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Frankreichs »doppelte Deutschlandpolitik«

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Hüser, D. (1996). Frankreichs »doppelte Deutschlandpolitik«. Dynamik aus der Defensive - Planen, Entscheiden, Umsetzen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Krisenzeiten 1944 - 1950. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48511-6
Hüser, Dietmar. Frankreichs »doppelte Deutschlandpolitik«: Dynamik aus der Defensive - Planen, Entscheiden, Umsetzen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Krisenzeiten 1944 - 1950. Duncker & Humblot, 1996. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48511-6
Hüser, D (1996): Frankreichs »doppelte Deutschlandpolitik«: Dynamik aus der Defensive - Planen, Entscheiden, Umsetzen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Krisenzeiten 1944 - 1950, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-48511-6

Format

Frankreichs »doppelte Deutschlandpolitik«

Dynamik aus der Defensive - Planen, Entscheiden, Umsetzen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, innen- und außenpolitischen Krisenzeiten 1944 - 1950

Hüser, Dietmar

Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen, Vol. 77

(1996)

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Abstract

Das Buch behandelt Frankreichs Deutschlandpolitik der frühen Nachkriegszeit, die der Historiographie seit jeher als kompromißloses Streben nach Revanche und Repressalien gilt. Gestützt auf breiteste Quellenrecherchen versucht es, solch klassische Deutungen kritisch zu hinterfragen und ein neubewertendes Gesamtbild zur Diskussion zu stellen, das die Jahre zwischen Befreiung und Schumanplan im Nachkriegsverhältnis der Nachbarn am Rhein neu verortet.

Die Studie versteht sich als Beitrag zu einer Geschichte internationaler Beziehungen, der es weniger um die »Große Politik der Kabinette« geht als um regierungsinterne Entscheidungsprozesse und diplomatische Verhandlungsstrategien unter den strukturellen Rahmenbedingungen der Zeit. Die akuten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, mentalen und institutionellen Miseren Frankreichs bleiben ständig im Blickfeld, daneben die Sozialisationsmuster, Handlungsmaximen und Zwangslagen relevanter Akteure sowie die komplexen Wechselwirkungen von Innen- und Außenpolitik.

Tatsächlich stand für Paris ein kompromißloser Revanchekurs schon im eigenen Interesse nie zur Debatte. Das zentrale Element künftiger Sicherheit - und (inter-)nationaler Größe - gegenüber Deutschland war eine dauerhafte Umkehrung der schwerindustriell-ökonomischen Machtverhältnisse in Europa zugunsten Frankreichs. Von vornherein flexibel und offen, vielschichtig und entwicklungsfähig, lassen sich die französischen Aktivitäten spätestens seit der Jahreswende 1945/46 als »doppelte Deutschlandpolitik« kennzeichnen.

Trotz augenfälliger Chancen- und Sinnlosigkeit maximalistischer Forderungen, z. B. nach Abtrennung linksrheinischer Gebiete, wurde - aus taktischen Erwägungen - offiziell an diesen festgehalten, einmal um die Öffentlichkeit zu befriedigen und das Land zu stabilisieren, dann um Washington zu weiteren Kredithilfen und Sicherheitsgarantien zu bewegen. Gleichzeitig setzte Paris intern auf Realziele, für die es sich wirklich Chanchen ausrechnete, vor allem die Internationalisierung der Ruhr zur Sicherung französischer Mitsprache-, Verfügungs- und Kontrollrechte am »schwarzen Gold«.

Es sind nicht die unablässig verkündeten Maximalpositionen, sondern solche Realziele, an denen deutschlandpolitische Absichten und Ergebnisse zwischen 1944 und 1950 zu messen sind. Die Bilanz war für Frankreich gewiß nicht durchweg positiv, angesichts dürftiger Machtpotentiale jedoch ebensowenig durchweg negativ. Die »doppelte Deutschlandpolitik« hatte daran maßgeblichen Anteil, obschon sie zugleich - und für geraume Zeit - den Stellenwert dieser Jahre für die deutsch-französische Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg verdecken sollte.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 1
Inhaltsverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 17
Zeitschriften 17
Publizierte Dokumente 17
Archive und Forschungseinrichtungen 18
Widerstand 18
Pariser Ministerien und Kommissionen 18
Deutschland- und besatzungspolitische Institutionen 19
Internationale Institutionen und Programme 19
Parteien, Gewerkschaften und Verbände 20
Länder und Territorien 20
Einleitung 21
1989 – 1963 – 1958 – 1950 – 1944/45 21
Forschungsstand und -ziel 22
Traditionelle Sicht 24
Besatzungs- und deutschlandpolitische Relativierungen 25
Historiographische Rezeptionsprobleme 28
Desiderate – Fragestellungen – Gliederung 29
Rahmenbedingungen 29
Deutschlandpolitik 31
Erklärungsmuster 35
Ansatz und Methodik 37
Archiv- und Quellenlage 39
A. Rahmenbedingungen 43
I. Aspekte französischer Politik, Wirtschaft und Gesellschaft 1940–1950 43
1. Traumata bei Befreiung und Kriegsende: Perzeption von Politik und Öffentlichkeit 43
a) Wirtschaftskrise und innerfranzösische Bürgerkriege: Dekadenzwahrnehmungen der 30er Jahre 45
Schlüsselerfahrungen politischer Sozialisation 45
Nationale Identitätskrise 47
Deutschlandpolitische Relevanz der 30er Jahre 48
b) Niederlage und Besatzung: Bekräftigung von Deutschlandbildern und Geschichtsmythen 48
Debakel und Demütigung 48
Französisches Deutschlandbild 49
Deutschlandbild und Deutschlandpolitik 51
c) Kollaboration und Widerstand: die Vichyjahre zwischen nationaler Ehrenrettung und Kompromittierung 51
Fortsetzung innerfranzösischer Bürgerkriege 51
Kollaboration 52
Grenzen und Übergänge 54
Innerer und äußerer Widerstand 55
“Schwarze Jahre” und Deutschlandpolitik 58
d) Befreiung und Kriegsende: Gräben zwischen Politik und Gesellschaft in der “drôle de paix” 59
Grundwiderspruch und Graben 59
Vom Freudentaumel zur Desillusionierung 61
Zwischenbilanz: Traumata und Deutschland 63
2. Faktoren französischer Innenpolitik: Regierungshandeln zwischen Problemflut und Erwartungsdruck 64
a) Politik: frühes Machtvakuum und dauerhafte Regimegefährdung 66
Befreiungs- und Durchsetzungsprozeß 66
Legitimitätskonflikte 67
Provisorisches Parteiensystem 69
Hegemonie der kommunistischen Partei 71
b) Wirtschaft und Finanzen: Ausmaß der Krise und zeitraubender Wiederaufbau 72
Schwächefaktoren 73
Früher Teufelskreis der Engpässe 75
Die Rolle des Staates 76
Entwicklungslinien 77
c) Soziales und Materielles: alltäglicher Mangel und langlebige Provisorien 78
Demographie und Gesundheit 78
“Magenfrage” und Hungerrevolten 80
Soziale Gärung und politische Streiks 83
d) Mentales: Ansprüche der Regierten und Wahrnehmungen der Regierenden 85
Moralische Krise und Regierungskritik 85
Sensibilisierung der Politik für dauerhafte Dilemmata 87
Zwischenbilanz: französische Innenpolitik und Deutschland 89
3. Grundlagen französischer Außenpolitik: Präjudizien der Kriegsjahre für Frankreich und die “Großen Drei” 91
a) Die Vereinigten Staaten: langfristige Konvergenzen trotz kurzfristiger Konfliktvielfalt? 92
Die Roosevelt-Administration und das “Freie Frankreich” 92
Konflikte und Mißperzeptionen 94
Kriegswahrnehmungen und Nachkriegsfolgen 95
b) Großbritannien: gemeinsame Abhängigkeiten und getrennte Strategien? 97
Churchill als französischer Mentor 97
Kriegswahrnehmungen und Nachkriegsfolgen 99
c) Die Sowjetunion: prinzipielle Divergenzen trotz relativer Konfliktarmut? 101
Moskau in der französischen Außen- und Innenpolitik 102
Frühes “freifranzösisches” Mißtrauen 103
Kein Geschäft mit Stalin 105
Kriegswahrnehmungen und Nachkriegsfolgen 106
Zwischenbilanz: außenpolitische Grundlagen und Deutschland 107
d) Bilanz politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aspekte Frankreichs 1940–1950 109
Probleme und Mittel 109
Politik und Gesellschaft 110
Innen- und Außenpolitik 110
Blitzableiter und Instrumentalisierung 111
Präjudizien 111
II. Deutschlandpolitische Institutionen und Akteure in Paris 1944–1950 112
1. Offizielle interministerielle Gremien: Komplexe Strukturen, vielfältige Aufgaben und begrenzte Mittel? 112
a) Von London und Algier zur Pariser Mission militaire: langfristige Wirkungen kurzfristiger Improvisationen? 113
Deutschlandgremien im äußeren Widerstand 114
Vom Bureau d’études zur Mission militaire 115
Vorentscheidungen organisationsstruktureller Unzulänglichkeiten 116
b) Die interministeriellen Deutschlandkomitees: inhaltliche Relevanz und technisches Versagen? 119
Das Comité interministériel 119
Das Comité économique interministériel 120
Generalsekretariat und technisch-administrative Defizite 121
c) Das Generalkommissariat für Deutschlandangelegenheiten: “Machtkampf” zwischen Hôtel de la Présidence und Quai d’Orsay? 125
Das Commissariat général 125
Qualität und Stabilität des Mitarbeiterstabes 126
Anbindung an den Quai d’Orsay 128
d) Die Persistenz von Strukturdefiziten: zu viele Reformen und zu wenige Verbesserungen? 130
Reorganisationsbemühungen 130
Fortwährende Kommunikations- und Koordinierungsprobleme 133
Zwischenbilanz: offizielle interministerielle Gremien 134
2. Offiziöse innerministerielle Gremien und Sitzungen: konsensfördernde Gegengewichte administrativer Reibungsverluste? 136
a) Das Außenministerium: deutschlandpolitische Zuständigkeiten auf vielen Schultern 136
Die politische und wirtschaftliche Abteilung 137
Deutschlandkommissionen 138
Zusammenkünfte und ad hoc-Organe 139
b) Das Wirtschafts- und Finanzministerium: durchsichtige Zuordnung deutschlandpolitischer Kompetenzen 141
Deutschlandorgane im Wirtschaftsministerium 142
Deutschlandorgane im Finanzministerium 143
c) Das Produktionsministerium: allseitiges Interesse an deutschlandpolitischer Mitsprache 146
Generalsekretariat 146
Deutschlandorgane 147
d) Deutschlandabteilungen anderer Ministerien und Behörden: sachpolitische Rückschlüsse administrativer Defizite? 149
Armee- und Verteidigungsministerien 149
Erziehungsministerium 150
Landwirtschafts-, Bevölkerungs- und Wiederaufbauministerium 150
Zwischenbilanz: offiziöse innerministerielle Gremien und Sitzungen 151
3. Institutionen und Akteure im Spannungsfeld von Kohärenz und Inkohärenz französischer Deutschlandpolitik 152
a) Personelle Stabilität und Karriereperspektiven der Beamten: Deutschlandpolitik als Sprungbrett? 153
Personalstabilität 154
Altersstruktur von Deutschlandakteuren 155
Karriereorientierung 156
Deutschlandpolitische Relevanz biographischer Faktoren 157
b) Deutschlanddirektiven trotz Institutionenchaos: wer wußte was in Paris? 159
Pariser “Richtlinienfähigkeit” 159
Geschichte der frühen Pariser Rahmenrichtlinien 161
Verbreitungs- statt Erteilungsproblem 164
c) Deutschlandpolitische Konfliktstrukturen zwischen und in den Ministerien: Kontroversen ohne Schattenpolitiken? 164
Erklärungsmuster für Deutschlandkonflikte 165
Kontroversen mit begrenzten Folgen 166
Zwischenbilanz: Kohärenz- und Inkohärenzelemente 168
d) Bilanz deutschlandpolitischer Institutionen und Akteure in Paris 1944–1950 168
Defizite und Gegengewichte 168
Faktor “Zeit” 169
Welche Deutschlandpolitik betreibt ein Gaullist? 170
III. Frankreichprioritäten der Deutschlandakteure 1942–1950: Grandeur durch ökonomische und moralische Wiederaufrichtung 172
1. De Gaulle und Frankreich: auf welchen Wegen zu Rang und Größe, Ordnung und Stabilität? 172
a) Gaullismus, de Gaulle und die Franzosen: Held der Nation oder Politik als Beruf? 173
Kriegs- und Regierungsgaullismus 173
Held und Politiker, Held oder Politiker? 175
Bedarf einhelliger öffentlicher Unterstützung 176
b) Rang und Größe durch ökonomische Wiederaufrichtung der Nation? 178
Wirtschaft und nationale Größe 178
De Gaullesche Wirtschaftsexperten 179
Wirtschaftsperzeption bei der Befreiung 180
c) Ordnung und Stabilität durch moralische Wiederaufrichtung der Nation? 182
Retter nationaler Moral und Ehre 182
Drei Aspekte moralischer Wiederaufrichtung 183
“Vergangenheitsklitterung” 183
Kompensationen und Zumutbarkeiten: der Konflikt Pleven-Mendès France 185
Großmachtrhetorik 188
Spannungsfeld ökonomischer und moralischer Wiederaufrichtung 189
d) Frankreichprioritäten und Deutschlandprämissen: offizielle Kongruenz und inoffizielles Widerspruchspotential? 190
Deutschlandkonvergenzen durch Frankreichprämissen? 190
Kontinuitäten eines ambivalenten Deutschlandbildes 191
Deutschlanddivergenz durch Frankreichprämissen 193
Zwischenbilanz: de Gaulle, Frankreich und Deutschland 194
2. Wirtschaftlicher Wiederaufrichtungs- und Modernisierungskonsens: ein neuer nationaler Mythos? 195
a) Grandeur durch Modernisierung: konkreter Ausdruck subjektiver Erfahrungen? 195
Generalisierter Modernisierungsdiskurs 195
Modernisierung als Schlüsselbegriff der Epoche 198
b) Frankreich am Scheideweg: Modernisierung aus eigener Kraft oder Dekadenz aus freien Stücken? 198
Modernisierung statt Dekadenz 199
Primat nationaler Anstrengungen 200
Kredit- und Reparationsbeihilfen 201
c) Frankreich und der Welthandel: äußerer Konkurrenzdruck als innerer Modernisierungsanstoß? 203
Dirigismus und Liberalismus 203
Mittelfristige Chancen und kurzfristige Schranken 203
Bretton Woods 206
d) Frankreich und amerikanische Finanzspritzen: rasche oder gebremste Modernisierung? 207
Konsens über Kredite als Katalysator 208
Alternativlosigkeit 209
Zwischenbilanz: wirtschaftlicher Wiederaufrichtungs- und Modernisierungskonsens 210
3. Moralischer Wiederaufrichtungskonsens: Primat der Innenpolitik? 211
a) Selbstvertrauen und Verantwortungsgefühl der Franzosen: gesellschaftliche Stabilisierung zu innerem wie äußerem Nutzen? 211
Gewicht moralischer Wiederaufrichtungsprämissen 212
Alte Traumata, neue Moral 214
b) Materielle Kompensationsmechanismen: Modernisierung trotz oder wegen moralischer Wiederaufrichtung? 215
Wechselwirkungen moralischer und ökonomischer Wiederaufrichtung 215
Breite Mehrheiten für Kompensationen 216
Kompensationspolitik und kommunistische Hegemonie 218
c) Bilanz frankreichpolitischer Prioritäten deutschlandpolitischer Akteure 1942–1950 219
Einvernehmen über ein Primat der Innenpolitik 219
Moralische Wiederaufrichtung und Deutschlandpolitik 221
Wirtschaftliche Wiederaufrichtung und Deutschlandpolitik 221
d) Resümee und Ausblick: von den Rahmenbedingungen zur “doppelten Deutschlandpolitik” 222
Innen- und Außenpolitik 223
Institutionen und Personen 223
Frankreichprioritäten 224
Aussichten 224
B. “Doppelte Deutschlandpolitik” 226
I. Deutschlandpolitische Konzeptionen im Entscheidungsprozeß 1942–1950: die “doppelte Deutschlandpolitik” 226
1. Kriegskonzeptionen in London und Algier: Frankreich und Deutschland im Nachkriegseuropa 227
a) Imponderabilien der Exilplanung: konzeptionelle Flexibilität als kategorischer Imperativ? 228
Begrenzte Planungskapazitäten 228
Fragen statt Antworten, Begriffsverwirrung statt -klärung 230
Unkenntnis alliierter Deutschlandziele 231
b) Französische Sicherheit durch ökonomische Hegemonie: konstruktive Ansätze nur durch ein starkes Frankreich? 233
“Reparationsdoping” zur Verbesserung der Startposition 233
Konzept der “integrativen relativen Dominanz” 236
Vorbedingung eines regenerierten Frankreich 238
c) Perzeption und Rolle der Deutschen in Europa: welches Deutschland soll es sein? 239
Unmißverständliche Rheinlandabtrennung? 240
Unmißverständliche Saarannexion? 242
Unmißverständliche Revanchepolitik? 243
d) Kontinuitäten von Algier nach Paris: Bewußtsein eigener Schwäche und Maximalpositionen als Ausweg? 245
Optionsvielfalt wegen Schwächebewußtsein 246
Interpretationsfaktoren 248
Zwischenbilanz: “Freies Frankreich”, Großbritannien und Morgenthau 249
2. Konzeptionen der außenpolitischen Protagonisten: schwarz-weiße Bilder und graue Realitäten? 252
a) Charles de Gaulle: utopische Rhetorik und versteckter Realismus? 253
Mythos und Realität 253
Rhetorische Luftschlösser 254
Unpräzise Territorialplanungen 257
Fragwürdige “Zerstückelungskonzeptionen” 260
Durchsetzungschancen von Maximalpositionen 263
Realziele auf “Umwegen” 264
Zwischenbilanz 265
b) Georges Bidault: Maximalpositionen und Realziele? 266
Mythos und Realität 266
Außenpolitische Analogien zwischen Bidault und de Gaulle 267
Realziele 270
Durchsetzungschancen von Maximalpositionen 273
Inaugurierung profitabler Verhandlungsmuster 275
Verhandlungstaktik: von de Gaulles “Nein, danke” zu Bidaults “Ja, aber” 277
Kontinuität amerikanisch-französischer Verhandlungselemente 279
Zwischenbilanz 281
c) Robert Schuman: nationalstaatliche Motive – deutschland- und europapolitische Initiative? 282
Mythos und Realität 282
Zwischen Paris und Metz 283
Deutschlandpositionen 286
Analogien zwischen Schuman und Bidault 288
Beständigkeit verhandlungstaktischer Ansätze 291
Schumanplan als nationalpolitischer Problemlösungsversuch 295
Zwischenbilanz 296
d) Jean Monnet: französische Interessen, europäischer Pragmatismus und atlantische Bindungen? 297
Mythos und Realität 297
Monnet und die “Großen Drei”: de Gaulle, Bidault und Schuman 299
Wechselwirkungen von Innen- und Außenpolitik 302
Durchsetzungschancen von Maximalpositionen 305
Gleichsetzung von Deutschland- und Ruhrpolitik 307
Verhandlungstaktik von Obstinenz zu Indulgenz 311
Mit Krediten und Kohle auf dem Weg nach Europa? 314
Zwischenbilanz 315
3. Die Verwaltungsspitzen im Quai d’Orsay: Konzeptionen zwischen realistischen Grundhaltungen und maximalistischen Forderungen 316
a) Hervé Alphand und die Wirtschaftsabteilung: frühe Einsichten in Zwänge und Chancen französischer Deutschlandpolitik? 317
Zweckmäßigkeit und Durchsetzungschancen von Maximalpositionen 318
Realziele: Ruhr, Saar und Reparationen 321
Diplomatische Verhandlungstaktik 326
b) Die politische und die Europaabteilung: bewußte Flexibilität und unbewußte Kontinuität? 329
Chancenlose Abtrennungsthesen 330
Dezentralisierungsansätze 332
Wirtschaftseinheit, Reparationen und strukturelle Verflechtungen 334
Verhandlungskalkül 336
Realziele 1945/46 und 1948/49 341
c) Das Generalsekretariat und die Botschafter bei den “Großen Drei”: Deutschlandpolitik oder Verhandlungstaktik? 342
Jean Chauvel 342
Die Botschafter in Moskau und Washington 347
René Massigli 349
Sonstige Quai d’Orsay-Akteure 353
Zwischenbilanz: die Verwaltungsspitzen 357
d) Exkurs: der französische Generalstab 360
Determinanten der Deutschlandplanungen 360
Ziele – Mittel 360
Einflußrückgang 364
4. Die technischen Ministerien: Konzeptionen im Finanz-, Wirtschafts- und Produktionsressort 365
a) Das finanz- und wirtschaftspolitische Führungspersonal: die Dominanz des Kohleproblems und der Ruhrfrage 366
Pierre Mendès France: “Stahlträume” 366
René Pleven: Kohle und Arbeitskraft 368
André Philip: die Ruhr 370
René Mayer: Rhein, Ruhr, Europa und Atlantik 373
Die Minister und Deutschland 378
b) Die Spitzenbeamten im Finanz- und Wirtschaftsministerium: Deutschland und Besatzung zwischen Benutzung und Belastung 379
Allgemeine Deutschlandziele 379
Frühplanungen: Dilemmata 380
Innen- und Außenpolitik 383
Besatzungszone als Devisenfaß ohne Boden 384
c) Das Produktionsministerium: begrenzter interner Realitätssinn und erhebliche äußere Zwänge? 387
Robert Lacoste 388
Lehren aus der deutschen Besatzung in Frankreich? 390
Reparationen in Theorie und Praxis 393
Zwischenbilanz: die technischen Ressorts 397
d) Bilanz konzeptioneller Ansätze 1942–1950: von der “doppelten Deutschlandpolitik” zu den ambivalenten Deutschlanddirektiven 400
Relative Kontinuität und Homogenität 400
Konstruktivität und Destruktivität 401
Frühe Weichenstellungen und späte Akzentverschiebungen 402
Durchsetzungschancen von Maximalpositionen 403
Verhandlungstaktik und “doppelte Deutschlandpolitik” 404
II. Deutschlandpolitische Instruktionen im Entscheidungsprozeß 1945–1950: die allgegenwärtige Ambivalenz 405
1. Die Rahmenrichtlinien des Comité interministériel 1945/46: eine offene, originelle und ambivalente Sicherheitsstrategie 405
a) “Anti-Reich”-Direktiven: “Entpreußung” als konsequente politische Dezentralisierung Deutschlands und der Besatzungszone 406
Erste Rahmenrichtlinien 406
Anti-Reich-Konsens und politische Praxis 407
Rhein-Ruhr-Saar 408
Dezentralisierung 409
b) Ökonomische Direktiven: Wirtschaftseinheit Deutschlands und dauerhafte Überlegenheit Frankreichs 411
Erste Wirtschaftsanweisungen: Deutschland und Frankreich 411
Behandlung Deutschlands als wirtschaftliche Einheit 412
Ungelöste Dilemmata 414
Berliner Kontrollratsbeschluß und modifizierte Wirtschaftsdirektiven 416
Rekonstruktionspriorität für Frankreich 418
c) Kulturelle Direktiven: “Entpreußung” als sicherheitspolitische Demokratisierungs- und Kooperationsmaxime 420
Informationspolitik 420
Umerziehungs- und Bildungspolitik 421
Kulturelle Sicherheitspolitik 422
d) Politisch-administrative und “internationale” Direktiven: Besatzer und Besetzte zwischen Vierer- und Dreierzusammenarbeit 423
Zusammenarbeit mit deutschen Kräften 424
Parteien, Gewerkschaften und Dezentralisierungspolitik 425
Zentrale Ernährungsfrage 426
Interalliierte “Einheitsfront” 428
Zwischenbilanz: Comité interministériel 430
2. Die “indirekten” Richtlinien de Gaulles vom Frühherbst 1945: Chance und Signal für neue Akzente beim Nachbarn im Osten? 433
a) “Gaullomanie”, Unsicherheiten und Unzufriedenheiten des Besatzungspersonals: Nährboden “indirekter Direktiven” 434
Prestige de Gaulles 434
Materielle und mentale Situation 435
Politik-Ungewißheit 436
b) De Gaullesche Reden und öffentliche Reaktionen: faktische Mehrdeutigkeit und wahrgenommene Eindeutigkeit 437
Realität und Wahrnehmung 438
Deutsche Reaktionen: Hoffnungsschimmer 439
Französische Reaktionen: Hysterie 440
Versuchsballon? 443
c) Rhetorik als Richtlinien: deutschland- und besatzungspolitische Relevanz “indirekter Direktiven” 443
Wahrnehmungen in Baden-Baden und Paris 444
Legitimationsgrundlagen 447
d) Die “indirekten Direktiven” als Ausdruck und Zeichen deutschland- und besatzungspolitischer Schwerpunktverlagerungen? 448
Zonales Klima 448
Akzentverschiebung als konkretes Ziel oder als Vision? 449
Zwischenbilanz: “indirekte” De-Gaulle-Richtlinien 450
3. Die Deutschlandrichtlinien der Jahre 1946–1950: relative Dominanz von Kontinuitätslinien in Politik, Wirtschaft und Kultur 451
a) Deutschlanddirektiven 1946/47: Kontinuitäten und Akzentverschiebungen 452
Umwertung des Dezentralisierungsbegriffs 452
Wirtschaftliche Akzentuierungen 455
Materialisierung von Trendwenden 457
b) Deutschlanddirektiven 1947/50: Kontinuitäten und Rückzüge auf Realziele 459
Trendwende oder Kontinuität, Trendwende und Kontinuität? 460
Weitreichende politische Dezentralisierung 461
Wirtschaftliche Suprematie und Ruhrlösungsprimat 462
Kultur- und Demokratisierungsziele 464
“Bloc occidental” und “non-alignement” 465
c) Direktiven zwischen inneren Zwängen und äußerer Nutzung: die Inszenierung der Macht des Schwachen 466
Politik und Taktik in Geheimdirektiven 466
Potentielle Argumentationselemente 467
Fusionsfrage und Weststaatsgründung 469
Zwischenbilanz: Direktiven 1946/50 471
d) Bilanz der Instruktionen 1945–1950: von der “doppelten Deutschlandpolitik” über die ambivalenten Direktiven zur “Besatzungspolitik des sowohl als auch” 473
Konzeptionen und Instruktionen: Konvergenzen und Divergenzen 473
Interpretatorisches Gewicht konstruktiver Direktiven im Entscheidungsprozeß 475
Relevanz der Comité interministériel-Anweisungen 475
Innen- und Außenpolitik 476
III. Deutschland- und besatzungspolitische Realisationen 1945–1950: die “Politik des sowohl als auch” 477
1. Zonale Hintergründe für Wahrnehmung und Umsetzung Pariser Instruktionen: Strukturdefizite und Konfliktmechanismen 477
a) Das Verwaltungschaos in einer “verkorksten” Zone: von der improvisierten Organisation zur verschleppten Reorganisation 478
Die Zone 478
Verwaltungsstruktur 479
Engpässe 482
Reformvorhaben 484
b) Général Koenig und sein politischer Berater: ambivalente praktische Wirkungen eher destruktiver Grundhaltungen? 487
Relevanz Pariser Richtlinien 487
Koenigsche Deutschland- und Sicherheitsprämissen 488
Abtrennung linksrheinischer Territorien 489
Politische Struktur eines künftigen westdeutschen Staatswesens 492
Länderkonsolidierung und “Magenfrage” 494
Länderkonsolidierung und Zonenabschottung 494
Bewußtsein widersprüchlicher Besatzungsziele 496
c) Generalverwalter Laffon und die Militärregierung: ambivalente praktische Wirkungen eher konstruktiver Grundhaltungen? 498
Laffonsche Deutschland- und Sicherheitsprämissen 499
Opposition gegen einen Rheinstaat 500
Zonale Verwaltungsstrukturen 501
Französische Präferenzpolitik und zonales Handelsbilanzdefizit 503
Die Besatzungszone und die Saar, Laffon und Grandval 504
Theorie und Praxis, Anspruch und Wirklichkeit, Realisation und Perzeption 509
d) Konfliktmuster: Koenig und Laffon, Paris und Baden-Baden 511
Institutionelle Konfliktherde 512
Konzeptionelle Konfliktherde 513
Aussagekraft parteipolitischer Etikette: Gaullist vs. Sozialist? 514
Zwischenbilanz: zonale Hintergründe 515
2. Besatzungsrealisationen zwischen hexagonalen, zonalen und internationalen Zwängen: sowohl Destruktivität als auch Konstruktivität 518
a) Kontrollratspolitik: prinzipielle Kooperationsbereitschaft im Spannungsfeld politischer und ökonomischer Einheit Deutschlands 518
Diskussions- und Entscheidungsvorbehalt 519
Verspätete Präzisierung alliierter Büros 520
Großbritannien, die Sowjetunion und deutsche Zentralverwaltungsstellen 523
Pure Obstruktion? 528
b) Aspekte praktischer Dezentralisierung: zonale Zentralisierungstendenzen und südwestdeutsche Länderkonsolidierung 528
Zonale Zentralisierungstendenzen 530
Länder- und zonenübergreifende Parteienkontakte 531
Rheinland-Pfalz 533
Die Saar 534
Südbaden und Württemberg-Hohenzollern 535
Sowohl als auch: Zonenzentralismus und Dezentralisierung 537
c) Aspekte französischer Wirtschaftspolitik: ökonomische Suprematie zwischen Nutzung und Rekonstruktion 538
Nutzung der Zone 539
Nutzen der Zone 543
Ausbeutungskolonie? 544
Sowohl als auch: Nutzungs- und Rekonstruktionspolitik 547
d) Aspekte französischer Demokratisierungs- und Kulturpolitik: Neuordnungsansätze zwischen Kreativität und Sendungsbewußtsein 548
Demokratisierungspotential 549
Medien-, Bildungs- und Kulturpolitik im engeren Sinne 551
Sowohl als auch: Demokratisierung und “Missionarisierung” 553
Finanzierung 555
Kultur zwischen Paris und Baden-Baden 556
Zwischenbilanz: besatzungspolitische Realisationen 557
3. Besatzungspolitik und Besatzungsperzeption: mehrdeutige Ergebnisse der Franzosen und eindeutige Erinnerung der Deutschen 559
a) Deutsche Wahrnehmung französischer Besatzung vor und nach Kriegsende: vom “Vertrauensrückstand” zur “Glaubwürdigkeitslücke” 560
“Vertrauensrückstand” vor Besatzungsbeginn: Erinnerung und NS-Propaganda 560
Wissen um NS-Besatzung in Frankreich 561
Amerikanische “Schauermärchen” 562
“Besatzungsmacht zweiter Ordnung” 563
Legenden-Bestätigung und Extremfall-Verallgemeinerung: Exzesse, Exzeßvorsorge und -nachspiele 564
Und wieder die “schwarze Schmach”? 565
Faktorenbündel “Glaubwürdigkeitslücke”: Demontage und Hunger, Siegergehabe und Mittellosigkeit, “doppelte Deutschland-”, ambivalente Besatzungs- und problembeladene Innenpolitik 566
b) Französische Wahrnehmungen deutscher Öffentlichkeit nach Kriegsende: vom Unverständnis zur Desillusionierung 568
Stereotype Voreinschätzungen der Soldaten 568
Die materielle Ebene: vom Schock zur überzogenen Kritik 569
Die politische Ebene: vom Selbstvertrauen zur Überheblichkeit 572
Zwischenbilanz: Teufelskreis von Besatzungspolitik und -perzeption 573
c) Bilanz französischer Realisationen 1945–1950: Resultate und Wahrnehmungen einer “Besatzungspolitik des sowohl als auch” 576
Nuancierungen und Relativierungen 576
Anbindung Paris – Baden-Baden 577
“Kontinuität der Ambivalenz” 578
Umsetzung der Sicherheitstrias 579
Französische Innen- und Besatzungspolitik 580
d) Resümee und Ausblick: von der “doppelten Deutschlandpolitik” zu den innen- und außenpolitischen Erklärungsmustern 580
Konzeptionen 580
Instruktionen 582
Realisationen 584
Aussichten 585
C. Erklärungsmuster 586
I. Hexagonale Aspekte “doppelter Deutschlandpolitik”: Druckpotentiale und Verschleierungszwänge 1944–1950 586
1. Deutschlandpolitisches Gewicht öffentlicher und veröffentlichter Meinung: das Schreckgespenst hexagonaler Germanophobie 587
a) Das Konzept der öffentlichen Meinung: Grenzen und Möglichkeiten 588
Öffentliche Meinung und außenpolitischer Entscheidungsprozeß 589
b) Die globale öffentliche Meinung: Krisenkompensations- und Mobilisierungsthema “Deutschland” 591
Die IFOP-Umfragen 591
Die Präfektenberichte 594
Krisenkompensation und Restaurationstrauma 595
Deutschland als öffentliches Mobilisierungsthema 596
Druckpotential 599
Kontinuität trotz Wandel 600
Öffentliche und veröffentlichte Meinung 601
c) Die veröffentlichte Meinung: verselbständigte Sprachhülsen und deutschlandpolitische Selbstverständlichkeiten 601
Rezeptionsdilemmata zwischen Informations- und Sensationspresse 602
Anti-Reich-Konsens 604
Wirtschaftssuprematie 609
Kontinuitätslinien 610
Öffentlichkeit und Deutschlandpolitik 611
d) Französische Öffentlichkeit und Pariser Deutschlandakteure: Druckpotentiale und Druckperzeptionen 612
Druckpotential 613
Druckperzeption 614
Zwischenbilanz: 1918 und 1944 616
2. Immanente Deutschlandzwänge des (partei-)politischen Systems: vom Kitt des Tripartismus zur Bedrohung der Dritten Kraft 617
a) Der koalitions-, sach- und wahlpolitische Druck kommunistischer Hegemonie im Tripartismus: Revanchepolitik als kleinster gemeinsamer Nenner mit größtem elektoralem Nutzen? 617
Fortwährender Koalitionsdruck 618
Sachpolitischer Anpassungsdruck 620
Ein Übergangsregime als permanente Wahlkampfarena 622
Wahlkampfobsessionen 623
Deutschland im Wahlkampf 624
b) Volksrepublikaner, Sozialisten und die “Gouin-Affäre”: das Bidaultsche Paradigma “doppelter Deutschlandpolitik” 626
“Front commun MRP-PCF” versus SFIO? 627
Die Gouin-Affäre 631
Bidaults “doppelte Deutschlandpolitik” 635
c) Die Wahrnehmung der “Ersten” und “Zweiten” durch die “Dritte Kraft”: Deutschland und die gaullistisch-kommunistische Zange 637
Vom Tripartismus zur Dritten Kraft 638
Perzeption deutschlandpolitischer RPF- und PCF-Gefahren 640
Kommunistisches Druckpotential im Diskurs des Quai d’Orsay 642
d) Der Druck der Deputierten: die Parlamentsausschüsse und die Deutschlandpolitik 643
Die außenpolitische Kommission 644
Die Enquêtekommission für die Besatzungszone 649
Die technischen Kommissionen 653
Zwischenbilanz: innenpolitische Erklärungsmuster 1944–1950 656
II. Internationale Aspekte “doppelter Deutschlandpolitik”: Nutzungschancen gegenüber den Westalliierten 1945–1950 657
1. Frankreich, die Vereinigten Staaten und die deutsche Frage: relative “Macht des Schwachen” und relative “Schwäche des Mächtigen”? 659
a) Wechselseitige Interessenlagen: Pariser Erfahrung profitabler Verhandlungsmechanismen 659
Französische und amerikanische Interessen 660
Perzeption profitabler Verhandlungsmuster 661
Nachweis begrenzter amerikanischer Druckmittel 663
b) Wechselseitige Abhängigkeitsstrukturen: das Blum-Byrnes-Abkommen als Paradigma respektiver Kompromißzwänge 665
Vom passiven Erleiden zum aktiven Einwirken 666
Amerikanisch-französische Verhandlungsstrukturen 667
Paradigma kurz- und langfristiger Abhängigkeiten 669
c) Wechselseitige Wahrnehmungen: Kontinuität amerikanisch-französischer Verhandlungselemente 672
Amerikanische Furcht vor Kommunisten und Chaos 673
Französisches Kalkül zwischen Hinhalten und Drohen 674
Amerikanische Reaktion zwischen Zuckerbrot und Peitsche 675
Französisches Selbstbewußtsein 676
d) Wechselseitige Zugeständnisse nach amerikanischem Alleingang: deutschlandpolitische Pokerspiele 677
Modell “Echternach”: Vorstoß, Protest und Einlenken 677
Rückzugsgefechte als Verhandlungskalkül 680
US-Phasen kontinentaleuropäischer Gewichtung 681
2. Frankreich und die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Europa: “doppelte Deutschlandpolitik” als Rezept relativer Erfolge? 683
a) Der finanzwirtschaftliche Erfolg: der “Trizonesien-Trumpf” und der Marshallplan 684
“Trizonesien-Trumpf” 684
Keine Rekonstruktion in Deutschland ohne Frankreich 686
Frankreich als kontinentaleuropäische n°1 688
Erfolgsaussichten ohne Trumpf? 690
b) Der sicherheitspolitische Erfolg: der “Trizonesien-Trumpf” und der Nordatlantikpakt 690
Anglo-französische Vorstöße und amerikanische Dilemmata 691
Londoner Empfehlungen und Vandenberg-Resolution 692
Besatzungsstatut, Nordatlantikpakt und Ruhrstatut 694
Erfolgsaussichten ohne Trumpf? 697
c) Frankreich, Großbritannien und die Chancenlosigkeit engerer Deutschlandkooperation: das Dünkircher Beispiel 699
Insulare und hexagonale Deutschlandzwänge 699
Der lange Weg nach Dünkirchen 703
d) Von Dünkirchen zum Schumanplan: Überlegungen zu britischen und französischen Europa-Optionen 707
Dünkirchen und “doppelte Deutschlandpolitik” 707
Frankreich, Großbritannien und Europa 708
Europäische Integration und nationale Interessen 709
Zwischenbilanz: hexagonale und internationale Erklärungsmuster 1944–1950 712
Schlußbetrachtung 714
Rahmenbedingungen 1940–1950: Politik und Gesellschaft, Moral und Modernisierung 714
“Doppelte Deutschlandpolitik” 1944–1950: Internationalisierung, Dezentralisierung, “Suprematisierung”, Demokratisierung 716
Erklärungsmuster 1944–1950: Innen-, Außen- und “doppelte Deutschlandpolitik” 721
Historiographische Verortung: Brückenschlag 723
Historische Verortung: deutsch-französische Nachkriegsbeziehungen 724
Quellen- und Literaturverzeichnis 727
Archive 727
Gedruckte Quellen 733
Periodika 735
Reden, Memoiren, Tagebücher – Zeitgenössische Studien und Essays 1944–1950 736
Literatur 745
Personenregister 783