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Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (1905–1944)

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Style

Meyer, A. (2001). Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (1905–1944). Völkerrecht im Widerstand. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50121-2
Meyer, Alexander. Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (1905–1944): Völkerrecht im Widerstand. Duncker & Humblot, 2001. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50121-2
Meyer, A (2001): Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (1905–1944): Völkerrecht im Widerstand, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-50121-2

Format

Berthold Schenk Graf von Stauffenberg (1905–1944)

Völkerrecht im Widerstand

Meyer, Alexander

Tübinger Schriften zum internationalen und europäischen Recht, Vol. 57

(2001)

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Abstract

Berthold Graf Stauffenberg (1905-1944), älterer Bruder des Hitler-Attentäters vom 20. Juli 1944, war eine Persönlichkeit von eigenem Rang, die sich unabhängig von diesem zur Widerstandstätigkeit gegen das NS-Regime entschloß, und ein herausragender Jurist, der sich auf dem Gebiet des Völkerrechts durch viel beachtete Veröffentlichungen einen glänzenden Ruf erwarb.

Im ersten Teil der Arbeit beschäftigt sich der Autor mit Person und Persönlichkeit, beruflichem Werdegang und dem Weg Berthold Graf Stauffenbergs in den aktiven Widerstand gegen die Regierung Adolf Hitler. Die Erfahrungen der Jugend- und Studentenzeit, die Arbeiten am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, in diversen kriegsrechtlichen Ausschüssen und im Oberkommando der Kriegsmarine sowie die Beteiligung Berthold Graf Stauffenbergs an der Umsturzplanung bilden den Schwerpunkt dieses Abschnitts. Daraufhin stellt Alexander Meyer die Entwicklung der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und internationalen Gerichtsbarkeit sowie die Tätigkeit Berthold Graf Stauffenbergs am Ständigen Internationalen Gerichtshof des Völkerbundes dar. Dieser Teil der Arbeit ist geprägt von Berthold Graf Stauffenbergs größtem juristischen Werk, dem Kommentar des Statuts und des Reglements des Gerichtshofes, und von wichtigen völkerrechtlichen Entscheidungen des Gerichtshofes, die teilweise von Berthold Graf Stauffenberg einer kritischen Betrachtung unterzogen wurden. Schließlich befaßt sich der Autor mit dem Seekriegs- und Prisenrecht. Neben der geschichtlichen Entwicklung wird vor allem das zweite große Werk Berthold Graf Stauffenbergs, die Prisenordnung von 1939, beleuchtet und untersucht. Die prisenrechtlichen Institute des Blockade-, Konterbande- und Seebeuterechts werden in ihrer theoretischen Ausgestaltung und ihrer praktischen Verwendung im Vergleich mit völkerrechtlichem Gewohnheitsrecht gemessen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 11
Einleitung 13
1. Teil: Person und Beruf 16
I. Kindheit und Jugend 16
1. Eltern und Erziehung 16
2. Brüder und Freundschaft 18
3. Schule und Bildung 20
4. Aussehen und Charakter 23
5. Religion und Wissenschaft 24
6. Jugendgruppe und Schulabschluß 26
II. Studium der Rechte 28
1. Universitäten und Fakultäten 28
2. Studienabschluß und Examen 31
III. Stefan George 34
1. Dichter und Denker 34
2. Stefan-George-Kreis 37
IV. Referendariat 41
1. Reisen und Studien 41
2. Referendardienst und Promotion 42
V. Kaiser-Wilhelm-Institut 47
1. Gründung und Aufgaben 47
2. Arbeitsweise und Personal 50
VI. Ständiger Internationaler Gerichtshof 53
1. Kanzlei des Gerichtshofes 53
2. Statut und Reglement 55
3. Abreise und Stefan George 56
VII. Zurück am Institut 58
1. Rückkehr und Aufgabe 58
2. Aufsätze und Stellungnahmen 60
VIII. Studienausschuß für Kriegsrecht 63
1. Ausschuß und Aufgabe 63
2. Umfeld und Bedeutung 66
IX. Oberkommando der Wehrmacht 70
1. Stellung und Aufgabe 70
2. Verbündete und Entwicklung 72
X. Umsturzplanung 75
1. Gründe und Tätigkeit 75
2. Vorstellung und Umsetzung 80
3. Aufruf und Schwur 85
4. Attentat und Putsch 88
XI. 20. Juli, Verhaftung, Verurteilung, Hinrichtung 90
1. Führerhauptquartier und Berlin 90
2. Verhaftung und Verhör 93
3. Verurteilung und Hinrichtung 95
XII. Zusammenfassende Würdigung 97
2. Teil: Internationale Gerichtsbarkeit 103
I. Besonderheiten der internationalen Gerichtsbarkeit 103
1. Grundsätze und Aufgaben 103
2. Voraussetzung und Wirkung 105
3. Begriff und Umfang 106
4. Abgrenzung und Erscheinungsformen 107
5. Allgemeine Probleme 108
II. Allgemeine geschichtliche Entwicklung 110
1. Antike und Mittelalter 110
2. Jay-Vertrag und Alabama-Fall 112
3. Haager Friedenskonferenzen 115
4. Erster Weltkrieg und Völkerbund 118
5. Konferenz von Locarno 122
III. Der Ständige Internationale Gerichtshof 125
1. Stellung und Aufgabe 125
2. Entwurf des Statuts 128
3. Richterwahl und Statut 129
4. Parteifähigkeit und Zuständigkeit 131
5. Entscheidungsgrundlagen 134
6. Verfahren und Sonstiges 135
IV. Die Rechtsprechung des StIGH 137
1. Tätigkeit und Bedeutung 137
2. Aufgaben und Inhalte 138
3. Eastern Carelia Fall vom 23. Juli 1923 139
4. Wimbledon Fall vom 17. August 1923 142
5. Deutsche Aussiedler in Polen vom 10. September 1923 147
6. Deutsche Interessen in Polnisch Oberschlesien 149
7. Lotus Fall vom 07. September 1927 154
8. Abberufung des Memelpräsidenten und Urteil vom 11. August 1932 157
9. Peter Pázmány Universität Fall vom 15. Dezember 1933 159
10. Oskar Chinn Fall vom 12. Dezember 1934 163
11. Verfassungsmäßigkeit Danziger Verordnungen vom 04. Dezember 1935 166
V. Zusammenfassende Würdigung 168
3. Teil: Seekriegsrecht/Prisenrecht 175
I. Besonderheiten des Seekriegsrechts 175
1. Einfluß und Bedeutung 175
2. Allgemeine Probleme 177
II. Allgemeine geschichtliche Entwicklung 179
1. Antike und Mittelalter 179
2. Consolato del Mare und Hugo Grotius 181
3. Bewaffnete Neutralität und Pariser Deklaration 184
4. Haager Friedenskonferenzen 186
5. Londoner Seerechtskonferenz 189
III. Die wichtigsten Institute 191
1. Allgemeines 191
2. Das Blockaderecht 192
3. Das Konterbanderecht 198
4. Das Seebeuterecht 203
5. Sonstige Institute 208
IV. Die Ausgangslage zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 211
V. Stauffenbergs Prisenordnung von 1939 213
1. Allgemeines 213
2. Das Blockaderecht 217
3. Das Konterbanderecht 221
4. Das Seebeuterecht 227
5. Sonstige Institute 231
VI. Die Praxis des Prisenrechts im Zweiten Weltkrieg 237
1. Kriegsverlauf und deutsche Praxis 237
2. Das Blockaderecht 241
3. Das Konterbanderecht 242
4. Das Seebeuterecht 245
5. Sonstige Institute 246
VII. Prisenverfahren und Prisenrechtsprechung 248
1. Deutsches Verfahren 248
2. Prisenrechtsprechung 251
VIII. Zusammenfassende Würdigung 253
Schlußbemerkung 259
Quellen und Literatur 263
1. Werke 263
2. Archivalien 264
3. Sekundärliteratur 267
Personenregister 297
Sachregister 300