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Das Recht der Wettbewerbsbeschränkungen des Gemeinsamen Marktes und die einzelstaatliche Zivilgerichtsbarkeit

Ullrich, Hanns

Schriften zum Prozessrecht, Vol. 22

(1971)

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Table of Contents

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Vorwort V
Inhaltsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis XVI
Einleitung und Aufbau der Untersuchung 1
§ 1 Der Tätigkeitsbereich und die bisherigen Ergebnisse der Zivilrechtsprechung im Recht der Wettbewerbsbeschränkungen der EWG 4
I. Die Privatrechtserheblichkeit des EWG-Kartellrechts 4
1. System des rein öffentlichen Kartellrechts 5
2. System des privat- und öffentlich-rechtlich wirksamen Kartellrechts 7
II. Kartellprivatrechtssachverhalte und -rechtsfolgen im EWG-Wettbewerbsrecht 8
1. Privatrechtsfolgen für die Teilnehmer an einer gemeinschaftswidrigen Wettbewerbsbeschränkung 9
a) Fälle des Art. 85 EWG-V 9
α) Art. 85 II EWG-V: Nichtigkeit eines wettbewerbsbeschränkenden Vertrages 9
β) Nichtigkeit auch der Folgeverträge zwischen den Kartellvertragsparteien 10
b) Fälle des Art. 86 EWG-V 13
2. Privatrechtsfolgen zugunsten der von einer Wettbewerbsbeschränkung betroffenen Dritten 16
a) Der Einwand der Nichtigkeit des Kartellvertrages 17
α) gegenüber vertikalen Preisbindungen 17
β) gegenüber Alleinvertriebsbindungen 19
b) Der Einwand der Nichtigkeit eines die Wettbewerbsbeschränkung mit Dritten durchführenden Vertrages (Folgevertrag) 22
α) nach Art. 85 EWG-V 22
β) nach Art. 86 EWG-V 25
c) Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche; ihre Begrenzungen 30
III. Die bisherige, uneinheitliche Entscheidungspraxis zu den Art. 85 ff. EWG-V 34
1. Unmittelbare Geltung der Art. 85 ff. EWG-V für die Unternehmen der Mitgliedstaaten? 35
2. Unbedenklichkeitserklärungen wegen ungerechtfertigt pauschaler Beurteilung der wettbewerbsbeschränkenden Wirkung einer Vereinbarung 36
3. Unbedenklichkeitserklärungen wegen ungerechtfertigt pauschaler Beurteilung der EWG-Erheblichkeit einer Wettbewerbsbeschränkung 39
4. Übrige Entscheidungspraxis 44
IV. Schlußfolgerung aus der bisherigen, uneinheitlichen Kartellentscheidungspraxis zu den Art. 85 ff. EWG-V 47
§ 2 Der Konflikt nationaler und europäischer Kartellentscheidungen 50
I. Die Fragestellung 50
1. Die Konfliktskoordinaten: organisationsrechtliche, zeitliche und verfahrensrechtliche Merkmale der Entscheidungswidersprüche 50
2. Art. 9 VO 17/62 erfaßt als Lösungsansatz alle vorgenannten Merkmale 51
a) Das organisationsrechtliche Merkmal 53
b) Das zeitliche Merkmal 54
c) Das verfahrensrechtliche Merkmal 54
II. Art und Inhalt gemeinschaftlicher und nationaler Kartellentscheidungen 57
1. Übersicht zu dem Verbots- und Ausnahmesystem für Wettbewerbsbeschränkungen nach den Art. 85 ff. EWG-V und der VO 17/62 57
2. Die Kartellentscheidungen 60
a) Entscheidungen der EWG-Kommission 60
α) Rechtsnatur 61
β) möglicher Inhalt 62
γ) Verfahren 64
b) Entscheidungen der Organe der Mitgliedstaaten 69
α) der Verwaltungsbehörden 70
β) Der Zivilgerichte, wenn die Kartellfrage nach den Art. 85 ff. EWG-V 71
αα) die Hauptfrage 72
ββ) eine Vorfrage im Zivilprozeß darstellt 73
III. Arten der Entscheidungswidersprüche 75
1. Widerspruch zwischen nationaler und Kommissionsentscheidung 75
2. Widerspruch zwischen nationalen Kartellentscheidungen untereinander 79
3. Abgrenzung der kartellrechtlich erheblichen Entscheidungswidersprüche nach den entscheidungsbetroffenen Personen 80
4. Der maßgebliche Zeitpunkt für kartellrechtlich erhebliche Entscheidungswidersprüche 83
IV. Gründe und Bedeutung der Gefahr von Entscheidungswidersprüchen 84
1. Die Gründe für Entscheidungswidersprüche 84
2. Die Bedeutung der Gefahr von Entscheidungswidersprüchen 85
a) unausgewogene Rechtsanwendung 86
b) uneinheitliche Rechtsanwendung 88
§ 3 Die Vereinheitlichung der Anwendung der Art. 85 und 86 EWG-V durch Verwaltungsbehörden der Mitgliedstaaten 92
I. Die Vereinheitlichung der nationalen und übernationalen verwaltungsmäßigen Kartellaufsicht nach Art. 9 VO 17/62 – Grundsatz – 92
1. Die gesetzgeberischen Zweckvorstellungen in Art. 9 VO 17/62 92
a) Gesetzeszweck bei Art. 9 I VO 17/62 93
b) Gesetzeszweck bei Art. 9 III VO 17/62 94
2. Zusätzliche Vereinheitlichung der Kartellverwaltungsaufsicht durch „integrale Anwendung“ von Art. 85 I und III EWG-V? 95
II. Die Tragweite der Kartellaufsichtsvereinheitlichung im einzelnen 95
1. Der Verlust nationaler Verwaltungszuständigkeit während eines laufenden Kommissionsverfahrens 96
a) Keine Zuständigkeit der Mitgliedstaaten zu beratender Kartellaufsicht oder zur Vollstreckung bereits erlassener eigener Verbotsentscheidungen 97
b) Keine Zuständigkeit nationaler Kartellverwaltungen für einstweilige Maßnahmen 101
c) Zuständigkeitsverlust auch für bereits schwebende, nationale Kartellaufsichtsverfahren 102
2. Die Bindungswirkung der Kartellverwaltungsakte der EWG-Kommission für die nationale Kartellverwaltungsaufsicht 104
a) Die Verfahrenseinstellung wegen Geringfügigkeit 108
b) Das beschränkte Negativattest 108
III. Vereinheitlichung der Kartellverwaltungsaufsicht durch „integrale Anwendung“ von Art. 85 I und III EWG-V? 109
1. Entscheidungsmöglichkeiten nationaler Verwaltungen bei ausstehender Freistellungserklärung 111
2. Widerlegung der Lehre von der „integralen Anwendung“ des Art. 85 EWG-V 117
IV. Entscheidungskonflikte, die Art. 9 VO 17/62 nicht löst 120
V. Ausblick: Art. 9 III VO 17/62 und die nationalen Kartellverwaltungs- und Kartellstrafgerichte 122
§ 4 Die bislang vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten zur Vereinheitlichung der nationalen Zivilrechtsprechung in Privatrechtsstreitigkeiten des EWG-Kartellrechts 123
I. Gegenstand der weiteren Untersuchung 123
II. Ausgangspunkte im Streit um die Zuständigkeit nationaler Zivilgerichte im EWG-Kartellrecht 124
1. Anwendung des Art. 9 III VO 17/62 auf die Zivilgerichte der Mitgliedstaaten? 125
2. Rechtsanwendungsvereinheitlichung durch das Freistellungsmonopol der EWG-Kommission gemäß Art. 9 I VO 17/62? 130
3. Rechtsvereinheitlichung nur Kraft nationalen Verfahrensrechts (Aussetzungsregeln)? 132
III. Gliederung für die folgende Untersuchung 134
§ 5 Beschränkungen nationaler Gerichtszuständigkeiten wegen der Gefahr rückwirkender Kartellfreistellungen durch die EWG-Kommission? 136
A. Ausgangspunkt: Die Lehre von der integralen Anwendung des Art. 85 EWG-V und dem Ausschluß nationaler Gerichtszuständigkeiten wegen der Rückwirkung einer Kommissionsentscheidung zu Art. 85 III EWG-V 136
B. Die Widerlegung dieser Lehre 139
I. Die sachliche Rechtslage: Kein materiell-rechtlicher, sondern nur ein verfahrensrechtlicher Schwebezustand der Wettbewerbsbeschränkung 144
1. Rechtfertigung der hier vorgeschlagenen Lösung nach der VO 17/62 154
a) Art. 6 mit 4 VO 17/62 154
α) DieMeldeobliegenheit 155
β) Art. 6 I mit 4 I VO 17/62: Die Begrenzung des maßgeblichen Beurteilungszeitraumes 156
γ) Die Rückwirkung der Freistellungserklärung 160
b) Art. 8 VO 17/62 166
α) Die Befristung der Freistellung 167
β) Bedingungen für die Freistellung 167
γ) Auflagen für die Freistellung 168
δ) Art. 8 IV VO 17/62: Widerruf der Freistellung bei Mißbrauch oder Erschleichung 169
ε) Der Widerruf der Freistellung 169
ζ) als retrospektive Verbotsfeststellung 170
c) Die Verordnungsgeschichte; Art. 6 I mit 4 I VO 17/62: Die Lücke in der Rückwirkung 172
2. Vereinbarkeit der vorgeschlagenen Ausdeutung des Schwebezustandes mit dem EWG-V 173
II. Die verfahrensmäßige Behandlung einer Wettbewerbsbeschränkung durch nationale Gerichte bis zu einer Freistellungserklärung der EWG-Kommission 176
1. Keine Verfahrensaussetzung wegen der Möglichkeit rückwirkender Freistellungen gemäß Art. 9 I VO 17/62 177
a) Die Ansicht Markerts 177
b) Die übrigen Ansichten 178
c) Verfahrensverstopfung bei der EWG-Kommission und Entlastungsmöglichkeit: Einschränkung des Geltungsbereichs von Art. 9 I VO 17/62 182
d) Unzulässige Einsetzung von Verfahrensrecht zur Lösung der sachlich-rechtlichen Schwebelage 185
e) Zulässigkeit von Unterlassungs-, Unzulässigkeit von Schadensersatzklagen in der Schwebezeit? 187
f) Keine Konfliktslösung durch „zur Zeit“-Urteile 190
2. Eigene Beurteilung der Konfliktslagen 193
§ 6 Die Auslegung des Behördenbegriffs in Art. 9 III VO 17/62 200
I. Der Behördenbegriff des Art. 9 III VO 17/62 vermag grundsätzlich Gerichte zu umfassen 200
II. Die Verordnungsgeschichte ist unergiebig 202
III. Auslegungsversuche aus Art. 9 III VO 17/62 heraus 205
1. Art. 9 III VO 17/62 als Zuständigkeitsregel ohne weitere Rechtsfolgenanordnung 206
2. Die Verweisung auf Art. 85 EWG-V 207
IV. Auslegung des Art. 9 III VO 17/62 aus dem Zusammenhang mit weiteren Vorschriften der VO 17/62 und des EWG-V 211
1. Der Zusammenhang mit Art. 9 I VO 17/62 211
2. Das Verhältnis des Art. 9 III VO 17/62 zu Art. 85 II; Systematische Auslegung nach der VO 17/62 213
a) Der Behördenbegriff in anderen Bestimmungen der VO 17/62 214
b) Der Zusammenhang zwischen Art. 9 und 10 VO 17/62 216
3. Die Auslegung des Art. 9 III VO 17/62 nach Art. 87 EWG-V 217
V. Ansätze zu teleologischer Auslegung des Art. 9 III VO 17/62 219
1. Erstreckung des Art. 9 III VO 17/62 auf die Kartellverwaltungsgerichte 219
2. Erstreckung des Art. 9 III VO 17/67 auf die Kartellstrafgerichte 224
3. Allgemeine Notwendigkeit teleologischer Auslegung des Art. 9 III VO 17/62 228
§ 7 Die Abgrenzung des Geltungsbereichs der Art. 9 VO 17/62 und 177 EWG-V 231
A. Das Verhältnis von Art. 177 EWG-V zu Art. 9 VO 17/62 231
I. Unterschiede in der Zielsetzung von Art. 177 EWG-V und Art. 9 VO 17/62 232
1. Ziel des Art. 9 VO 17/62 232
a) Vermeidung von Entscheidungswidersprüchen, die aus dem föderalen Aufbau der EWG folgen 232
b) Vermeidung von Entscheidungswidersprüchen, die aus der parallelen Zuständigkeit von Verwaltung und Rechtsprechung folgen 233
c) Zusammenfassung 236
2. Ziel des Art. 177 EWG-V 236
a) Die Vorlage in Gültigkeitsfragen 238
b) Die Vorlage in Auslegungsfragen 240
α) Das Vorlageermessen 241
β) Vereinheitlichung nur der Normauslegung; Zusammenfassung 242
II. Unterschiede in der Wirkungsweise und dem Wirkungsbereich von Art. 177 EWG-V und Art. 9 III VO 17/62 244
1. Vorlagefreiheit der Instanzgerichte bei Art. 177 EWG-V 244
a) Grundsatz und Folgen für die Wettbewerbseinheit 244
b) Fälle von Ermessensschrumpfung im Gebrauch der Vorlagefreiheit? 245
2. Art. 177 EWG-V: Vereinheitlichung der Normauslegung – Art. 9 III VO 17/62: Vereinheitlichung der Normanwendung 249
3. Absolute „Bindungswirkung“ der Kommissionsentscheidung gemäß Art. 9 VO 17/62 – beschränkte „Bindungswirkung“ des EuGH-Urteils nach Art. 177 EWG-V 254
III. Art. 9 VO 17/62 als Sonderregelung gegenüber Art. 177 EVG-V 258
1. Grundsatz der Sonderregelung 258
2. Vorzüge dieser Lösung 259
3. Kein Einwand aus dem Grundsatz souveränitätsschonender Auslegung 261
B. Die Lösung der Fälle, in denen Art. 177 EWG-V und Art. 9 VO 17/62 gleichzeitig Anwendung erheischen können, im Einzelnen 263
I. Verfahrenseinleitung gemäß Art. 9 III VO 17/62 vor einem Auslegungsersuchen nach Art. 177 EWG-V 263
1. Gemäß Art. 9 III VO 17/62 ist die Zuständigkeit für ein Auslegungsersuchen erloschen 263
a) Grundsatz 264
b) Nachprüfung der Anwendbarkeit von Art. 9 III VO 17/62 durch den EuGH im Vorabentscheidungsverfahren 265
2. Vorabentscheidungsersuchen nach beendetem Komissionsverfahren 266
a) Lösung, wenn die Kommissionsentscheidung das staatliche Gericht nicht bindet 266
b) Lösung im Falle einer Bindungswirkung der Kommissionsentscheidung 267
II. Vorabentscheidungsersuchen vor einer Verfahrenseinleitung nach Art. 9 III VO 17/62 270
1. Vorabentscheidungen nach einer Verfahrenseinleitung gemäß Art. 9 III VO 17/62? 270
a) Aussetzung des Vorabentscheidungsverfahrens 271
b) Andere Lösungen 272
α) Vorabentscheidung ungeachtet des Art. 9 III VO 17/62 273
β) Abweisung des Vorabentscheidungsersuchens als unzulässig? 274
2. Vorabentscheidung vor einer Verfahrenseinleitung gemäß Art. 9 III VO 17/62 274
C. Abgrenzung der Fälle, in denen allein Art. 177 EWG-V, nicht aber Art. 9 III VO 17/62 einschlägig ist 275
1. Bestimmung der privatrechtlichen Auswirkungen der Art. 85 und 86 EWG-V 276
a) Die Privatrechtsfolgenfeststellung fällt nur unter Art. 177 EWG-V 276
b) Die Feststellung des Schutznormcharakters der Art. 85 ff. EWG-V fällt nur unter Art. 177 EWG-V 277
c) Die Feststellung des ordre public-Charakters der Art. 85 ff. EWG-V fällt nur unter Art. 177 EWG-V 278
α) Anerkennung von Schiedssprüchen 280
β) von ausländischen Gerichtsurteilen bei eingeschränkter ordre public-Geltung der Art. 85 ff. EWG-V 281
2. Die Anwendung der Gruppenausnahmeverordnungen 281
3. Zuständigkeit zur Beurteilung abgelaufener Wettbewerbsbeschränkungen 284
D. Zusammenfassung 284
§ 8 Art. 9 III VO 17/62: Gesetzliche Scheide von Verwaltungs- und Zivilgerichtstätigkeit 286
A. Ausgangspunkt und Eingrenzung der Untersuchung 286
B. Der Gewaltenteilungseinwand ist von der herrschenden (Erlaubnisvorbehalts-) Lehre nicht schlüssig begründet worden 289
I. Die Bindung der Zivilgerichte an den Verbotsbescheid der EWG-Kommission kraft dessen Gestaltungswirkung ist mit der Gewaltenteilungslehre vereinbar 290
1. Beispiel: Deutschland 293
2. Beispiel: Frankreich 296
II. Zusammenfassung 301
C. Art. 9 III VO 17/62 ist mit der Gewaltenteilung deutschen Rechts vereinbar 303
I. Kein Verstoß gegen Art. 92 GG 303
1. Keine Unterscheidung von Ermessens- (Art. 85 III EWG-V) und Rechts- (Art. 85 I EWG-V) anwendung 305
2. Die Kartellaufsichtstätigkeit der EWG-Kommission stellt Verwaltungstätigkeit dar 306
a) Rechtsanwendung kennzeichnet auch die Verwaltung 306
b) Qualifizierung der Kommissionstätigkeit im einzelnen 307
α) nach formellen Merkmalen 308
β) nach materiellen Merkmalen 308
II. Kein Verstoß gegen Art. 97 GG 316
1. Herkömmliches Verständnis des Art. 97 GG 317
2. Institutionelles Verständnis der Weisungsfreiheit der Richter 321
§ 9 Die wertende Auslegung des Art. 9 III VO 17/62: Der Behördenbegriff der Vorschrift umfaßt die Zivilgerichte der Mitgliedstaaten 327
A. Ausgangspunkt 327
I. Mängel der herrschenden Lehre – Bedürfnis nach einheitlicher Anwendung der EWG-Wettbewerbsregeln 327
II. Lösungen nach nationalem Verfahrensrecht ergeben keine hinreichende Rechtsanwendungseinheit 329
1. Die Verfahrensaussetzung nach nationalem Recht ist nicht zwingend 329
2. Die Verfahrensaussetzung ist in den nationalen Rechtsordnungen unterschiedlich geregelt 321
3. Art. 9 III VO 17/62 als Sonderregelung gegenüber nationalen Aussetzungsregeln 332
III. Die Ermittlung des Normzwecks bei Art. 9 III VO 17/62 333
1. Bisherige systematische Auslegung 333
2. Der Normzweck nach der Verordnungsbegründung 334
3. Der Normzweck nach der Verordnungsgeschichte 336
4. Der „vernünftige“ Gesetzeszweck 336
B. Die Rechtsanwendungsvereinheitlichung in anderen Kartellaufsichtssystemen 338
I. Art. 2 II VO 26/62 338
II. Art. 65 § 4, II EGKS-V 340
III. Kartellaufsichtssysteme in den Mitgliedstaaten 344
1. Deutschland 345
2. Frankreich 348
a) Das Kartellaufsichtssystem 348
b) Die Regel „le criminel tient le civil en état“ und die absolute Rechtskraft des Strafurteils 355
C. Die wertende Auslegung des Art. 9 III VO 17/62 im einzelnen 358
I. Ausgangspunkt 358
1. Bilanz aus der rechtsvergleichenden Übersicht 358
2. Vergleich mit dem System der VO 17/62 359
II. Die Verwaltung ist nach Verfahren und Aufbau der Kartellaufsicht besser angepaßt als die Zivilgerichtsbarkeit 359
III. Die Auslegung des Art. 9 III VO 17/62 und das Gebot der Gleichbehandlung 363
1. Gleichbehandlung der Rechtsschutzsuchenden 363
2. Gleichheit der Wettbewerbsbedingungen und Verschmelzung der nationalen Märkte 364
3. Gleichheit im Umfang nationalen Zuständigkeitsverlustes: Die einheitliche Zielsetzung privatrechtlich und öffentlich-rechtlich veranlaßter Kartellaufsicht 366
§ 10 Die Rechtsfolgen der Anwendung des Art. 9 III VO 17/62 auf die Zivilgerichte der Mitgliedstaaten 370
A. Gliederung 370
I. Zuständigkeit der nationalen Zivilgerichte vor und nach Beginn der Kartellaufsicht durch die EWG-Kommission 370
II. Art. 9 III VO 17/62 und die Zuständigkeit der Schiedsgerichte 371
B. Die Zuständigkeit nationaler Zivilgerichte gemäß Art. 9 III VO 17/62 während eines schwebenden Kartellaufsichtsverfahrens der EWG-Kommission 375
I. Der Zeitpunkt der Verfahrenseinleitung im Sinne von Art. 9 III VO 17/62 376
II. Die Auswirkungen des Art. 9 III VO 17/62 auf die Entscheidung des Kartellprivatrechtsstreits 381
1. Art. 9 III VO 17/62 enthält zwingendes Verfahrensrecht 383
2. Der Verstoß gegen Art. 9 III VO 17/62 macht ein Zivilurteil fehlerhaft, nicht unwirksam 383
3. Art. 9 III VO 17/62 führt zwingend zur Aussetzung des Zivilprozeßverfahrens 384
III. Der sachliche Umfang der Sperre nationaler Gerichtszuständigkeit durch Art. 9 III VO 17/62 385
1. Die sachverhaltliche Eingrenzung des Zuständigkeitsverlustes 385
a) Unterscheidung nach beurteilter und der Beurteilung dienender Wettbewerbsbeschränkung 385
b) Art. 9 III VO 17/62 bei geändertem Sachverhalt 389
2. Einschränkungen des Verlustes nationaler Gerichtszuständigkeit nach Art. 9 III VO 17/62? 390
a) Die Identität des maßgeblichen Beurteilungszeitpunktes 390
b) Die acte clair-Lehre 391
c) Verbleibende Entscheidungskollissionen 393
IV. Die verfahrensrechtliche Reichweite von Art. 9 III VO 17/62 394
1. Beachtlichkeit des Art. 9 III VO 17/62 in allen Verhandlungs- und Verfahrensabschnitten? 395
a) Anwendung des Art. 9 III VO 17/62 in der ersten Instanz 395
b) Anwendung des Art. 9 III VO 17/62 in den Rechtsmittelinstanzen? 395
c) Art. 9 III VO 17/62 im Vollstreckungsverfahren 396
2. Aufhebbarkeit und Anfechtbarkeit des Aussetzungsbeschlusses? 397
3. Geltung des Art. 9 III VO 17/62 im Eilverfahren 399
C. Die Bindungswirkung des Kartellaufsichtsbescheides der EWG-Kommission 403
I. Der Grundsatz 403
1. Bisherige Versuche, eine Bindungswirkung der Kommissionsentscheidung zu begründen 404
2. Begründung der Bindungswirkung aus Art. 9 VO 17/62 407
3. Wirkungsweise der Bindungswirkung; die bindungsfähigen Entscheidungen 412
a) Negativattest 413
b) Abstellungsempfehlung 414
c) Widerruf einer Freistellung 415
d) Vorwarnung 415
II. Der Umfang der Bindungswirkung 417
1. Der zeitliche Umfang der Bindungswirkung 418
2. Der subjektive Umfang der Bindungswirkung 422
Schrifttumsverzeichnis 424