Menu Expand

Die Problematik der Fusionskontrolle bei Konglomeraten

Eine Untersuchung der rechtlichen Schwierigkeiten und ihrer wirtschaftlichen Grundlagen unter besonderer Berücksichtigung der Einzelmarktbetrachtung und des Marktanteilskriteriums in den §§ 24, 22 GWB

Emrich, Heiner Maria

Schriften zum Wirtschaftsrecht, Vol. 29

(1978)

Additional Information

Book Details

Pricing

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 15
Einleitung 19
a) Die Untersuchungsproblematik 19
b) Das Ziel der Untersuchung 22
c) Die methodischen Schwierigkeiten der Untersuchung 25
d) Der Aufbau der Untersuchung 26
Teil I: Das Problem des Konglomerats, seine wirtschaftliche Bedeutung und die rechtliche Erfassung in Deutschland 29
A. Das Konglomerat als Sonderfall der Konzentration 29
I. Die marktbezogenen Konzentrationsformen 30
1. Die horizontale Konzentration 30
2. Die vertikale Konzentration 30
II. Die nicht marktbezogene, konglomerate Konzentration 31
1. Die Abgrenzungstheorien 31
2. Die Diversifikation 33
3. Die „reine\" Konglomeration 35
a) Die Begriffsbestimmung 35
b) Die besondere Problematik 37
c) Die Frage der Marktmacht und des Marktanteils 40
d) Die Schwierigkeiten im Rahmen der Fusionskontrolle 41
B. Die Bedeutung der Konglomeraten Konzentration für die Wirtschaft 43
I. Die Notwendigkeit einer Darstellung der Konglomerationsentwicklung 43
II. Die historische Entwicklung 45
1. Die Konzentrationsbewegung 45
a) Die frühe deutsche Konzentration in ihrem zeitlichen Ablauf 45
b) Die verschiedenen Stadien der Konzentration 47
2. Die frühe deutsche Konglomeration 49
a) Die Konzerngründer Stinnes, Sichel und Castiglioni 49
b) Die Viag und andere Konglomerate 51
c) Die sonstigen Diversifikationstendenzen der deutschen Wirtschaft 53
d) Das Konglomerat als Problem der Wissenschaft 54
III. Der heutige Trend 56
1. Die amerikanische Bewegung 56
a) Der Konzentrationsprozeß in den USA 56
b) Die Entwicklung zum „Konglomerations-Trend 57
2. Der Trend in Deutschland 59
a) Die neueren Konzentrationsvorgänge 59
b) Der deutsche Konzentrationsprozeß 61
c) Beispiele deutscher Konglomeration 63
d) Die Stärke der deutschen Konglomeration 65
IV. Die Konglomerationsmotive und ihre möglichen Wirkungen auf die zukünftige Entwicklung 67
1. Die wirtschaftlichen Motive der Konglomeration 67
2. Die Fusionskontrolle als Motiv der Konglomeration 69
3. Die mögliche Entwicklung in Deutschland 70
C. Das Konglomerat in der deutschen Fusionskontrolle 71
I. Die Entwicklung zur heutigen Fusionskontrolle 71
1. Die Notwendigkeit der historischen Betrachtung 71
2. Die Entwicklung bis zum Jahre 1965 72
3. Der erste Referentenentwurf 74
II. Das Konglomerat im geltenden Recht 77
1. Der zweite Referentenentwurf, der Regierungsentwurf und die endgültige Formulierung des Gesetzes 77
2. Die überragende Marktstellung als neue Form der Marktbeherrschung 78
a) Die Marktbeherrschung als Grundlage der Fusionskontrolle 78
b) Das Verhältnis von Marktbeherrschung und überragender Marktstellung 80
c) Die Feststellung der überragenden Marktstellung anhand ihrer Kriterien 84
3. Die Bedeutung des Marktanteils 88
a) Der Gedanke der Ressourcen-Theorie 88
b) Der Marktanteil in Text und Begründung des Gesetzes 88
4. Die Auswirkungen der Marktbeherrschungsvermutungen 91
a) Die verfassungsrechtliche Problematik 91
b) Die verfassungskonforme Auslegung 93
c) Die möglichen Auswirkungen für die Erfassung von Konglomeraten 95
III. Die Erfahrungen im Antitrustrecht als Hinweis auf die praktische Möglichkeit der Kontrolle von Konglomeraten 97
1. Die amerikanische Praxis gegenüber horizontalen und vertikalen Zusammenschlüssen 97
2. Die Anwendung des Antitrustrechts auf Konglomerationen 99
a) Die Richtlinien des Justizministeriums 99
b) Die Bestrebungen in der Antitrustpolitik der F.T.C. 100
c) Die Praxis der amerikanischen Gerichte 102
3. Beispiele amerikanischer Verfahren gegen Konglomeration 103
a) Zusammenschlüsse mit wechselseitigen Lieferbeziehungen 103
b) Zusammenschlüsse mit Auswirkungen auf die potentielle Konkurrenz 105
c) Zusammenschlüsse, die die Marktmacht des einen Unternehmens verstärken 106
IV. Die Möglichkeit der Erfassung von Konglomeraten im Rahmen der deutschen Fusionskontrolle 107
Teil II: Die Auswirkungen der Konglomeration auf den Wettbewerb 109
A. Die Wettbewerbsbeschränkung als Kriterium der Untersuchung 109
I. Der Begriff des Wettbewerbs 109
1. Die Funktionen des Wettbewerbs 110
2. Das Konzept der optimalen Wettbewerbsintensität 111
a) Die Thesen Kantzenbachs 111
b) Die Kritik Hoppmanns 113
3. Der Wettbewerbsprozeß 114
II. Die Wettbewerbsbeschränkung 116
III. Der Wettbewerb außerhalb des Marktes 117
IV. Zusammenfassung 119
B. Die wirtschaftlichen Vorteile der Konglomeration 120
I. Die Auswirkungen der Konglomeration auf den technischen Fortschritt 120
1. Die Forschungsausgaben 121
2. Das Ergebnis der Forschung 123
a) Die Forschungstätigkeit im Großlabor 123
b) Die Besonderheiten der Forschungstätigkeit im Konglomerat 125
3. Die Anwendung der Forschungsergebnisse 126
4. Zusammenfassung 128
II. Die „economies\" der konglomeraten Konzentration 129
1. Die Möglichkeiten der Rationalisierung und des Großeinkaufs 129
2. Die Vorteile bei der Werbung 130
a) Die Marken- und Massenwerbung 130
b) Die Schwerpunktbildung und ihre Folgen 131
3. Die organisatorischen Größenvorteile 133
a) Das Organisationsprinzip im Konglomerat 133
b) Die Führungsprobleme im Konglomerat 134
III. Die Strukturflexibilität des Konglomerats 136
1. Die Krisenfestigkeit 136
a) Das Standvermögen des Konglomerats 136
b) Die Möglichkeit des Verlustausgleichs 137
c) Die Kapitalbeschaffung im Großunternehmen 139
d) Die volkswirtschaftlichen Folgen der Risikominderung 140
2. Die Anpassungsgeschwindigkeit 142
a) Die Möglichkeit der flexiblen Reaktion 142
b) Die Anpassungsneigung 145
IV. Zusammenfassung 146
C. Die Folgen der wirtschaftlichen Stärke konglomerater Unternehmen für den Wettbewerb 147
I. Die Stellung des Konglomerats gegenüber seinen Marktpartnern 147
1. Das Problem der Abhängigkeit vom Großunternehmen 147
a) Die Gründe der Abhängigkeit 147
b) Die Folgen der Abhängigkeit 149
2. Die Verknüpfung verschiedenartiger Geschäftsbeziehungen 151
a) Die Möglichkeit von Kopplungs- und Gegengeschäften 151
b) Die Folgen wechselseitiger Lieferbeziehungen für die Volkswirtschaft 152
3. Die Reziprozität als Strategie 153
a) Die Durchführung einer Reziprozitätspolitik 153
b) Die Möglichkeit wechselseitiger Lieferbeziehungen ohne Anwendung von Druck 156
II. Das Verhältnis des Konglomerats zu seinen Konkurrenten 158
1. Der Verdrängungskampf 158
a) Die Machtmittel des Konglomerates 158
b) Der Preiskampf und die Mischkalkulation 160
2. Die Fähigkeit der Verdrängung als Wettbewerbsbeschränkung 162
a) Das Erfolgsrisiko des tatsächlichen Verdrängungskampfes 162
b) Die Auswirkungen der bloßen Möglichkeit zu aggressivem Verhalten 164
3. Die Wettbewerbserhöhung durch defensive Stärke 165
III. Die Folgen der Konglomeration für die potentielle Konkurrenz 167
1. Die Beziehung zwischen effektiver und potentieller Konkurrenz 167
2. Die Auswirkungen der Konglomeration auf fremde potentielle Konkurrenten 168
a) Die Bedeutung der Konglomeration für absolute Marktzutrittsschranken 169
b) Das Anwachsen der oktimalen Unternehmensgröße durch Werbeanstrengungen des Konglomerats 170
c) Die Fähigkeit zum Preiskampf als Abschreckung potentieller Konkurrenten 171
3. Die Auswirkungen der Konglomeration auf die eigene potentielle Konkurrenz 173
a) Der Fortfall des Konglomerats als potentiellem Konkurrenten (wing-theory) 173
b) Der Fortfall des Konglomerats als künftigem newcomer (deconcentration-theory) 174
4. Die Verstärkung der potentiellen Konkurrenz durch Konglomerate 176
a) Die Theorie der multiplen Konkurrenz 176
b) Die Wettbewerbsverbesserung als Folge stärkerer effektiver Konkurrenz 177
IV. Zwischenergebnis 179
Τeil III: Die wettbewerbsbeschränkende Macht von Konglomeraten und ihre Erfassung in der Fusionskontrolle 181
A. Die Grundlage konglomerater Macht 181
I. Die möglichen Ursachen einer Machtverstärkung durch Konglomeration 181
1. Die Wealth-Theorie 182
a) Die Auswirkungen der Größe 182
b) Die Auswirkungen der Verflechtung 184
2. Die Marktstellung als Grundlage konglomerater Macht 186
II. Die Bedeutung der Marktmacht für die Fähigkeit zur Wettbewerbsbeeinflussung 187
1. Die Grundlagen reziproker Beziehungen 187
a) Die Reziprozität ohne Marktmacht 187
b) Die Reziprozität bei monopsonistischer Macht 189
2. Die Grundlage der Macht gegenüber Konkurrenten 190
a) Die Beeinflussung der effektiven Konkurrenz 190
b) Die Veränderung der Schranken gegenüber potentiellen Konkurrenten 192
3. Die Voraussetzungen einer Wettbewerbsbeschränkung durch den Fortfall eines potentiellen Konkurrenten 194
a) Die Eintrittsfähigkeit und das Eintrittsinteresse 194
b) Die Bedeutung des potentiellen Konkurrenten als Wettbewerber 196
III. Die Folgerungen für die Fusionskontrolle 197
1. Die Anforderungen des § 22 GWB an das Kriterium des Marktanteils 197
2. Die Möglichkeit positiver und negativer Folgen der konglomeraten Macht 199
Β. Die Abgrenzung von wettbewerbsschädigenden und Wettbewerb s fördernden Konglomeraten 202
I. Die Bedeutung von subjektiven und objektiven Faktoren für die Auswirkungen der Konglomeration 202
1. Die Motivation der Unternehmensleitung als Indiz für die Art der Wettbewerbsbeeinflussung 202
2. Die Bedeutung der Marktstruktur für die Richtung der Wettbewerbsbeeinflussung 203
II. Die möglichen Kriterien zur Bestimmung der Wettbewerbsbeeinflussung 205
1. Die Bedeutung der Marktphase 205
a) Die Gefahren der Konglomeration in der Expansionsphase 205
b) Die Gefahren der Konglomeration in der Rezessionsphase 206
2. Die Bedeutung der Marktform 208
3. Die Bedeutung der Rangstelle des übernommenen Unternehmens 210
a) Das Grundprinzip der Beurteilung von Konzentrationen anhand der Rangstelle 210
b) Die Theorie der „leading-firm acquisition 211
4. Die Bedeutung der relativen Höhe des Marktanteils beim übernommenen Unternehmen 213
a) Die Folgerungen aus den bisher untersuchten Theorien 213
b) Die eigene These 214
III. Die Auswirkungen konglomerater Zusammenschlüsse bei unterschiedlichem relativem Marktanteil des übernommenen Unternehmens 216
1. Das Verhältnis zur effektiven Konkurrenz 216
a) Die allgemeine Betrachtung 216
b) Die Übernahme eines relativ marktanteilsschwachen Unternehmens 218
c) Die Übernahme eines relativ marktanteilsstarken Unternehmens 219
2. Die Wirkungen auf die potentielle Konkurrenz 222
a) Die Auswirkungen der relativen Höhe des Marktanteils auf die Marktzutrittsschranken 222
b) Der Fortfall des Konglomerats als potentiellem Konkurrenten bei unterschiedlicher relativer Höhe des Marktanteils 224
3. Die Bedeutung des Marktanteils für die Wettbewerbsbeschränkung durch reziproke Beziehungen 227
a) Die grundsätzliche Betrachtung 227
b) Die Abgrenzung der Wettbewerbsbeschränkung von einer möglichen Wettbewerbserhöhung 229
IV. Zwischenergebnis 231
C. Die Anwendung der Fusionskontrolle bei konglomeraten Zusammenschlüssen mit wettbewerbsbeschränkenden Auswirkungen 233
I. Die im Rahmen der Fusionskontrolle bei Konglomeraten zu untersuchenden Kriterien 233
1. Die zur Erfassung der Wettbewerbsbeschränkungen durch Konglomeration notwendigen Kriterien 233
2. Der Vergleich mit den Kriterien des § 22 GWB 235
II. Die Anwendung der Fusionskontrolle der §§ 24, 22 GWB im konkreten Fall 237
1. Die Voraussetzungen für das Aufgreifen des Zusammenschlusses durch die Kartellbehörde 237
2. Die Eingriffsmöglichkeit bei Zusammenschlüssen mit Auswirkungen auf die effektive Konkurrenz 239
a) Die Untersagungsvoraussetzungen 239
b) Die Anwendung in Beispielsfällen aus der amerikanischen Praxis 241
3. Die Erfassung einer Beschränkung der potentiellen Konkurrenz 242
a) Die Verhinderung der Erhöhung von Marktzutrittschancen und des Fortfalls eines potentiellen Konkurrenten 242
b) Die Anwendung in praktischen Beispielsfällen 243
4. Die Verhinderung wechselseitiger Geschäftsbeziehungen 245
a) Die Eingriffsmöglichkeiten gegenüber Konglomerationen mit Reziprozitätspotential 245
b) Die Anwendung der §§ 24, 22 GWB in praktischen Beispielsfällen 248
Ergebnis und rechtspolitischer Ausblick 250
Literaturverzeichnis 254