Menu Expand

Abgeleitete Informationsleistungspflichten im deutschen Zivilrecht

Winkler von Mohrenfels, Peter

Hamburger Rechtsstudien, Vol. 72

(1986)

Additional Information

Book Details

Pricing

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Einführung 17
Erster Teil: Die materiellrechtlichen Grundsätze 19
§ 1 Abgeleitete Informationsleistungspflichten im System zivilrechtlicher Informationstatbestände 19
I. Abgeleitete und autonome Informationsleistungspflichten 19
II. Leistungspflichten und Schutzpflichten auf Information 22
III. Materiellrechtliche Informationsleistungspflichten und prozessuale Informationspflichten 24
IV. Verkehrspflichten auf Information 25
V. Die Aufklärungspflicht des Arztes 26
VI. Informationsobliegenheiten 26
VII. Funktionelle Informationsveranlassung 28
§ 2 Rechtsgrundlage und Voraussetzungen abgeleiteter Informationsleistungspflichten 30
I. Präparatorische Informationspflichten 30
1. Definition 30
2. Grundlagen 31
a) Gesetzliche Vorschriften 31
aa) Auskunftspflichten 31
bb) Rechenschafts- und Rechnungslegungspflichten 32
cc) Sonstige Informationsübermittlungspflichten 33
dd) Informationsbereitstellungspflichten 33
b) Der erweiterte Informationsanspruch 33
aa) Entwicklung 33
bb) Dogmatische Grundlage 38
cc) Verhältnis des erweiterten Informationsanspruchs zu den gesetzlichen Einzelvorschriften 39
3. Die Voraussetzungen im einzelnen 44
a) Das Vorliegen einer rechtlichen Sonderbeziehung 44
aa) Grundsätze 44
bb) Auskunft über den Umfang von Verletzungshandlungen 45
cc) Ausnahmefalle 48
b) Das berechtigte Informationsinteresse 51
aa) Dogmatische Grundlage 51
bb) Aus der funktionalen Abhängigkeit des Informationsanspruchs gewonnene Kriterien 53
(1) Die Plausibilität des Hauptanspruchs 53
(2) Die Relevanz der Information 56
cc) Aus dem Eingriffscharakter des Informationsanspruchs gewonnene Kriterien 57
(1) Die Erforderlichkeit der Inanspruchnahme der Auskunftsperson 57
(2) Die Angemessenheit der Inanspruchnahme des Verpflichteten 58
dd) Die Billigkeit des Informationsverlangens 58
c) Die Originalität der Information 60
II. Relatorische Informationspflichten 61
1. Definition 61
2. Gesetzliche Vorschriften 61
a) Geschäftsführungskontrolle 61
b) Datenschutz 64
c) Arbeitsrecht 65
3. Allgemeine Voraussetzungen relatorischer Informationspflichten bei Fremdgeschäftsführung 66
III. Kompletorische Informationspflichten 67
1. Definition 67
2. Gesetzliche Regelungen 68
3. Allgemeine Voraussetzungen 69
IV. Testatorische Informationspflichten 69
1. Definition 69
2. Gesetzliche Regelungen 70
3. Die testatorische Sekundärform des präparatorischen Informationsanspruchs 76
V. Kompensatorische Informationspflichten 79
1. Definition 79
2. Anwendungsfälle 80
3. Allgemeine Voraussetzungen 83
§ 3 Die Verknüpfung abgeleiteter Informationsleistungspflichten mit der Hauptleistungspflicht und mit Gegenleistungspflichten 85
I. Die Verknüpfung präparatorischer Informationspflichten mit der Hauptleistungspflicht 85
1. Anerkenntnis und Verzicht 85
2. Nichterfüllung und Verzug 86
3. Verjährung 87
II. Die Verknüpfung abgeleiteter Informationsleistungspflichten mit Gegenleistungspflichten 88
1. Zurückbehaltungsrecht des Informationsberechtigten 88
a) Abgeleitetes Zurückbehaltungsrecht 88
b) Originäres Zurückbehaltungsrecht 89
2. Zurückbehaltungsrecht des Informationsschuldners 92
3. Aufeinandertreffen gegenseitiger Informationspflichten 93
§ 4 Inhalt und Grenzen abgeleiteter Informationsleistungspflichten 95
I. Die Interessenabwägung 95
1. Das Informationsinteresse 95
a) Das Mitteilungsinteresse 95
b) Das Nachprüfungsinteresse 96
2. Geheimhaltungsinteressen 97
a) Die private Geheimsphäre 98
aa) Der eigene Bereich des Verpflichteten 98
bb) Die Auskunft über Dritte 99
b) Die Gefahr der Strafverfolgung 100
aa) Die drohende Strafverfolgung des Informationspflichtigen 100
bb) Die drohende Strafverfolgung dritter Personen 102
c) Die gewerbliche Geheimsphäre 104
aa) Grundsätze 104
bb) Die Interessenwahrung durch Dritte 106
cc) Die Beweislastumkehr im Patentrecht 107
3. Geheimhaltungspflichten 108
a) Geheimhaltungspflicht und Geheimhaltungsinteresse 108
b) Berufs-und Amtsgeheimnis 109
c) Der Datenschutz 110
II. Die Form der Informationserteilung 112
1. Die Bestimmung der Informationsform 112
2. Übermittelnde Informationsformen 114
a) Die Rechnungslegung 114
aa) Rechenschaft und Rechnungslegung 114
bb) Die förmliche Rechnungslegung 114
(1) Voraussetzungen 114
(a) Rechenschaft über eine mit Einnahmen und Ausgaben verbundene Verwaltung (§ 259 Abs. 1 BGB) 114
(b) Gesetzliche Rechnungslegungspflicht 115
(2) Inhalt 116
cc) Die informelle Rechnungslegung 117
(1) Voraussetzungen 117
(2) Inhalt 117
b) Die Rechtfertigungserklärung 118
aa) Voraussetzungen 118
bb) Inhalt 119
c) Die Vorlage eines Bestandsverzeichnisses 119
aa) Die Doppelfunktion des § 260 I BGB und die Inbegriffs- Definition 119
bb) Die einzelnen Voraussetzungen der Pflicht zur Vorlage eines Bestandsverzeichnisses gem. § 260 I BGB 121
cc) Gesetzliche Spezialfälle der Pflicht zur Vorlage eines Bestandsverzeichnisses 122
dd) Der Begriff des Bestandsverzeichnisses 123
d) Die eidesstattliche Versicherung 124
aa) Der Anspruch auf eidesstattliche Versicherung als besondere Form des Erfüllungsanspruchs 124
bb) Der Anwendungsbereich des Defekturverfahrens 125
cc) Der Verdacht mangelnder Sorgfalt 128
dd) Die Erforderlichkeit 130
ee) Verfahrensfragen 131
e) Die Vorlage von Belegen 132
aa) Gesetzliche Regelungen 132
bb) Die Vorlagepflicht nach allgemeinen Grundsätzen 133
f) Die schriftliche Mitteilung 135
3. Bereitstellende Informationsformen 135
a) Bereitstellung und „Vorlage 135
b) Gesetzliche Vorschriften 136
c) Das Einsichtsrecht nach allgemeinen Grundsätzen 138
III. Gegenstand und Umfang der zu erteilenden Information 138
1. Interessenabwägung im Einzelfall 138
2. Die Annexpflicht zur Wertermittlung 139
IV. Die Mehrheit von Berechtigten und Verpflichteten 141
§ 5 Die Modalitäten der Informationserteilung 143
I. Die Leistungszeit (Fälligkeit) 143
1. Leistung auf Anforderung 143
2. Periodische Fälligkeit 143
a) Die Periodizität von Informationspflichten 143
b) Die Voraussetzungen der Periodizität 144
II. Der Leistungsort 146
1. Der Vorlegungsort bei Informationsbereitstellungspflichten 146
2. Der Erfüllungsort bei Informationsübermittlungspflichten 147
III. Die Kosten 148
§ 6 Das Erlöschen abgeleiteter Informationspflichten 151
I. Besondere Erfüllungsformen 151
1. Die Sukzessiverfüllung 151
2. Die Negativauskunft 151
3. Die Teilerfüllung 152
a) Das Defekturverfahren als Regelfall 152
b) Das Moniturverfahren 152
II. Verzicht und Verwirkung 154
1. Der Verzicht 154
2. Die Verwirkung 156
III. Der Wegfall des Informationsbedürfnisses 156
1. Die Erreichung des geschuldeten Leistungserfolgs 157
2. Die Erledigung des Informationszwecks 158
IV. Die nicht zu vertretende Unmöglichkeit der Leistung 159
1. Die Unmöglichkeit 159
2. Das Verschulden 159
§ 7 Rechtsnachfolge und Konkurs 161
I. Die Rechtsnachfolge auf seiten des Gläubigers 161
1. Abtretung, cessio legis, Pfändung und Vertragsübernahme 161
2. Die Erbrechtsnachfolge 162
a) Die „Akzessorietät\" der Vererbung 162
b) Der Schutz des Persönlichkeitsrechts des Erblassers 164
II. Die Rechtsnachfolge auf Seiten des Schuldners 165
1. Die Schuldübernahme 165
a) Die isolierte Übernahme der Informationsverpflichtung 165
b) Die Übernahme mit dem zugrundeliegenden Rechtsverhältnis 166
aa) Die befreiende Schuldübernahme 166
bb) Die kumulative Schuldübernahme 166
2. Die Erbrechtsnachfolge 167
3. Der Konkurs des Informationspflichtigen 168
Zweiter Teil: Prozessuale Durchsetzung und prozessuale Funktion abgeleiteter Informationsleistungspflichten 170
§ 8 Die reine Informationsklage 170
I. Rechtsweg und Zuständigkeit 170
II. Der Übergang zum Defekturverfahren 171
III. Der Übergang zum Hauptantrag 171
1. Die kumulative Antragstellung 171
2. Die Ersetzung des Informationsantrags 172
IV. Der Wert des Informationsanspruchs 174
1. Der Streitwert 174
2. Die Beschwer 176
3. Der Wert des auf Antrags auf eidesstattliche Versicherung 177
§ 9 Die Stufenklage 178
I. Kennzeichnung und Bedeutung 178
1. Zweck der Stufenklage 178
2. Abgrenzung zu Rückkopplungseffekten 179
3. Stufenklage und Feststellungsantrag 179
II. Das Verfahren 180
1. Die Stufenfolge 180
2. Antragstellung und Verhandlung 181
a) Das Verhandlungsjunktim 181
b) Die Zulässigkeit des Antrags auf eidesstattliche Versicherung 182
c) Die Bezifferung des Hauptantrags 183
3. Die Entscheidung über die Stufenklage 183
a) Die 1. Instanz 183
aa) Das Stufenurteil 183
(1) Das Entscheidungsjunktim 183
(2) Die stattgebende Entscheidung 185
(3) Die abweisende Entscheidung 185
(4) Die Erledigung des Informationsanspruchs 187
bb) Das Vollendurteil 187
(1) Die Abweisung der Stufenklage 187
(2) Die Erledigung des Hauptanspruchs 188
b) Die Rechtsmittelinstanz 189
aa) Der Devolutiveffekt 189
bb) Die Zurückverweisung 191
4. Kostenentscheidung und Prozeßkostenhilfe 192
III. Grundsätze der Wertermittlung 193
§ 10 Präparatorische Informationsansprüche im Verbund von Scheidungs- und Folgesachen 194
I. Die Einbeziehung in den Verbund 194
1. Die Qualifikation als Familiensache 194
2. Die Unzulässigkeit isolierter Verfahren 195
II. Die Vorabentscheidung im Verhandlungsverbund 196
§ 11 Rechtskraft-und Bindungswirkung 198
I. Hilfsanspruch und Hauptanspruch 198
II. Informationsanspruch und Anspruch auf eidesstattliche Versicherung 200
§ 12 Die Vollstreckung von Informationstiteln 201
I. Die Art der Vollstreckung 201
1. Die Vollstreckung zur Erwirkung der Übermittlung von Information 201
a) Die Vollstreckung aus Titeln der ZPO 201
b) Die Vollstreckung aus Titeln des FGG 202
2. Die Vollstreckung zur Erwirkung der Bereitstellung von Information 203
II. Das Bestimmtheitsproblem 205
1. Erfüllungseinwand und ergänzende Vollstreckung 205
2. Die Auswahl vorzulegender Belege 206
3. Die Umkehrung der Darlegungslast bei Informationsbereitstellungspflichten 207
III. Die vorläufige Vollstreckbarkeit 208
IV. Einstweiliger Rechtsschutz 208
§ 13 Die prozessuale Funktion materiellrechtlicher Informationsleistungspflichten 211
I. Materiellrechtliche Informationsleistungspflichten und prozessuale Aufklärungspflicht 211
1. Einleitung 211
2. Verfassungsrechtliche Erwägungen 212
3. Wahrheitsfindung als Mittel zur Erreichung des Prozeßzwecks 213
4. Vorrang des materiellen Rechts 214
II. Die erweiterte Darlegungspflicht der nicht risikobelasteten Prozeßpartei 215
1. Problemstellung 215
2. Rechtsprechung 215
3. Dogmatische Grundlage 217
4. Die Funktion der erweiterten Darlegungspflicht 219
III. Die materiellrechtlich begründete Darlegungspflicht der nicht risikobelasteten Prozeßpartei 220
1. Die Problemstellung 220
2. Rechtsprechung 221
3. Folgerungen 223
§ 14 Wesentliche Ergebnisse 226
Literaturverzeichnis 234
Sachregister 243