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Theodor Geiger

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Bachmann, S. (Ed.) (1995). Theodor Geiger. Soziologe in einer Zeit »zwischen Pathos und Nüchternheit«. Beiträge zu Leben und Werk. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48099-9
Bachmann, Siegfried. Theodor Geiger: Soziologe in einer Zeit »zwischen Pathos und Nüchternheit«. Beiträge zu Leben und Werk. Duncker & Humblot, 1995. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48099-9
Bachmann, S (ed.) (1995): Theodor Geiger: Soziologe in einer Zeit »zwischen Pathos und Nüchternheit«. Beiträge zu Leben und Werk, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-48099-9

Format

Theodor Geiger

Soziologe in einer Zeit »zwischen Pathos und Nüchternheit«. Beiträge zu Leben und Werk

Editors: Bachmann, Siegfried

(1995)

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Abstract

Am 9. November 1991 hätte der Soziologe Theodor Geiger (1891 - 1952) sein 100. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlaß wurde an der Technischen Universität Braunschweig, Geigers 'Heimat'-Universität und letzter Wirkungsstätte, ein Symposium veranstaltet. Die in diesem Band versammelten Beiträge wurden mehrheitlich auf dieser Tagung vorgetragen.

1933 durch die Nationalsozialisten von der Braunschweiger Universität vertrieben, ging Geiger ins Exil nach Dänemark. Seinem Leben und Werk in Deutschland und Skandinavien sind die einleitenden Aufsätze gewidmet. Der folgende theoretisch-methodische Teil diskutiert seine Rolle als Wegbereiter seiner Disziplin und Verfechter seines von ihm als 'Intellektueller Humanismus' bezeichneten Wissenschafts- und Bildungsprogramms. Seine Forschungen zur Rechtssoziologie, zur Erziehung bzw. Bildung sowie sein Beitrag zur Sozialstrukturanalyse der modernen Gesellschaft sind jeweils Gegenstand weiterer thematischer Abschnitte. Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte und eine umfangreiche Bibliographie, die dem interessierten Leser und Forscher wichtige Hilfestellungen geben kann, runden die Aufsatzsammlung ab.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort des Herausgebers 5
Inhalt 7
I. Theodor Geiger: Leben und Werk 11
René König (†): Theodor Geiger (1891–1952). Nekrolog 13
Siegfried Bachmann: Theodor Geiger. Soziologe in einer Zeit “zwischen Pathos und Nüchternheit” 21
I. 22
II. 28
III. 48
IV. 57
V. 60
VI. 63
VII. 68
Torben Agersnap: Theodor Geiger’s Work in Denmark 71
Geno-seduction and geno-persecution in the thirties 71
Why did so many emigrants come from Germany to Denmark? 71
Identification and exploitation of refugees 72
Reserved reception of refugees in Denmark 72
Three careers of refugees 72
Fritz Bauer 72
Julius Hirsch 73
Theodor Geiger 74
Theodor Geiger at the University of Copenhagen 75
Sociology at the University of Aarhus 76
Contributions to the economics curriculum 77
Geiger in Sweden 1943–1945 77
Sociology of law 77
Debate on methodology 77
Institute for Social Science Research, Universlty of Aarbus 78
“Acta Sociologica” 80
International Sociological Association 80
Summing up 81
II. Ideologiekritik, Wissenssoziologie 83
Hans Albert: Intellektueller Humanismus. Theodor Geiger als Ideologiekritiker und als Vertreter der Aufklärung 85
I. Von Oswald Spengler zu Theodor Geiger 85
II. Theodor Geigers Positivismus, seine Wissenschaftsauffassung und seine Kritik am metaphysischen Denken 88
III. Das Ideologieproblem in der Sicht Theodor Geigers 92
IV. Ideologiekritik: Die Grenzen der logischen Analyse und die Rolle korrigierender Erklärungen 98
V. Soziologische Aufklärung: Zu Theodor Geigers Ideologie- und Sozialkritik 100
Ulrich Arens: Theodor Geigers Kritik der Wissenssoziologie 107
I. Vorbemerkungen 107
II. Die wissenssoziologische Ideologiekonzeption Karl Mannheims 108
III. Die Kritik Geigers 111
IV. Kritische Anmerkungen 113
Horst Pöttker: Erkenntnisinteressen – Öffentlichkeit – Modernität. Wissenssoziologische Konzepte bei Theodor Geiger und Jürgen Habermas 117
I. Fragestellung und Methode 117
II. Erkenntnisinteressen 119
III. Öffentlichkeit 128
IV. Modernität 136
V. Fazit 141
III. Soziologie des Rechts 145
Erhard Blankenburg: Nutzen und Grenzen eines graduellen Rechtsbegriffs 147
I. ‘Wissenschaft’ als Gegensatz zur ‘Prudenz’ 147
II. ‘Recht’ als Gegensatz zu ‘Nicht-Recht’ 150
III. Das Sanktionskriterium: ‘Norm’ 151
IV. Das Instanzkriterium: ‘Recht’ 153
V. Verrechtlichung 155
Herbert Helmrich: Theodor Geigers Konzept des Rechts als Normierung von Verhaltenserwartungen in der Sicht der neueren Verhaltensforschung 159
I. Theodor Geigers Konzept einer formalen Normstruktur 160
1. Geigers Hypothese der Normenentstehung 160
a) Geigers Verhaltensmodell s → g und der Engramm-Komplex als Auslöser 160
b) Verhaltenserwartung als Antizipation auf der Basis des Engrammkomplexes 161
c) Allgemeines Verhaltensmodell durch Nachahmung 161
d) Reaktion bei Erwartungsenttäuschung als Kriterium der Normativität 161
2. Theodor Geigers formale Normstruktur als Tatsachenzusammenhang 162
3. Theodor Geigers verhaltenswissenschaftlicher Hintergrund 164
4. Untersuchungsablauf 165
II. Angeborene und erlernte Verhaltensmodelle s → g bei Tieren 166
1. Angeborenes Verhaltensmodell s → g 166
2. Durch Konditionierung erlernte Verhaltensmodelle s → g 169
3. Von der Antizipation zur Erwartung 173
III. Verhaltensmodell s → g und Erwartungsenttäuschung zwischen Erwachsenen und Säuglingen 175
1. Angeborene und erlernte Verhaltensmodelle s → g 175
a) Angeborene Auslösemechanismen beim Säugling 175
aa) Brustwarzensuchbewegung, Brustwarze oder Sauger als Auslöser 175
bb) Gesichtskonfiguration als Auslöser 175
cc) Die menschliche Stimme als Auslöser 177
b) Angeborene Auslösemechanismen bei Erwachsenen, insbesondere bei Müttern 177
2. Lerndispositionen des Säuglings Von der Konditionierung zum Denken in Ursache-Wirkung-Zusammenhängen 181
3. Verhaltenserwartungen bei Mutter und Kind unter der Lupe der Mikroverhaltensanalyse 183
4. Mißbilligung und Kontaktabbruch bei Erwartungsenttäuschung 185
5. Die wechselseitige Abstimmung von Verhalten und Verhaltenserwartung 187
IV. Zusammenfassende Schlußfolgerungen 189
1. Thesen 189
These 1 189
These 2 190
These 3 190
These 4 190
These 5 191
These 6 191
These 7 191
These 8 192
2. Theodor Geiger und die Biologie 192
Raimund Jakob: Rechtsbewußtsein und Normkonflikt. Gedanken zur Aktualität von Theodor Geigers Überlegungen zu Recht und Moral 195
I. 198
II. 200
III. 205
Kasimierz Opałek: Unterschiedliche Normbegriffe: Theodor Geiger und analytische Normentheorie 211
I. Das Gebiet der Normentheorie 211
II. Linguistische Konzeptionen der Norm 211
III. Nicht-linguistische Konzeptionen der Norm 213
IV. Geigers Normentheorie 216
1. Zur Einführung 216
2. Erster Schritt: Realordnung, Modell oder Muster des Gebarens 218
3. Zweiter Schritt: Die subsistente Norm 218
4. Dritter Schritt: Verbindlichkeit als Wirkungs-Chance 219
5. Vierter Schritt: Wortnorm (Normsatz) 223
V. Schlußbemerkungen 225
Manfred Rehbinder: Ist Geigers Demokratietherapie realistisch? 227
I. Die Stimmungsdemokratie als permanente Staatskrise 227
II. Ursachen der Stlmmungsdemokratie 228
III. Die Bekämpfung der Stimmungsdemokratie durch intellektuellen Humanismus 230
IV. Ist intellektueller Humanismus utopisch? 232
a) Neigung zu Wertepathos ist genetisch verankert 234
b) Intelligenzentwicklung ist evolutionsbiologisch möglich 237
Gregorio Robles: ‘Reine Rechtssoziologie’ versus ‘Reine Rechtslehre’. Zur Effektivität und Geltung des Rechts 239
Edgar Michael Wenz: Von der Rechtsforschung zur Gesetzgebung. Gedanken zur Rechtssoziologie Theodor Geigers 253
I. Zur Normentheorie Theodor Geigers 253
II. Die Effektivitätsquote als Basis der empirischen Rechtsforschung 255
III. Reaktionstheorie statt Zwangs- und Sanktionstheorie? 256
IV. Von der Rechtsforschung zur Gesetzgebung? 261
V. Problematik der Gesetzesevaluation 263
VI. Fazit: Ein rechtspolitisches Postulat 268
IV. Sozialstruktur / Soziale Schichtung 271
Rainer Geißler: Die Bedeutung Theodor Geigers für die Sozialstrukturanalyse der modernen Gesellschaft 273
I. Besonderheiten des Ansatzes von Theodor Geiger 275
1. Schicht als soziologischer Grund- und Oberbegriff 276
2. Die Verknüpfung von Soziallage und Mentalitäten/Ideologien 277
3. Mehrdimensionalität des Schichtgefüges bzw. konkurrierende Schichtungen 281
4. Dominante Schichtung und subordinierte Schichtungen 282
5. Schichten als bewegende Kräfte der gesellschaftlichen Entwicklung 282
6. Dynamische und historische Sicht 282
Resümee 284
II. Der Weg in die moderne Gesellschaft: ein Mittelweg zwischen Klassenkampf und Nivellierung 285
1. Die Klassengesellschaft im Schmelztiegel ... 285
2. ... aber: keine Auflösung der Schichten, kein Verschwinden der Mobilitätsbarrieren 289
3. Irrtümer und Lücken 291
III. Warum es sich auch heute noch lohnt, Geiger zu studieren 293
1. Zur Krise des Schicht-Paradigmas 293
2. Zur Aktualität Geigers 295
V. Bildung / Erziehung in soziologischer Perspektive 299
Hans Tietgens: Die Relevanz Theodor Geigers für Konzepte politischer Bildung 301
I. Aufklärung für ein Interrelationsbewußtsein 302
II. Das Interpretative in der Distanz 303
III. Demokratisierung der Vernunft 305
IV. Intellektualisierung und Gefühlsaskese 307
V. Perspektivische Bildung 310
VI. Rationalität als Reflexivität 311
VII. Politische Bildung zur Abwehr von Verführungen 312
VIII. Das Argumentative im Umgang 314
Johannes Weinberg: Gesellschaftsanalyse und individuelle Selbstbestimmung. Theodor Geigers Beitrag zur Theorie der Erwachsenenbildung 317
I. Einleitung 317
II. Theorien der Erwachsenenbildung 318
III. Zwischen Romantik und Aufklärung 320
IV. Problemwissenschaftliches Paradigma und Erwachsenenbildung 322
V. Politische Gesellschaftsanalyse 325
VI. Problemorientierte Didaktik 327
VII. Didaktisch-methodische Konzepte 330
VIII. Zusammenfassung 339
Klaus Rodax: Kritik weltanschaulicher Schulerziehung. Theodor Geiger als Erziehungsskeptiker 341
I. 341
II. 344
III. 358
Uwe Sandfuchs: Theodor Geigers Beitrag zur universitären Lehrerausbildung und zur Schulpolitik im Freistaat Braunschweig 1928–1933 363
Landespolitische Hintergründe zu Geigers Wirken in Braunschweig 364
Zu Geigers Berufung 367
Geiger als akademischer Lehrer in Braunschweig 371
Geigers Beitrag zur Schulpolitik des Landes 372
Forschungsinstitut für Soziologie 378
Geigers Überlegungen zur Volksschullehrerausbildung 379
Exkurs: Über einen möglichen Kollegen und Nachfolger Geigers 382
Die braunschweigischen Hochschulkonflikte und Geigers Emigration 383
Richard G. E. Müller (†): Erinnerungen an Theodor Geiger 385
VI. Zur Rezeptionsgeschichte 387
Władysław Markiewicz: Die Rezeption von Theodor Geigers Werk in der polnischen Soziologie 389
VII. Bibliographie Theodor Geiger. Zusammengestellt von Siegfried Bachmann und Swantje Hoyer 395
A. Monographien, Aufsätze, Artikel 397
1919 397
1920 397
1921 397
1923 399
1924 399
1925 400
1926 401
1927 402
1928 402
1929 403
1930 404
1931 407
1932 409
1933 410
1934 411
1935 411
1937 412
1938 412
1939 412
1940 412
1941 413
1943 413
1944 413
1945 414
1946 414
1947 415
1948 416
1949 417
1950 420
1951 421
1952 423
1953 423
1955 424
1956 425
1959 425
1960 425
1962 426
Anthologien 427
B. Rezensionen (durch Theodor Geiger) 428
C. Manuskripte bzw. Typoskripte (aus dem Nachlaß) 439
I. Originale in der Staatsbibliothek (State and University Library) Aarhus (“Papirer fra Theodor Geiger”) 439
II. Original in der Universitätsbibliothek Oslo 450
III. Originale im Besitz von Prof. Torben Agersnap, Kopenhagen 451
IV. Originale im Besitz des Hochschularchivs der Technischen Universität Braunschweig 452
D. Übersetzungen (durch Theodor Geiger) 453
VIII. Schrifttum zu Theodor Geiger. Zusammengestellt von Siegfried Bachmann und Swantje Hoyer 455
A. Rezensionen von Werken Theodor Geigers 457
Die Schutzaufsicht (1919 a) 457
Das uneheliche Kind und seine Mutter im Recht des neuen Staates (1920) 457
Die Masse und ihre Aktion. Ein Beitrag zur Soziologie der Revolutionen (1926 a) 458
Führer und Genie (1927 a) 459
Die Gestalten der Gesellung (1928 a) 459
Führen und Folgen (1928 b) 460
Zur Theorie des Klassenbegriffs und der proletarischen Klasse (1930 e) 460
Das Tier als geselliges Subjekt (1931 k) 460
Die soziale Schichtung des deutschen Volkes. Soziographischer Versuch auf statistischer Grundlage (1932 a) 460
Soziologische Kritik der eugenischen Bewegung (1933 a) 461
Erbpflege. Grundlagen, Planung, Grenzen (1934 a) 462
Samfund og Arvelighed. En sociologisk Undersøgelse (1935 a) 462
Om Byrokratisme med særligt Henblik paa Økonomien (1935 b) 463
Sociologi. Grundrids og Hovedproblemer (1939 a) 463
Kritik af Reklamen (1943 a) 463
Intelligensen. De andligt skapandes uppgift och öde i samhället (1944 a) 463
Debat med Uppsala om Moral og Ret (1946 a) 463
Ranulf contra Geiger. Et Angreb og et offensivt Forsvar (1946 b) 464
Vorstudien zu einer Soziologie des Rechts (1947 a) 464
Klassesamfundet i Støbegryden (1948 a) 464
Über Soziometrik und ihre Grenzen (1948 m) 465
Aufgaben und Stellung der Intelligenz in der Gesellschaft (1949 a) 465
Die Klassengesellschaft im Schmelztiegel (1949 b) 466
Den danske intelligens frå reformationen til nutiden. En studie i empirisk kultursociologi (1949 c) 466
Den Danske Studenters Sociale Oprindelse (1950 a) 466
Soziale Umschichtungen in einer dänischen Mittelstadt (1951 a) 466
Fortidens Moral og Fremtidens (1952 a) 467
Die Gesellschaft zwischen Pathos und Nüchternheit (1960 a) 467
Theodor Geiger, Arbeiten zur Soziologie. Methode – Moderne Großgesellschaft – Rechtssoziologie – Ideologiekritik (Hrsg.: P. Trappe, 1962) 467
Theodor Geiger, On Social Order and Mass Society. Selected Papers (Hrsg.: R. Mayntz, 1969) 468
B. Sekundärliteratur (Auswahl) 469
Autorenverzeichnis 491