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Teleologisches Rechtsverständnis

Wissenschaftstheoretische und geistesgeschichtliche Grundlagen einer zweckorientierten Rechtswissenschaft

Mittenzwei, Ingo

Schriften zur Rechtstheorie, Vol. 130

(1988)

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Table of Contents

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Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Einleitung 13
1. Teleologische Auslegung als interessenjuristisches und philosophisches Problem 13
2. Zur zeitgenössischen Gerechtigkeitsdiskussion 14
3. Gesetz und überpositives Recht 16
4. Die wertgebundene Ordnung des Grundgesetzes 20
5. Systematische und historische Betrachtung des Gegenstandes als Einheit eines theoretischen Rahmenwerkes 22
1. Teil: Methodologische und werttheoretische Bedingungen eines teleologischen Rechtsverständnisses 25
A. Entwurf eines rechtsphilosophischen Bezugsrahmens 25
I. Erkenntnistheoretisches Prolegomenon 25
1. Kants WissenschaftsbegrifF und Erkenntnislehre 25
2. Die Frage der Gegenstandskonstitution 28
3. Spontaneität und Rezeptivität des Bewußtseins in Fichtes Wissenschaftstheorie 33
4. Konsequenzen für die Begründung einer naturrechtlichen Position 35
5. Schwierigkeiten eines subjektivformalen Idealismus 38
6. Denken und Sein bei Hegel 43
II. Teleologisches und kausales Denken 45
1. Teleologie als Entfaltung von Ganzheiten 45
2. Zwecktätigkeit bei Aristoteles 46
3. Finalität als umgekehrte Kausalität 48
4. Finalität und Normativität als Determinationen des geistigen Seins 51
5. Interventionistische Kausaltheorie 52
6. Die aristotelische Entelechie 53
7. Nicolai Hartmanns Einwände 55
8. Eine falsche Alternative und ihre aporetischen Folgen 58
9. Die Differenz von Äußerem und Innerem 65
10. Arten der Zweckmäßigkeit und der Übergang zur Dialektik der Begriffe 68
III. Logik contra Dialektik 70
1. Analytik und Dialektik bei Aristoteles und Kant 70
2. Die Entstehung des dialektischen Dreischrittes und seine Entfaltung bei Fichte 76
3. Dialektik als Bewegung sprachlicher Gehalte bei Hegel 80
4. Relativierung der aristotelischen Logik 87
5. Ganzheitliche und kausal-mechanische Wirklichkeitsbetrachtung 91
Β. Zur Lage der Jurisprudenz als teleologischer Wissenschaft 93
I. Ziel und Eigenart der Rechtswissenschaft 93
1. Der Ertrag der bisherigen Erörterung 93
2. Die Aufgaben der Rechtswissenschaft 95
3. Recht als wissenschaftlicher Gegenstan 97
4. Das Verhältnis zur Rechtsdogmatik 103
5. Unverzichtbarkeit der Sinnfrage 105
6. Die fragwürdige Trennung von Erkennen und Handeln 106
II. Formale Rationalität des Zweckhandelns im modernen Wissenschaftsverständnis 108
1. Höhere Effektivität als Ziel formaler Teleologie 108
2. Deskriptive und normative Entscheidungstheorie 109
3. Bedingungen rationaler Entscheidung 112
4. Die sog. Spieltheorie 115
5. Informationsgewinnung und -Verarbeitung 118
6. Die Problemdefinition als Ausgangspunkt 120
7. System- und Interdependenzanalyse 122
8. Kritik der logischen Rationalität 124
9. Nutzen- und Präferenztheorie 125
10. Schwierigkeiten der Wahrscheinlichkeitsberechnung 128
11. Zur Rationalität sog. Sozialwahlen 131
12. Verdienste der Entscheidungslogik und unerfüllbare Erwartungen 136
III. Die ethische Problematik materialer Orientierung des Zweckhandelns 138
1. Ethischer Emotivismus 138
2. Die Begründung von Wert- und Normaussagen 141
3. Skeptizismus, Relativismus und Ideologieverdacht 145
4. Die Idee der Freiheit als transzendentale Letztbegründung der Ethik 149
5. Freiheit als Aufgegebenheit (Sollen) und Anerkennung von Freiheit 155
6. Die anthropologische Basis der Ethik 157
7. Schwächen des individualistischen Utilitarismus 160
IV. Regeln und Prinzipien inhaltlicher Zweckdiskussion 165
1. Vernunft- und Moralprinzip als Grundsätze teleologischer Systembildung 165
2. Hegels Kritik an Kant und seine dialektische Rekonstruktion sittlichen Rechts 167
3. Sittlichkeit in Familie, bürgerlicher Gesellschaft und Staat 173
4. Ethik als dialogische Konfliktbewältigung 178
5. Regeln und Grundsätze eines rationalen Diskurses über Werte 180
6. Das Ideal einer Kommunikationsgemeinschaft 189
7. Rechtfertigung von praktischen Beschlüssen 191
8. Das Postulat produktiver Diskurseröffnung 194
V. Offene Fragen — Wegweisungen 196
1. Zur Ursache des Wertpluralismus 196
2. Der Unterschied zwischen Individual und Sozialethik 200
3. Kritische Normgenese anhand einer empirisch ermittelten Bedürfnisstruktur 202
4. Einige Aspekte des Gerechtigkeitsbegriffes in historischer Sicht 206
5. Das Problem sprachlicher Verständigung, dargestellt am Beispiel der Sprachphilosophie L. Wittgensteins 215
2. Teil: Die historischen Grundlagen teleologischer Rechtswissenschaft 228
C. Entwurf eines wissenschaftsgeschichtlichen Bezugsrahmens 228
I. Zum Gehalt der Interpretationsmethoden von Rechtssätzen 228
1. Das Anliegen 228
2. Wortgetreue Auslegung 230
3. Prädikation, Extension und Intension von Ausdrücken 232
4. Die Unzulänglichkeit sprachlicher Interpretation 238
5. Eine semantische Wurzel theoretischer Streitigkeiten 240
6. Möglichkeiten systematischer Auslegung 241
7. System und Wissenschaft im Wandel 243
8. Folgerungen für das Systemverständnis im Normbereich 251
9. Die historisch-systematische Methode in der Deutung Fr. C. v. Savignys 253
10. Historische contra rationalistische Aufklärung und ihr Dilemma 257
11. Für und wider die subjektiv- teleologische Auslegung 261
12. Das Ziel objektiv-teleologischer Interpretation 267
II. Historische Rekonstruktion des Unternehmens Wissenschaft 273
1. Analytische Wissenschaftstheorie 273
2. Thomas S. Kuhns Schilderung paradigma-geleiteter Normalwissenschaft 275
3. Zum Begriff des Paradigmas 279
4. Die Struktur außerordentlicher Wissenschaft 283
5. Die Frage des wissenschaftlichen Fortschritts 288
IIΙ. Kritik und Modifikation der historischen Rekonstruktion 290
1. Zum veränderten, wissenschaftlichen Selbstverständnis 290
2. Karl R Poppers Wissenschaftskonzept 293
3. Poppers Kritik an Kuhns Normalwissenschaft 299
4. Die Rationalitiät der Theorienwahl 302
5. Weitere Einwände gegen die Normalwissenschaft 303
6. Was heißt „wissenschaftliche Revolution\"? 308
7. Eine Neuinterpretation wissenschaftlicher Theorien 311
8. Die Erforschung kultureller Regelsysteme als wissenschaftsgeschichtliche Leitidee 315
IV. Tradition und Neuerung in der zeitgenössischen Rechtswissenschaft 318
1. Rechtswissenschaft als Normalwissenschaft 318
2. Strukturkerndiskussion und Paradigmakrise 322
D. Die Entwicklung neuzeitlicher Rechtswissenschaft als Abfolge paradigmatischer Rechtsverständnisse 325
I. Die unbezweifelbare Autorität überlieferter Texte 325
1. Das Justinianische Recht als Forschungsgegenstand einer entstehenden Rechtswissenschaft 325
2. Die wissenschaftliche Arbeitsweise der Glossatoren und Kommentatoren 329
3. Die scholastischen Wurzeln der Semantik 334
4. Der Einfluß der Scholastik auf das zeitgenössische Rechtsverständnis 337
5. Humanistische Kritik und beginnende Krise 339
II. Die Begründung des Rechts aus logischen Systemen der Vernunft 340
1. Schulenstreit und Experimentierphase 340
2. Humanistische Rechtswissenschaft 342
3. Die ramistische Logik und Wissenschaftslehre 343
4. Hermann Vultejus' Iurisprudentia Romana 345
5. Die systematische Erfassung des Rechts durch Johannes Althusius 347
6. Hugo Grotius' Versuch einer Grundlegung des Rechts 351
7. Die Erweiterung der naturwissenschaftlichen Methode durch René Descartes 356
III. Geschichte des Rechts als positive Wissenschaft 361
1. Systematisches Naturrecht 361
2. Empiristische Kritik und Erkenntnislehre 362
3. Kants Einfluß auf die Erneuerung der Rechtswissenschaft 367
4. Das neue Paradigma 371
5. Die Problematik des inneren Systems und ungenutzte Forschungsansätze 374
IV. Gesetzespositivismus und das Problem der Begründung des richtigen Rechts 377
1. Zum methodischen Verständnis der Historischen Rechtsschule 377
2. Erfahrung als Wissenschaftskriterium 381
3. Die Grundlagen des Utilitarismus bei J. St. Mill und J. Bentha 385
4. Der utilitaristische Einfluß auf R v. Ihering und die lnteressenjurisprudenz 389
5. Die Krise des szientistischen Rechtsverständnisses 392
6. Zur Rationalität der juristischen Interpretation 393
7. Das höchste Ziel 395
Literaturverzeichnis 399
Sachverzeichnis 436