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Neureither, G. (2002). Recht und Freiheit im Staatskirchenrecht. Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Grundlage des staatskirchenrechtlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50838-9
Neureither, Georg. Recht und Freiheit im Staatskirchenrecht: Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Grundlage des staatskirchenrechtlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Duncker & Humblot, 2002. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50838-9
Neureither, G (2002): Recht und Freiheit im Staatskirchenrecht: Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Grundlage des staatskirchenrechtlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-50838-9

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Recht und Freiheit im Staatskirchenrecht

Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Grundlage des staatskirchenrechtlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland

Neureither, Georg

Staatskirchenrechtliche Abhandlungen, Vol. 37

(2002)

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Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht zum ersten Mal das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften unter dem Blickwinkel der Gemeinsamkeiten jedweder rechtlichen Selbstbestimmung, sei es des Menschen, der Völker oder der Religionsgemeinschaften. Anhand der erarbeiteten Gemeinsamkeiten ordnet der Autor unter Zugriff auf Rechts- und Verfassungsgeschichte, Philosophie und Rechtsphilosophie sowie die juristische Methodenlehre »Recht und Freiheit« nicht nur im Staatskirchenrecht einander zu. Überdies wird das staatskirchenrechtliche »System« des Grundgesetzes - neu - grundgelegt. Dabei werden gleichsam nebenbei zentrale Ausschnitte aus der Wissenschaftsgeschichte des Staatskirchenrechts des 20. Jahrhunderts dargestellt.

Der Verfasser zeigt, dass das Grundgesetz kein »System« begründet und umfasst, weil es keines beinhaltet. Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften nimmt innerhalb der »Trias« der drei Selbstbestimmungsrechte eine Mittelstellung ein: In individueller Hinsicht ist es auf das Selbstbestimmungsrecht des Menschen bezogen, in kollektiver Hinsicht auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Georg Neureither misst die jeweiligen Ergebnisse in eigenen Abschnitten an der Rechtspraxis und ihren Fragestellungen, indem er konkrete dogmatische Fallprobleme und Rechtslagen (u. a. Schächten, Zeugen Jehovas, Kruzifix, kirchliches und staatliches Ehe- und Arbeitsrecht, Schwangerschaftskonfliktberatung, Kirchenaustritt, Scientology) einbezieht.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis 18
Einleitung 27
I. Grundlegende staatskirchenrechtliche Diskussionen 28
1. Entstehen und Bestehen der Weimarer Kirchenartikel 28
2. Das staatskirchenrechtliche System 31
3. Der Körperschaftsstatus 34
4. Das Selbstbestimmungsrecht 35
II. Gegenstand und Ziel der Arbeit 36
III. Gang der Darstellung 37
IV. Definitionen 39
1. Kapitel: Die bisher entwickelten staatskirchenrechtlichen Systeme 41
I. Das System der Subordination 41
1. Das System der Subordination im allgemeinen 42
2. Die Korrelatentheorie im besonderen 48
II. Das System der Koordination 52
III. Das ständestaatliche Modell 60
IV. Das verbandspluralistische Modell 62
V. Das leistungsstaatliche Modell 66
VI. Zwischenergebnis 68
2. Kapitel: Das Selbstbestimmungsrecht der Völker und das Selbstbestimmungsrecht des Menschen 70
I. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker 70
1. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Grundgesetz 70
a) Das Selbstbestimmungsrecht der Völker in der Diskussion um das Verständnis der Präambel 71
aa) S. 3 der Präambel GG a. F. 71
bb) S. 2 der Präambel GG 74
b) Zwischenergebnis 77
2. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Völkerrecht 77
a) Die wichtigsten völkerrechtlichen Ausgestaltungen 77
b) Die Rechtsnatur des Selbstbestimmungsrechts der Völker 80
3. Zwischenergebnis 85
II. Das Selbstbestimmungsrecht des Menschen 86
1. Die Rechtsnatur des Selbstbestimmungsrechts des Menschen 86
a) Art. 2 I GG 87
b) Art. 1 I GG 88
c) Zwischenergebnis 89
2. Der Inhalt des Selbstbestimmungsrechts des Menschen 89
a) Allgemeine Handlungsfreiheit, Art. 2 I GG 89
aa) Die Persönlichkeitskerntheorie von Hans Peters 89
bb) Die vermittelnde Ansicht von Konrad Hesse und Dieter Grimm 92
cc) Die Unergiebigkeit der Entstehungsgeschichte 93
dd) Gründe für die allgemeine Handlungsfreiheit 95
ee) Zwischenergebnis 95
b) Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Art. 2 I, 1 I GG 96
3. Art. 2 I, 1 I GG als Ausfluß weiterer „Selbstbestimmungsrechte“ des Menschen 97
4. Zwischenergebnis 98
III. Der gemeinsame Grund des Selbstbestimmungsrechts der Völker und des Selbstbestimmungsrechts des Menschen 98
1. Der vorrechtliche Status – staatsrechtlich betrachtet 99
a) Begründung des vorrechtlichen Status aus Art. 1 I 1 GG 99
b) Begründung des vorrechtlichen Status aus Art. 19 III GG 103
c) Abgrenzung von Selbstbestimmung und Autonomie anhand des Art. 28 II 1 GG 104
2. Der vorrechtliche Status – völkerrechtlich betrachtet 105
3. Zwischenergebnis 110
IV. Der geistesgeschichtliche Hintergrund 110
1. Der geschichtliche Hintergrund 110
a) Entwicklung und Verwendung des Wortes „Selbstbestimmung“ 111
b) Gründe für die frühere Verrechtlichung des Selbstbestimmungsrechts der Völker 113
2. Der geistige Hintergrund 114
a) Das Selbstbestimmungsrecht des Menschen 114
aa) Art. 2 I GG als verrechtlichter kategorischer Imperativ 115
bb) Rechtliche Folgerungen und rechtliche Strukturen 117
b) Das Selbstbestimmungsrecht der Völker 119
V. Zwischenergebnis 123
3. Kapitel: Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften 125
I. Methodisches 126
1. Die Inkorporation 126
2. Interpretatorische Grundlagen 128
a) Allgemeines 128
b) Die These vom Bedeutungswandel 129
II. Sedes materiae 130
1. Abgrenzung zu Art. 4 I, II GG 131
a) Unterschiedliche Tatbestände von Art. 4 I, II GG und Art. 137 III 1 WRV 134
b) Unterschiedliche Schranken von Art. 4 I, II GG und Art. 137 III 1 WRV 135
c) Zwischenergebnis 140
aa) Rechtsdogmatischer Teil 140
bb) Rechtspraktischer Teil 143
2. Abgrenzung zu Art. 9 I GG 144
3. Abgrenzung zu Art. 137 II 1, 2 WRV 145
4. Abgrenzung zum Landesverfassungsrecht 146
5. Abgrenzung zum Vertragsstaatskirchenrecht 146
6. Zwischenergebnis 148
III. „Selbständig“ 149
1. Die Herkunft des Begriffs „Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ 150
2. Die Bedeutung des Begriffs „Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ 151
a) Zwei ältere Deutungen des Begriffs „Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ 151
aa) Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Autonomienorm 151
bb) Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Grundsatz 152
b) Die jetzige Bedeutung des Begriffs „Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ 153
aa) Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Selbstbestimmungsnorm 154
bb) Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Recht 156
c) Die jetzige Bedeutung des Begriffs „Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ und der Körperschaftsstatus 157
aa) Rechtsdogmatischer Teil 157
bb) Rechtspraktischer Teil 160
d) Die jetzige Bedeutung des Begriffs „Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften“ und sonstige Rechtsformen 163
3. Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Gesetzesbegriff 164
4. Zwischenergebnis 164
IV. „Ordnet und verwaltet“ 166
1. Die Bestimmung der Begriffe „ordnen“ und „verwalten“ 166
a) „Ordnen“ 166
b) „Verwalten“ 167
2. Die Bedeutung der Begriffe „ordnen“ und „verwalten“ 167
a) Beispiel: Ämterverleihung 168
b) Beispiel: Innere Ordnung 168
c) Beispiel: Staatliche Mitwirkung 169
3. Zwischenergebnis 169
V. „Ihre Angelegenheiten“ 169
1. Die eigenen Angelegenheiten 171
2. Die Bestimmung der eigenen Angelegenheiten 172
a) Subjektive Bestimmung 172
aa) Subjektive Bestimmung durch den Staat 172
bb) Subjektive Bestimmung durch die Religionsgemeinschaften 175
(1) Rechtsdogmatischer Teil 177
(2) Rechtspraktischer Teil 185
cc) Zwischenergebnis 193
b) Objektive Bestimmung 193
c) „Gemischte“ Bestimmungen 195
3. Zwischenergebnis 196
VI. „Religionsgemeinschaft“ 198
1. Die Bezeichnung „Religionsgemeinschaft“ 199
2. Der Begriff „Religionsgemeinschaft“ 200
a) Die Schwierigkeiten von subjektiver und objektiver Betrachtungsweise 201
aa) Subjektive Betrachtungsweise 201
bb) Objektive Betrachtungsweise 209
cc) Zwischenergebnis 212
b) Definitionen 213
aa) Rechtsdogmatischer Teil 213
(1) Meinung und Glaube 213
(2) Religion und Weltanschauung 218
(3) Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften 221
bb) Rechtspraktischer Teil 225
3. Zwischenergebnis 234
VII. Die „Schranken des für alle geltenden Gesetzes“ 237
1. Der Ausgangspunkt 238
2. Die Heckelsche Formel 242
3. Die Nichtanwendbarkeit der Schrankenformel 246
4. Die Bereichsscheidungslehre 248
5. Die Güterabwägung 252
a) Rechtsdogmatischer Teil 253
aa) Die Richtigkeit der Güterabwägung I 254
(1) Die Sicht des Staates 255
(2) Die Sicht der Religionsgemeinschaften 258
bb) Die Richtigkeit der Güterabwägung II 262
cc) Exkurs: Die Grenzen der Logik 264
(1) Die Grenzen der Logik 265
(2) Die tautologische Struktur der Logik 268
(3) Anwendung auf die Schranken des Art. 137 III 1 WRV 270
dd) Die Richtigkeit der Güterabwägung III 271
ee) Schrankenformel und Selbstverständnis 271
b) Rechtspraktischer Teil 273
6. Eine Gemeinsamkeit 280
7. Zwischenergebnis 280
VIII. Zusammenfassung 282
4. Kapitel: Folgerungen 286
I. Verfassungsprozessuale Verteidigung gegen eine Verletzung des Selbstbestimmungsrechts der Religionsgemeinschaften 287
1. Gegengründe 287
2. Gründe 289
a) Lücke 290
b) Ähnlichkeit 292
3. Zwischenergebnis 300
II. Das staatskirchenrechtliche System 300
1. Die bisher entwickelten staatskirchenrechtlichen Systeme im Lichte des Selbstbestimmungsrechts der Religionsgemeinschaften 301
2. Das staatskirchenrechtliche System im Lichte des Selbstbestimmungsrechts der Religionsgemeinschaften 310
a) Das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften als Grundlage des staatskirchenrechtlichen Systems 310
b) Recht und Freiheit im Staatskirchenrecht 319
Schluß 324
Literaturverzeichnis 330
Sachwortverzeichnis 377