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Hecht, M. (1998). Modernität und Bürgerlichkeit. Max Webers Freiheitslehre im Vergleich mit den politischen Ideen von Alexis de Tocqueville und Jean-Jacques Rousseau. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49315-9
Hecht, Martin. Modernität und Bürgerlichkeit: Max Webers Freiheitslehre im Vergleich mit den politischen Ideen von Alexis de Tocqueville und Jean-Jacques Rousseau. Duncker & Humblot, 1998. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49315-9
Hecht, M (1998): Modernität und Bürgerlichkeit: Max Webers Freiheitslehre im Vergleich mit den politischen Ideen von Alexis de Tocqueville und Jean-Jacques Rousseau, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49315-9

Format

Modernität und Bürgerlichkeit

Max Webers Freiheitslehre im Vergleich mit den politischen Ideen von Alexis de Tocqueville und Jean-Jacques Rousseau

Hecht, Martin

Beiträge zur Politischen Wissenschaft, Vol. 103

(1998)

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Abstract

Mit »Modernität und Bürgerlichkeit« legt Martin Hecht eine für die internationale Max-Weber-Forschung ungewöhnliche Schrift vor. Er vergleicht darin die politisch-philosophischen Ideen Max Webers mit denjenigen zweier praktischer Philosophen, die beide viel älteren geistesgeschichtlichen Epochen angehören: Jean-Jacques Rousseau und Alexis de Tocqueville.

Über diese erstmalige Kontextualisierung Max Webers in größere Zusammenhänge der abendländischen Geistesgeschichte gewinnt der Autor vor allem zweierlei: Zum einen eine neue Sicht auf Max Weber als einen politischen Denker, der dem Menschen des »eisernen Zeitalters« noch einmal ein Leben in der politischen Gemeinschaft unter der Führung eines freiheitlichen Geistes zumuten wollte. Zum anderen eine Neuinterpretation des politischen Philosophen Weber, die vor allem Wolfgang J. Mommsens einseitige Festlegung Webers als eines Theoretikers des paternalistischen Machtstaats zu korrigieren versucht. Max Weber ging es in seiner Wissenschaft - auch noch nach 1917/18 - um weit mehr als die Etablierung einer staatsbürgerlich amorphen »plebiszitären Führerdemokratie«. Seine Sorge galt vielmehr jener spannungsgeladenen Balance von Modernität und Bürgerlichkeit als zweier unablässiger Notwendigkeiten, von denen wohl auch bis heute noch das Überleben der Zivilgesellschaft abhängt. Vor allem eine neue Lesart von Webers Texten zur »Protestantischen Ethik« soll die Thesen der Arbeit untermauern.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 9
Einleitung 11
A. Krise von Kultur und Politik 17
I. Die moderne Zeit – „eine bittere Satire“ 17
II. Die „Kulturbedeutung“ von Kapitalismus und Bürokratismus (Weber), der Demokratie (Tocqueville) und des Rationalismus (Rousseau) 31
III. Webers, Tocquevilles und Rousseaus Kulturtheorien der Moderne: Die Kollision von Vernunft und Ethik 43
IV. „Zerrissene Bande“: Rationalistische Antinomien in der modernen Gesellschaft 59
V. „Das Leben einer Kartoffel“ – Rationalistische Antinomien und der Habitus des modernen Menschen 84
1. Die „freudenarme Sinnlosigkeit“ des Kapitalismus und die Flucht in den Hedonismus 84
2. Privatistischer Individualismus und Vereinzelung 99
3. Das Ende des politischen Enthusiasmus 107
VI. Leben im Käfig: Die Knechtschaft der Seele im modernen Zeitalter 122
Exkurs: Das politische „Problem“ in Max Webers Wissenschaft 135
B. Formen der Freiheit in der Moderne 139
I. Widerstand gegen die Knechtschaft: Die Suche nach der Freiheit im eisernen Zeitalter 139
II. Orte freiheitlicher Lebensführung: Die Schweizer Kantonalrepubliken und die neuenglischen Staaten Nordamerikas 149
III. Die Freiheit der Seele statt des „bonheur végétatif“ 166
IV. Freiheit als ethische Qualifikation 181
V. Die freiheitlichen Verbandstypen der puritanischen Sekte und des amerikanischen Klubs (Weber), der amerikanischen Assoziation (Tocqueville) und des Berner „Äußeren Standes“ (Rousseau) 199
1. Freiheitliche Lebensführung (Weber), Sitten und Gewohnheiten (Tocqueville und Rousseau) 212
2. Bewährung, Selbstbehauptung, Tatkraft 219
3. Charisma und Leidenschaft 227
VI. Die politische Restituierung der Brüderlichkeit 235
Schluß 251
Literaturverzeichnis 259
I. Max Weber 259
II. Alexis de Tocqueville 268
III. Jean-Jacques Rousseau 273
Personenregister 277