Menu Expand

Governance als entwicklungs- und transformationspolitisches Konzept

Cite BOOK

Style

König, K., Adam, M., Speer, B., Theobald, C. (2002). Governance als entwicklungs- und transformationspolitisches Konzept. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50822-8
König, Klaus Adam, Markus Speer, Benedikt and Theobald, Christian. Governance als entwicklungs- und transformationspolitisches Konzept. Duncker & Humblot, 2002. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50822-8
König, K, Adam, M, Speer, B and Theobald, C (2002): Governance als entwicklungs- und transformationspolitisches Konzept, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-50822-8

Format

Governance als entwicklungs- und transformationspolitisches Konzept

König, Klaus | Adam, Markus | Speer, Benedikt | Theobald, Christian

Schriftenreihe der Hochschule Speyer, Vol. 151

(2002)

Additional Information

Book Details

Pricing

Abstract

Governance ist ein Begriff, der in seiner Vielseitigkeit - Global Governance, European Governance, Corporate Governance usw. - aus dem jeweiligen Kontext erschlossen werden muss. Seine jüngere internationale Karriere beginnt indessen als entwicklungspolitisches Konzept, und zwar mit dem Entwurf von Good Governance durch die Weltbank. Heute hat Governance einen festen Platz in der internationalen Kooperation mit Entwicklungsländern. Diese Kategorie ist auch auf Transformationsfragen ausgedehnt worden, wie sie mit postsozialistischen Ländern in ihrer Transitionsphase diskutiert werden.

Das vorliegende Werk gibt die Ergebnisse eines Forschungsprojekts wieder, das im Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Deutschen Hochschule für Verwaltung durchgeführt worden ist. Im Mittelpunkt stehen die konzeptionellen Entwicklungen, wie sie von der Weltbank und in der technischen Zusammenarbeit der Vereinten Nationen vorangebracht worden sind. Hinzu kommt das SIGMA-Programm für Transformationsländer in Mittel- und Osteuropa, wie es in der EU und OECD initiiert worden ist. Die Konzepte dieser internationalen Organisationen werden durch allgemeine Überlegungen zu Governance als Steuerungs- und Wertekonzept ergänzt. Insgesamt soll eine Gedankenwelt vorgestellt werden, wie sie Lebenssphären der Globalisierung und Europäisierung, hier besonders der internationalen Entwicklungs- und Transformationspolitik, prägt.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Klaus König: Governance als Steuerungskonzept 9
I. Welten des Staats- und Verwaltungswandels 9
1. Entwicklungsverwaltung und Verwaltung der Entwicklung 9
2. Modemisierung des okzidentalen Verwaltungsstaates 15
3. Transformation der Kaderverwaltung 19
II. Governance in der Mehrebenenpolitik 25
1. Prozesse der Globalisierung 25
2. Global Governance 29
3. Governance im sich verändernden Staat 33
III. Governance in der Entwicklungs- und Transformationspolitik 39
1. Governance als öffentliche Steuerung 39
2. Öffentliches Management und Governance 43
3. Öffentliche Governance und Institutionenbildung 50
Christian Theobald: Governance in der Perzeption der Weltbank 55
I. Die Weltbank und die "Entdeckung" von Good Governance 55
1. Der Good Governance-Diskurs innerhalb der Weltbank 55
2. Restriktionen durch die Articles of Agreement 59
3. Die Weltbank und die Beachtung der Menschenrechte 61
II. Good Governance und die neue Institutionenökonomik als Ausweg 64
1. „Getting the property rights right“ 64
2. Institutionen, Organisationen und Governance 67
3. Rent Seeking und Korruption 69
III. Die Konzeption von Good Governance und weltbankinterne Konsequenzen 75
1. Drei Ebenen der Transformation 75
2. Die Weltbank und Nichtregierungsorganisationen 78
3. Umweltschutz als partizipatives Politikfeld 82
IV. Privatisierung öffentlicher Aufgaben 83
1. Aufgabenkritik 83
2. Ziele und Grundsätze der Privatisierung 86
3. Institutioneller Rahmen, Regulierung und Corporate Governance 89
V. Binnenrationalisierung öffentlicher Unternehmen und Verwaltung 92
1. Bedeutung von Staatsunternehmen im Vergleich 92
2. Performance Contracts als Steuerungsform 94
3. Management Contracts als Steuerungsform 99
4. Organisationsstrukturen 103
5. Prozess-Strukturen 107
6. Personalstrukturen 110
VI. Governance und die Funktionen des Rechts 116
1. Effizienz als Prinzip der Rule of Law 116
2. Schwerpunkte der rechtlichen Zusammenarbeit der Weltbank 118
3. Reflektionen der Erfahrungen der Weltbank 121
Markus Adam: Governance und öffentliche Verwaltung in der technischen Zusammenarbeit der Vereinten Nationen 129
I. Einleitung 129
II. Governance und öffentliche Verwaltung in der technischen Zusammenarbeit der Vereinten Nationen 131
1. Dreißig Jahre öffentliche Verwaltung in der technischen Zusammenarbeit - Eine Retrospektive 131
2. Neue Entwicklungen zu Beginn der 1980er Jahre 135
3. Die 1980er Jahre 139
4. Der Weg in die 1990er Jahre 143
a) Neue Ansätze zu Beginn der 1990er Jahre 145
b) Das "Management Development Programme" des UNDP 147
5. Die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung im Entwicklungsprozess 152
a) Management von Entwicklungsprogrammen 156
b) Die Rolle der öffentlichen Verwaltung bei der Herstellung und Sicherstellung eines verlässlichen rechtlichen und regulativen Rahmens 158
6. „Capacity-building“ in der öffentlichen Verwaltung 160
7. Die Resolution 50/225 der Generalversammlung der Vereinten Nationen „Public Administration and Development“ 163
III. Governance am Beispiel des UNDP 165
1. Governance als Programmziel des UNDP 165
a) UNDP und die „Initiatives for Change“ 169
2. Governance- Vier Dimensionen eines Begriffes 172
a) Die Begriffsbestimmung des UNDP 177
b) Governance als UNDP Definition 178
c) Das „Neue“ am Governance-Ansatz des UNDP 181
3. UNDP und „Public Sector Management“ 184
a) Neues Öffentliches Management als Modernisierungskonzept - Das MDP in der Mongolei 188
4. „Systemic Governance“ als Netzwerksteuerung 196
a) Vom „hierarchischen“ zum „kooperativen“ Staat 197
b) Governance als institutioneller und organisatorischer Pluralismus 200
c) Governance als Netzwerkphänomen 201
Benedikt Speer: Governance, Good Governance und öffentliche Verwaltung in den Transformationsländern Mittel- und Osteuropas – Das SIGMA-Programm als gemeinsame Initiative von EU und OECD 207
I. Einleitung 207
II. Die Transformation von Staat und Verwaltung in Mittel- und Osteuropa im Kontext der Beitrittsperspektive zur EU 209
III. Das SIGMA-Programm und seine Entwicklung 216
IV. Governance und Good Governance aus der Perspektive von EU, OECD und SIGMA 223
1. Das Governance-Verständnis der EU 224
2. Das Governance-Verständnis der OECD 224
3. Das Governance-Verständnis von SIGMA 226
V. Die Verwaltungszusammenarbeit zwischen SIGMA und den mittel- und osteuropäischen Partnerländern 230
1. Entwicklungsstrategien für die öffentliche Verwaltung 232
2. Politikgestaltung, Koordinierung und Regulierung 232
a) Internationalisierung und Europäisierung 233
b) Rechtsetzung und Regulierung 238
3. Haushaltsplanung und Ressourcenzuweisung 244
a) Finanz- und Haushaltsplanung 244
b) Öffentliches Beschaffungswesen 249
4. Management des öffentlichen Dienstes 254
a) Gesetz für den öffentlichen Dienst 254
b) Zentrales Managementsystem für Führungskräfte im öffentlichen Dienst 258
c) Aus- und Weiterbildung öffentlich Bediensteter 261
d) Pensionsmodell für den öffentlichen Dienst 264
5. Revision und Finanzkontrolle 265
a) Verwaltungsinterne Managementkontrollen 266
b) Externe Revisionen 268
VI. Governance und Verwaltungszusammenarbeit aus der Sicht von SIGMA: Ein transformationspolitisches Konzept für die MOEL? 272
Christian Theobald, Markus Adam, Benedikt Speer, Klaus König: Governance als Wertekonzept 277
I. Good Governance und Wertvorstellungen 277
1. Die Unterscheidung des Guten vom Richtigen 277
2. Normativität und Ökonomik 279
3. Grenzen ökonomischen Rechtsdenkens 281
4. Ethische Theorie der Ökonomie 284
5. Good Governance versus Efficient Management 289
II. Menschenrechte im Governance-Verständnis des UNDP 291
1. Einleitung 291
2. Menschenrechte im Verständnis des UNDP 294
III. Gemeinsame Werte in der europäischen Integration 303
1. Einleitung 303
2. Gemeinsame Werte als Grundlage des Integrationsprozesses 304
3. Gemeinsame Werte als Bestandteil des acquis communautaire 307
a) Die Beachtung gemeinsamer Werte als ungeschriebene Voraussetzung einer Mitgliedschaft 307
b) Grundrechte als allgemeine Rechtsgrundsätze des Gemeinschaftsrechts 310
c) Der Vertrag von Amsterdam als vertragsrechtliche Grundlage der Wertegemeinschaft 313
4. Wert- und rechtskonformes Verhalten als konditionierendes Element der Mitgliedschaft 315
a) Die Nichtbeachtung gemeinsamer Werte als Ausschlusskriterium für einen EU-Beitritt 315
b) Sanktionsmöglichkeiten bei einer Nichtbeachtung gemeinsamer Werte durch EU-Mitgliedstaaten 317
IV. Governance-Werte, politische Konditionalität und Globalisierung 319
1. Wertorientierungen in der Governance-Diskussion 319
2. Wertungsbereiche und politische Konditionalität 326
3. Wertfragen der Globalisierung 331