Steuerprozesse zwischen Privatpersonen

BOOK
Cite BOOK
Style
Format
Steuerprozesse zwischen Privatpersonen
und die Wechselwirkungen im Dreiecksverhältnis von Steuerschuldner, -fiskus und -bürge
Schriften zum Steuerrecht, Vol. 21
(1980)
Additional Information
Book Details
Pricing
Abstract
Seit dem Erscheinen des ersten Bandes im Jahre 1965 hat sich die älteste lebende Schriftenreihe auf dem Gebiet des Steuerrechts ein hohes Ansehen erworben. Prominente Universitätsprofessoren und Steuerpraktiker haben ihre frühen Arbeiten (insb. Dissertationen) mit wegweisenden Erkenntnissen in den »Schriften zum Steuerrecht« veröffentlicht.Steuerrechtswissenschaft ist eine in hohem Maße praktische Wissenschaft. Während sich die Steuergesetzgebung im Widerstreit fiskalischer und privater Interessen immer weiter von einer Ordnung des Rechts entfernt, begegnet die Rechtswissenschaft stets neuen Herausforderungen, das Steuerrecht dogmatisch zu strukturieren und für die Steuerpraxis handhabbar zu machen. Dazu leisten die »Schriften zum Steuerrecht« einen wichtigen Beitrag.
Table of Contents
Section Title | Page | Action | Price |
---|---|---|---|
Vorwort | 5 | ||
Inhaltsverzeichnis | 7 | ||
Abkürzungsverzeichnis | 11 | ||
Überblick | 15 | ||
§ 1 Der Übergang von Steuerforderungen auf Privatpersonen ist möglich | 18 | ||
A. Vorschriften über Forderungsübergang sind auch auf öffentlichrechtliche Forderungen anwendbar | 18 | ||
B. Die hoheitliche Einziehungsgewalt geht nicht über | 20 | ||
C. Kein Übergangsausschluß durch §§ 412, 399 BGB | 21 | ||
§ 2 Keine Inhaltsänderung durch den Forderungsübergang | 23 | ||
A. Die übergehende Forderung behält ihren öffentlich-rechtlichen Charakter | 23 | ||
I. Das Zessionsprinzip | 23 | ||
II. Die herrschende Subjektstheorie | 24 | ||
III. Eröffnung des „öffentlich-rechtlichen Rechtsweges“ für Streitigkeiten zwischen Privatpersonen ist weder außergesetzlich noch ein Novum | 26 | ||
IV. Weitere Argumente für öffentlich-rechtliche Qualifizierung | 29 | ||
V. Ergebnis | 31 | ||
B. Die abweichende herrschende Meinung | 31 | ||
I. Zur Auffassung des Reichsgerichts | 31 | ||
II. Kein praktisches Bedürfnis für bürgerlich-rechtliche Qualifizierung | 33 | ||
III. Kollision mit § 399 BGB | 36 | ||
IV. Zur Auffassung des Bundesgerichtshofs | 37 | ||
C. Auch dann öffentlich-rechtlicher Charakter, wenn privatrechtlicher Regreßanspruch konkurriert? | 38 | ||
I. Widerlegung der Argumente von BGH NJW 1973, 1077 | 39 | ||
II. Speziell: Konkurrenz zwischen § 426 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 1 Satz 1 BGB | 41 | ||
III. Einheitlicher Rechtsweg durch „Zuständigkeit kraft Sachzusammenhanges“? | 44 | ||
IV. Rechtswegspaltung tragbar? | 46 | ||
D. Ergebnis | 49 | ||
I. Rechtsweg für übergegangene Forderungen und ihre Vollstreckung | 49 | ||
1. Finanz- oder Verwaltungsrechtsweg | 49 | ||
2. Vollstreckung | 50 | ||
II. Rechtswegspaltung | 51 | ||
1. Verfahren hinsichtlich der „rechtswegfremden“ Anspruchsgrundlage | 52 | ||
2. Steuerprozeß oder Zivilprozeß günstiger? | 54 | ||
§ 3 Anzuwendende Verfahrensvorschriften | 57 | ||
A. Anwendung der §§ 40 ff. FGO = §§ 54 ff. VwGO auf Streitigkeiten zwischen Privatpersonen | 57 | ||
B. Keine Verpflichtungs- und Anfechtungsklage und kein Einspruchs- oder Widerspruchsverfahren zwischen Privatpersonen | 61 | ||
§ 4 Der Forderungsübergang bewirkt keinen Übergang der verfahrensrechtlichen Position | 62 | ||
§ 5 Beiladung zum Steuerfestsetzungsstreit | 65 | ||
A. Die Beiladungsregelungen | 65 | ||
I. §§ 65/66 VwGO, 60 FGO, 360 AO | 65 | ||
II. Beiladung ist von der Einspruchs- bzw. Klageerhebung bis zum unanfechtbaren Verfahrensabschluß möglich | 66 | ||
B. Beiladung des Bürgen | 67 | ||
I. Notwendige Beiladung? | 67 | ||
1. Der Tatbestand und seine Auslegung | 67 | ||
2. Anwendung auf den Bürgen | 69 | ||
a) Wirkungserstreckung nur zugunsten, nicht auch zu Lasten des Bürgen | 69 | ||
b) Keine „notwendig einheitliche Entscheidung“ im Sinne des Wortlauts des Beiladungstatbestandes | 72 | ||
c) Ergebnis | 73 | ||
II. Einfache Beiladung? | 73 | ||
1. § 65 Abs. 1 VwGO | 74 | ||
2. §§ 60 Abs. 1 Satz 1 FGO, 360 Abs. 1 Satz 1 AO | 76 | ||
III. Gesamtergebnis | 78 | ||
C. Wirkung der Beiladung | 78 | ||
I. Im allgemeinen | 78 | ||
II. Anwendung auf den Bürgen | 80 | ||
Vor §§ 6 bis 8 | 82 | ||
§ 6 Wirkung der Steuerfestsetzung auf das Verhältnis Gläubiger-Bürge | 83 | ||
A. Aufhebung des Steuerbescheides: Bindungswirkung auch ohne Beiladung | 83 | ||
B. Steuerfestsetzung bzw. ihre Bestätigung: Differenzierungen | 83 | ||
I. Bindung kraft Beiladung | 83 | ||
II. Bürgschaftsübernahme erst nach dem Ende des Festsetzungsverfahrens (Bindung ohne Beiladung) | 84 | ||
III. In sonstigen Fällen keine Bindungswirkung | 85 | ||
C. Ergebnis | 85 | ||
§ 7 Vom Steuerfiskus verklagter Bürge sollte dem Steuerschuldner den Streit verkünden | 87 | ||
§ 8 Wirkung der Steuerfestsetzung auf das Verhältnis Bürge-Hauptschuldner | 90 | ||
A. Zahlung des Bürgen nach dem Ende des Festsetzungsverfahrens | 90 | ||
I. Das Rechtsnachfolgeprinzip | 90 | ||
II. Rechtsnachfolge betrifft nur den Zessionsregreß, Beiladung auch den Kausalregreß | 91 | ||
III. Zessionsregreß kann günstiger als Kausalregreß sein | 92 | ||
B. Zahlung des Bürgen vor dem Ende des Festsetzungsverfahrens | 93 | ||
I. Keine Bindung aufgrund des Rechtsnachfolgeprinzips | 93 | ||
II. Keine Bindung aus §§ 325, 265 ZPO | 94 | ||
III. Bindung kraft Beiladung | 96 | ||
IV. Bindung auch ohne Beiladung? | 96 | ||
1. Bindung kraft „venire contra factum proprium“? | 96 | ||
2. Sonstige „Rechtskonstruktionen“? | 97 | ||
C. Ergebnis | 99 | ||
§ 9 Ist im Konkurs des Steuerschuldners der Zessionsregreß günstiger als der Kausalregreß? | 100 | ||
A. Geht das Konkursvorrecht des § 61 Abs. 1 Nr. 2 KO auf Private über? | 100 | ||
B. Steuerprozeß oder Zivilprozeß für Vorrechtsstreit? | 102 | ||
I. Rechtslage bis zum Forderungsübergang | 103 | ||
1. Entgegen Rechtsprechung bis 1953 kein privatrechtlicher Charakter | 103 | ||
2. Entwicklung der Rechtsprechung seit 1953 | 107 | ||
a) Öffentlich-rechtlicher Charakter, aber Zivilrechtswegzuweisung (BGH 1953–1961 und BFH 1965) | 107 | ||
b) Öffentlich-rechtlicher Charakter und Steuerprozeß (BSG; BGH und BFH seit 1971/1972) | 108 | ||
c) § 251 Abs. 3 AO | 109 | ||
3. Steuerprozeß oder Zuweisung in den Zivilrechtsweg? | 110 | ||
4. Zwischenergebnis | 113 | ||
II. Rechtslage nach dem Forderungsübergang | 114 | ||
C. Befreiung von der Feststellungslast durch § 146 Abs. 6 KO? | 114 | ||
I. Rechtslage bis zum Forderungsübergang | 114 | ||
II. Rechtslage nach dem Forderungsübergang | 118 | ||
D. Ergebnis | 121 | ||
§ 10 Resumée | 123 | ||
Literaturverzeichnis | 125 | ||
Sachverzeichnis | 130 |