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Kirchenbaulasten politischer Gemeinden und Gewohnheitsrecht

Nach heutigem Staatskirchenrecht exemplarisch dargestellt für das Hochstift Paderborn

Wiesenberger, Nikolaus

Staatskirchenrechtliche Abhandlungen, Vol. 14

(1981)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 15
Einleitung 19
Erstes Kapitel: „Kirchenbaulast“ allgemein 19
I. Begriffsbestimmung der Kirchenbaulast 19
II. Allgemeine Kirchenbaulastvorschriften 22
1. Die Bestimmungen des kanonischen Rechts 22
2. Die Regelung des Gemeinen Rechts 23
3. Die Vorschriften des Allgemeinen Landrechts 23
III. Einschränkung der Untersuchung auf den Bereich des ehemaligen Fürstbistums Paderborn 25
IV. Einschränkung der Untersuchung auf Kirchenbaulastverpflichtungen politischer Gemeinden 27
V. Rechtscharakter der Verpflichtungen 28
1. Keine Reallast 28
2. Keine sonstige dingliche Last 29
3. Die Kirchenbaupflicht als Dauerschuldverhältnis 30
VI. Bestimmung der geschuldeten Leistung 31
VII. Zuordnung der Baulastpflichten zum öffentlichen Recht 34
1. Entwicklung bis 1925 34
2. Zuordnungsversuche der Rechtsprechung 34
3. Kritik an dieser Rechtsprechung 36
4. Zuordnung der Materie zum Staatskirchenrecht 37
Zweites Kapitel: Die Anspruchsgrundlagen und das Institut der unvordenklichen Verjährung 40
I. Besondere Provinzialgesetze 40
II. Gewohnheitsrecht 41
1. Begriff 41
2. Notwendigkeit der Unterscheidung von Observanz und Landesgewohnheitsrecht 43
III. Die Unterscheidungsmerkmale von Observanz und Landesgewohnheitsrecht 44
1. Der räumliche Anwendungsbereich 44
a) Zuordnung der Bezeichnungen 44
b) Verwendung der Bezeichnungen in der Rechtsprechung 45
(1) Die Rechtsprechung des Reichsgerichts 45
(2) Die Rechtsprechung des Preußischen Oberverwaltungsgerichts 46
(3) Die Rechtsprechung des Preußischen Obertribunals 47
(4) Die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Hamm 47
2. Die Rechtsüberzeugung 48
a) Der Kreis der Überzeugungsträger bei Landesgewohnheitsrecht 48
(1) Angaben in der Literatur 49
(2) Bestimmung des Personenkreises 50
b) Der Kreis der Überzeugungsträger bei einer Observanz 51
(1) Stellung von Literatur und Rechtsprechung 51
(2) Observanz als Norm des autonomen Verbandes 52
(3) Der autonome Verband bei kommunalen Kirchenbaulasten 53
α) Die Rechtsprechung des Preußischen Obertribunals 53
β) Die politische Gemeinde als maßgeblicher autonomer Verband 55
(4) Die einzelnen Überzeugungsträger 56
c) Unterschiedliche Gegenstände der Rechtsüberzeugung 57
3. Unterschiedlichkeit der nachzuweisenden Übung 57
4. Unterschiedlicher Normcharakter 58
IV. Die „Paderborner Observanz“ als Landesgewohnheitsrecht 60
1. Problemstellung 60
2. Der Nachweis der Rechtsüberzeugung 62
a) Die Arbeit Linneborns als Ausgangspunkt 62
b) Nachweise aus der Zeit vor 1600 63
c) Mögliche Belege aus dem 17. Jahrhundert 63
d) Die Beweissituation des 18. Jahrhunderts 66
(1) Die Rundfrage von 1722 66
(2) Zwei Entscheidungen des Dompropstes 70
(3) Visitationen im Jahre 1765 71
(4) Ergebnis 72
e) Nachweise aus der ersten preußischen Zeit 73
f) Die Situation im Königreich Westfalen 74
g) Die Beweislage im Zeitraum von 1815 bis 1950 75
(1) Der Regierungsbericht vom 17. Mai 1823 75
(2) Weitere Vorgänge ohne Beweiswert 77
(3) Die Auskunft des Generalvikars vom 14. Juni 1821 78
(4) Die Stellungnahme der Mindener Regierung vom 10. Juni 1835 zum Gutachten von Haxthausen 81
(5) Der revidierte Entwurf eines Provinzialrechts 86
(6) Die Beschwerde von der Borch 87
(7) Der Regierungsbericht vom 2. Juni 1848 92
(8) Einzelne Beschwerden und Klagen 95
(9) Die Klageschriften aus Natzungen und Ossendorf 99
(10) Die Jahre nach 1855 101
(11) Die staatlichen Untersuchungen der Jahre 1897/99 102
(12) Die Erhebungen des Generalvikariates von 1913 105
(13) Gerichts- und Behördenentscheidungen nach 1900 107
(14) Das Beweismaterial des Lippspringer Prozesses 111
(15) Die Rundschreiben vom 19. Juli 1950 und 7. Juni 1950 114
(16) Abschließende Beweiswürdigung 117
3. Die Übung des Landesgewohnheitsrechtes 119
a) Die nachweisbaren Übungsfälle 119
(1) Vorgefundene Auflistungen 119
(2) Liste der Übungsfälle um 1950 121
b) Die Einheitlichkeit der Übung 127
(1) Ausnahmen aufgrund örtlichen Gewohnheitsrechtes 127
(2) Beispiele für die Übung des Landesgewohnheitsrechtes 128
(3) Sonstige Ausnahmen 129
(4) Einheitlichkeit trotz Ausnahmen 129
c) Lange Dauer der Übung 130
d) Ergebnis 130
V. Observanz 130
1. Warburg-Neustadt 131
2. Peckelsheim 132
3. Loewen 134
4. Dalhausen 136
VI. Vertragliche Vereinbarungen 137
1. Asseln 137
a) Inhalt der Urkunde 137
b) Auslegung 139
c) Spätere Behandlung der Verpflichtung 140
2. Nieheim 141
3. Driburg 141
4. Leiberg 142
VII. Gemeinrechtliches Herkommen 143
1. Beschreibung des Rechtsinstituts 143
2. Anwendbarkeit im Untersuchungsgebiet 144
VIII. Erwerbende Verjährung 145
1. Anwendbarkeit auf Kirchenbaulasten 145
2. Eingreifen des § 649 I 9 Allgemeines Landrecht 146
3. Verhältnis zu anderen Anspruchsgrundlagen 146
4. Anspruchsvoraussetzungen 146
a) Fristbestimmung 147
b) Unterbrechung der Frist 147
c) Auswirkungen eines Rechtsirrtums 148
5. Anwendbarkeit nach dem 1. Januar 1900 148
a) Eingreifen des Art. 55 EGBGB 148
b) Vorbehaltsmaterie des Art. 132 EGBGB 149
(1) Die Auffassung des Bayerischen Obersten Landesgerichts 149
(2) Die Auffassung des Landesverwaltungsgerichts Minden und der Literatur 150
(3) Der Standpunkt des Reichsgerichts 151
(4) Schlußfolgerung 152
IX. Unvordenkliche Verjährung 153
1. Umschreibung des Rechtsinstituts 153
2. Anwendbarkeit auf Kirchenbaulasten 153
3. Anwendbarkeit im Untersuchungsgebiet 154
4. Anspruchsgrundlage oder Beweisregel 154
5. Voraussetzungen der Beweiserbringung 155
6. Praktische Bedeutung 156
X. Erstattungsansprüche 157
Drittes Kapitel: Kommunale Kirchenbaulastverpflichtungen und Verfassungsrecht 158
I. Der Paritätsgrundsatz 158
1. Begriffsbestimmung 158
2. Eingrenzung der zu untersuchenden Aspekte 158
3. Benachteiligung anderer Bekenntnisse 159
a) Die formal-paritätischen Anspruchsgrundlagen 159
b) Ungleichbehandlung in der Praxis 160
4. Rechtfertigung der Ungleichbehandlung 161
a) Art. 138 Abs. 1 Weimarer Reichsverfassung als Paritätsmaßstab 162
(1) Traditionelles Verständnis von „Staatsleistungen“ 162
(2) Versuch einer Neuinterpretation 163
(3) Kritik an der Neuinterpretation 164
(4) Ergebnis 166
b) Art. 138 Abs. 2 Weimarer Reichsverfassung als Paritätsmaßstab 167
(1) Unterschiedliche Zielrichtung gegenüber Art. 14 Grundgesetz 167
(2) Dasselbe Schutzobjekt wie in Art. 14 Grundgesetz 168
(3) Kommunale Kirchenbaulasten als „Eigentum“ 169
α) Eigentumsähnliche subjektiv-öffentliche Rechte nach der Rechtsprechung 169
β) Vergleich mit kommunalen Kirchenbaulasten 170
(4) Ergebnis 171
c) Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz als Paritätsmaßstab 172
d) Das Willkürverbot als Paritätsmaßstab 173
(1) Der Grund der Ungleichbehandlung 173
(2) Die historische Entwicklung als anerkannter Differenzierungsgrund 174
(3) Ergebnis 175
II. Der Neutralitätsgrundsatz 175
1. Begriffsbestimmung 175
2. Ausgrenzung schon behandelter Aspekte der Neutralität 176
3. Die staatliche Nichtidentifikation 176
a) Die Prüfung anhand Art. 137 Abs. 1 Weimarer Reichsverfassung 177
(1) Untersuchungsweg des Bundesverwaltungsgerichts 177
α) Methodische Mängel 178
β) Sachliche Mängel 179
(2) Kommunale Kirchenbaulastverpflichtungen als Problem der staatlichen Kulturverfassung 180
(3) Ergebnis 181
b) Die Prüfung anhand Art. 4 Abs. 1 Grundgesetz 182
(1) Die Argumentation des V. Senats des Oberverwaltungsgerichts Münster 182
(2) Kritik an dieser Rechtsprechung 183
III. Die kommunale Finanzhoheit 184
1. Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 185
2. Gewohnheitsrechtliche Kirchenbaulastbestimmungen als für alle geltende Gesetze 185
3. Ergebnis 187
Viertes Kapitel: Beendigung kommunaler Kirchenbaulastverpflichtungen durch Gesetz, allgemeine Rechtsgrundsätze und Vertrag 188
I. Kirchensteuergesetzgebung 188
II. Ablösungsgesetz 189
III. Verjährungsvorschriften 190
1. Verjährbarkeit 190
2. Verjährung der Stammrechte 190
3. Verjährung der Einzelansprüche 191
4. Heutige Anwendbarkeit 191
IV. Clausula rebus sic stantibus 191
1. Inhaltsbestimmung 191
2. Anwendung auf Kirchenbaulastverpflichtungen 192
3. Zumutbarkeit als entscheidendes Problem 193
4. Bestimmung der Zumutbarkeitsgrenze durch Art. 21 der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen 193
5. Überschreiten die von der Rechtsprechung genannten Umstände diese Grenze? 194
a) Die veränderte Nutzung von Kirchtürmen 194
b) Die veränderte Finanzlage der Kirchen 195
c) Die Konfessionsverschiebungen 196
6. Ergebnis 197
V. Wegfall der Geschäftsgrundlage 198
1. Inhaltsbestimmung 198
2. Veränderte Umstände keine Geschäftsgrundlage 199
VI. Wegfall der Norm wegen veränderter Verhältnisse 200
1. Anwendung des Grundsatzes auf Kirchenbaulastverpflichtungen durch die Rechtsprechung 200
a) Auffassung des Oberverwaltungsgerichts Münster 200
b) Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts 201
2. Die durch diese Rechtsprechung aufgeworfenen Fragen 202
a) Die verschiedenen Varianten des Rechtsgrundsatzes im Laufe der Geschichte 202
b) Die vom Oberverwaltungsgericht Münster und vom Bundesverwaltungsgericht herangezogenen Varianten 204
(1) Die zitierten Literaturstellen 204
α) Die Auffassung von Enneccerus-Nipperdey 204
β) Die Ausführungen von Wolff und Forsthoff 206
γ) Die normative Kraft des Faktischen 206
δ) Die Auffassung Scheuners 206
(2) Die herangezogene Rechtsprechung 207
α) Die Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes 207
β) Das „Handelskammer“-Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster 207
γ) Die Rechtsprechung des Preußischen Oberverwaltungsgerichts 208
δ) Zwei Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts 209
(3) Ergebnis 209
c) Subsumtion unter die festgestellte Variante 210
(1) Unzutreffende Subsumtion der Rechtsprechung 210
(2) Subsumierbare Sachverhalte 210
d) Die Möglichkeit einer weitergehenden Anwendung des Rechtsgrundsatzes 211
(1) Die möglichen Gründe für einen Wegfall der Norm 211
(2) Die Meinungen in der Literatur 212
(3) Die Stellung der Rechtsprechung 213
(4) Ergebnis 216
e) Die kritisierten Entscheidungen als neues Richterrecht und seine Anwendbarkeit auf Kirchenbaulastverpflichtungen 216
VII. Einzelablösungsverträge 218
VIII. Die Gespräche von Höxter 219
1. Die Vorgeschichte 220
2. Die beiden Gesprächstermine 221
3. Rechtliche Bedeutung 222
a) Historisch abgeschlossene Vorgänge 223
b) Der Anerkennungsbetrag 224
c) Das Ruhen der „Paderborner Observanz“ 224
(1) „Ruhen“ als tatsächlicher Gesprächsgegenstand 224
(2) Wille zur Gestaltung durch Vertrag 226
(3) Das Regelungsobjekt 226
(4) Vergleichsvertrag über einzelne Schuldverhältnisse 227
α) Verhandlung in fremdem Namen 227
β) Streit über Rechtsverhältnis 229
γ) Gegenseitiges Nachgeben 229
δ) Wirksamkeit des Vergleichsvertrages im übrigen 231
ε) Nachträgliche Genehmigung 231
(5) Erklärungsinhalt von „Ruhen“ 232
α) Das Ruhen der Stammrechte 232
β) Das Ruhen der Einzelansprüche 233
d) Der beschränkte Anwendungsbereich der Vereinbarung 234
(1) Gegenteilige Auffassungen von Generalvikariat und Landesregierung 234
(2) Streitentscheidung anhand der Texte von 1950 235
α) Die in Höxter geregelten Fälle 235
β) Die ungeregelten Fälle 236
γ) Die Interessenlage der Parteien 236
δ) Ergänzende Regelung 237
(3) Ergebnis 238
Zusammenfassung 239
Anhang: Die Rundschreiben von 1950 241
Literaturverzeichnis 245
Verzeichnis des gedruckten Quellenmaterials 259
Verzeichnis der benutzten Archive 260
Orts- und Personenregister 261
Sachwortregister 264