Die unterschiedlichen Arten der Einkünfteermittlung im deutschen Einkommensteuerrecht

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Die unterschiedlichen Arten der Einkünfteermittlung im deutschen Einkommensteuerrecht
Schriften zum Steuerrecht, Vol. 24
(1982)
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Seit dem Erscheinen des ersten Bandes im Jahre 1965 hat sich die älteste lebende Schriftenreihe auf dem Gebiet des Steuerrechts ein hohes Ansehen erworben. Prominente Universitätsprofessoren und Steuerpraktiker haben ihre frühen Arbeiten (insb. Dissertationen) mit wegweisenden Erkenntnissen in den »Schriften zum Steuerrecht« veröffentlicht.Steuerrechtswissenschaft ist eine in hohem Maße praktische Wissenschaft. Während sich die Steuergesetzgebung im Widerstreit fiskalischer und privater Interessen immer weiter von einer Ordnung des Rechts entfernt, begegnet die Rechtswissenschaft stets neuen Herausforderungen, das Steuerrecht dogmatisch zu strukturieren und für die Steuerpraxis handhabbar zu machen. Dazu leisten die »Schriften zum Steuerrecht« einen wichtigen Beitrag.
Table of Contents
Section Title | Page | Action | Price |
---|---|---|---|
Vorwort | 7 | ||
Inhaltsverzeichnis | 9 | ||
Abkürzungsverzeichnis | 16 | ||
Erstes Kapitel: Rechtfertigung der Untersuchung | 19 | ||
Zweites Kapitel: Einführung in den Einkommensbegriff | 21 | ||
Drittes Kapitel: Verfassungsrechtliche und rechtssystematische Grundlagen der Einkommensbesteuerung | 25 | ||
1. Abschnitt: Verfassungsrechtliche Wertungen | 25 | ||
A. Der Sozialstaatsgrundsatz | 25 | ||
B. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz | 26 | ||
C. Der Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung | 26 | ||
D. Der Schutz des freien Wettbewerbs | 29 | ||
E. Der Bestandsschutz des Eigentums | 30 | ||
2. Abschnitt: Besondere steuerrechtliche Wertungen | 32 | ||
A. Finalprinzipien | 32 | ||
I. Fiskalischer Zweck | 32 | ||
II. Wirtschaftslenkende Nebenzwecke | 32 | ||
B. Strukturprinzipien | 34 | ||
I. Das Leistungsfähigkeitsprinzip | 34 | ||
II. Die Subprinzipien des Leistungsfähigkeitsprinzips | 35 | ||
1. Das Universalitätsprinzip | 35 | ||
2. Das Nettoprinzip | 35 | ||
3. Das Ist-Prinzip | 36 | ||
III. Das Praktikabilitätsprinzip | 36 | ||
IV. Das Nominalwertprinzip | 39 | ||
Viertes Kapitel: Die rechtliche Problematik der Einkünfteermittlung | 40 | ||
1. Abschnitt: Der Dualismus der Einkünfteermittlung | 40 | ||
A. Problemableitung | 40 | ||
B. Verfassungsrechtliche Kritik | 43 | ||
I. Die Leistungsfähigkeit als Maßstab qualitativer Gleichwertigkeit der sieben Einkunftsarten | 44 | ||
II. Postulat quantitativer Gleichwertigkeit der sieben Einkunftsarten aufgrund des Universalitätsprinzips | 44 | ||
III. Ergebnis | 51 | ||
C. Der Versuch einer systemgerechten Neuordnung | 51 | ||
I. Die Generalproblematik | 52 | ||
1. Die Merkmale „Einkünfteerzielung" und „Einkommensverwendung" als Kriterien rationaler Differenzierung | 52 | ||
2. Fallgruppendifferenzierungen | 58 | ||
a) Die steuerliche Behandlung von Wirtschaftsgütern, die der Einkünfteerzielung dienen | 58 | ||
aa) Tatbestände der Werterhöhung | 58 | ||
α) Gewinnrealisierung aufgrund eines Veräußerungsgeschäftes | 58 | ||
β) Gewinnrealisierung aufgrund einer Entnahmehandlung | 59 | ||
γ) Gewinnrealisierung aufgrund der Aufgabe der Tätigkeit | 61 | ||
δ) Nichtverwirklichte reale Wertsteigerung | 61 | ||
ε) Verwirklichte nominale Wertsteigerung | 70 | ||
bb) Tatbestände der Wertminderung | 73 | ||
α) Verlustrealisation aufgrund Veräußerung, Entnahme oder Aufgabe | 73 | ||
β) Totalverlust | 73 | ||
γ) Abnutzung und Substanzverringerung | 74 | ||
δ) Sonstige Fälle unrealisierter Wertminderung | 74 | ||
b) Die steuerliche Behandlung von Wirtschaftsgütern, die der privaten Verwendung dienen | 77 | ||
c) Die steuerliche Behandlung von Wirtschaftsgütern, die sowohl der Einkünfteerzielung als auch der Einkommensverwendung dienen | 78 | ||
aa) Die Ausgangslage | 78 | ||
bb) Der Unteilbarkeitsgedanke | 78 | ||
cc) Die Separierungsidee | 79 | ||
dd) Das Praktikabilitätsbedürfnis | 80 | ||
d) Die steuerliche Behandlung von Wirtschaftsgütern bei Änderung der Nutzung | 81 | ||
aa) Transfer innerhalb derselben Einkunftsart | 81 | ||
bb) Transfer innerhalb verschiedener Einkunftsarten | 82 | ||
cc) Transfer aus dem Bereich der Einkünfteerzielung in den der Einkommensverwendung (Entnahme) | 83 | ||
dd) Transfer aus dem Bereich der Einkommensverwendung in den der Einkünfteerzielung (Einlage) | 83 | ||
II. Ausgewählte Spezialproblematiken im Rahmen der nichtbetrieblichen Einkunftsarten | 83 | ||
1. Wertveränderungen von Wirtschaftsgü tern, die der Erzielung von Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit (§ 19 EStG) dienen | 84 | ||
a) Das beruflich genutzte Kraftfahrzeug | 84 | ||
aa) Die Maßgeblichkeit der Verwendungsanteile | 84 | ||
bb) Der Einfluß der Abzugsbegrenzung des Kfz-Aufwands (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG) | 84 | ||
cc) Das eigene Kraftfahrzeug bei Dienstreisen | 85 | ||
b) Das Arbeitszimmer im eigenen Haus | 85 | ||
2. Wertveränderungen von Wirtschaftsgütern, die der Erzielung von Einkünften aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) dienen | 85 | ||
a) Anteile an einer Kapitalgesellschaft | 85 | ||
aa) Die derzeitige Charakterisierung des Gewinns aus der Veräußerung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft (§ 17 EStG) als Einkünfte aus Gewerbebetrieb | 86 | ||
bb) Die derzeitige Besteuerung der Einkünfte aus Spekulationsgeschäften (§§ 22 Nr. 2; 23 EStG) mit Wertpapieren | 86 | ||
cc) Unvereinbarkeit der geltenden Rechtslage mit Gleichmäßigkeits- und Leistungsfähigkeitsprinzip | 87 | ||
dd) Konsequenzen des eigenen Vorschlages | 88 | ||
b) Beteiligung an einem Handelsgewerbe als stiller Gesellschafter | 89 | ||
c) Darlehensverluste | 89 | ||
d) Edelmetalle und Edelsteine | 90 | ||
3. Wertveränderungen von Wirtschaftsgütern, die der Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) dienen | 90 | ||
a) Das geltende Recht und seine Kritik | 90 | ||
aa) Spekulationsgeschäfte mit Grundstücken | 90 | ||
bb) Veräußerung mehrerer Grundstücke als Gewerbebetrieb | 91 | ||
cc) Selbstnutzung der Wohnung im eigenen Haus als Fiktion einer Einkünfteerzielung | 91 | ||
b) Problemeliminierende Effekte der Neuordnung | 93 | ||
aa) Verzicht auf systemwidrige Sondertatbestände | 93 | ||
bb) Irrelevanz der Veräußerung eines selbstgenutzten Grundstücks oder Wohnungseigentums | 94 | ||
cc) Zur Frage technischen Flankenschutzes | 94 | ||
4. Wertveränderungen von Wirtschaftsgütern, die der Erzielung sonstiger Einkünfte (§ 22 EStG) dienen | 95 | ||
a) Untergang eines Rentenstammrechts | 95 | ||
b) Entbehrlichkeit des Spekulationstatbestandes | 95 | ||
c) Vermietete Mobilien | 96 | ||
III. Berechtigung und Modalitäten steuerlicher Milderungsmaßnahmen | 96 | ||
1. Progressionsdämpfung | 96 | ||
2. Scheingewinnexemtion | 98 | ||
3. Verwaltungsökonomie | 98 | ||
4. Übergangsregelung | 99 | ||
IV. Vorschläge zur Gesetzesformulierung | 99 | ||
2. Abschnitt: Der Pluralismus der Gewinnermittlung | 100 | ||
A. Methodisches Vorgehen | 100 | ||
B. Darstellung der kodifizierten Verfahren | 101 | ||
I. Die Ermittlung der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft | 101 | ||
1. Der Bestandsvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG | 101 | ||
2. Die Überschußrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG | 102 | ||
3. Die Durchschnittsatzermittlung nach § 13 a EStG | 103 | ||
II. Die Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb | 104 | ||
1. Der Bestandsvergleich nach § 5 EStG | 104 | ||
2. Die Überschußrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG | 105 | ||
3. Der Bestandsvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG | 105 | ||
III. Die Ermittlung der Einkünfte aus selbständiger Arbeit | 105 | ||
1. Die Überschußrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG | 105 | ||
2. Der Bestandsvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG | 106 | ||
C. Die einkommensteuerlichen Belastungsdifferenzen | 106 | ||
I. Das Verhältnis der Bestandsvergleiche nach § 4 Abs. 1 EStG und § 5 EStG | 106 | ||
1. Der Wert des Grund und Bodens | 106 | ||
2. Gewillkürtes Betriebsvermögen | 107 | ||
3. Das sogenannte handelsrechtliche Niederstwertprinzip | 107 | ||
4. Zwischenergebnis | 108 | ||
II. Das Verhältnis des Bestandsvergleichs zur Uberschußrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG | 108 | ||
1. Grundsätzliches | 108 | ||
2. Systemdiktierte Unterschiede | 109 | ||
3. Gesetzlich normierte Unterschiede | 111 | ||
4. Zwischenergebnis | 112 | ||
III. Das Verhältnis von Bestandsvergleich und Überschußrechnung zur Durchschnittsatzbesteuerung nach § 13 a EStG | 112 | ||
1. Wesensmäßige Abweichungen | 112 | ||
2. Steuerbelastungsmäßige Abweichungen | 113 | ||
3. Zwischenergebnis | 113 | ||
IV. Zusammenfassung der Zwischenergebnisse | 114 | ||
D. Kritische Würdigung der geltenden pluralistischen Rechtslage | 114 | ||
I. Zusammenführung der Bestandsvergleiche — Postulat der Integration einer durch die Rechtsentwicklung überholten Vorschrift | 114 | ||
1. Rechtsgeschichtliches | 114 | ||
2. Verfassungsrechtliches | 116 | ||
3. Rechtssystematisches | 118 | ||
4. Ergebnis | 119 | ||
II. Bestandsvergleich und Überschußrechnung — Betrachtung eines Dualismus im Lichte des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung (Art. 3 Abs. 1 GG) | 119 | ||
1. Die Bestimmung des Vergleichsmaßstabs | 119 | ||
a) Die qualitative Klassifizierung der Einkünfte unter dem Ordnungsaspekt | 120 | ||
b) Die quantitative Normierung der Einkünfte unter dem Leistungsfähigkeitsaspekt | 120 | ||
2. Ist die Durchbrechung des Gleichmäßigkeitsprinzips sachlich gerechtfertigt? | 121 | ||
a) Abhängigkeit der Gewinnermittlungs- von der Einkunftsart nicht zu rechtfertigen | 121 | ||
b) Umsatzabhängigkeit der Gewinnermittlungsarten tendenziell ungeeignet | 122 | ||
c) Gewinnabhängigkeit der Gewinnermittlungsarten generell ungeeignet | 123 | ||
d) Spezielle Eignung des Betriebsvermögens | 123 | ||
e) Partielle Eignung nichtsteuerlicher Bilanzierungsgeböte | 124 | ||
3. Ergebnis | 125 | ||
III. Besteuerung nach Durchschnittsätzen — § 13 a EStG als Antipode verfassungsrechtlicher und rechtssystematischer Grundsätze | 126 | ||
1. Die Beeinträchtigung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung (Art. 3 Abs. 1 GG) | 126 | ||
a) Das Niveau der Durchschnittsätze | 126 | ||
aa) Das Leistungsfähigkeitsprinzip als Vergleichsmaßstab | 126 | ||
bb) Die Durchbrechung des Leistungsfähigkeitsprinzips | 126 | ||
cc) Mögliche Rechtfertigungen der Prinzipienuntreue | 127 | ||
α) Das Wertniveau als Steuerwürdigkeitsentscheidung | 127 | ||
β) Das Wertniveau als Subventionsentscheidung | 127 | ||
dd) Zwischenergebnis | 131 | ||
b) Der Mangel an systematischer Purität des Berechnungstatbestandes | 131 | ||
aa) Die Inkongruenz von Steuergegenstand und Steuerbemessungsgrundlage bei der Durchschnittsatzmethode | 131 | ||
bb) Die normativen Grundentscheidungen als Vergleichsmaßstäbe | 132 | ||
cc) Der Grundsatz der Verwaltungsvereinfachung als Konjektur einer Rechtfertigung der Systembrüche | 133 | ||
dd) Zwischenergebnis: Die Erscheinung der Durchschnittsatzbesteuerung als verdecktes Steuerprivileg | 135 | ||
2. Die Beeinträchtigung der Wettbewerbsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) | 135 | ||
3. Ergebnis | 137 | ||
IV. Zusammenfassung der Ergebnisse | 137 | ||
E. Systematische Grundlagen zu einem Vorschlag verfahrensmäßiger Ausgestaltung de lege ferenda | 137 | ||
I. Das Denkmodell eines idealen monistischen Gewinnermittlungssystems | 137 | ||
1. Der sogenann te uneingeschränkte Bestands vergleich | 138 | ||
2. Der sogenannte eingeschränkte Bestands vergleich | 138 | ||
3. Die sogenannte reine Überschußrechnung | 139 | ||
II. Das Denkmodell eines realistischen dualen Gewinnermittlungssystems | 142 | ||
1. Der Betriebsvermögensvergleich | 142 | ||
a) Unternehmerische Vollkaufmannseigenschaft als Tatbestandsmerkmal | 142 | ||
b) Freiwillige Buchführung und Bilanzierung als Tatbestandsmerkmale | 143 | ||
c) Betrieblicher Vermögensumfang als Tatbestandsmerkmal | 144 | ||
d) Bilanzsumme und Summe der Wirtschaftsgüter als neue Tatbestandsmerkmale | 145 | ||
2. Die Überschußrechnung | 146 | ||
Fünftes Kapitel: Zusammenfassung der Ergebnisse | 147 | ||
Schrifttumsverzeichnis | 150 | ||
Entscheidungsregister | 161 |