Haftungsbegründung und Schuldbefreiung bei §§ 415, 416 BGB

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Haftungsbegründung und Schuldbefreiung bei §§ 415, 416 BGB
Schriften zum Bürgerlichen Recht, Vol. 137
(1991)
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Table of Contents
Section Title | Page | Action | Price |
---|---|---|---|
Inhaltsverzeichnis | 7 | ||
Einleitung | 11 | ||
Teil 1: Die Problematik der herrschenden Schuldübernahmetheorie | 13 | ||
A. Grundaussage der Verfügungstheorie | 13 | ||
B. Die in der Praxis relevanten Fälle rechtsgeschäftlicher Schuldübernahme | 15 | ||
I. Vorbemerkung | 15 | ||
II. Fallgruppen | 15 | ||
1. Vermögensübernahme | 15 | ||
2. Übernahme eines Geschäftsbetriebes | 16 | ||
3. Kauf hypothekenbelasteter Grundstücke | 17 | ||
III. Folgerungen für eine Auslegung des § 415 BGB | 18 | ||
1. Der Sacherwerb als Schuldübernahmemotiv | 18 | ||
2. Übernehmerhaftung und Altschuldnerentlassung als voneinander getrennte Vorgänge | 19 | ||
C. Die Unzulänglichkeiten im theoretischen Ansatz der Verfügungskonstruktion | 19 | ||
I. Das Einwendungsproblem | 19 | ||
1. § 417 II BGB – Kausalvereinbarung und “dingliche Verfügung” | 19 | ||
2. Herkömmliche Lösungswege zur Gleichstellung der §§ 414 und 415 BGB | 21 | ||
3. Kritik | 22 | ||
II. Der Parteiwille | 23 | ||
III. Das Problem der “Einrede des nichterfüllten Vertrages” | 25 | ||
IV. Die dogmatische Konstruktion | 25 | ||
D. Untersuchungsziel | 27 | ||
Teil 2: Die Schuldübernahme beim Grundstückserwerb | 29 | ||
A. Die Entwicklung in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Wissenschaft vor Inkrafttreten des BGB | 29 | ||
I. Vorbemerkung | 29 | ||
II. Das preußische Recht | 29 | ||
1. Rechtslage und praktische Entwicklung vor der Deklaration vom 21. 3. 1835 | 29 | ||
2. Die Deklaration vom 21. 3. 1835 | 31 | ||
3. § 41 pr. EEG vom 5. 5. 1872 | 33 | ||
a) Inhalt und gesetzgeberische Motivation | 33 | ||
b) Auslegung der Norm | 35 | ||
aa) Dogmatische Einordnung des Gläubigerrechts | 35 | ||
bb) Die Haftung des Übernehmers “als Grundstückserwerber” | 36 | ||
cc) Unwiderruflichkeit des Gläubigerrechts | 37 | ||
dd) Das Einwendungsproblem | 37 | ||
ee) Das Problem der Altschuldnerbefreiung | 38 | ||
III. Das bayrische Recht | 40 | ||
1. § 56 HypG von 1822 | 40 | ||
a) Gesetzesmotivation (Auslegung v. Gönners) | 40 | ||
b) Praktische Schwierigkeiten und Auslegungsprobleme | 41 | ||
aa) Die Anrechnungsabrede als bloße Einverständniserklärung mit dem Stehenbleiben der dinglichen Belastung | 42 | ||
bb) Kein unmittelbares Klagerecht des Gläubigers, sondern bloßes “Recht auf Beitritt” | 42 | ||
cc) Die Anrechnungsabrede als bloße “Zahlungsübernahme” | 43 | ||
2. Art. 1 Ziff. 2 bayr. Gesetz vom 29. 5. 1886 | 44 | ||
a) Funktion der Regelung als Ergänzung zu § 56 HypG | 44 | ||
b) Neuerungen | 45 | ||
aa) Erleichterte Altschuldnerbefreiung | 45 | ||
bb) Widerruflichkeit des Gläubigerrechts | 46 | ||
3. Quintessenz der novellierten Fassung des § 56 HypG | 47 | ||
a) Voraussetzungen der Ubernehmerhaftung | 47 | ||
b) Altschuldnerbefreiende Modifikationen | 47 | ||
4. Fehlinterpretationen der gesetzlichen Regelung | 48 | ||
IV. Sonstige partikularrechtliche Regelungen | 50 | ||
V. Die gemeinrechtlichen Schuldübernahmetheorien | 52 | ||
1. Die Begründung des heutigen “Schuldübernahmebegriffs” durch Delbrück | 52 | ||
a) Verdienste der Delbrückschen Abhandlung | 52 | ||
b) Die “Zessionsanalogie” | 54 | ||
2. Die Verfügungstheorie | 55 | ||
a) Entwicklung aus der Delbrückschen Terminologie | 55 | ||
b) Praktische Mängel der Theorie | 56 | ||
aa) Vernachlässigung der Vermögensübernahmekomponente bei der Erwerberhaftung | 56 | ||
bb) Ungewollt haftungskonstitutive Gläubigerbeteiligung | 57 | ||
c) Fazit | 59 | ||
3. Das Scheitern einer Konstruktion anhand des Vertrages zugunsten Dritter | 59 | ||
a) Streit um die Notwendigkeit einer Gläubigerbeteiligung | 60 | ||
b) Unklarheiten hinsichtlich der Anerkennung eines Schuldbeitritts im heutigen Sinne | 60 | ||
c) Das Argument des “Rechtsaustauschs” | 60 | ||
d) Die Widerruflichkeitsproblematik | 62 | ||
4. Die Kollektivofferten- sowie Vertragstheorie | 62 | ||
a) Schuldsukzession nur durch Gläubigervertrag | 62 | ||
b) Stellungnahme zu den in der Praxis relevanten Schuldübernahmefällen | 63 | ||
c) Kritik | 64 | ||
5. Fazit | 65 | ||
B. Die Entstehung der §§ 415–417 BGB: Gesetzeswortlaut und Gesetzgeberwille | 65 | ||
I. Vorbemerkungen zur Auslegung | 65 | ||
II. Der Vorentwurf v. Kübels zum Obligationenrecht, Nr. 26 §§ 1–5 | 66 | ||
III. Die Entwicklung der §§ 315, 316 E I BGB (entsprechend den heutigen §§ 415, 417 BGB) | 69 | ||
1. Dogmatische Konstruktion | 69 | ||
2. Eigentliche Regelungsmotivation | 70 | ||
a) Funktion der Genehmigung | 70 | ||
b) Funktion der Mitteilung | 71 | ||
3. Fazit | 72 | ||
IV. Die Entwicklung des § 318 E I BGB (entsprechend dem heutigen § 329 BGB) | 73 | ||
1. § 318 I E I BGB: Auslegungsregel zugunsten der Erfüllungsübernahme | 73 | ||
2. § 318 II E I BGB: Sondernorm für Kaufanrechnungsabreden | 74 | ||
a) Auslegung als Schuldübernahme | 74 | ||
b) Ablehnung einer Sonderbestimmung für den Grundstücksverkehr | 75 | ||
3. Fazit | 76 | ||
V. Kritik an der Schuldübernahmeregelung des ersten Entwurfs | 77 | ||
1. Vorbemerkung | 77 | ||
2. Mängel der dogmatischen Konstruktion | 78 | ||
3. Verbesserungsvorschläge zu § 315 E I BGB | 78 | ||
4. Forderung nach einer Sondernorm für den Grundstücksverkehr | 79 | ||
VI. Das weitere Gesetzgebungsverfahren | 80 | ||
1. Entwicklung und Bedeutung des § 415 BGB in seiner heutigen Fassung | 80 | ||
a) Die “objektive Bindung” des Übernehmers | 80 | ||
b) Das Mitteilungserfordernis | 81 | ||
c) Das Fristsetzungsrecht beider Parteien | 82 | ||
d) Fazit | 83 | ||
2. § 417 BGB | 83 | ||
3. Die Sondernorm des § 416 BGB für Fälle der Hypothekenübernahme beim Grundstückserwerb | 84 | ||
a) Das Erfordernis des Grundstücksübergangs vor erfolgter Mitteilung | 85 | ||
b) Die ausschließliche Mitteilungsbefugnis des Altschuldners | 86 | ||
c) Die Anlehnung an partikularrechtliche Vorschriften zur Hypothekenübernahme | 87 | ||
4. Fazit | 88 | ||
C. Eigene Konstruktion der Schuldübernahme beim Kauf hypothekenbelasteter Grundstücke | 88 | ||
I. Die Haftung des Übernehmers | 88 | ||
II. Die Entlassung des Altschuldners | 89 | ||
III. Das gemeinsame Aufhebungsrecht der Parteien | 90 | ||
IV. Die Einwendungsproblematik | 90 | ||
Teil 3: Die Schuldübernahme beim Geschäftserwerb | 92 | ||
A. Vorbemerkung | 92 | ||
B. Der Geschäftserwerb als Haftungsvoraussetzung | 93 | ||
I. Die Ausführungen des Gesetzgebers | 93 | ||
II. Die gesetzgeberische Motivation vor dem Hintergrund der Gesamtproblematik einer “Schuldenhaftung des Geschäftserwerbers” | 94 | ||
C. Die Anrechnungsabrede als unmittelbar haftungsbegründender Schuldbeitritt | 96 | ||
I. Die Ausführungen des Gesetzgebers | 96 | ||
II. Die Anrechnungsabreden im Rahmen der Gesamtproblematik einer “Schuldenhaftung des Geschäftserwerbers” | 97 | ||
1. Vertragliche Übernahmevereinbarungen als zum Geschäftserwerb hinzutretendes Haftungsmerkmal | 97 | ||
2. Öffentliche Bekanntmachung und Firmenfortführung | 99 | ||
3. Einflüsse der gemeinrechtlichen Dogmatik | 101 | ||
III. Ergebnis | 102 | ||
D. Konsequenzen der Untersuchung | 103 | ||
Teil 4: Zusammenfassung und Ergebnisse | 105 | ||
A. Der Schuldbeitritt als Ausgangspunkt einer privativen Schuldübernahmekonstruktion | 105 | ||
B. Die Funktion der §§ 415, 416 BGB | 109 | ||
I. Privative Wirkung vertraglicher Übernahmeabreden | 109 | ||
II. Das Verhältnis zwischen “privativer” und “kumulativer” Schuldübernahme beim Sacherwerb | 112 | ||
C. Die Funktion des § 417 II BGB | 114 | ||
Schlußwort | 116 | ||
Anhang | 117 | ||
Literaturverzeichnis | 121 |