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Öffentliche Kunstsubventionierung

Verfassungs- und verwaltungsrechtliche Probleme, insbesondere bei Einschaltung nicht-staatlicher Instanzen in das Subventionsverfahren

Mihatsch, Michael

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 559

(1989)

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Table of Contents

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Vorwort V
Inhaltsverzeichnis VII
Erster Teil: Verfassungsrechtliche Grundlagen der öffentlichen Kunstsubventionierung 1
I. Begriffliches 3
1. Kunst 3
a) Anknüpfung an objektive Kriterien 4
aa) Definitionsgebot/Definitionsverbot 4
bb) Ausweg über formale Kriterien 9
b) Anknüpfung an subjektive Kriterien: Selbstdefinition und Drittanerkennung 10
aa) Selbstdefinition 11
bb) Drittanerkennung 12
c) Unmöglichkeit einer Kunstdefinition 13
d) Möglicher Ausweg für den Bereich der Kunstforderung 15
e) \"Kunst und Kultur 17
2. Subvention 19
a) \"Vermögenswerte Zuwendung 20
aa) Das Element der Gegenleistung 21
bb) Der unmittelbare Vermögensvorteil 23
b) \"seitens der öffentlichen Hand 25
c) \"an einen Privaten 25
3. Kunstsubvention 26
a) Fehlende Gemeinsamkeiten 27
b) Der \"Zweck\" der Kunstsubvention 28
II. Kunstsubventionierung als staatliche Aufgabe 33
1. Die staatliche Befugnis zur Kunstsubventionierung 33
a) Die reale Lage 33
b) Zur historischen Entwicklung 34
c) Pragmatisches zu Nutzen und Nachteil öffentlicher Kunstsubventionierung 36
d) Kunstsubventionierung und Art. 5 Abs. 3 GG 40
aa) Kunstsubventionierung als Eingriff gegenüber dem Subventionsempfänger: Das Problem des \"goldenen Zügels 42
bb) Kunstsubventionierung als Eingriff gegenüber dem nicht geförderten Konkurrenten: Die Ingerenzproblematik 44
cc) Die Kunstfreiheitsgarantie als Gebot eines reinen \"status negativus 47
2. Kunstsubventionierung als Rechtspflicht 49
a) Die in einzelnen Landesverfassungen verankerte positiv-rechtliche Förderpflicht 49
aa) Die Funktion der Förderpflichtaussagen 50
bb) Besonderheiten in bezug auf die kommunale Kunstförderung 52
b) Wege zu einer ungeschriebenen Förderpflicht 53
aa) Kunstsubventionierung als kommunale Pflichtaufgabe 53
bb) Art. 5 Abs. 3 GG als institutionelle Garantie 57
cc) Das Kulturstaatsprinzip 61
dd) Das Sozialstaatsprinzip 64
ee) Andere Vorschläge 66
c) Subjektiv-rechtliche Ansprüche auf Kunstsubventionen 67
aa) Grundrechtsunmittelbare Teilhabeansprüche 68
bb) Leistungspflicht infolge Ermessensbindung 71
III. Verfassungsrechtliche Direktiven an die Ausgestaltung öffentlicher Kunstsubventionierung 76
1. Grundlegendes zur Auswirkung der Grundrechte auf Organisation und Verfahren 77
2. Der kunstimmanente Aspekt: Eigengesetzlichkeit 79
3. Die Situation der Kunst im Staat: Autonomie 81
4. Das Verhältnis des Staates zur Kunst: Neutralität 82
a) Zwei mögliche Neutralitätsinterpretationen: \"Negative\" und \"Aktive\" Neutralität 83
b) Neutralität und Toleranz 85
5. Das verfassungsrechtliche Gebot: Pluralismus 86
6. Weitere Strukturprinzipien 91
a) Subsidiarität 91
b) Dezentralität 94
c) Transparenz 95
7. Zusammenfassung 97
Zweiter Teil: Konsequenzen für das Subventionsverfahren 99
I. Bewertungskompetenz und Neutralitätsprinzip 101
1. Argumente gegen eine Bewertungskompetenz 101
2. Argumente für eine Bewertungskompetenz 103
a) Art. 3 GG 104
b) Art. 5 Abs. 3 GG 105
c) Demokratieprinzip 107
d) Lösung über eine Güterabwägung 108
II. Die zulässigen Kriterien 111
1. Qualität 113
2. Akzeptanz 117
3. Wirtschafts-, sozial- und strukturpolitische Kriterien 120
a) Die \"Bedürftigkeit 120
b) Andere Kriterien 123
4. Stil und Inhalt 123
III. Möglichkeiten zur Umsetzung der Grundrechtsdirektiven in konkrete Verfahrensmodelle 127
1. Generalisierende Kunstförderung durch Steuererleichterungen 128
2. Entstaatlichung durch Einschaltung nicht-staatlicher Instanzen in das Subventionsverfahren: \"Förderungsselbstverwaltung\" der Kunst 133
a) Vorteile einer Entscheidungsdelegation 134
b) Spezifische Problemfelder der Förderungs Selbstverwaltung 136
aa) Organisatorische Probleme bei der Mitwirkung künstlerischer Verbände 136
bb) Die subjektive Wertung des mitwirkenden Einzelkünstlers 143
cc) Die Gremienzusammensetzung 146
dd) Weitere Einwände 149
c) Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Delegation von Entscheidungskompetenzen unter Berücksichtigung des Gedankens der \"demokratischen Legitimation 150
aa) Das Problem der \"demokratischen Legitimation 151
bb) Notwendige Sicherungen 153
d) Entstaatlichung als Verfassungsgebot 156
e) Zusammenfassung 158
3. Subventionsvergabe in privater Rechtsform 159
Dritter Teil: Verwaltungsrechtliche Probleme bei Einschaltung nicht-staatlicher Instanzen in das Subventionsverfahren 161
I. Typisierung der in das Subventionsverfahren eingeschalteten nicht-staatlichen Instanzen 163
1. Die für die Typisierung maßgeblichen Kriterien 164
a) Die Rechtsform 164
b) Kompetenzen in bezug auf das Vergabeverfahren 165
c) Programmkompetenz 169
2. Empirischer Überblick auf die in einzelnen Kunstsparten auftretenden nicht-staatlichen Instanzen 169
a) Theater 169
b) Musik 170
aa) Der Deutsche Musikrat e.V. 171
bb) Der Bayerische Musikrat e.V. 172
cc) Verbände im Rahmen des Bayerischen Musikplans 173
dd) Der Musikfonds für Musikurheber e.V. 175
c) Museen/Bibliotheken/Archive 176
d) Bildende Kunst 177
aa) Gremien im Bereich des Projekts \"Kunst am Bau 177
bb) Der Landesberufsverband bildender Künstler 178
cc) Der Kunstfonds e.V. 178
e) Film 181
aa) Das Filmbüro Nordrhein-Westfalen e.V. 182
bb) Das Kuratorium Junger Deutscher Film 185
cc) Der Auswahlausschuß nach §§ 19 ff. FFRi 186
f) Literatur 189
g) Kunst allgemein 190
aa) Die Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH 190
bb) Kulturbeiräte in Österreich 191
h) Kurze Zusammenfassung 192
3. Ergebnis: Vier Typen der Einschaltung nicht-staatlicher Instanzen in das Subventionsverfahren 193
a) Fonds 193
b) Verbände 194
c) Die Entscheidungsgremien 195
d) Die Beratungsgremien 196
II. Die Einordnung der nicht-staatlichen Instanzen in Struktur und Dogmatik des Subventionsverhältnisses 199
1. Die Einschaltung nicht-staatlicher Instanzen als Erscheinungsform von Subventionsvermittlung 199
a) Subventionsverhältnis und Subventionsvermittlung 199
b) Subventionsvermittlung in der Praxis 201
c) Vor- und Nachteile der Subventionsvermittlung 202
2. Der Subventionsvermittler zwischen Subventionsgeber und Subventionsnehmer 205
a) Der Subventionsgeber (SG) 205
b) Der Subventionsnehmer (SN) 208
3. Typologie und Terminologie der Subventionsvermittlung anhand der dabei wahrgenommenen Funktionen 210
a) Subventionsvermittlung im weiteren Sinn 210
b) Subventionsvermittlung im engeren Sinn 211
c) \"Echte\" und \"unechte\" Subventionsvermittlung 214
d) Andere Terminologievorschläge in der Literatur 215
e) Subventionsvermittlung und Globalzuweisung 217
4. Die nicht-staatlichen Instanzen im System der Subventionsvermittlung 218
a) Beratungsgremien 219
b) Entscheidungsgremien 219
c) Fonds und Verbände 220
aa) Die Verbände 220
bb) Die Fonds 224
III. Einzelne verwaltungsrechtliche Probleme 231
1. Die statusrechtliche Einordnung der nicht-staatlichen Instanzen 232
a) Abstrakte Merkmale der Beleihung 232
b) Die einzelnen Typen nicht-staatlicher Instanzen und ihre statusrechtliche Qualifikation 234
aa) Fonds 235
bb) Verbände 237
cc) Exkorporierte Entscheidungsgremien 238
dd) Beratungsgremien 242
c) Einwände gegen die Beleihungslösung 243
2. Die Rechtsverhältnisse zwischen den Beteiligten 252
a) Subventionsvergabe in privater Rechtsform 252
b) Die konkret gewählte Rechtsform 257
3. Die Bindung der Verwaltung an den Gremienentscheid 260
Thesen 263
Literaturverzeichnis 267