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Osnabrügge, S. (2002). Die Beihilfe und ihr Erfolg. Zur objektiven Beziehung zwischen Hilfeleistung und Haupttat in § 27 StGB. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50667-5
Osnabrügge, Stephan A.. Die Beihilfe und ihr Erfolg: Zur objektiven Beziehung zwischen Hilfeleistung und Haupttat in § 27 StGB. Duncker & Humblot, 2002. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50667-5
Osnabrügge, S, (2002): Die Beihilfe und ihr Erfolg: Zur objektiven Beziehung zwischen Hilfeleistung und Haupttat in § 27 StGB, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-50667-5

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Die Beihilfe und ihr Erfolg

Zur objektiven Beziehung zwischen Hilfeleistung und Haupttat in § 27 StGB

Osnabrügge, Stephan A.

Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge, Vol. 145

(2002)

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Abstract

Die Frage nach der richtigen Bestimmung des objektiven Tatbestandes der Beihilfe hat in neuerer Zeit vermehrt Aufmerksamkeit erfahren, z. B. hinsichtlich der sogenannten "Alltagshandlungen". Voraussetzung der Lösung solcher speziellen Probleme der Teilnahmedogmatik ist allerdings die Beantwortung der Frage, wie die Beziehung zwischen der Hilfeleistung und dem Erfolg der Haupttat ganz allgemein zu bestimmen ist. Denn die existente Unklarheit über die grundlegenden Zurechnungsmechanismen der Beihilfe führt zu Scheinlösungen, so beispielsweise jüngst zur Frage der Strafbarkeit von Bankmitarbeitern wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Der Autor setzt sich deshalb grundlegend mit der Zurechnung des Erfolges zur Gehilfenhandlung auseinander. Hierzu klärt er zunächst, was der Erfolg der Beihilfe ist, um sich dann möglichen hinreichenden oder gar notwendigen Zurechnungskriterien bei der Beihilfe zuzuwenden. In Auseinandersetzung mit den vertretenen Kausalitätstheorien, den auf die Risikoerhöhung abstellenden Ansätzen und mit der Förderungsformel der Rechtsprechung in ihren verschiedenen Ausprägungen weist er der Beihilfe eindeutige Zurechnungskriterien zu.

Besonderes Augenmerk legt Stephan Osnabrügge schließlich auf die Beihilfe zum Versuch. Er untersucht auf Grundlage der vertretenen Zurechnungskonzeptionen für die Beihilfe, ob eine Unterscheidung zwischen strafloser versuchter Beihilfe und strafbarer Beihilfe zum Versuch möglich ist. Hierbei gelangt er zu neuen Ergebnissen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 12
Erster Teil: Einleitung 15
Zweiter Teil: Implikationen herkömmlicher Auslegungsmethoden für die Thematik 24
I. Grammatische Auslegung 24
1. Hilfeleisten 24
2. Haupttat 26
3. Verwendung des Perfekt in § 27 26
II. Systematische Auslegung 27
III. Historische Auslegung 31
1. Historische Entwicklung des § 27 und zugehöriger Vorschriften 31
2. Gesetzgeberische Motivation und Rückschlüsse auf die Auslegung des Merkmals Hilfeleisten 32
a) Die Bedeutung des § 49 a Abs. 3 a. F. 32
b) Die Streichung der Tatmodalitäten 34
IV. Der Strafgrund der Teilnahme 35
Dritter Teil: Die kausale physische Beihilfe – Eine Problemexposition unter besonderer Berücksichtigung der Kausalitätsproblematik 43
I. Die Erfolgskausalität der Beihilfehandlung, Fallbeispiele 1–4 46
1. Die Lösung des Leiterfalles nach der sog. Äquivalenztheorie 47
a) Korrektur durch den ganz konkreten Erfolg 50
b) Korrektur durch den ganz konkreten Kausalverlauf 62
c) Korrektur durch das Außerachtlassen hypothetischer Kausalverläufe 64
2. Die Lösung des Leiterfalles nach der Theorie der gesetzmäßigen Bedingung 67
a) Die Theorie der gesetzmäßigen Bedingung nach Engisch 67
b) Fortführung der Theorie nach Puppe 74
c) Der Erfolg als Bezugspunkt der Kausalbeziehung 93
aa) Der strafrechtliche Erfolg im historischen Überblick 94
bb) Die Erfolgsbestimmung nach Jakobs 96
cc) Was ist ein Erfolg? 98
dd) Einwände gegen den Erfolg als nachteilige Veränderung und der Ansatz Samsons 110
ee) Zwischenergebnis 116
d) Der Erfolg der Haupttat als Bezugspunkt der Beihilfekausalität 116
aa) Die Erfolgsbestimmung für die Beihilfe nach Baunack und Bloy 117
bb) Quantifizierbarkeit des Erfolges und Zurechnung von Teilquanten bei der Beihilfe, Fallbeispiel 2 120
e) Die Übertragung der Kausalitätsgrundsätze auf die Beihilfe, Lösung des Leiterfalls = Fallbeispiel 1 130
3. Vom Wert der sog. „Kausalitätsmodifikationen“ für die Beihilfe 131
a) Die „Kausalitätsmodifikationen“ des Ermöglichen und Intensivierens, Fallbeispiele 3 132
b) Erfolgskausalität durch Anwesenheit? Die „Kausalitätsmodifikation“ des „Sicherns“, Fallbeispiele 4 134
c) Die Kausalitätsmodifikation der (kausalitätsergänzenden) Risikoerhöhung 140
4. Ergebnis 145
II. Der Erfolg in den Tatbeständen des StGB – Zu den Grenzen der kausalen Beihilfe 146
1. Der objektive Bezugspunkt der Kausalbeziehung bei (auch mehraktigen) Verletzungsdelikten 150
2. Der objektive Bezugspunkt der Kausalbeziehung beim abstrakten Gefährdungsdelikt, Fallbeispiele 5 152
3. Der objektive Bezugspunkt der Kausalbeziehung beim konkreten Gefährdungsdelikt 157
4. Zwischenergebnis 159
III. Ergebnis 159
Vierter Teil: Über die Möglichkeit kausaler psychischer Beihilfe 161
I. Das Einwirken auf die kognitive Täterpsyche als Anwendungsfall der kausalen Erklärung 161
II. Die sogenannte psychische Beihilfe – Das Einwirken auf die voluntative Täterpsyche 163
1. Das Vermitteln eines höheren Gefühls der Sicherheit und das Bestärken des Tatentschlusses als psychische Beihilfe? 179
2. Das Sichern der Tat als psychisch vermittelter Kausalfaktor? 180
3. Die vorgeleistete Begünstigung und Strafvereitelung als psychische Beihilfe? 182
a) Psychische Beihilfe und Begünstigung 182
b) Psychische Beihilfe und Strafvereitelung 183
c) Zwischenergebnis 184
III. Ergebnis 185
Fünfter Teil: Was ist Beihilfe? Die objektive Beziehung zwischen Hilfeleistung und Erfolg 186
I. Die Unterscheidung nach „Haupt- und Hilfshandlung“ als universales Zurechnungskriterium? 187
II. Die Durchbrechung der Täterisolation als Zurechnungskriterium? 188
III. Die Motivation des Täters als Erklärungsmodell im nicht determinierten Bereich? 189
IV. Risikoerhöhung und/oder funktionelle Bedeutung als kausalitätsersetzende Zurechnungskriterien? 192
1. Risikoerhöhung ex ante und ex post 193
2. Übertragung der Grundsätze der additiven und alternativen Mittäterschaft nach Roxin auf die Beihilfe? 198
3. Zwischenergebnis 201
V. Die Beihilfe und ihr Erfolg 202
1. Beihilfe im kausal determinierten Bereich 203
2. Beihilfe im kausal nicht determinierten Bereich 203
a) Das Prinzip der Risikoerhöhung, Wahrscheinlichkeitsgesetze und Prinzip der maximalen Bestimmtheit 205
b) Die Zurechnung nach Wahrscheinlichkeitsgesetzen, Fallbeispiele 6 214
c) Zwischenergebnis 223
d) Weitere Anwendungsbeispiele nicht kausaler Beihilfe 224
aa) Hilfeleistung durch Einwirken auf den Tatentschluß, Fallbeispiele 7 224
bb) Das Sichern der Tat, nochmals Fallbeispiel 4.1; Fallbeispiel 8 226
VI. Die Beihilfe zum Versuch 232
1. Der Bezugspunkt der Kausalität beim Versuch 232
a) Der Tatentschluß als Bezugsobjekt der Hilfeleistung zum Versuch 233
b) Das unmittelbare Ansetzen als Bezugsobjekt der Hilfeleistung zum Versuch 234
2. Die Beihilfe zum Versuch nach Küper und Harzer 241
3. Die Beihilfe zum Versuch nach Baunack 243
4. Beihilfe zum Versuch im nichtdeterminierten Bereich? Fallbeispiel 7.2 245
5. Konsequenzen aus den gewonnenen Erkenntnissen 246
a) Grundfälle der Beihilfe zum Versuch, Fallbeispiele 9 247
b) Der „fortgeschrittene Versuch“, Fallbeispiel 10 254
6. Ergebnis 260
Sechster Teil: Zusammenfassung der Ergebnisse in 8 Thesen 261
Literaturverzeichnis 263
Sachwortverzeichnis 275