushalt 80
2. Münzprägung 83
3. Salzeinfuhr 84
D. Kirche und Staat 86
1. Delegation der Pastoren zu Friedrich Wilhelm I. 86
2. Verfolgung der Mennoniten 91
E. Beziehungen Neuenburgs zur Schweiz 96
1. Einschluß Neuenburgs in internationale Verträge 96
2. Verburgerung mit katholischen Kantonen 98
3. Weinausfuhr nach Bern (Weineinfuhr aus Burgund) 99
F. Fazit 101
Friedrich der Große (1740–1786) 103
A. Das Fürstentum Neuenburg im Gefüge der preußischen Politik 103
1. Die Gouverneure 103
Exkurs: Das Erbe der Barone Bonstetten de Travers 109
2. Neuenburg im Siebenjährigen Krieg 110
3. Abtretung an Frankreich? 114
B. Finanzpolitik und Neuenburger Wirren 119
1. Die Steuerreform von 1748 119
a) Mission Rohde 120
b) Die Reform von 1748: Ferme statt Regie 121
2. Die große Krise 1768/69 123
a) Umstellung der Steuerpacht 123
b) Offener Widerstand gegen die Politik des Königs 126
c) Appellation nach Bern 133
d) Verhandlungen in Bern 135
e) Mord an Gaudot 137
f) Schweizer Truppen besetzen Neuenburg 139
g) Die Beilegung des Konflikts 141
C. Kirche und Staat – Auseinandersetzungen mit dem calvinistischen Klerus 146
1. Aufhebung der öffentlichen Buße 146
2. Konflikt um die Ewigkeit der Höllenstrafen 147
3. Streit um Jean Jacques Rousseau 154
4. Streit um Privilegien der Pastoren 157
5. Behandlung religiöser Minderheiten 157
D. Beziehungen Neuenburgs zur Schweiz 159
1. Weinausfuhr nach Bern 159
2. Burgrechtsvertrag mit Solothurn 161
3. Versuch, Neuenburg in das französisch-schweizerische Bündnis einzubeziehen 162
E. Wirtschaftsaufschwung und Bevölkerungsvermehrung 164
F. Fazit 165
Friedrich Wilhelm II. (1786–1797) 168
A. Das Fürstentum im Gefüge der preußischen Politik 168
1. Der Gouverneur 168
2. Revolutionäre Bedrohung von außen 173
B. Revolutionäre Gefahren im Inneren des Fürstentums 177
1. Innere Unrast 177
2. Treuebekenntnisse zu Preußen 181
3. Französische Emigranten in Neuchâtel 184
C. Beziehungen Neuenburgs zur Schweiz 187
1. Versuche, Neuenburg in das französisch-schweizerische Bündnis einzubeziehen 187
2. Neuenburg und die Schweiz 1792/93 188
D. Fazit 190
Friedrich Wilhelm III. (1797–1840) 192
A. Erzwungene Abtretung (1806) 192
1. Der Gouverneur 192
2. Neuenburg und die Errichtung der Helvetischen Republik 194
3. Abwehr französischen Einflusses im Inneren 197
4. Vertrag von Schönbrunn 1805 199
5. Erzwungene Abtretung 1806 201
6. Beurteilung 205
B. Erwünschte Rückkehr (1814/1815) 207
1. „Reprise de possession“ 207
2. Charte 211
3. Königsbesuch 214
4. Gardeschützen 217
5. 21. Kanton 219
C. Halkyonische Jahre (1816–1829) 221
1. Justizreform 221
2. Prinzenbesuche und 2. Königsbesuch 225
3. Die Gouverneure 229
D. Umsturzversuche und Reformen (1830–1840) 233
1. Freiheitsbäume – Reform der Audiences (1830/31) 233
2. Republikanische Gewaltakte – Konservative Gegenwehr (1831) 238
3. Trennung von der Schweiz 243
a) Forderung aus Neuchâtel 243
b) Distanzierte Antwort aus Berlin 247
c) Erneute Initiative aus Neuenburg 250
d) Scheitern der Bemühungen 255
4. Scheinbare Entspannung 263
E. Fazit 266
Friedrich Wilhelm IV. (1840–1848/57) 269
A. Thronbesteigung 269
B. Königsbesuch 1842 271
C. Verhältnis zur Schweiz 1845 275
D. Sonderbundkrise 1847 278
E. Das Ende der Personalunion, 1. März 1848 280
Epilog: Der Neuenburger Konflikt 1848–1857 286
Fazit 290
Schlußteil 294
Archive 299
Literatur 300
Sachwortregister 306