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Lärmgrenzwerte für die Planung von Verkehrsflughäfen

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Franke, S. (2003). Lärmgrenzwerte für die Planung von Verkehrsflughäfen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51052-8
Franke, Sonja. Lärmgrenzwerte für die Planung von Verkehrsflughäfen. Duncker & Humblot, 2003. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-51052-8
Franke, S (2003): Lärmgrenzwerte für die Planung von Verkehrsflughäfen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-51052-8

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Lärmgrenzwerte für die Planung von Verkehrsflughäfen

Franke, Sonja

Schriften zum Umweltrecht, Vol. 128

(2003)

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Abstract

Die Autorin überprüft kritisch den rechtlichen Schutz vor Fluglärm an Verkehrsflughäfen. Kernproblem ist dabei, daß Verkehrsflughäfen nach dem Luftverkehrsrecht zwar keinen unzumutbaren Fluglärm verursachen dürfen, die Zumutbarkeitsschwelle jedoch gesetzlich nicht normiert ist. Sie muß von Behörden und Gerichten im Einzelfall festgelegt werden, was zu Konflikten im Hinblick auf Rechtssicherheit und -gleichheit führt. Sonja Franke regt daher an, Lärmgrenzwerte für die Planung von Verkehrsflughäfen zu schaffen. Sie stellt dabei zunächst die grundsätzlichen Probleme des Fluglärmschutzes dar, die in der Komplexität des Lärmphänomens und der starken politisch-wirtschaftlichen Komponente des Lärmschutzes liegen. Unter kritischer Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Zumutbarkeitsschwelle werden dann für die Grenzwertsetzung Wertungs- und Differenzierungskriterien entwickelt, die einen umfassenden Lärmschutz unter Ausgleich der widerstreitenden Interessen ermöglichen sollen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 15
Erster Teil: Einführung 19
A. Ziel und Gang der Untersuchung 20
B. Das Phänomen „Lärm“ 22
I. Problem der Komplexität 22
1. Physikalische Grundbegriffe 23
a) Schall und Lärm 23
aa) Schall 23
bb) Lärm 24
b) Äquivalenter Dauerschallpegel, Beurteilungspegel und Maximalpegel 25
2. Medizinische Lärmwirkungen 26
a) Gesundheitsgefahren 27
aa) Gehörschädigungen 27
bb) Sonstige gesundheitliche Beeinträchtigungen 28
cc) Lärmbedingte Schlafstörungen 29
b) Beeinträchtigungen des Wohlbefindens 30
II. Besondere Probleme bei Fluglärm 32
1. Entwicklung des Fluglärms 33
2. Besonderheiten des Fluglärms 34
III. Wirtschaftliche und politische Lärmdimension 36
IV. Zwischenergebnis 37
Zweiter Teil: Schutz vor Fluglärm bei der Planung von Verkehrsflughäfen 38
A. Überblick 38
B. Raumordnungsrecht 39
I. Schutz vor Lärm in der Raumordnung 40
1. Problem des Bewertungsmaßstabs 40
2. Fluglärmspezifische Probleme 41
II. Raumordnerische Instrumente zum Lärmschutz 41
III. Bindungswirkung der Erfordernisse der Raumordnung für das nachfolgende Zulassungsverfahren 43
1. Raumordnungsklausel des § 6 LuftVG 43
2. Beachtung und Berücksichtigung 44
IV. Rechtsschutz gegen die raumordnerischen Festlegungen 45
1. Rechtsschutz gegen Ziele der Raumordnung 45
2. Rechtsschutz gegen das Raumordnungsverfahren 46
V. Exkurs: Die raumordnerische Umweltverträglichkeitsprüfung 46
1. UVP im mehrstufigen luftverkehrsrechtlichen Verfahren 47
2. Schutz vor Lärm in der raumordnerischen UVP 48
a) Beschränkung auf raumordnerische Auswirkungen 48
b) Problem des Bewertungsmaßstabs 48
3. Bindungswirkung der raumordnerischen UVP 50
4. Rechtsschutz gegen die raumordnerische UVP 50
VI. Zwischenergebnis 51
C. Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm in der Umgebung von Flughäfen 52
I. Regelungen des FluglSchG 52
II. Defizite des Lärmschutzes nach dem FluglSchG 53
1. Planerische Defizite 53
2. Defizite im Hinblick auf Höhe und Berechnungsverfahren der Grenzwerte 54
III. Novellierungsbestrebungen 56
IV. Zwischenergebnis 56
D. Luftverkehrsrechtliche Genehmigung gem. § 6 LuftVG 57
I. Gegenstand der Genehmigung 57
1. Anlage und Betrieb eines Flugplatzes 57
2. Wesentliche Erweiterung oder Änderung eines Flugplatzes 59
3. Ausnahmen von der Genehmigungspflichtigkeit 61
II. Lärmschutz in der Genehmigung 61
1. Doppelnatur der Genehmigung 62
a) Fluglärm als Versagungsgrund 63
b) Fluglärm als Abwägungsbelang 64
2. Schutz vor Fluglärm durch die UVP 65
III. Nebeneinander von Planfeststellung und Genehmigung 67
1. Verhältnis von Planfeststellung und Genehmigung 67
a) Rechtslage vor der Änderung des LuftVG 1993 68
aa) Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 68
bb) Literatur 69
b) Neue Rechtslage 1993 73
c) Alternativvorschlag 75
2. Praktische Relevanz des Streits 77
3. Rechtsschutz gegen die Genehmigung 77
IV. Zwischenergebnis 78
E. Plangenehmigung gem. § 8 Abs. 2 LuftVG 78
F. Planfeststellung gem. § 8 Abs. 1 LuftVG 79
I. Gegenstand der Planfeststellung 80
II. Planerische Gestaltungsfreiheit 81
III. Lärmschutz in der Planfeststellung 82
1. Planrechtfertigung 82
2. Zwingende Normen des materiellen Rechts 84
a) § 9 Abs. 2 LuftVG 85
b) § 6 Abs. 2 S. 1, 3 LuftVG 86
c) Verfassungsrechtliche Anforderungen 87
3. Abwägung 88
a) Einstellung von Lärmschutzbelangen in die Abwägung 90
b) Gewichtung und Ausgleich 91
c) Fluglärmschutz als Optimierungsgebot 92
aa) § 6 Abs. 2 S. 1 LuftVG 93
bb) § 29 b Abs. 1 S. 2 LuftVG 94
cc) § 12 UVPG 94
dd) § 50 BImSchG 95
ee) Art. 20a GG 97
d) Abwägungsgrenzen 98
aa) Fachplanungsrechtliche Abwägungsgrenze (§ 9 Abs. 2 LuftVG) 98
bb) Enteignungsrechtliche Abwägungsgrenze (Art. 14 Abs. 1 GG) 99
IV. Rechtsschutz gegen die Planfeststellung 100
1. Rechtsschutz bei fehlenden Schutzvorkehrungen 100
2. Rechtsschutz bei Abwägungsfehlern 101
V. Zwischenergebnis 104
Dritter Teil: Erforderlichkeit von Grenzwerten für die Planung von Verkehrsflughäfen 106
A. Grenzwertbegriff 107
B. Fehlen von Grenzwerten für Fluglärm 108
I. Keine Heranziehung von Grenzwerten aus dem Bereich des Luftverkehrsrechts 108
1. FluglSchG 108
2. Landeplatzlärmschutzverordnung 109
II. Keine Heranziehung der Grenzwerte anderer Lärmbereiche 110
1. DIN 45643 und DIN 18005 110
2. Verkehrslärmschutzverordnung 111
III. Zwischenergebnis 111
C. Konkretisierung der Zumutbarkeitsgrenze des § 9 Abs. 2 LuftVG durch Verwaltungsbehörden/Gerichte 112
I. Schutz vor „unzumutbaren nachteiligen Auswirkungen“ 112
II. Konkretisierung der Zumutbarkeitsschwelle 113
1. Wertungsentscheidung 113
2. Behördlicher Gestaltungsspielraum 114
3. Kriterien des Bundesverwaltungsgerichts 116
a) Schutzwürdigkeit und -bedürftigkeit des betroffenen Grundstücks als Ausgangspunkt 117
b) Kriterien zur Bestimmung der Schutzwürdigkeit und -bedürftigkeit 118
aa) Gebietsart 118
bb) Lärmvorbelastung 118
(1) Tatsächliche Lärmvorbelastung 119
(2) Plangegebene Lärmvorbelastung 120
(3) „Lärmsanierung“ 122
c) Zusammenfassung betroffener Gebiete 122
d) Zusätzliche Abwägung 123
4. Schutzziele für Wohngebiete 124
a) Innenwohnbereich 125
aa) Vermeidung von Kommunikationsstörungen 125
bb) Vermeidung von Aufwachreaktionen 127
b) Außenwohnbereich 128
III. Zwischenergebnis 129
D. Einführung von Grenzwerten für Fluglärm 130
I. Probleme einer einzelfallbezogenen Konkretisierung der Zumutbarkeitsschwelle 130
II. Überwiegende Vorteile von Grenzwerten 132
1. Generalisierung 133
2. Operationalisierung 134
3. Ordnungsrechtlicher Ansatz des Grenzwertsystems 135
III. Zwischenergebnis 136
Vierter Teil: Gestaltungsprobleme einer „Fluglärmschutzverordnung“ 137
A. Rechtsform der Verankerung der Grenzwerte 137
I. Mögliche Rechtsformen der Verankerung von Grenzwerten 137
1. Problematik der Verwaltungsvorschrift 138
a) Verfassungsrechtliche Vereinbarkeit 140
b) Europarechtliche Vereinbarkeit 141
2. Vorzug der Rechtsverordnung 142
II. Festlegung der Fluglärmgrenzwerte in einer Rechtsverordnung 143
1. Erfordernis einer Ermächtigungsgrundlage 144
a) § 32 Abs. 1 Nr. 15 LuftVG als Ermächtigungsgrundlage 144
b) Verfassungsrechtliche Unvereinbarkeit 145
c) Erforderlichkeit einer Ermächtigungsgrundlage 146
2. Konkretisierung durch den Verordnungsgeber 147
a) Bestehen eines Gestaltungsspielraums 148
b) Reichweite des Gestaltungsspielraums 149
III. Zwischenergebnis 150
B. Inhalte einer „Fluglärmschutzverordnung“ 150
I. Anwendungsbereich 150
II. Festlegung von Grenzwerten 151
1. Bestimmung der rechtlich geschützten Güter 152
a) Verfassungsrechtliche Anforderungen 152
aa) Grundrechte der Lärmbetroffenen 153
(1) Schutz der körperlichen Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 GG) 153
(2) Eigentumsgewährleistung (Art. 14 Abs. 1 GG) 155
(3) Verhältnis von Art. 2 Abs. 2 GG zu Art. 14 Abs. 1 GG 156
(4) Interessen unterhalb der grundrechtlichen Gefahrenschwelle 157
bb) Staatszielbestimmung Umweltschutz 157
cc) Entgegenstehende Grundrechte der Betreiber 158
dd) Andere öffentliche Interessen von Verfassungsrang 160
b) Konkretisierung auf einfachgesetzlicher Ebene 161
aa) Schutzpflicht und Abwehrrecht 162
bb) Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers 163
c) Einfachgesetzliche Anforderungen des § 9 Abs. 2 LuftVG 164
aa) Schutznormcharakter 165
bb) Immissionsschutzrechtlicher Charakter 166
cc) Erweiterung des Schutzes auf erhebliche Belästigungen 166
(1) Begrifflichkeiten 167
(2) Uneinheitlichkeit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 168
(3) Anpassung des Schutzbereichs des § 9 Abs. 2 LuftVG an das übrige Immissionsschutzrecht 169
(4) Neue Nachtschutzziele 171
dd) Kriterium der Zumutbarkeit 172
2. Festlegung der Schädlichkeitsschwelle 174
a) Naturwissenschaftliche Wertungsentscheidung 174
b) Normativ-politische Wertungsentscheidung 176
aa) Maßstab für die Entscheidung 177
bb) Güterabwägung 179
c) Typisierungen und Generalisierungen 181
3. Rechtliche Fixierung der Grenzwerte 182
a) Maßstab des verständigen Durchschnittsmenschen 182
b) Grundstücksorientierter Schutz als Ausgangspunkt 183
aa) Vereinbarkeit mit § 9 Abs. 2 LuftVG 184
bb) Vereinbarkeit mit dem Grundrecht auf Gesundheitsschutz 185
c) Wertende Differenzierungskriterien 185
aa) Differenzierung nach der bauplanungsrechtlichen Qualifikation des Gebiets 186
(1) Vereinbarkeit mit § 9 Abs. 2 LuftVG 186
(2) Festlegung der Gebietsarten 188
bb) Differenzierungen für besonders schutzbedürftige Einrichtungen 191
cc) Differenzierungen zwischen Tag- und Nachtwerten 191
dd) Differenzierung zwischen Außenwohnbereich und Innenwohnbereich 192
ee) Differenzierung zwischen Dauerschallpegel und Maximalpegel 193
d) Berücksichtigung von Lärmvorbelastungen 194
aa) Tatsächliche Vorbelastungen 195
(1) Möglichkeiten der Berücksichtigung 195
(2) Rechtliche Bewertung 197
bb) Plangegebene Vorbelastung 201
e) Berücksichtigung der Summation mehrerer Lärmquellen 203
aa) Segmentierung der Lärmquellen im Lärmschutzrecht 203
bb) Grundsatz der Berücksichtigung von Lärmsummationen 205
cc) Probleme der Lärmsummation im Rahmen der „Fluglärmschutzverordnung“ 206
III. Festlegung des Berechnungsverfahrens 209
IV. Zwischenergebnis 211
C. Verhältnis von luftverkehrsrechtlicher Planung zum FluglSchG 212
Fünfter Teil: Rechtsfolgen bei Überschreiten der Zumutbarkeitsschwelle 214
A. Stufen des Lärmschutzes 214
I. Aktiver und passiver Lärmschutz 215
1. Relativer Vorrang des aktiven Lärmschutzes vor dem passiven Lärmschutz 216
2. Maßnahmen des aktiven und passiven Lärmschutzes 218
3. Sonderfall der Betriebsbeschränkungen 219
a) Rechtsgrundlage von Betriebsbeschränkungen 220
b) Inhaltsbestimmung oder Schutzauflage 222
aa) Kriterium der rechtlichen Durchsetzbarkeit 223
bb) Verhältnis von Inhaltsbestimmung und Schutzauflage 224
c) Zwischenergebnis 226
II. Entschädigungsregelungen 226
1. Darstellung der Entschädigungsregelungen nach dem LuftVG 226
2. Verhältnis zu den Entschädigungsregelungen nach dem FluglSchG 228
III. Versagung der Planung 229
IV. Zwischenergebnis 229
B. Nachträgliches Überschreiten der Zumutbarkeitsschwelle 230
I. Nachträgliche Schutzanordnungen 230
1. Wesentliche Änderung 230
2. Nachbesserungsklausel 231
3. Teilwiderruf 232
a) Rechtsgrundlage 233
b) Sonderfall der nachträglichen Betriebsbeschränkungen 233
4. Anspruch aus Grundrechten 234
5. Erfordernis weiterer Sanierungsregelungen 235
II. „Mittelbare Lärmsanierung“ 235
III. Ergebnis 236
Sechster Teil: Zusammenfassung 237
Literaturverzeichnis 248
Stichwortverzeichnis 263