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Gesetz und Verordnung in Frankreich seit 1789

Rasenack, Christian A. L.

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 55

(1967)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 14
Einleitung 15
I. Umfang des Themas 15
II. Methode 16
III. Rechtsvergleichung 18
Erster Teil: Die Entwicklung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts 19
1. Kapitel: Die Anschauungen der Revolutionszeit zu Recht, Gesetz und Verordnung 19
I. Die ideologischen Voraussetzungen 21
1. Montesquieu 21
2. Rousseau 23
3. Vergleich zwischen beiden 27
4. Fortführung dieser Vorbilder im revolutionären Gesetzesbegriff 28
II. Redits-, Gesetzes- und Verordnungsbegriff im einzelnen 30
1. Das Recht 30
2. Das Gesetz 32
3. Die Verordnung 37
III. Kritik 40
2. Kapitel: Die „Rédacteurs du Code Civil\", die Lehre der „Ecole de l'Exégèse\" und die weitere Entwicklung des Problems im 19. Jahrhundert 43
I. Portalis. Eine pragmatische Verwendung der Lehren der Revolutionszeit 43
II. Die Schule der Exegeten. Die Identifizierung von Gesetz und Recht 45
III. Der Liberalismus. Das Gesetz und die Begriffe „Allgemeinheit\" und „Freiheit 48
1. Benjamin Constant 48
2. Pierre Joseph Proud'hon 50
IV. Die weitere Entwicklung. Vorschau auf die zukünftigen Angriffe gegen das Gesetz als bevorzugten Träger des Rechts 51
1. Die historische Rechtsschule 52
2. Die „Renaissance\" des Naturrechts 53
3. Die soziologischen Strömungen 55
4. Die Freirechtsschule. F. Gény 56
V. Übersicht über die nachrevolutionäre Entwicklung des Verordnungsbegriffs 58
1. Das 1. Kaiserreich 58
2. Die Restauration 60
3. Die 2. Republik 61
4. Das 2. Kaiserreich 62
Zweiter Teil: Die Entwicklung der Begriffe Recht, Gesetz und Verordnung zur Zeit der 3. französischen Republik an Hand von Einzelbeispielen in der Staatsrechtstheorie 65
3. Kapitel: Die verfassungsrechtlichen Grundlagen 65
I. Die Organisation der Gewalten 67
1. Das Parlament 67
2. Die Regierung 68
II. Verfassung und Verfassungswirklichkeit. Der „parlamentarisme absolu 70
4. Kapitel: Théophile Auguste Gabriel Ducrocq 74
I. Der Rechtsbegriff. Eine erste Ausprägung des Rechtspositivismus 75
II. Gesetz und Verordnung. Die Bedeutung der Gewaltengliederung 76
III. Kritik 77
5. Kapitel: Jean-Paul Hypolyte Emmanuel (gen. Adhémar) Esmein 79
I. Der Rechtsbegriff. Die Entwicklung des Begriffs der individuellen Freiheit. Naturrecht und Gesellschaftsvertrag. Grundrechte 79
II. Der Gesetzesbegriff. Allgemeinheit und Dauer des Gesetzes zum Schutze der bürgerlichen Freiheiten. Das Repräsentationsprinzip und das Zweikammersystem 81
III. Der Verordnungsbegriff. Zwangs- und Befehlsgewalt der Exekutive. Gesetzmäßigkeit der Verwaltung und allg. Kontrolle der Exekutive. Der Begriff der „exécution\". Die Gewaltengliederung 84
IV. Kritik 87
6. Kapitel: Félix Moreau 89
I. Die Lehre von der Verordnung und das Gesetz 89
1. Die Ähnlichkeit zwischen dem Gesetz und der Verordnung 90
2. Das Verhältnis zwischen Gesetz und Verordnung 93
a) Die „inégalité hiérarchique\" der Organe 93
b) Die Verordnungsgebung als subsidiäre Gesetzgebung 94
c) Der Spezialvorbehalt 94
d) Die Möglichkeit der Delegation 95
II. Kritik 96
7. Kapitel: Léon Duguit 98
I. Der Rechtsbegriff. Die menschliche Handlung. Die Gesellschaft und die „solidarité sociale\". Ursprung und Inhalt der „règle de conduite\". Der Qualitätswechsel von der „règle de conduite\" zur „règle de droit\". Die Problematik der auf dem „fait social\" aufbauenden „règle de droit\". Die „Objektivität\" des Duguitschen Rechtsbegriffs 100
II. Der Gesetzesbegriff. Das Gesetz als Feststellung des vorgegebenen Rechts. Die Allgemeinheit des Gesetzes. Das gesellschaftliche Interesse am aufgefundenen Gesetzesbegriff. Gesetzesbegriff und Verfassung. Das Gesetz als verbindliche Rechtsregel und als bloßes „Dokument 106
III. Der Verordnungsbegriff. Die Verordnung als materielles Gesetz. Die Gewaltengliederung in Vergangenheit und Gegenwart. Die Durchbrechungen der überkommenen Gewaltengliederung: 110
1. Die Kolonialverordnungen 113
2. Die „règlements autonomes 113
3. Die Ausführungsverordnungen 114
4. Die Verordnungen auf Grund von Ermächtigungsgesetzen 114
IV. Kritik 116
8. Kapitel: Maurice Jean-Claude Eugène Hauriou 119
I. Der Rechtsbegriff. Die Zurückweisung des herrschenden frz. und des herrschenden dtsch. Rechtsbegriffs — der Gedanke der Institution. Das Phänomen der Verrechtlichung bestehender „états de fait\". Die Institution als Rechtsquelle. Die legitimierende Wirkung der „Zustimmung\". Die Beschränkung der Herrschaft. Die Komplexität des aufgefundenen Rechtsbegriffs 120
II. Der Gesetzesbegriff 124
1. Formelle Begriffsmerkmale 124
2. Materielle Begriflsmerkmale 125
III. Der Verordnungsbegriff 128
1. Die formelle Seite 129
2. Die materielle Seite 131
3. Das Verhältnis zwischen Gesetz und Verordnung. Die einzelnen Verordnungsarten 133
IV. Kritik 135
9. Kapitel: Gaston Jèze 137
I. Der Rechtsbegriff „droit positif\" und „droit idéal\". Die Entwicklung des „droit idéal\" zum „droit positif 137
II. Gesetz und Verordnung 139
III. Kritik 141
10. Kapitel: Roger Bonnard 143
I. Der Rechtsbegriff. Die Zulassung individueller Rechtssätze. Die „idée de valeur\". Das „jugement de valeur\" (als Folge intransitiver Werte und/oder als Willensentschluß). Rechtsnorm und Moral. Der Voluntarismus bei Bonnard 143
II. Gesetz und Verordnung. Die Staatsfunktionenteilung als Ausgangspunkt. Die Ausnahmen. Die „matières réglementaires 148
III. Kritik 150
11. Kapitel: Raymond Carré de Malberg 152
I. Der Rechtsbegriff. Das Vordringen des Rechtspositivismus (reine Rechtslehre). Die Beschränkung der Staatsgewalt durch sog. „Autolimitation\" und außerjuristische Maßstäbe 152
II. Der Gesetzesbegriff 156
1. Die Auseinandersetzung mit den bestehenden Gesetzesbegriffen 157
a) Die Lehren, die auf dem Axiom der „Allgemeinheit\" beruhen 157
b) Die Lehren, die von einem „Rechtssatzbegriff\" ausgehen 160
c) Die Lehren, die formelle Kriterien zugrunde legen 160
2. Die Begründung eines „neuen\" Gesetzesbegriffs. Bestimmung der Position des Gesetzgebers an Hand der Verfassung. Die besondere „Rechtskraft\" des modernen Gesetzesbegriffs. Die Veränderung der Gewaltengliederung 162
III. Der Verordnungsbegriff 165
1. Die Verordnungen als Akte der Exekutive 166
2. Der Begriff der Gesetzesauführung: „autorisation législative\" und Unbegrenztheit der „domaine du règlement\". Das Problem des „bloc légal\" als Hinderungsgrund für den Erlaß von Verordnungen. Die „délégalisation 168
IV. Zusammenfassung und Kritik 173
12. Kapitel: Henry Berthélémy und Marcel Paul Charles Marie de la Bigne de Villeneuve 176
I. Der Rechtsbegriff. Wiederaufgreifen naturrechtlicher Vorstellungen 176
II. Gesetz und Verordnung 177
III. Kritik 178
13. Kapitel: Marcel Waline 179
I. Der Rechtsbegriff. Die Abwägung zwischen sog. „apriorischen\" u. sog. „voluntaristischen\" Systemen 179
II. Der Gesetzesbegriff: Wiederholung der „définition potentielle\" Carré de Malbergs 181
III. Das Verhältnis zwischen Gesetz und Verordnung — Parlamentswille und Verwaltungswille 182
1. „règlements de police\" und „règlements des services publics 183
2. „décrets-lois 184
3. „règlements ordinaires\" und „règlements d'administration publique 185
IV. Kritik 186
14. Kapitel: Georges Burdeau 188
I. Der Rechtsbegriff 189
1. Die „idée de droit 190
2. Die „règle de droit 192
II. Gesetz und Verordnung. Das Verhältnis Recht/Gesetz. Recht und Gesetz als „Maßnahmerecht\". Das Gesetz als „procédé de gouvernement\". Staatsfunktionenteilung vom Objekt her. Das Verhältnis Gesetz/Verordnung 193
III. Kritik und Ausblick 201
Dritter Teil: Die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg 203
15. Kapitel: Gesetz und Verordnung in Praxis und Lehre während der 4. französischen Republik 203
I. Der Gesetzesbegriff und sein Zerfall in unterschiedliche Gesetzesspielarten 203
1. Das „loi d'habilitation 205
a) Das eigentliche Ermächtigungsgesetz 205
b) Das Gesetz vom 17. 8. 1948 209
2. Das „loi cadre 210
3. Das „décret-loi\" i. e. S. 213
4. Das Wesen der sog „domaine de l'intervention législative 214
II. Der Verordnungsbegriff 215
1. Begriff 215
2. Die „domaine réglementaire\" und die einzelnen Verordnungsarten 216
a) Die „règlements d'application 216
b) Die „règlements d'administration publique 217
c) Die „décrets-lois 220
d) Die „règlements autonomes 225
3. Zusamenfassende Betrachtungen zur „domaine réglementaire\". Der Abschied vom Vorrang des Gesetzes 226
4. Die Inhaber der Verordnungsgewalt 228
5. Die jurisdiktionelle Überprüfung der Verordnung 230
III. Rückblick und Ausblick 232
16. Kapitel: „Les principes généraux du droit 234
I. Die Lehre des „Conseil d'Etat 235
1. bis zum 2. Weltkrieg 235
2. seit dem 2. Weltkrieg 237
II. Die Stellungnahme der Rechtslehre 238
1. Hauriou 238
2. Letourneur 239
3. Vedel 240
4. Rivero 241
III. Zusammenfassung 242
17. Kapitel: Gesetz und Verordnung sowie die „principes généraux du droit\" in der Verfassung der 5. französischen Republik 244
I. Der Gesetzesbegriff 245
1. Abschließende Aufzählung der Gesetzesmaterien 246
2. „garanties fondamentales\", „principes fondamentaux\" und „lois de programme\". Eine zusätzliche Beschränkung des Gesetzgebers 247
3. Weitere Beschränkungen des Gesetzgebers 249
a) Die verfassungsmäßige Zulassung der Delegation in der Form der „autorisation 250
b) Die Einführung des Volksentscheides auf Legislativmaterien 251
c) Besondere, den gesetzgeberischen Willen in seiner Entfaltung einschränkende Verfahren der Gesetzgebung 252
4. Die umstrittene Möglichkeit der Erweiterung des gesetzgeberischen Kompetenzkataloges 253
II. Der Verordnungsbegriff 254
1. Die traditionellen Ausführungsverordnungen 254
2. Die autonomen Verordnungen nach Art. 37 der Verfassung 255
3. Die Ordonnanzen nach Art. 38 der Verfassung (gesetzvertretende Verordnungen) 259
4. Weitere gesetzvertretende Verordnungen 261
5. Die Kontrolle über die Einhaltung der respektiven Gebiete von Gesetz und Verordnung 261
III. Die „principes généraux du droit 264
IV. Zusammenfassung 265
Schlußbemerkungen 267
I. Anfänge der Entwicklung 267
II. Übergänge 269
III. Resultate 273
IV. Erkenntnisse 274
Literaturverzeichnis 277