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Herkunft bleibt Zukunft

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Ozankom, C. (1998). Herkunft bleibt Zukunft. Das Traditionsverständnis in der Philosophie Marcien Towas und Elungu Pene Elungus im Lichte einer These Martin Heideggers. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48724-0
Ozankom, Claude. Herkunft bleibt Zukunft: Das Traditionsverständnis in der Philosophie Marcien Towas und Elungu Pene Elungus im Lichte einer These Martin Heideggers. Duncker & Humblot, 1998. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48724-0
Ozankom, C (1998): Herkunft bleibt Zukunft: Das Traditionsverständnis in der Philosophie Marcien Towas und Elungu Pene Elungus im Lichte einer These Martin Heideggers, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-48724-0

Format

Herkunft bleibt Zukunft

Das Traditionsverständnis in der Philosophie Marcien Towas und Elungu Pene Elungus im Lichte einer These Martin Heideggers

Ozankom, Claude

Philosophische Schriften, Vol. 26

(1998)

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Abstract

»Herkunft bleibt Zukunft«. Martin Heidegger bewährt diese Leitidee im Eingehen auf die abendländische Tradition, näherhin in Auseinandersetzung mit der Philosophiegeschichte.

Ausgehend von einem durch das »Heute« bestimmten existentiellen Beweggrund, gilt es sich fragend auf das Überlieferte einzulassen, um die in ihm grundgelegten Daseins- und Denkmöglichkeiten freizulegen. Damit sucht Heidegger letztlich eine Antwort auf die durch den Ersten Weltkrieg hervorgerufene Kulturkrise zu finden, da die beiden Hauptquellen der abendländischen Zivilisation, nämlich Philosophie und Christentum, erschöpft seien. In einer analogen Krise befindet sich auch der zeitgenössische Intellektuelle in Schwarzafrika, da im Zuge der Begegnung mit Europa weder die eigene Tradition noch der europäische »modus vivendi« zur Bewältigung der modernen Existenz ausreichen.

Diese Situation der Orientierungslosigkeit legt das Befragen der eigenen Tradition auf ihre Relevanz für das heutige Leben hin nahe. Die Studie zeigt: Ähnlich wie Heidegger beziehen die afrikanischen Philosophen Towa und Elungu die Dimension der Herkunft auf die Zukunft. Daraus ergeben sich Konsequenzen, wie ein Dialog zwischen dem afrikanischen und dem abendländischen Weltverständnis bei aller Verschiedenheit möglich ist und fruchtbar werden kann.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 13
Einleitung 15
A. Zwischen Tradition und neuem Anfang: Heideggers Verhältnis zur philosophischen Tradition des Abendlandes 23
I. Philosophie im Zeichen des Heute. Zu Heideggers philosophiegeschichtlicher Diagnose 25
II. Heidegger und die Frage nach der Zeit 36
1. Der Primat der Zukunft 38
a) Das Dasein und das herzustellende Werk 39
b) Das Vorlaufen auf den Tod 43
2. Zukünftigkeit und Geschichtlichkeit 44
a) Die Geschichtlichkeit des Daseins 45
b) Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit 47
3. Die Geschichtlichkeit des Philosophierens 49
III. Bleibt Herkunft Zukunft? 51
IV. Heidegger und die philosophische Tradition 57
1. Die Destruktion der metaphysischen Tradition 60
2. Exkurs. Beispiel der Destruktion “Sein und Zeit” und die Frage nach der Wahrheit 62
V. Die Krise von “Sein und Zeit” und die Kehre 69
VI. Die Seinsgeschichte 73
VII. Anspruch und Kritik dieses Ansatzes 78
1. Heidegger und das Lateinisch-Römische 79
2. Das “Heute” und die Philosophie 81
VIII. Heideggers Verhältnis zur Tradition mit einem Blick nach Afrika 83
B. Hermeneutik einer ganzheitlichen Befreiung: Zur Relevanz der afrikanischen Tradition im philosophischen Ansatz Marcien Towas 87
I. Der “Ort” Towas 88
II. Schicksal und Kultur: Die Frage nach dem genuin Schwarzafrikanischen 90
1. Das vorkoloniale Afrika und seine Identität 92
a) Blyden und die schwarze Identität 93
b) Senghor und die “Négritude” 94
2. Kritik der Apologie der “âme noire” 95
III. Zwischen Tradition und Traditionalismus 97
1. Traditionalismus im zeitgenössischen Afrika 102
2. Die Konsequenz dieses Ansatzes: Kritik des Traditionalismus 103
IV. Towa und die Philosophie in Afrika 106
1. Zur europäischen Bestimmung des Wesens der Philosophie 107
2. Towa und die Gestalt einer afrikanischen Philosophie 110
3. Kritik der Ethnophilosophie 119
V. Anspruch und Kritik dieses Ansatzes 123
1. Wissenschaft und Technik als Ideologie 124
2. Towa und die afrikanische Tradition 127
C. Vom Lebenskult zur modernen Rationalität: Zur Interpretation der afrikanischen Tradition im Denken Elungu Pene Elungus 131
I. Das Erbe der afrikanischen Tradition 132
1. Lebensverbundenheit und mythische Sicht der Welt 133
2. Allgegenwart des Lebens und mythische Interpretation 135
3. Lebensverbundenheit, Gott, Natur, Gesellschaft und Mensch 137
a) Der Mensch 137
b) Die Gesellschaft 138
c) Die Natur 139
d) Gott in der afrikanischen Tradition 141
II. Leben und Kultur 143
1. Die “Konnaturalität” der afrikanischen Kulturen 143
2. Der Gemeinschaftscharakter der schwarzafrikanischen Kulturen 144
3. Die ethisch-religiöse Dimension 145
III. Begegnung mit der Rationalität des Westens 147
1. Die Religionen der Offenbarung 147
2. Wissenschaft und wissenschaftlicher Geist 152
3. Stadt und Staat 156
4. Zu einer rationalitätsgebundenen Existenz 158
a) Unterwegs zu einer rationalen Gesellschaft 159
• Die Ethnophilosophie 162
• Die ideologische Schule 165
• Die sogenannte afrikanische “kritische” Philosophie 167
b) “Moralische Revolution” und Afrikas Zukunft 169
IV. Kritische Würdigung 171
D. Von der Herkunft zur Zukunft: Der Ansatz einer neuen Hermeneutik der afrikanischen Tradition 179
I. Rückblick 179
II. Zur Analogie zwischen Heidegger, Towa und Elungu 181
1. Das Bewußtsein einer Krise 181
2. Die Grenzen der Parallelität 182
III. Die Zukunft der afrikanischen Tradition 184
1. Zum Begriff der Tradition 184
2. Afrikanische Tradition in afrikanischen Sprachen 185
IV. Zur Rolle des Philosophen im heutigen Afrika 190
1. Das Wachhalten des kulturellen Gedächtnisses 191
a) Das Sammeln 192
b) Das Archivieren 192
c) Die Verwertung 192
2. Die Pflege des Handwerks 193
3. Die Wirkung des Philosophen 193
Literaturverzeichnis 197
Personenverzeichnis 209
Sachverzeichnis 213