Grundrechtsschutz, technischer Wandel und Generationenverantwortung

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Grundrechtsschutz, technischer Wandel und Generationenverantwortung
Verfassungsrechtliche Determinanten des »Restrisikos« der Atomkraft
Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 562
(1989)
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Book Details
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Table of Contents
Section Title | Page | Action | Price |
---|---|---|---|
Vorwort | 5 | ||
Inhaltsverzeichnis | 7 | ||
Abkürzungsverzeichnis | 14 | ||
1. Kapitel: Themenbeschreibung und Methode | 19 | ||
1. Teil: Themenbeschreibung unter Berücksichtigung kernenergiespezifischer Besonderheiten | 19 | ||
A. Der Untersuchungsgegenstand | 20 | ||
I. Grundrechtliche Einordnung „sozialadäquater Restrisiken" im Atomrecht | 20 | ||
II. Normative Steuerung der quantitativen Risikozunahme | 21 | ||
ΙII. Rechtliche Bewertung des durch die Entsorgung aufgeworfenen Generationenproblems | 22 | ||
B. Tatsächliche und rechtliche Besonderheiten der Energieerzeugung durch Atomkraft | 23 | ||
C. Konsequenzen der atomtechnischen Besonderheiten für den Gang der Untersuchung | 25 | ||
2. Teil: Methode der Untersuchung | 28 | ||
A. Die Bedeutung des Vorverständnisses und der Methodenwahl für die Betrachtung atomarer Risiken | 28 | ||
B. Aussagekraft der vertretenen methodischen Ansätze für die Risikoproblematik | 30 | ||
C. Eigener methodischer Ansatz | 34 | ||
2. Kapitel: Grundrechtsdogmatische Einordnung der „sozialadäquaten Risiken" | 37 | ||
1. Teil: Ansätze der Risikodefinition und verfassungsrechtliche Einordnung der „sozialadäquaten Risiken" durch Literatur und Rechtsprechung | 37 | ||
A. Gegenstand der „sozialadäquaten Risiken" | 37 | ||
I. Einleitung | 37 | ||
II. Konzeption des atomrechtlichen Instrumentariums als Reaktion auf die Besonderheiten des Regelungsgegenstandes | 38 | ||
1. Zweck des Atomgesetzes | 38 | ||
2. Der Verweis auf den „Stand von Wissenschaft und Technik" im Sinne von § 7 II Nr. 3 AtomG und daraus resultierender „dynamischer Grundrechtsschutz" | 40 | ||
a) „Stand von Wissenschaft und Technik" im Sinne von § 7 II Nr. 3 AtomG | 40 | ||
b) „Dynamischer Grundrechtsschutz" | 42 | ||
aa) Inhalt dieses Postulats | 42 | ||
bb) Kritik am postulierten „dynamischen Grundrechtsschutz" | 46 | ||
cc) Stellungnahme | 47 | ||
ΙII. Die gesetzliche Erfassung nuklearspezifischer Gefahren und Risiken | 49 | ||
1. Herkömmlicher Gefahren-und Risikobegriff | 49 | ||
2. Notwendigkeit einer Verfeinerung des Gefahrenbegriffs | 50 | ||
3. Kategorien der Gefahrenabwehr, der Risikovorsorge und des Restrisikos | 52 | ||
a) Definitionen | 52 | ||
b) Methoden der Einteilung aller denkbaren Risiken in die Kategorien Gefahrenabwehr, Risikovorsorge und Restrisiko | 55 | ||
aa) Postulat „absoluter Sicherheit" durch das VG Freiburg | 55 | ||
bb) Probabilistische Risikowertungen aufgrund naturwissenschaftlicher Risikoberechnung | 56 | ||
(1) Inhalt | 56 | ||
(2) Aussagekraft | 57 | ||
cc) Deterministische Risikoabschichtung | 59 | ||
(1) Maßstab „praktischer Vernunft" | 59 | ||
(aa) Inhalt, Ursprung | 59 | ||
(bb) Unterschiedliche Anwendung des „Maßstabs praktischer Vernunft" durch das Bundesverfassungsgericht und Breuer | 61 | ||
(cc) Kritik am „Maßstab praktischer Vernunft"; Stellungnahme | 62 | ||
(2) Trennung „erkannter" und „nicht erkannter" Risiken | 64 | ||
(aa) Inhalt | 64 | ||
(bb) Kritik | 67 | ||
c) Konkrete Umsetzung der Einteilung Gefahrenabwehr, Risikovorsorge und Restrisiko im Genehmigungsverfahren | 68 | ||
B. Staatsverantwortung für Kernenergierisiken und dogmatische Einordnung der „sozialadäquaten Restrisiken" in Rechtsprechung und Literatur | 72 | ||
I. Begründung und Umfang der staatlichen Verantwortung für kerntechnische Risiken aus Art. 2 II S. 1 GG | 73 | ||
1. Konkurrenz zur Annahme grundrechtlicher Schutzpflichten | 73 | ||
2. Ableitung einer unmittelbaren Staatsverantwortung aufgrund der Genehmigung atomarer Anlagen | 74 | ||
3. Grundsätzliche Vorwürfe gegen die Kerntechnik allgemein | 77 | ||
II. Aussagen des Bundesverfassungsgerichts und der Literatur zur Einordnung von Restrisiken | 78 | ||
1. Stellungnahme des Bundesverfassungsgerichts | 78 | ||
2. Stellungnahmen der Literatur und sonstiger Rechtsprechung | 79 | ||
a) Situationsbedingtheit des Grundrechtsschutzes, Abhängigkeit von technologischer Rahmensetzung | 80 | ||
b) Die Steuerungsfunktion der politisch-planerischen Ebene | 81 | ||
c) Kritische Stimmen zur grundrechtlichen Situationsprägung und „Vorbestimmung" durch „sozialadäquate Risiken" | 82 | ||
2. Teil: Eigene Analyse der „sozialadäquaten Risiken" | 85 | ||
A. Unterschiede in den Begründungen der „sozialadäquaten Risiken" durch das Bundesverfassungsgericht und Degenhart | 85 | ||
B. Einordnung und Qualifizierung der „sozialadäquaten Risiken" | 86 | ||
I. Theoretische Möglichkeiten der grundrechtsdogmatischen Einordnung von Restrisiken | 87 | ||
II. Analyse der theoretischen Möglichkeiten | 90 | ||
1. Restrisiken als Ausdruck einer Ausgestaltung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit | 90 | ||
a) Überwiegende Auffassungen zur Grundrechtsausgestaltung | 90 | ||
aa) Inhalt dieser Konstruktion | 90 | ||
bb) Kritik, Anwendbarkeit auf die Risikoproblematik | 92 | ||
(1) Spannungsfeld zu Art. 1 III GG, Gefahren der Eigendynamik | 92 | ||
(2) Problem der Anwendbarkeit einer Ausgestaltungskompetenz auf Art. 2 II S. 1 GG | 93 | ||
b) Institutionelle Grundrechtstheorie Häberles | 94 | ||
aa) Inhalt | 94 | ||
bb) Kritik, Stellungnahme | 95 | ||
2. Restrisiken als Ausdruck einer „immanenten" Grundrechtsschranke | 97 | ||
a) Terminologie | 97 | ||
b) Dualismus von Tatbestands-und Schrankenlösung | 98 | ||
aa) Außentheorie | 98 | ||
bb) Innentheorie | 99 | ||
cc) Resultierender Dualismus von enger Tatbestandstheorie und weiter Tatbestandstheorie | 100 | ||
c) Relevanz des Immanenzgedankens im Atomrecht | 101 | ||
d) Verschiedene Modelle immanenter Grundrechtsbegrenzungen | 103 | ||
aa) F. Müllers Theorie der „sachspezifischen Modalität" | 103 | ||
(1) Inhalt | 103 | ||
(2) Kritik, Anwendbarkeit auf die Risikoproblematik | 105 | ||
bb) Enge Tatbestandstheorien durch Ausgrenzung des Inhalts „allgemeiner Gesetze" | 107 | ||
(1) Inhalt, Bedeutung | 107 | ||
(2) Kritik an einer Restrisikoerklärung durch den Vorbehalt der „allgemeinen Gesetze" | 109 | ||
cc) Legitimation der Restrisiken über die „Gemeinschaftsklausel" des Bundesverwaltungsgerichts | 113 | ||
dd) Unmittelbare und mittelbare Anwendung der Schrankentrias aus Art. 2 I GG auf die nachfolgenden Grundrechte zur Legitimation von Restrisiken | 113 | ||
ee) „Eigentliche" Immanenzlehre des Bundesverfassungsgerichts als Rechtfertigung „sozialadäquater Restrisiken" im Atomrecht | 115 | ||
(1) Einordnung | 115 | ||
(2) Anwendbarkeit der „immanenten Schranken im eigentlichen Sinne" auf Grundrechte, die unter einem speziellen Einschränkungsvorbehalt stehen | 115 | ||
(3) Inhalt der Immanenzlehre des Bundesverfassungsgerichts | 117 | ||
(4) Kritik, Stellungnahme | 119 | ||
(5) Anwendung der Immanenzlehre des Bundesverfassungsgerichts auf die Nutzung der Atomkraft | 120 | ||
(aa) Grundrechte der Betreiber atomarer Anlagen | 121 | ||
(bb) Art. 74 Nr. 11 a GG als Verfassungsauftrag zur friedlichen Nutzung der Kernenergie; EURATOM »Vertrag | 122 | ||
(cc) Verfassungsrechtliches Wachstumsgebot (§ 1 S. 2 StabilitätsG) | 123 | ||
(dd) Art. 74 Nr. 11 a GG als risikolegitimierende Kompetenznorm | 124 | ||
aaa) Vertretene Auffassungen in Rechtsprechung und Literatur | 125 | ||
bbb) Kriterien zur Bewertung des materiellrechtlichen Gehaltes von Art. 74 Nr. 11 a GG in bezug auf das Restrisiko der Atomkraft | 127 | ||
ccc) Umsetzung der Kriterien auf das Verhältnis von Art. 74 Nr. 11 a GG zu Art. 2 II S. 1 GG | 129 | ||
C. Zusammenfassung | 131 | ||
3. Kapitel: Normative Steuerung und Entwicklung der „sozialadäquaten Risiken" | 134 | ||
1. Teil: Notwendigkeit einer Steuerung, Regelungsdefizite | 134 | ||
A. Problemansatz | 134 | ||
B. Notwendigkeit einer Risikogesamtbetrachtung und Risikosteuerung | 135 | ||
C. Analyse der Steuerungsfähigkeit bisherigen Rechts | 139 | ||
I. Gesetzliche Steuerimgsinstrumente | 139 | ||
II. Verfassungsrechtliche Aussagen zur Risikosteuerung | 141 | ||
1. Aussagen des Bundesverfassungsgerichts | 141 | ||
a) Verhältnismäßigkeit, Güterabwägung, Nachbesserungspflicht des Gesetzgebers | 141 | ||
b) „Dynamischer Grundrechtsschutz" des Bundesverfassungsgerichts | 143 | ||
2. Aussagen in der Literatur | 144 | ||
a) Inhalt | 144 | ||
b) Rückführung dieser Auffassungen auf funktionell-grundrechtliche Aspekte | 144 | ||
c) Kritik an den funktionell-rechtlichen Bezügen dieser Auffassungen | 147 | ||
D. Zwischenergebnis | 149 | ||
2. Teil: Steuerungsansätze | 151 | ||
A. Unmöglichkeit einer gesetzlichen Festlegung des Restrisikos | 151 | ||
B. Steuerung der Restrisiken durch „geordneten" Verfassungswandel | 153 | ||
I. Verfassungsrechtlicher Ansatzpunkt | 153 | ||
1. Gnindrechtskonkretisierung und Verfassungs wandel | 154 | ||
2. Grundlagen des Verfassungswandels | 155 | ||
a) Positivistische Betrachtung des Verfassungswandels | 155 | ||
b) Moderne Auffassungen, Stellungnahme | 157 | ||
II. Steuerungsfähigkeit dieses Prozesses (Grenzen des Verfassungswandels durch die atomare Nutzung) | 161 | ||
1. Ansatzpunkte | 161 | ||
2. Grenzen des Verfassungswandels | 162 | ||
a) Materielle Grenzen | 162 | ||
aa) Wortlaut der Verfassungsnorm | 162 | ||
bb) Ausdrückliche Entscheidungen des Verfassungsgebers/Identität der Verfassung | 164 | ||
cc) Normative Leitfunktion der Verfassung als Steuerungsminimum | 165 | ||
b) Formelle Grenzen | 166 | ||
aa) „Typus"-orientierte, prinzipiell rückschauende Entwicklung | 166 | ||
bb) Kontinuität der Verfassungsentwicklung als Verfahrensvorgabe | 168 | ||
3. Konsequenzen für die Restrisikoentwicklung | 169 | ||
C. Ergebnis | 172 | ||
4. Kapitel: Verfassungsrechtliche Aspekte der Zukunftswirkung nuklearer Technik, insbesondere der nuklearen Entsorgung | 174 | ||
1. Teil: Problemstellung, vertretene Auffassungen | 174 | ||
A. Problemstellung | 174 | ||
1. Technische Vorgaben der Endlagerung | 174 | ||
2. Konsequenzen und Fragestellungen | 175 | ||
B. Die vertretenen Auffassungen und Ansatzpunkte im Überblick | 177 | ||
2. Teil: Eigene Untersuchung | 179 | ||
A. Relativität der Fragestellung | 179 | ||
B. Methodische Vorfragen | 181 | ||
C. Denkbare Anknüpfungspunkte | 182 | ||
1. Vorüberlegungen | 182 | ||
a) Gegenstand der Zukunf tsver antwortung | 182 | ||
b) Rechtskonstruktive Möglichkeiten | 183 | ||
2. Demokratie | 183 | ||
3. Planungsgrundsätze | 186 | ||
4. Pflicht zum Umweltschutz | 189 | ||
D. Zeitliche Grenzen staatlicher Verantwortung, Ergebnis | 191 | ||
Thesen | 195 | ||
Literaturverzeichnis | 198 |