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Wirtschaftspolitisches Umdenken in der globalen Welt

Köhler, Claus

Volkswirtschaftliche Schriften, Vol. 570

(2019)

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Claus Köhler war im Kreditgeschäft tätig. Er war Mitglied des Vorstandes einer deutschen Finanzierungsgesellschaft und in Personalunion Mitglied des Verwaltungsrats einer Schweizer Finanzholding. Nach seiner Habilitation übernahm er einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hannover und war Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Es folgte eine Tätigkeit als Mitglied des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank. Danach war er Vorsitzender des Finanzausschusses im Verwaltungsrat der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für Vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. Schließlich war er Mitglied eines Board of Directors zweier Investmentfonds in New York sowie Mitglied eines Advisory Panels der Zentralbank des Sultanats Oman. Claus Köhler worked in the credit business. He was member of the executive board of a German financing company and (in personal union) member of the governing board of a Swiss financial holding. He held the chair for national economy at the University of Hannover from 1966 until 1974. Finally, he was member of the board of directors of two Investmentfonds in New York as well as member of an advisory panel of Oman’s central bank.

Abstract

Auf drei wirtschaftspolitischen Gebieten bedarf es eines Umdenkens: Erstens, die Wirtschaftspolitik sollte neben dem Ziel Preisstabilität auch das Ziel Vollbeschäftigung quantitativ definieren und anstreben. Die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern ist Ursache von Armut, Hunger und Migration. Menschen müssen in ihren eigenen Ländern Chancen erhalten, ihr Leben zu gestalten. Die Ziele Vollbeschäftigung und Preisstabilität müssten, so wie heute schon in den USA, von den Zentralbanken wahrgenommen werden. Zweitens, die globale Wirtschaft mit Devisen zu versorgen, sollte nicht mehr einer nationalen Währung wie heute dem US-Dollar obliegen, sondern einer internationalen Organisation, die die Weltwirtschaft mit einer internationalen Währung versorgt. Drittens, Schwankungen der Wechselkurse sollten begrenzt werden. Hierzu könnten wichtige Volkswirtschaften ihre Wechselkurse auf dem Pfad der Kaufkraftparitäten halten. Die Devisenkursarbitrage würde dann über den Markt für mehr Wechselkursstabilität sorgen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 11
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 13
Abbildung 1: Wirtschaft ohne Fehlentwicklungen 17
Abbildung 2: Wirtschaft mit Fehlentwicklungen\r 20
Abbildung 3: Das Preisstabilitätsziel und die Preissteigerungsraten (EWU)/The price stability objective and the inflation rates (EMU) 21
Abbildung 4: Arbeitslosenquoten/Unemployment rates 24
Abbildung 5: Veränderungen der Konsumgüterpreise/Changes of consumer prices 29
Abbildung 6: Technik und Wirtschaft – eine historische Dimension 31
Abbildung 7: Integrationsräume 35
Abbildung 8: Leitzinsen und Tagesgeld in der EWU/Prime rates and overnight deposits in EMU 48
Abbildung 9: Die Zinsstruktur am Geldmarkt der EWU/The interest rate structure on the money market of the EMU 49
Abbildung 10: Liquiditätspolitik der Europäischen Zentralbank/Liquitity policy operations of the European Central Bank 60
Abbildung 11: Potentielles u. tatsächliches WtWachstum und Arbeitslosigkeit in der EWU/Potential and actual economic growth and unemployment in EMU 64
Abbildung 12: Arbeitslosenquoten in Abhängigkeit vom Tagesgeld 2001–2017 EWU/Unemployment rates depending on overnight deposits 2000–2017 EMU 65
Abbildung 13: Wirtschaftswachstum (BIPn) und Elastizitäten in der EWU/Economic growth (GDPn) and elasticities in EMU 67
Abbildung 14: Veränderungen des Welthandelsvolumen in %/Changes in world trade vulume % 73
Abbildung 15: Tatsächliche Wechselkurse des US-Dollar zum Euro/Actual exchange rates of the US-Dollar to Euro 83
Abbildung 16: Veränderungen der Währungsreserven der G20-Länder von 2008–2016 in %/Changes in foreign exchange reserves of the G20 countries from 2008–2016 in % 89
Abbildung 17: Tatsächliche und handelsneutrale Wechselkurse des EURO ab 1999/Actual and commercially neutral exchange rates of the EURO from 1999 98
Tabelle 1: Die Welthandelsrunden der Welthandelsorganisation WTO 33
Tabelle 2: Freihandelsbemühungen der USA 37
Tabelle 3: Freihandelsbemühungen Chinas 38
Tabelle 4: Leitzinsen (Tenderergebnisse) und Marktzinsen (Tagesgeld)in der EWU in % p. a. 57
Tabelle 5: Liquiditätsbedarf und -versorgung in der EWU 61
Tabelle 6: Länder die die IO tragen und gestalten 77
Tabelle 7: Devisenversorgung durch die USA 79
Tabelle 8: Devisenversorgung durch eine internationale Organisation 79
Tabelle 9: Zahlungsbilanz 93
Tabelle 10: Leistungsbilanzen 2017 (in Mrd. US-Dollar) 94
Tabelle 11: Das Arbitragegleichgewicht 96
A. Wirtschaftspolitik unterglobalen Bedingungen 15
I. Drei wichtige wirtschaftliche Ausgangsgrößen 15
1. Das Produktionspotenzial 15
2. Das reale Bruttoinlandsprodukt BIPr 16
3. Das nominale Bruttoinlandsprodukt BIPn 16
4. Eine Wirtschaft ohne Fehlentwicklungen 17
II. Fehlentwicklungen 17
1. Arbeitslosigkeit 17
2. Preisveränderungen 18
3. Eine Wirtschaft mit Fehlentwicklungen 20
III. Wirtschaftspolitische Ziele 22
1. Die Quantifizierung wirtschaftspolitischer Ziele 22
2. Das Ziel Vollbeschäftigung 22
3. Produktionslücke und Arbeitslosigkeit 25
4. Hunger, Armut und Migration 26
5. Das Ziel Preisstabilität 27
B. Freizügigkeit und Steuerung der wirtschaftspolitischen Ziele 30
I. Märkte erfordern wirtschaftliche Freizügigkeit 30
1. Drei Epochen, die landwirtschaftliche, die industriele und digitale 30
2. Die Welthandelsorganisation WTO 33
3. Integrationsräume statt vollständiger Freizügigkeit 35
4. Integrationsbemühungen der USA und Chinas 36
II. Vollbeschäftigung und Preisstabilität in der digitalen Epoche 40
1. Unvermeidliche Zielverschiebung 40
2. Steuerung beider Ziele durch die Zentralbanken 41
3. Unabhängigkeit der Zentralbanken 44
C. Die Monetäre Politik in der digitalen Epoche 46
I. Instrumente der monetären Politik 46
1. Zinspolitik und Liquiditätspolitik 46
2. Die Zinspolitik (Leitzinsen) 47
3. Die Liquiditätspolitik (Mindestreserven) 52
4. Die Liquiditätspolitik (Offenmarktgeschäfte) 53
5. Die Liquiditätspolitik (Sondermaßnahmen) 56
6. Die Liquiditätspolitik (Markteinflüsse) 58
7. Die Liquiditätspolitik der Europäischen Zentralbank 59
II. Strategische Überlegungen 62
1. Der Weg zu den Zielen 62
2. Der Weg zur Vollbeschäftigung 63
3. Der Weg zur Preisstabilität 66
D. Störungsfreie Abwicklung grenzüberschreitender ­Transaktionen 68
I. Voraussetzungen und tatsächlicher Ablauf 68
1. Bedingungen einer störungsfreien finanziellen Abwicklung 68
2. Die finanzielle Abwicklung in der landwirtschaftlichen Epoche 69
3. Die finanzielle Abwicklung in der industriellen Epoche 71
II. Die Devisenversorgung der Weltwirtschaft in der digitalen Epoche 74
1. Die finanzielle Abwicklung in der digitalen Epoche 74
2. Störungsfreie Informationsübertragungen im Zahlungsverkehr 80
E. Wechselkursveränderungen ohne ­Wettbewerbsverzerrungen 83
I. Wirkungen von Wechselkursänderungen 83
1. Wechselkursschwankungen und der Waren- und Dienstleistungsverkehr 83
2. Wechselkursschwankungen und der Kapitalverkehr 85
3. Zunehmende Bedeutung der Wechselkurse u. Wechselkursmanipulationen 87
II. Handelsneutralität und Kapitalverkehrsneutralität der Wechselkurse 91
1. Der Blick die G20 und des IWF auf die Wechselkurse 91
2. Das Saldenproblem in der globalen Welt 93
3. Mehr Stabilität der Wechselkurse – Handelsneutralität 95
4. Weniger Störungen – Kapitalverkehrsneutralität 98
Stichwortverzeichnis 100