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Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung II

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Lüdeke, R. (Ed.) (1994). Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung II. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48169-9
Lüdeke, Reinar. Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung II. Duncker & Humblot, 1994. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48169-9
Lüdeke, R (ed.) (1994): Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung II, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-48169-9

Format

Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung II

Editors: Lüdeke, Reinar

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 221/II

(1994)

Additional Information

Book Details

Abstract

Mit diesem Band wird der zweite Teil der Untersuchungen vorgelegt, die der Bildungsökonomische Ausschuß in den vergangenen Jahren zum Themenkomplex »Bildung, Bildungsfinanzierung und Einkommensverteilung« diskutiert hat. In den drei Beiträgen dieses Sammelbandes, die die Autoren auf der Jahrestagung 1992 in Nürnberg präsentierten, stehen vor allem Anwendungen theoretischer Überlegungen auf der Grundlage reicher empirischer Befunde für die Bundesrepublik Deutschland im Mittelpunkt. Daß dabei die Hochschulausbildung eine besonders große Rolle spielt, ist nicht verwunderlich. Zum einen verband man mit der jetzt eingetretenen starken Expansion der Hochschulabsolventen häufig die Erwartung, daß die Einkommensunterschiede zwischen den Arbeitskräften mit unterschiedlichen Bildungsqualifikationen zusammenschmelzen würden, zum anderen haben viele in der öffentlichen Finanzierung der akademischen Ausbildungswege, die in der Vergangenheit zu relativ hohen Arbeitseinkommen führten, schon lange ein distributionspolitisches Problem gesehen.

Bellmann, Reinberg und Tessaring gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, ob sich mit der Bildungsexpansion zwischen 1961 und 1991 und mit den Änderungen der bildungsmäßigen Qualifikationsstrukturen zwischen 1976 und 1989 die bildungsbedingten Einkommensabstände und Bildungsrenditen gesenkt haben. Die Antwort ist durchweg negativ. Umso gewichtiger werden die Untersuchungen von Grüske und Timmermann, die den Verteilungskonsequenzen der Finanzierung der Hochschulausbildung - bei unterstellter Konstanz der Markteinkommen - auf der Grundlage neuerer Daten (Einkommens- und Verbrauchsstichprobe sowie Mikrozensus) nachgehen. Die Analyse erfolgt sowohl aus der Perspektive der Eltern als auch aus der Sicht der entsprechend ausgebildeten Arbeitskräfte. Bei Grüske stehen die gesamten steuerfinanzierten öffentlichen Hochschulausgaben, bei Timmermann gebührenfinanzierte zusätzliche Ausgaben im Mittelpunkt. Trotz unterschiedlicher Vorgehensweisen stimmen A

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 11
Lutz Bellmann/Alex Reinberg/Manfred Tessaring: Bildungsexpansion, Qualifikationsstruktur und Einkommensverteilung. Eine Analyse mit Daten des Mikrozensus und der Beschäftigtenstatistik 13
A. Einleitung 13
B. Ziel und Aufbau der Untersuchung 16
C. Bildungsexpansion und Qualifikationsstruktur 18
I. Demographische und soziale Komponente der Bildungsexpansion 18
II. Entwicklung der Qualifikationsstruktur 20
D. Qualifikatorische Einkommensentwicklung 1975/76 bis 1989 auf der Basis der Mikrozensen und der Bildungsgesamtrechnung 22
I. Datenbasis 22
II. Einkommen aller Erwerbstätigen 25
1. Einkommensentwicklung 1976–1989 26
2. Einkommensabstände 28
3. Komponenten der Einkommensentwicklung 30
a) Methodisches Vorgehen 30
b) Ergebnisse 32
4. Relative Quartilsabstände 34
III. Qualifikation und Einkommen der Berufsanfänger 36
1. Entwicklung der Qualifikationsstruktur der Berufsanfänger 36
2. Entwicklung der Einkommen der Berufsanfänger 37
E. Qualifikatorische Einkommensentwicklung der Männer 1976–1987 auf der Basis der Beschäftigtenstatistik 41
I. Datenbasis 41
II. Univariate Analyse 42
III. Vergleich mit den Mikrozensen 46
IV. Multivariate Analyse 49
F. Zusammenfassung 55
G. Literatur 56
Anhang 59
Karl-Dieter Grüske, Erlangen-Nürnberg: Verteilungseffekte der öffentlichen Hochschulfinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland. Personale Inzidenz im Querschnitt und Längsschnitt 71
A. Einführendes 71
B. Analytischer und methodischer Rahmen einer empirischen Inzidenzanalyse der öffentlichen Hochschulfinanzierung 72
I. Inzidenzkonzepte und -stufen 73
II. Verteilungseffekte im Querschnitt und Längsschnitt 74
1. Zeithorizont der Untersuchung 74
2. Bezugseinheiten 75
3. Einkommenskonzepte 77
III. Kategorien und Bewertung der hochschulbezogenen Leistungen 80
1. Lehrbezogene Realleistungen 80
2. Direkte Förderleistungen während des Studiums 81
3. Indirekte Förderung über Anrechnungszeiten 83
IV. Annahmen zur Abgabeninzidenz 84
C. Querschnittsanalyse für das Jahr 1983 87
I. Verteilungseffekte nach sozio-ökonomisch abgegrenzten Einkommensschichten 88
1. Zur Abgrenzung der Einkommensschichten 88
2. Hochschulbeteiligung nach Einkommensschichten und Fächergruppen 89
3. Fächergruppengewichtete Nutznießerinzidenz öffentlicher Hochschulleistungen nach Einkommensschichten 90
4. Abgabenbelastung nach Einkommensschichten 91
5. Nettoinzidenz für die Einkommensschichten 93
II. Verteilungseffekte nach sozialen Gruppen 95
1. Hochschulbeteiligung von Studenten verschiedener Fachrichtungen nach der beruflichen Stellung des Vaters 95
2. Fächergruppengewichtete öffentliche Leistungen nach sozialen Gruppen 96
3. Abgabenbelastung der sozialen Gruppen 97
4. Nettoinzidenz nach sozialen Gruppen 99
III. Zusammenfassung der Querschnittsanalyse – ein Zwischenergebnis 100
1. Welche Gruppen sind die Nutznießer? 100
2. Wer trägt die Lasten? 101
3. Welche Nettoeffekte ergeben sich aus dem Vergleich von hochschulbezogenen Lasten und Leistungen? 101
D. Längsschnittanalyse 101
I. Längsschnittanalyse für Absolventen wissenschaftlicher Hochschulen (Studienfachvariante) 102
1. Lebenseinkommen nach Fächergruppen 102
2. Nutznießerinzidenz öffentlicher Hochschulleistungen nach Fächergruppen 104
3. Abgabenbelastung nach Fächergruppen 106
4. Fächerbezogene Nettoinzidenz im Längsschnitt 108
II. Nettoinzidenz bei realem Wachstum der Akademikereinkommen (Wachstumsvariante) 111
III. Längsschnittanalyse für Hochschulabsolventen in einem Zwei-Generationen-Modell (Generationenvariante) 112
1. Zum generellen Vorgehen 112
2. Inzidenz der öffentlichen Hochschulfinanzierung für die Absolventen- und Elterngeneration 113
IV. Längsschnittanalyse nach Hochschularten (Hochschulvariante) 115
1. Nettoerwerbseinkommen im Lebensverlauf nach Hochschularten 115
2. Leistungs-, Abgaben- und Nettoinzidenz nach Hochschularten 116
V. Einfluß der BAFöG-Regelung im Längsschnitt (BAFöG-Variante) 118
VI. Zusammenfassung der Längsschnittanalyse 119
1. Studienfachvariante 119
2. Wachstumsvariante 120
3. Generationenvariante 120
4. Hochschulvariante 120
5. BAföG-Variante 121
E. Gesamtergebnis und Schlußfolgerungen 121
1. Studiengebühren 124
2. Bildungsdarlehen 124
3. Bildungsscheine 124
Literaturverzeichnis 125
Gesetzestexte 128
Anhang 129
Dieter Timmermann, Bielefeld: Studiengebühren und personelle Einkommensverteilung 149
A. Einleitung 149
B. Allokative und distributive Schwächen des bestehenden Finanzierungssystems und Begründung für Studiengebühren 151
I. Allokative Schwächen 151
II. Distributive Schwächen 152
III. Begründungen für Studiengebühren 152
IV. Das Problem der Gebührensensibilität der Studiennachfrage 153
C. Annahmen, Datenbasis und Verteilungsmaße 154
I. Datenbasis und Annahmen 154
II. Verteilungsmaße 158
D. Studiengebühren und die Verteilung der privat verfügbaren Nettojahreseinkommen im Querschnitt 160
I. Die Gebührensensibilität der Einkommensverteilung unter den Vollzeiterwerbstätigen insgesamt 162
II. Gebührensensibilität der Einkommensverteilung in der „Elterngeneration“ 165
E. Studiengebühren und Nettolebenseinkommen 169
I. Der Einfluß der Studiengebühren auf das durchschnittliche Lebenseinkommen der Erwerbstätigen 171
II. Studiengebühren und die Verteilung der durchschnittlichen Lebenseinkommen nach beruflichem Bildungsabschluß 175
F. Gebührensensibilität der Hochschulrenditen 178
G. Schlußfolgerungen 182
H. Literatur 184
Tabellenanhang 185