Menu Expand

Teilung von Bundesgesetzen

Die rechtliche Zulässigkeit der Aufspaltung von Gesetzentwürfen des Bundes in zustimmungsbedürftige und zustimmungsfreie Teile

Fritz, Gernot

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 420

(1982)

Additional Information

Book Details

Pricing

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 14
Prolog zum Streit um die Gesetzesteilung 17
I. Der Fehdehandschuh des Bundeskanzlers 17
II. Ein alter Konflikt zwischen Bundesregierung und Bundesrat 18
III. Die Ursache: Eine Mischung politischer und rechtlicher Aspekte 18
1. Teil: Die praktische Bedeutung der Gesetzesteilung und ihre Diskussion in Schrifttum und Rechtsprechung 21
A. Die Rolle des Bundesrates im Gesetzgebungsverfahren 21
I. Ländermitwirkung über ein Bundesorgan 21
II. Der abgestufte Einfluß des Bundesrates 22
B. Der Begriffsinhalt der Gesetzesteilung 25
I. Semantische Ableitung 26
II. Staatsrechtliche Verwendbarkeit der Definition 26
III. Konkretisierungsprobleme bei von Anbeginn aufgeteilten Gesetzen 28
C. Gesetzesteilung in der Staatspraxis 29
I. Methodische Vorbemerkung 29
II. Deutschland-Vertrag, Vertrag über die Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und Nebengesetze 30
III. Wehrpflichtgesetz 33
IV. 20./21./22. Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Haushaltsreformgesetz, Finanzreformgesetz, Gesetz zur Änderung von Art. 74, 75 und 96 Abs. 4 GG) 36
V. Mieterschutznovelle 1971 42
VI. Erstes Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts 47
VII. Gesetz zur Verbesserung der Haushaltsstruktur 51
VIII. Berufsbildungsgesetz / Ausbildungsplatzförderungsgesetz / Berufsbildungsförderungsgesetz 54
IX. Mutterschaftsurlaubsgesetz 58
D. Literatur und Rechtsprechung 60
I. Politische Genese der Teilungsdiskussion und rechtswissenschaftlicher Literaturbefund 60
1. Erste Phase 1952 bis 1969 60
a) Die Konfliktauslösung durch die Bundesregierung und die Reaktion des Bundesrates 60
b) Die Stimmen des Schrifttums 62
aa) Röttgen 62
bb) Kutscher 62
cc) Hans Schneider 63
dd) Hans Schäfer 64
ee) Herrschende Literaturmeinung 65
2. Zweite Phase 1969 bis heute 66
a) Der Regierungswechsel als Stimulans der Teilungsdiskussion 66
b) Die Literaturstimmen 68
aa) Konow 68
bb) Dittmann 69
cc) Herzog 70
dd) Pestalozza 71
ee) Fiedler 73
ff) Janson 74
gg) Schenke 75
hh) Hasselsweiler 77
II. Die Meinung der Rechtsprechung 77
2. Teil: Gesetzesteilung versus Gesetzeseinheit 80
A. Die Einheitsthese als Ursache der Teilungsstrategie 80
B. Die norminnere Teilung 81
I. Theorieansätze zur Erschütterung der Einheitsthese 81
II. Die föderative Substanz dieser Theorien 82
III. Die streng sezessive Theorie 83
IV. Die einheitsbegründende Wirkung des Gesetzesbeschlusses 84
C. Materieller Umfang des bundesratlichen Prüfungsrechtes 87
3. Teil: Die äußere, formelle Aufspaltung von Gesetzesmaterien in Teilgesetze 90
A. Differenzierende Prolegomena 90
I. „Aktiv\" und „reaktiv\" als Unterscheidungskriterien 90
II. Erfordernis der falldifferenzierten Analyse des Gesetzgebungsverfahrens 91
B. Ursprüngliche Aufteilung von Gesetzesentwürfen 92
I. Die Typen a priori geteilter Gesetze 92
1. Der Bereich des Initianten als Gestaltungsfeld 92
2. Die mangelnde Transparenz der Initiantensphäre als Identifikationsproblem geteilter Gesetze 92
3. Die Teilungsindizien der formellen Einheit und materiellen Zusammengehörigkeit 94
II. Die Trennung in rein materielle Teilgesetze 95
1. Der inhaltliche Rahmen einer Gesetzesinitiative 95
2. Rechtliche Bindungen der Initiative 96
3. Regelungsdefizit als Rechtswidrigkeitskriterium 98
a) Normunvollständigkeit und Nichtigkeit 98
b) Verstoß gegen das Gebot der Rechtsklarheit als mögliches Nichtigkeitsindiz 99
c) Anwendung der Regeln der Teilnichtigkeitslehre 101
III. Die Trennung materiellrechtlicher und verfahrensrechtlicher Vorschriften 102
1. Teilungsfreiheit und die Herleitung möglicher Schranken 102
a) Die Bedeutung des Art. 841 GG für die Gesetzesteilung 102
b) Die Interessenlage des Bundesrates 104
c) Kohärenztheorien gegen herrschende Schrifttumsmeinung 105
2. Gewohnheitsrechtliches Teilungsverbot 108
a) Empirischer Befund als Begründungskern für Gewohnheitsrecht 108
b) Das Fehlen gewohnheitsrechtlicher Erfordernisse 109
3. Kompetenzrechtliches Teilungsverbot 110
a) Zweistufigkeit der Ableitung 110
b) Art. 84 I GG: Kompetenznorm für das Verfahrensrecht? 110
c) Konsequenzen des Annexcharakters verfahrensrechtlicher Vorschriften 112
d) Kompetenzrechtlich unzulässige Überdehnungen? 113
4. Teilungsverbot infolge einer Untrennbarkeit formellen und materiellen Rechts 115
a) Untrennbarkeit wegen dichter Gemengelage 115
b) Doppelcharakter der Norm als Fall der Untrennbarkeit 116
5. Materielles Teilgesetz als unzulässiger Torso 117
a) Die Exekution der Bundesgesetze 117
b) Gesetzesausführung durch Selbstkoordinierung 118
6. Teilungsverbot aufgrund der Treuepflicht zwischen den am Gesetzgebungsprozeß beteiligten Organen 120
a) Inhalt der Bundestreue 120
b) Gültigkeit des Prinzips der Bundestreue für das Verhältnis der Bundesorgane 121
c) Auswirkungen des Treugebots auf die Gesetzesgestaltung 123
7. Erstreckung der Zustimmungsbedürftigkeit auf das abgespaltene Teilgesetz 126
a) Die Haltung des Bundesrates 126
b) Schwächen der bundesratlichen Position 127
c) Die verfahrensmäßigen Möglichkeiten einer Gegenwehr des Bundesrates gegen die Gesetzesaufspaltung 127
8. Ergebnis: Ursprüngliche Teilbarkeit von Gesetzentwürfen 128
C. Formell-reaktive Gesetzesteilung 129
I. Aufteilung durch die Bundesregierung nach dem ersten Durchgang im Bundesrat 130
1. Die Funktion des ersten Durchgangs 130
2. Handlungsalternativen der Bundesregierung bei kritischer Stellungnahme des Bundesrates 131
3. Parlamentarische Tradition eines Rücknahmeverbots für Gesetzesvorlagen? 132
4. Bundesratliches Rücknahmeverbot 135
a) Die Rechtsansichten 135
b) Keine Sperrwirkung der bundesratlichen Stellungnahme 136
5. Prozedurale Behandlung entstehender Neugesetze 138
6. Zwischenergebnis (I) 139
II. Gesetzesteilung im Verlauf der parlamentarischen Beratung 140
1. Teilung des Gesetzentwurfs durch den Bundestag 141
a) Teilung als Ausdruck der Gestaltungsfreiheit 141
b) Die gesetzestechnische Durchführung der Teilung 142
c) Der Umfang des Teilungsrechtes 144
2. Entwurfsmodifikation durch den Initianten 144
a) Parlamentarische Initiativen 145
b) Vorlagen der Bundesregierung und des Bundesrates 145
3. Zurückziehen eines Gesetzentwurfes durch den Initianten und Neuvorlage von Teilgesetzen 147
a) Rücknahmeverbot oder freie Rücknehmbarkeit von Anträgen 147
b) Schranken der Rücknahmebefugnis 148
aa) Votum eines Parlamentsausschusses 148
bb) Parlamentarischer Aufwand 149
cc) Der Gesetzesbeschluß als zeitliche Rücknahmegrenze 150
dd) Rücknahmesperre durch Rechte Dritter? 151
c) Kriterien einer Antragsrücknahme 152
d) Gestaltungsmöglichkeiten nach der Rücknahme einer Vorlage 153
4. Zwischenergebnis (II) 154
III. Aufteilung durch den Initianten vor Verabschiedung einer Stellungnahme des Bundesrates 154
1. Neueinbringungsverbot für den Initianten? 155
a) Der Maßstab der Interorgantreue 156
b) Die Bedeutung für den parlamentarischen Initianten 157
c) Auswirkung für die Bundesregierung als Initiant 158
d) Neuinitiativeverbot wegen Treuepflicht zum Bundesrat? 158
2. Zulässigkeit von Neuberatung und Neubeschlußfassung durch den Bundestag 159
a) Parlamentarische Beratung neu eingebrachter Teilgesetze 159
b) Die Verabschiedung einer Neuinitiative durch den Bundestag 160
3. Zwischenergebnis (III) 161
IV. Gesetzesteilung nach einer Ablehnung durch den Bundesrat 162
1. Aufteilung ohne Vermittlungsverfahren 163
a) Funktion des Vermittlungsverfahrens im Gesetzgebungsprozeß 163
b) Keine Pflicht zum Vermittlungsverfahren 165
2. Gesetzesteilung nach begonnenem Vermittlungsverfahren 166
a) Prozedurale Einigungshilfen 166
b) Die verfassungsgewollte Funktion des Vermittlungsverfahrens als Rechtsproblem 167
c) Die Anrufung des Vermittlungsausschusses als Selbstsperrung des Initiativrechts der Bundesregierung 168
d) Keine Sperrwirkung für parlamentarische Initiativen 169
e) Die Konsequenzen für den Bundestag 170
3. Zwischenergebnis (IV) 171
V. Gesetzesteilung im Vermittlungsverfahren 171
1. Der parlamentarische „Beschluß\" in Art. 77 I und Art. 77 II Satz 5 GG 172
a) Zwei Beschlußtypen des Art. 77 GG 172
b) Gesetzeskonstitutive Zielsetzung eines Beschlusses nach Art. 77 II Satz 5 GG 173
c) Die Qualität eines Beschlusses nach Art. 77 II Satz 5 GG 174
d) Auswirkungen auf ein Teilungsrecht im Vermittlungsverfahren 175
e) Die Vollwertigkeit eines Beschlusses nach Art. 77 II Satz 5 GG 178
2. Prozedurale Probleme der Gesetzesteilung im Vermittlungsverfahren 178
a) Die Erforderlichkeit einer zweistufigen parlamentarischen Beschlußfassung 178
b) Der Teilungsbeschluß beim verfassungsändernden Gesetz 179
3. Schranken der Teilungsfreiheit im Vermittlungsverfahren 181
a) Die zurückstufende Gesetzesteilung als staatsrechtliche Problemquelle 181
b) Die Kontroverse im Vermittlungsausschuß und im Bundesrat 181
c) Der Lösungsansatz 183
aa) Die Stufenfolge des Art. 77 GG 183
bb) Die Bedeutung der gestuften Organbeteiligung für die Gesetzesteilung 183
cc) Die Schutzwirkung des Erstbeschlusses für die Mitwirkungsrechte des Bundesrates 185
α) Die Gefährdung der Rechte des Bundesrates durch eine zurückstufende Teilung 185
β) Die Zurückstufung als möglicher Verstoß gegen integrative Treuepflichten 185
γ) Der Umfang der Schutzwirkung 187
d) Verfahrenstechnische Realisierung der zurückstufenden Gesetzesteilung im Vermittlungsverfahren 189
4. Zwischenergebnis (V) 191
Zusammenfassende Beurteilung 192
Literaturverzeichnis 195
Α. Staatsrechtliches Schrifttum 195
B. Sonstige Materialien 210