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Die Kompetenz der Europäischen Gemeinschaft für den rechtlichen Rahmen der Informationsgesellschaft

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Rosenthal, M. (1998). Die Kompetenz der Europäischen Gemeinschaft für den rechtlichen Rahmen der Informationsgesellschaft. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49433-0
Rosenthal, Michael. Die Kompetenz der Europäischen Gemeinschaft für den rechtlichen Rahmen der Informationsgesellschaft. Duncker & Humblot, 1998. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49433-0
Rosenthal, M (1998): Die Kompetenz der Europäischen Gemeinschaft für den rechtlichen Rahmen der Informationsgesellschaft, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49433-0

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Die Kompetenz der Europäischen Gemeinschaft für den rechtlichen Rahmen der Informationsgesellschaft

Rosenthal, Michael

Schriften zum Europäischen Recht, Vol. 52

(1998)

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Abstract

Die Kommunikations- und Informationstechnik hat durch ihre revolutionäre Entwicklung in den letzten Jahren dazu geführt, daß der Schritt in das 21. Jahrhundert einem Sprung in eine neue Gesellschaftsform gleichkommt - der Informationsgesellschaft. Der Autor erörtert zu Beginn die technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Informationsgesellschaft und zeigt mögliche Anknüpfungspunkte für zukünftige Regelungen auf.

Den durch den Umbruch in der Kommunikation ausgelösten verstärkten Regelungsaktivitäten der Europäischen Gemeinschaft stehen in der Bundesrepublik erhebliche Zweifel an den Kompetenzen der Gemeinschaft gegenüber. Dieses Spannungsverhältnis wird dadurch weiter zugespitzt, daß das von der Gemeinschaft angestrebte einheitliche Kommunikationsrecht Rundfunk und Telekommunikation zusammenführen soll. Im Hinblick auf die daraus resultierende Kompetenzfrage für den rechtlichen Rahmen der Informationsgesellschaft entwickelt der Autor eine Prüfungssystematik, mit deren Hilfe die zukünftigen Gemeinschaftsmaßnahmen gemessen werden können. Ausgehend von der Grundsatznorm des Art. 3b EGV wird für den Rundfunk und die Telekommunikation unter besonderer Berücksichtigung der neuen Dienste geklärt, wie die Kompetenzen zwischen der Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten verteilt sind. Sodann werden die Kompetenzausübungsgrundsätze der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit herangezogen, um in klar voneinander abgegrenzten Prüfungsschritten die Frage zu beantworten, ob und in welchem Ausmaß die Gemeinschaft die ihr übertragenen Kompetenzen auszuüben vermag. Schließlich erfordert das Maastricht-Urteil des Bundesverfassungsgerichts eine Prüfung, wer für die Entscheidung der drohenden Kompetenzkonflikte zuständig ist und wie dabei zu verfahren ist. Dabei wird wiederum zwischen Kompetenzverteilung und -ausübung differenziert.

Nach der Behandlung der grundsätzlichen Kompetenzproblematik schließt Rosenthal die Arbeit mit der Erörterung der bereits bestehenden und der angestrebten Regelungen der Kommunikation auf europäischer Ebene.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 16
Einleitung 19
Teil 1: Der Regelungsbedarf 21
Kapitel 1: Die Kommunikationsinfrastruktur 21
A. Die dienstespezifische Telekommunikationsinfrastruktur 21
B. Die Digitalisierung 23
I. Der Vorgang der Digitalisierung 23
II. Die Folgen der Digitalisierung 25
1. Erweiterung der Übertragungskapazität 25
a) Vervielfachung der Programme 26
b) Höhere Übertragungsqualität 27
c) Rückkanäle 27
d) Geringere Kosten 27
2. Größere Speicherkapazitäten 27
3. Alternative Übertragungswege 28
C. Die diensteunabhängige Telekommunikationsinfrastruktur 28
Kapitel 2: Die Kommunikationsdienste 29
A. Technisch mögliche Dienste 29
I. Vermittlungsdienste 30
II. Verteildienste 30
III. Zugriffsdienste 31
IV. Abrufdienste 31
B. Inhaltliche Ausgestaltung der Dienste 32
I. Ton-/Bewegtbildkommunikation (Digitales Fernsehen) 32
1. Begriffsbestimmung 32
a) near video on demand 33
b) video on demand 33
c) pay per channel/pay per view 33
2. Inhaltliche Ausgestaltung 34
a) Voll- oder Spartenprogramme 34
b) Verteil-, Zugriffs- oder Abrufdienst 34
c) Paketbildung 35
d) Inhalt 35
aa) Information und Unterhaltung 35
bb) Teleshopping 35
II. Tonkommunikation (Digitaler Hörfunk) 36
III. Textkommunikation 36
1. Videotext 36
2. Bildschirmtext 37
3. Weiterentwicklungen der Textkommunikation 37
IV. Datenkommunikation 38
1. Begriffsbestimmung 39
a) Data Broadcasting 39
b) Online-Dienste 39
c) Multimedia-Dienste 40
2. Inhaltliche Ausgestaltung 40
C. Anknüpfungspunkte zukünftiger Regelungen 40
Kapitel 3: Die Kommunikationswirtschaft 41
A. Die Medienbranche 42
B. Die Telekommunikationsbranche 45
C. Die Handel- und Dienstleistungsbranche 47
Kapitel 4: Ergebnis 48
Teil 2: Die Kompetenzverteilung 49
Kapitel 1: Das Prinzip der begrenzten Befugnisse – Art. 3b Abs. 1 EGV 50
A. Sachkompetenzen 51
I. Telekommunikation – Art. 129b – d EGV 51
II. Rundfunk – Art. 128 EGV 51
B. Querschnittskompetenzen 52
I. Telekommunikation 52
1. Art. 90 Abs. 3 EGV 53
2. Art. 100a EGV 54
II. Rundfunk 55
1. Anwendbarkeit der Dienstleistungsvorschriften 55
2. Vorliegen einer Dienstleistung 57
a) Abgrenzung zur Warenverkehrs- und Niederlassungsfreiheit 57
aa) Fernsehsendung (Verteildienst) 57
bb) Neue Dienste (Zugriffs- und Abrufdienste) 58
b) Entgeltlichkeit der Leistung 58
aa) Fernsehsendung (Verteildienst) 58
bb) Neue Dienste (Zugriffs- und Abrufdienste) 60
c) Grenzüberschreitung der Leistung 60
aa) Fernsehsendung (Verteildienst) 60
bb) Neue Dienste (Zugriffs- und Abrufdienste) 61
d) Mögliche Leistungsbeziehungen 62
aa) Fernsehsendung (Verteildienst) 62
bb) Neue Dienste (Zugriffs- und Abrufdienste) 64
e) Zwischenergebnis 64
3. Nichtanwendbarkeit der Dienstleistungsvorschriften 64
a) Art. 55 Abs. 1 i. V. m. Art. 66 EGV 65
b) Art. 90 Abs. 2 EGV 66
aa) Rundfunkveranstalter als Unternehmen 66
bb) Betrauung 67
cc) Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse 68
dd) Verhinderung der Aufgabenerfüllung 69
c) Zwischenergebnis 69
4. Mitgliedstaatliche Regelungsspielräume 69
a) Diskriminierende Regelungen 70
b) Unterschiedslos anwendbare Regelungen 71
aa) Beschränkungen des Dienstleistungsverkehrs 72
bb) Zwingende Gründe des Allgemeininteresses 72
cc) Verhältnismäßigkeit 73
dd) Fehlende Harmonisierung 74
c) Umgehungsfälle 75
5. Gemeinschaftsgrundrechte 75
a) Maßstab gemeinschaftsrechtlicher und nationaler Maßnahmen 76
b) Gemeinschaftsrechtliche Rundfunkfreiheit 76
aa) Verhältnis zwischen EG und EMRK 77
bb) EuGH – Rechtsprechung 78
c) Eigenständige Bedeutung von Art. 10 EMRK 78
6. Ergebnis 79
Kapitel 2: Abgrenzung zur mitgliedstaatlichen Sachkompetenz 79
A. Die Abgrenzung durch die Entscheidungen der Organe 79
B. Die Abgrenzung nach dem Schwerpunkt der Regelung 80
Teil 3: Die Kompetenzausübung 82
Kapitel 1: Ausübungsvoraussetzung – Art. 3b Abs. 2 EGV 82
A. Kompetenzausübungsgrundsatz 83
B. Fehlen einer ausschließlichen Zuständigkeit 83
I. Die Auffassung der Kommission 84
II. Gleichbehandlung von Art. 57 Abs. 2 und Art. 100a EGV 85
III. Konkurrenz zwischen Sach- und Querschnittskompetenzen 85
IV. Binnenmarktzuständigkeit als Hauptanwendungsfall 86
C. Materielle Voraussetzungen 87
I. Zielformulierung 88
II. Unzureichende Zielverwirklichung durch Mitgliedstaaten 88
1. Effizienzkriterium 88
2. Erforderlichkeitskriterium 89
a) Grammatikalische Auslegung 89
b) Systematische Auslegung 90
c) Teleologische Auslegung 91
3. Insuffizienzkriterium 91
III. Bessere Zielverwirklichung auf Gemeinschaftsebene 92
D. Formelle Voraussetzungen 93
E. Justitiabilität 94
F. Das Protokoll über die Anwendung der Grundsätze der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit 96
Kapitel 2: Ausübungsreichweite – Art. 3b Abs. 3 EGV 97
A. Anwendbarkeit im Verhältnis zu den Mitgliedstaaten 97
B. Verhältnis zu Art. 3b Abs. 2 EGV 98
C. Prüfungsinhalt 100
I. Zulässiges Ziel 101
II. Geeignetheit 101
III. Erforderlichkeit 101
1. Form 102
2. Inhalt 102
a) Möglichkeit von Entscheidungsspielräumen 102
b) Möglichkeit alternativer Maßnahmen 103
c) Möglichkeit von Mindestregelungen 104
IV. Angemessenheit 104
1. Rücksichtnahme auf kulturelle Aspekte – Art. 128 Abs. 4 EGV 105
2. Der Grundsatz der loyalen Zusammenarbeit – Art. 5 EGV 106
a) Verpflichtung der Gemeinschaft 106
b) Inhalt 108
Teil 4: Die Kompetenzkontrolle 112
Kapitel 1: Die Kontrollkompetenz des Europäischen Gerichtshofs 112
Kapitel 2: Die Kontrollkompetenz des Bundesverfassungsgerichts 113
A. Die Kontrolle der Kompetenzverteilung 114
I. Die Gerichtsbarkeit des Bundesverfassungsgerichts 114
II. Die Übertragung der Gerichtsbarkeit auf den Gerichtshof 115
B. Die Kontrolle der Kompetenzausübung 116
I. Die Grundrechte als Teil der nationalen Identität 117
1. Kontrollgegenstand und -umfang bis zum Maastricht-Urteil 117
2. Kontrollgegenstand und -umfang im Maastricht-Urteil 119
a) Kontrollgegenstand 119
b) Kontrollumfang 119
II. Die Kontrolle der gemeinschaftsrechtlichen Ausübungsgrenzen 121
Kapitel 3: Das Kooperationsverhältnis zwischen EuGH und BVerfG 122
A. Die Kooperation im Rahmen der Kompetenzverteilung 122
I. Prüfungsrecht 123
1. Verfassungsrechtliches Prüfungsrecht 123
2. Gemeinschaftsrechtliches Prüfungsrecht 123
II. Verwerfungsrecht 124
1. Verwerfungsmonopol des Bundesverfassungsgerichts 124
2. Verfahrensweise 125
B. Die Kooperation im Rahmen der Kompetenzausübung 126
Teil 5: Die Regelungen 128
Kapitel 1: Gemeinschaftsrechtliche Regelungen 128
A. Anpassung der audiovisuellen Regeln 128
I. Revision der Fernsehrichtlinie 128
1. Anwendungsbereich 129
2. Regelungskonzeption 130
3. Inhalt 131
a) Quotenregelungen 131
b) Fernsehwerbung, Sponsoring und Teleshopping 132
c) Schutz Minderjähriger und der öffentlichen Ordnung 132
d) Gegendarstellungsrecht 133
4. Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit 133
II. Die rechtliche Behandlung der Neuen Dienste 133
1. Anwendbarkeit der Fernsehrichtlinie 133
2. Entwicklung eines einheitlichen Rahmens 134
a) Richtlinienvorschlag über gesetzgeberische Transparenz 134
b) Grünbücher und Mitteilungen zu Einzelaspekten 135
c) Grünbuch zur Konvergenz 137
aa) Ziel 137
bb) Inhalt 138
B. Wettbewerb und Medienkonzentration 142
I. Das Kartell- und Mißbrauchsverbot (Art. 85 f. EGV) 143
1. Anwendbarkeit 143
2. Voraussetzungen 143
3. Entschiedene Beispielsfälle im Bereich des Rundfunks 144
a) Programmbeschaffungs- und Programmverwertungstätigkeit 144
aa) Anbieterseite 144
bb) Nachfragerseite 145
(1) European Broadcasting Union (EBU) 145
(2) Eurosport 146
b) Programminformationstätigkeit 146
c) Werbetätigkeit 147
II. Die Kontrolle staatlicher Beihilfen (Art. 92 EGV) 147
III. Die Fusionskontrolle 148
1. Die Fusionskontrollverordnung 148
a) Voraussetzungen 149
b) Verbotsentscheidungen 150
aa) Media Service GmbH – 9.11.1994 150
bb) Nordic Satellite Distribution – 19.7.1995 150
cc) Holland Media Groep – 20.9.1995 151
2. Richtlinie über Fusionen im Mediensektor 152
C. Telekommunikationsrecht 153
I. Liberalisierung der Telekommunikationsdienste 154
II. Liberalisierung der Telekommunikationsnetze 154
III. Open Network Provision 155
IV. Fortsetzung der Liberalisierungspolitik 157
D. Schutz geistiger Eigentumsrechte und der Privatsphäre 157
I. Urheberrecht 157
II. Verbraucherschutz 158
III. Datenschutzrecht und Normierung der Fernsehübertragung 159
Kapitel 2: Regelungen des Europarates 159
A. Die Europäische Menschenrechtskonvention – Art. 10 EMRK 160
I. Schutzbereich 160
II. Rechtfertigung eines Eingriffs 161
1. Art. 10 Abs. 1, Satz 3 EMRK (Rundfunkklausel) 161
2. Art. 10 Abs. 2 EMRK 162
a) Vorliegen eines Gesetzes 162
b) Legitimer Zweck 162
c) In einer demokratischen Gesellschaft unentbehrlich 162
B. Das Europäische Übereinkommen über das grenzüberschreitende Fernsehen vom 5. Mai 1989 163
I. Anwendungsbereich und Regelungskonzeption 164
II. Inhalt 164
III. Verhältnis zu der Fernsehrichtlinie 164
IV. Verbindlichkeit und Durchsetzbarkeit 165
C. Die Empfehlungen des Ministerkomitees 165
Literaturverzeichnis 168
Sachwortverzeichnis 185