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Gai Institutiones III 88 - 181

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Nelson, H., Manthe, U. (1999). Gai Institutiones III 88 - 181. Die Kontraktsobligationen. Text und Kommentar. (Studia Gaiana VIII). Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49883-3
Nelson, Hein L. W. and Manthe, Ulrich. Gai Institutiones III 88 - 181: Die Kontraktsobligationen. Text und Kommentar. (Studia Gaiana VIII). Duncker & Humblot, 1999. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49883-3
Nelson, H and Manthe, U (1999): Gai Institutiones III 88 - 181: Die Kontraktsobligationen. Text und Kommentar. (Studia Gaiana VIII), Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49883-3

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Gai Institutiones III 88 - 181

Die Kontraktsobligationen. Text und Kommentar. (Studia Gaiana VIII)

Nelson, Hein L. W. | Manthe, Ulrich

Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen. N. F., Vol. 35

(1999)

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Abstract

Die vertragliche Verpflichtung, der contractus, ist das zentrale Thema des in dieser Arbeit behandelten Gaiusabschnitts: Darlehen, Stipulation, Bürgschaft, schriftlicher Vertrag und Schuldbuchung (der sogenannte Litteralkontrakt), Kauf und Verkauf, Vermietung und Verdingung, Gesellschaft und Genossenschaft, Auftrag, Erwerb von vertragsmäßigen Rechten usw.

Ausgangspunkt für den Kommentar ist der betreffende Gaiustext, institutiones III 88-181. Er wurde aufgrund der Veroneser Handschrift (Codex Veronensis 13, olim XV), der Studemundschen Nachschrift und der Florentiner Pergamentblätter (PSI. 1182) neu konstituiert. Zwei Apparate - für Parallelstellen und für textkritische Anmerkungen - begleiten den Text; auffällige Fehlerquellen, etwa falsch interpretierte Unzialsiglen, finden dabei besondere Berücksichtigung. Da von einem der Florentiner Blätter, dem beiderseitig beschriebenen Folium E/F, bisher noch keine Abbildung publiziert worden war (es befindet sich in stark zerfetztem Zustand), sind neuhergestellte Fotos mit diplomatischen Abdrucken abgebildet worden.

Außer den juristischen Themen wird im Kommentar auch den sprachlichen Besonderheiten des Gaiusbuches eingehende Beachtung geschenkt. Es zeigt sich, daß das Latein des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts, das gajanische Juristenlatein nicht ausgenommen, sich in mehrfacher Hinsicht vom Latein der ciceronischen Zeit unterschieden hat. Die Mißachtung jener Tatsache hat häufig zu Fehlinterpretationen Anlaß gegeben. Wie bekannt, sind deswegen sogar mehrere Gaiuspassagen der Interpolation verdächtigt worden.

Unterschiedliche Probleme, welche die Forschung seit längerer Zeit beschäftigt haben, werden separat behandelt. Ein Vergleich der Florentiner Textstücke mit den entsprechenden Passagen des Veronensis führt zu dem Ergebnis, daß die florentinischen Texte auf eine ältere Version des Gaiuswerkes zurückgehen als die veronensischen. Gaius hat sogar bei einer Revision des Lehrbuchs den Abschnitt über die archai

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort VII
Inhaltsverzeichnis XI
Einleitung 1
1. Der Veroneser Codex 1
2. Die Florentiner Bruchstücke 7
3. Gaius bei den Justinianern 13
4. Der authentische Gaiustext 19
5. Sprache und Stil 26
Text: Gai institutiones III 88–181 31
mit Conspectus siglorum, Verzeichnis der Parallelüberlieferung und kritischem Apparat 32
Kommentar 57
Die Gajanische Einteilung der Obligationen 59
III 88–91: Allgemeine Einleitung und Realobligationen 68
1. Überlieferung 68
2. Inhalt 68
3. Kommentar zu III 88-91 71
III 92–127: Die Verbalobligationen 94
1. Überlieferung 94
2. Inhalt 95
3. Kommentar zu III 92-127 103
III 128–134: Die Litteralobligationen 196
1. Überlieferung 196
2. Inhalt 196
3. Kommentar zu III 128-134 197
III 135–162: Die Konsensualobligationen 221
1. Überlieferung 221
2. Inhalt 224
3. Kommentar zu III 135-162 229
§ 139: Vorbemerkung zum Kaufvertrag 246
§ 142: Vorbemerkung zum Miet- bzw. Verdingungsvertrag 273
§ 148: Vorbemerkung zum Gesellschaftsvertrag 304
§ 155: Vorbemerkung zum Auftragsvertrag 339
III 163–167a: Erwerb von vertragsmäßigen Rechten durch gewaltunterworfene Personen 360
1. Überlieferung 360
2. Inhalt 361
3. Kommentar zu III 163-167a 363
III 168–181: Das Erlöschen der Obligationen 380
1. Überlieferung 380
2. Inhalt 383
3. Kommentar zu III 168-181 386
Exkurse 444
I. Der Terminus contractus bei den klassischen Juristen 444
1. Die Bedeutungen von contrahere und contractus 444
2. Contractus bei klassischen Juristen außer Gaius 446
3. Contractus bei Gaius 456
4. Contractus bei den Justinianern 458
5. Contractus in der heutigen Fachliteratur 459
II. Die Formen der Stipulation in den Urkunden der klassischen Zeit 468
1. Spondere und fidepromittere 468
2. Die beiden Funktionen der Stipulation 471
3. Urkunden in lateinischer Sprache mit spondere und fidepromittere aus dem 1. und 2. Jahrh. n. Chr. 472
4. Urkunden mit Stipulationen aus klassischer Zeit in griechischer Sprache 475
5. Sponsio, fidepromissio und fideiussio zur Begründung einer Bürgschaft 479
6. Ergebnis 485
III. Die Sesterzenrechnungen bei Gaius 485
1. Allgemeines 485
2. Die Typen sestertium decem milia nummum und sestertii decem nummi 486
3. Die Typen sestertia decem milia nummum und sestertia decem milia centum decem nummi 488
4. Der Typus sestertia decem milia 489
5. Der Typus decem sestertia 492
6. Der Typus decem milia 494
7. Zusätzliche Bemerkungen: Millionenbeträge; Geldbeträge bei den Justinianern; Fachliteratur 494
IV. Die römische Buchführung und die durch Umbuchung begründete litterale Forderung 496
1. Römische Buchführung: Hausbuch und schuldbeurkundende Eintragungen 496
2. Schuldbegründende Eintragungen 499
3. Vertragsschluß unter Abwesenden 501
4. Mitwirkung des Schuldners 503
5. Die Bezeichnung ,Litteralobligation' 504
6. Das Verhältnis der Umbuchungsforderung zur ursprünglichen Forderung 506
7. Erlöschen der litteralen Obligation 509
8. Nachklassisches Recht 510
9. Reminiszenzen in nachklassischer Zeit 513
V. Der peregrine Litteralkontrakt 516
1. Chirographum und Syngrapha 516
2. Beweisurkunden und schuldbegründende Urkunden 518
3. Die hellenistischen Schuldurkunden 519
4. Schuldbegründende Urkunden im römischen Recht 520
5. Das römische Chirographum 521
6. Die Syngrapha im Rechtsverkehr zwischen Römern und Griechen 522
7. Die hellenistische Schuldurkunde nach Gaius 523
8. Pseudo-Asconius 523
VI. Kauf und Tausch 525
VII. Die Termini ercto non cito und familia erciscunda 531
1. Die Gajanische Deutung: dominio non diuiso 531
2. Erctum: von ercisci abgeleitetes Verbalsubstantiv 532
3. Abweichende etymologisierende Deutungsversuche 534
4. Die Termini societas und consortium; Fachliteratur 536
Abbildungen 539
Allgemeine Bemerkungen zu den Abbildungen 541
1. PSI. 1182 Seite E 545
2. PSI. 1182 Seite F 547
3a. PSI. 1182 Seite F: griechische Notizen 549
3b. Digestencodex Vol. I Seite 381r (Col. I, unterer Teil) 551
Literatur- und Abkürzungsverzeichnis 553
Wort- und Sachregister 565
Stellenregister 586
Corrigenda zu Nelson/Manthe, Gai Institutiones III, 1–87 605