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Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze als schulrechtliche Beurteilungskriterien

Hofmeyer, Wolfgang

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 530

(1988)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 16
Einleitung 23
Α. Die gerichtliche Uberprüfung schulischer Leistungsbeurteilung als Problem staatlicher Rechtsschutzgarantie 25
I. Bedeutung und Tragweite schulischer Leistungsbeurteilung 25
1. Das Leistungsprinzip in Schule und Gesellschaft 25
2. Allokations- und Selektionsfunktion der Schule auf der Basis von Schulleistungen 26
II. Der verfassungsrechtliche Grundsatz des lückenlosen Rechtsschutzes 28
1. Art. 19 Abs. 4 GG als Konkretisierung des Rechtsstaatsgebotes 28
2. Schulische Leistungsbeurteilung als Teil der „öffentlichen Gewalt 29
3. Schulische Leistungsbeurteilung als Eingriff in die „Rechte\" des Schülers und der Eltern 31
a) Grundrechte des Schülers 32
(1) Freie Berufs-, Arbeitsplatz- und Ausbildungsstättenwahl 32
(2) Freie und menschenwürdige Entfaltung der Persönlichkeit 35
(3) Allgemeiner Gleichheitsgrundsatz 36
b) Elternrecht 38
4. Zwischenergebnis: Der Grundsatz der vollständigen rechtlichen Überprüfung 40
ΙII. Die Durchbrechung des Grundsatzes der vollständigen rechtlichen Kontrolle bei schulischer Leistungsbeurteilung 41
1. Der Gegenstand der rechtlichen Kontrolle 41
2. Der Umfang der Überprüfbarkeit schulischer Leistungsbeurteilung 42
a) Formale Mängel als Nachprüfkriterien 42
b) „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" als materielles Nachprüfkriterium 42
3. Begründungen für die Einschränkung der gerichtlichen Kontrolldichte 43
a) Die Lehre vom Beurteilungsspielraum 43
b) Die Besonderheit pädagogisch-wissenschaftlicher Fachurteile als Rechtfertigungsversuch 47
4. Kritik an der Kontrollreduktion bei schulischer Leistungsbeurteilung 49
a) Beispiele zur justitiellen Vollkontrolle 49
b) Volle Überprüfbarkeit im Rahmen des Widerspruchverfahrens? 50
c) Kritische Stellungnahmen in der Literatur 53
(1) Die dem pädagogisch-wissenschaftlichen Beurteilungsspielraum immanente Kritik 53
(2) Ansätze zur Kontrollausweitung 55
d) Kritik am Kontrollkriterium „allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze 56
IV. Folgerungen für den Untersuchungsgegenstand 58
B. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" als Rechtsbegriff 62
I. Zur juristischen Funktion des unbestimmten Verweisungsbegriffs „allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze 62
II. Methodische Fragen zur Konkretisierung des unbestimmten Verweisungsbegriffs durch die Rechtsprechung 66
1. Juristische Begriffsbildung und Bindung an außer juristische Begriffe 66
2. Die Kompetenz der Rechtsprechung zur Deduktion bzw. Induktion 68
ΙII. Konkretisierung der Begriffskumulation „allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze 71
1. Definitionsmerkmale des Begriffsterms „Bewertungsgrundsätze 71
a) Ableitung aus der analytischen Struktur des Beurteilungsprozesses 71
b) Bewertung als rationaler Entscheidungsprozeß? 75
c) Bewertungsgrundsätze als Regeln des Handelns 76
2. Die besondere Bedeutung des Merkmals „allgemeine Anerkennung 77
a) Die Deutung in der älteren Rechtsprechung 78
b) Die praktische Übung der Lehrer als Kriterium 79
c) Die Relevanz der herrschenden Meinung 81
3. Teleologischer Interpretationsversuch und Lösungsansatz 82
a) Die Stufenfolge des Bundesverfassungsgerichts als Anhaltspunkt 82
b) Übertragung auf den Untersuchungsgegenstand 83
(1) „Allgemein anerkannte Regeln der pädagogischen Praxis\" als richterlicher Prüfmaßstab 83
(2) „Stand der pädagogischen Praxis\" als richterlicher Prüfmaßstab 84
(3) „Stand von Wissenschaft und Praxis\" als richterlicher Prüfmaßstab 85
c) Die Festlegung des richterlichen Prüfmaßstabs „Stand der pädagogischen Praxis\" als Ergebnis von Bewertungen und Abwägungen 85
IV. Ergebnis: Das Konkretisierungserfordernis des unbestimmten Rechtsbegriffs „allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze 87
C. Bestandsaufnahme „allgemein anerkannter Bewertungsgrundsätze\" in Gesetzgebung, Schulpraxis, Rechtsprechung und rechtswissenschaftlicher Literatur 91
I. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" in Gesetzgebung und Schulpraxis 91
1. Die Grundlagen der Leistungsbeurteilung als „allgemein anerkannter Bewertungsgrundsatz 91
2. Synoptischer Überblick über die in den Länderschulgesetzen kodifizierten Grundsätze zur Leistungsbeurteilung 93
3. Synoptischer Überblick über die Grundsätze zur Leistungsbeurteilung im niedersächsischen Schulrecht 94
4. Folgen für die Schulpraxis 95
5. Erste Ansätze einer Neuorientierung durch die sog. Normenbücher für die gymnasiale Oberstufe 96
a) Allgemeine Grundsätze zur Gestaltung von Leistungskontrollen 98
b) Grundsätze zur einheitlichen Durchführung der Leistungsbeurteilung 98
(1) Allgemeine Grundsätze zur Leistungsbewertung 98
(2) Bewertungsgrundsätze bei schriftlichen Prüfungen 99
aa) Grundsätze zur Aufgabenerstellung 99
bb) Vorausbeschreibung der erwarteten Schülerleistung 102
cc) Vorgabe von Korrektur- und Bewertungskriterien 103
(3) Bewertungsgrundsätze bei mündlichen Prüfungen 104
c) Kritische Stellungnahme 106
6. Zwischenergebnis: Konsequenzen aus der fehlenden Rechtssatzqualität und mangelnden Transparenz der Beurteilungskriterien 108
II. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" in Rechtsprechung und juristischem Schrifttum 110
1. Allgemeine Vorbemerkungen 110
2. Aus übergeordneten Prinzipien abgeleitete, übergreifende „allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze 112
3. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" im Vorfeld der eigentlichen No tengebung 115
a) Der Grundsatz der Notwendigkeit einer planmäßigen Unterrichtserteilung 116
b) Grundsätze zur Aufgabenerstellung 117
4. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" bei der Notenbildung 120
a) Grundsätze zur Korrektur und Bewertung 120
(1) Allgemeine Grundsätze 120
(2) Grundsätze zur Anwendung von Musterlösungen 124
(3) Relative versus absolute Notengebung 125
(4) Grundsätze für die Bewertung nach Punkten bzw. Prozenten 127
aa) Grundsätze zum Bewertungsvorgang 127
bb) Grundsätze bei der Bestimmung der Intervalle 128
cc) Grundsätze bei der Erstellung eines Übertragungsschlüssels 130
b) Grundsätze zur Festlegung der Bestehensgrenze 132
(1) Die besondere Bedeutung verfassungsrechtlicher Vorgaben 132
(2) Absolute Bestehensgrenze 133
(3) Relative Bestehensgrenze 134
(4) Ausgleichsmöglichkeiten 136
5. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" bezüglich der Besonderheiten bei mündlichen Leistungsüberprüfungen 137
6. Grundsätze zur End- bzw. Gesamtnotenfindung 140
a) Allgemeine Grundsätze 140
b) Grundsätze zu den Bewertungsgrundlagen 143
(1) Hinreichende Zahl bewerteter Einzelleistungen als Ausgangspunkt 143
(2) Verbot der Berücksichtigung fiktiver Leistungen 144
(3) Gewichtungsprobleme, insbesondere zum Verhältnis von schriftlichen und mündlichen Leistungen 146
c) Grundsätze zu Zweitkorrekturen und vorläufigen Bewertungen 147
d) Grundsätze bei arithmetischer Notengebung 148
(1) Die Möglichkeit einer rein mathematischen Gesamtnotenbildung 148
(2) Die Berücksichtigung anderer Aspekte bei der mathematischen Gesamtnotenbildung 150
7. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" bezüglich der Besonderheiten bei sog. Multiple-choice-Prüfungen 151
a) Besonderheiten des Verfahrens 151
b) Grundsätze zur Zuverlässigkeit einzelner Fragen bei 153
(1) mißverständlicher Aufgabenstellung 153
(2) umstrittenen Antwort alternativen 154
c) Grundsätze zur Zuverlässigkeit der Prüfungsergebnisse 157
d) Die Problematik der Übertragung des kontrollfreien Beurteilungsspielraumes auf Multiple-choice-Verfahren 159
8. Ergebnis: Fehlende Feststellung der allgemeinen Anerkennung 160
D. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" in der Pädagogischen Diagnostik 165
I. Vorüberlegungen zum Untersuchungsabschnitt 165
1. Die pädagogische Dimension der Leistungsbeurteilung 165
2. Zum vermeintlichen SpannungsVerhältnis zwischen Pädagogik und Recht im Bereich der Leistungsbeurteilung 167
3. Untersuchungsbedingte Konsequenzen 168
a) Verkürzung auf die Leistungsmeßdimension 168
b) Rekurs auf die Schulleistungsdiagnostik 170
II. Der Grundsatz der Differenzierung zwischen Leistungsmessung und Leistungsbewertung als Voraussetzung des Objektivierungsbemühens 172
ΙII. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" im Rahmen der Leistimgsmessung 173
1. Subjektive versus objektivierte Verfahren zur Leistungsmessung 173
2. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" und subjektive Verfahren 174
a) Der Lehrer als „Meßinstrument 174
(1) Allgemeine Gütekriterien des „Schätzurteilens 175
(2) Kritik am traditionellen Lehrerurteil 177
aa) Fehlende Eliminierung nicht-leistungsbezogener Elemente 177
bb) Mangelnde Vergleichbarkeit und fehlender prognostischer Aussagewert 179
(3) Rehabilitierung des Lehrerurteils durch jüngere Untersuchungsbefunde? 181
b) Ansätze zur Objektivierung des herkömmlichen Lehrerurteils 182
(1) Beurteilungsgrundsätze zur Überprüfung schriftlicher Leistungen 182
aa) Leistungsfeststellung durch Klassenarbeiten 182
bb) Besonderheiten bei der Aufsatzbeurteilung 185
(2) Beurteilungsgrundsätze zur Überprüfung mündlicher Prüfungsleistungen 187
(3) Grundsätze zur Beurteilung des LeistungsVerhaltens im Unterricht 189
c) Zwischenergebnis: Fehlende allgemeine Anerkennimg der Beurteilungskriterien 191
3. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" und objektivierte Verfahren 192
a) Curriculare Schulleistungstests als Meßinstrument 192
b) Grundsätze zur curricularen Voranalyse 193
(1) Lernzieldimensionierung 194
(2) Lernzieloperationalisierung 195
(3) Lernzielhierarchisierung 196
(4) Zur Kritik an der Lernzielpräzisierung 198
c) Der Grundsatz lernzielorientierter Leistungskontrollen 199
d) Anerkannte Regeln zur Konstruktion von Schulleistungstests 200
(1) Grundsätze zur Aufgabenerstellung und Bewertung einzelner Testaufgaben 201
(2) Grundsätze zur Erstellung des Testentwurfs 203
(3) Grundsätze zur Testanalyse 204
aa) Aufgabenanalyse 205
bb) Überprüfung meßmethodischer Gütekriterien 206
e) Zwischenergebnis: Objektivere Meßroh werte durch hohen Konstruktionsaufwand 209
f) Formelle Testverfahren als Ausweg? 210
(1) Bedingte Vorteilhaftigkeit 210
(2) Beachtung allgemeiner Einsatzregeln 211
IV. „Allgemein anerkannte Bewertungsgrundsätze\" im Rahmen der Leistungsbewertung 212
1. Die Ableitung von Bewertungsmaßstäben aus unterschiedlichen Bezugsnormen 212
2. Gruppenorientierter Bewertungsmaßstab 214
a) Die Durchschnittsleistung als Vergleichsmaßstab für die Leistungsbewertung 214
b) Die Problematik unterstellter Normalverteilung bei Schulleistungen 215
c) Maßstabsprobleme aufgrund der Normalverteilungsannahme 216
d) Exkurs: Zur Bevorzugung gruppenorientierter Testauswertung 217
e) Fehlende fachwissenschaftliche Rechtfertigung gruppenorientierter Bewertung 218
f) Rechtlicher Widerspruch gruppenorientierter Bewertung zur amtlichen Notendefinition 219
3. Kriteriumsorientierter Bewertungsmaßstab 221
a) Lernzielorientierter Standard als Vergleichsmaßstab 221
b) Probleme der Kriteriumsfestlegung 221
(1) Fehlende begriffliche Schärfe der amtlichen Notendefinition 221
(2) Fehlende fachwissenschaftliche Anerkennung einheitlicher Kriterien 222
(3) Lösung des Kriterienproblems in der Schulpraxis 224
c) Fachwissenschaftliche Modelle kriteriumsorientierter Testauswertimg 224
4. Zwischenergebnis: Das Erfordernis kriteriumsorientierter Bewertung 226
5. Grundsätze zur Gesamtnotenbildung 228
a) Vermeidung bewertungssystembedingter Fehler 228
(1) Die Besonderheiten der Ordinalskala als Fehlerquelle 228
(2) Eingeschränkte Zulässigkeit mathematischer Durchschnittsnotenbildung 230
b) Vorgabe von Gewichtungsfaktoren für einzelne Leistungskontrollarten 231
6. Aufgabe der Ziffernzensur als Ausweg? 232
V. Ergebnis 234
VI. Fehlende Systematik fachwissenschaftlich anerkannter Beurteilungskriterien als Defizitproblem der Pädagogischen Diagnostik? 237
E. Schlußfolgerungen aus dem Untersuchungsergebnis 240
Literaturverzeichnis 247
Anhang 275
Tabelle 1: Grundsätze zur Leistimgsbeurteilung in den Landesschulgesetzen 276
Tabelle 2: Grundsätze zur Leistungsbeurteilung im niedersächsischen Schulrecht 278
Übersicht: Systematisierungsversuch „allgemein anerkannter Bewertungsgrundsätze\" der Pädagogischen Diagnostik 280