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Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für das Zusammenleben der Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa

Teil 2

Editors: Gornig, Gilbert H. | Michel, Adrianna A.

Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Vol. 33

(2019)

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About The Author

Gilbert H. Gornig studied law and political sciences in Regensburg and Wuerzburg; Doctorate (Dr. iur. utriusque); Habilitation (Dr. iur. utriusque habil.). From 1990 professor at the Georg August University of Goettingen and from 1994 Dean. From 1995 to 2016 Professor of Public Law, International Law and European Law at the Philipps-University Marburg, Dean 2006 to 2012. 1996 to 2004 Judge at the Higher Hessian Administrative Court. Honorary doctorates Pécs (Hungary), Sibiu (Romania) and Temuco (Chile), visiting professor at many foreign universities, especially in China. Research interests: international law, European law, constitutional law, administrative law. Homepage: www.voelkerrecht.com.

Abstract

Der zweite Band der Trilogie über den Ersten Weltkrieg widmet sich den europäischen Staaten außer Deutschland, die in besonderer Weise am Großen Krieg beteiligt und von den Friedensverträgen von Saint Germain und Trianon betroffen waren. Belgien wurde vom Friedensvertrag von Versailles begünstigt. Die drei baltischen Staaten waren in unterschiedlichem Maße von den kriegerischen Handlungen zwischen West und Ost betroffen. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs ging der 123 Jahre andauernde Freiheits- und Unabhängigkeitskampf der polnischen Nation zu Ende. Die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn stand am Ende des Ersten Weltkriegs vor dem Zerfall. Südtirol und viele weitere Gebiete mit deutscher Bevölkerung wurden von Österreich abgetrennt. Der österreichische Kaiser wurde durch das Habsburgergesetz des Landes verwiesen und enteignet. Ungarn verlor etwa zwei Drittel seines Staatsgebiets. Die Tschechoslowakei und Jugoslawien traten auf die Weltbühne. Menschen verloren ihre angestammte Heimat. »World War I and its Consequences for the Coexistence of Peoples in Central and Eastern Central Europe, Vol. 2«

The second volume of the trilogy on the First World War is dedicated to the European States except Germany, which were involved in the Great War and were affected by the consequences. It deals with Belgium, the Baltic States and Poland, in particular Austria-Hungary and the peace treaties of Saint Germain and Trianon. Many areas with German population were separated from Austria. Hungary lost about two-thirds of its territory. Czechoslovakia and Yugoslavia emerged.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Foreword 7
Inhaltsverzeichnis 9
Content 10
Abkürzungsverzeichnis / List of Abbreviations 11
Jean-Marie Godard: Die Angliederung von Eupen-Malmedy an Belgien im Jahre 1919 15
I. Geographische Lage 16
II. Sprachgrenzen 17
III. Geschichtliche Entwicklung bis 1918 18
1. Entwicklung bis 1918 18
2. Eine Zeit gewaltiger Wandlungen (1918–1945) 23
3. Belgische politische Wandlungen (1945–2017) 30
IV. Fazit 33
* 34
Abstract 34
Jurgita Baur: Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die baltischen Staaten 35
I. Einführung 35
II. Vorgeschichte 36
III. Erster Weltkrieg und seine Folgen 37
1. Außenpolitik der baltischen Staaten 37
2. Folgen des Ersten Weltkrieges für die Innenpolitik der baltischen Staaten 41
IV. Zweiter Weltkrieg und Eingliederung der baltischen Staaten in die Sowjetunion 44
V. Reaktionen auf die Eingliederung der baltischen Staaten in die Sowjetunion: Frage der Anerkennung 45
VI. Nationales Wiedererwachen und Wiederherstellung der Unabhängigkeit (1985–1991) 46
VII. Zerfall der Sowjetunion und der gesamten sozialistischen Staatengemeinschaft 47
VIII. Das Verhältnis zwischen Russland und den baltischen Staaten heute. Bestehende Streitpunkte nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeiten 48
IX. Ausblick 49
* 49
Abstract 49
Adrianna A. Michel: Die Folgen des Ersten Weltkriegs für Polen 51
I. Einleitung 51
II. Wiederherstellung des polnischen Staates 52
1. Erste Weichenstellungen auf dem Weg zur Unabhängigkeit: Das Königreich Polen 52
2. Kriegsende und Gründung der Zweiten Polnischen Republik 54
3. Bildung einer einheitlichen polnischen Staatsgewalt 54
a) Regentschaftsrat 54
b) Provisorische Volksregierung der Polnischen Republik 55
c) Polnisches Nationalkomitee 56
d) Der erste Sejm im unabhängigen Polen 57
4. Der Versailler Vertrag 58
5. Verfassung vom 17. März 1921 58
6. Die polnische Staatsangehörigkeit 59
III. Die Grenzen der Zweiten Polnischen Republik 61
1. Hintergrund 61
2. Militärische Auseinandersetzungen um die Neugestaltung der Westgrenze 61
a) Der Posener Aufstand 61
b) Aufstände in Oberschlesien 62
c) Polnisch-Tschechoslowakischer Grenzkrieg 63
3. Polens West- und Südgrenze nach dem Versailler Vertrag 64
a) Hintergrund 64
b) Die Regelungen nach dem Versailler Vertrag 65
aa) Unmittelbar ohne Volksabstimmung vom Deutschen Reich abgetrennte Gebiete 65
bb) Gebietsabtrennungen nach den Volksabstimmungen 65
4. Die Freie Stadt Danzig 67
5. Polens Ostgrenze 69
a) Polnische Vorstellungen 69
b) Beschluss des Botschafterrates vom 8. Dezember 1919: „Curzon-Linie“ 70
c) Militärische Auseinandersetzungen um die Ostgrenze 71
aa) Polnisch-Ukrainischer Krieg 71
bb) Polnisch-Litauischer Krieg 72
cc) Polnisch-Sowjetischer Krieg 72
d) Friedensvertrag von Riga 73
e) Beschluss des Botschafterrates vom 15. März 1923 74
6. Schlussfolgerung 74
IV. Bevölkerung 75
1. Situation und Statistik 75
2. Minderheiten 76
a) Minderheitenschutzvertrag 76
b) Deutsch-Polnisches Abkommen über Oberschlesien 77
c) Schlussfolgerung 77
3. Bildung 78
V. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Ersten Weltkrieges 78
1. Innenpolitik 78
a) Allgemein 78
b) Mai-Umsturz 79
2. Außenpolitik 79
3. Wirtschaft 81
a) Allgemein 81
b) Währung 82
c) Landwirtschaft 83
d) Industrie und Infrastruktur 83
VI. Fazit 84
* 86
Abstract 86
Gilbert H. Gornig: Österreich, die Tschechoslowakei und das Schicksal des Sudetenlandes bis heute 89
I. Allgemein zur Entstehung von Staaten 89
1. Einführung 89
2. Entstehung von Staaten als historischer Vorgang 93
a) Der Staat als Produkt der Menschen 93
b) Der Staat als Produkt der Entscheidung von Staatsteilen und Staaten 94
c) Produkt dritter Staaten 97
II. Zerfall von Österreich-Ungarn 99
1. Reichsrat 99
2. Völkermanifest 100
3. Erstes Parlament des Staates Österreich 102
4. Rückzug von Kaiser Karl 105
5. Friedensvertrag von Saint Germain 106
a) Anschlussverbot an das Reich 106
b) Gebietsabtretungen und völkerrechtliche Anerkennung der Neustaaten 107
III. Entstehung und Entwicklung der Tschechoslowakei 108
1. Bemühungen der Exilpolitiker 108
2. Pittsburgher Abkommen 110
3. Nationalrat der tschechischen Länder als vorläufige Regierung 111
4. Tschechoslowakische Unabhängigkeitserklärung und Ausrufung der Republik 111
5. Grenzkonflikte 113
6. Deutschböhmen und Deutschmährer 113
7. Friedensverträge 114
a) Friedensvertrag von Versailles 114
b) Friedensvertrag von Saint Germain 114
c) Friedensvertrag von Trianon 115
8. Entwicklung der Tschechoslowakischen Republik bis 1939 115
IV. Insbesondere: Sudetenland 117
1. Ende des Ersten Weltkriegs 117
2. Vereinbarungen 1938 118
a) Notenwechsel vom 19./21. September 1938 118
b) Münchener Abkommen vom 29. September 1938 119
c) Rechtliche Würdigung 121
3. Prager Vertrag vom 11. Dezember 1973 124
4. Bedeutung des Zwei-plus-vier-Vertrags 1990 126
5. „Schlussstricherklärung“ 127
V. Resümee 128
* 131
Abstract 131
Michael Kadgien: Das Habsburgergesetz 135
I. Einleitung 135
1. Die Habsburger in Österreich 135
2. Das Habsburgergesetz 136
II. Der Weg Österreichs von der Monarchie zur Republik 136
III. Die Erste Republik Österreichs 137
1. Die Gründung des Staates Deutschösterreich 137
a) Die Verzichtserklärung des Kaisers 137
b) Ausrufung der demokratischen Staatsform 137
c) Schicksal des Kaisers 138
2. Das Habsburgergesetz vom 3. April 1919 138
a) Vorbilder und Parallelen für das Habsburgergesetz 138
b) Beweggründe für das Habsburgergesetz 139
c) Inhalt des Gesetzes 139
aa) § 1 HabsbG 140
bb) § 2 HabsbG 140
cc) § 3 HabsbG 141
dd) § 4 HabsbG 142
ee) § 5 HabsbG 142
ff) § 6 HabsbG 143
gg) § 7 HabsbG 144
hh) § 8 und § 9 HabsbG 144
d) Betroffener Personenkreis 144
3. Entwicklung des Habsburgergesetzes bis 1945 145
a) Novellierung durch Gesetz Nr. 501 vom 30. Oktober 1919 145
b) Kriegsgeschädigtenfondsgesetz 146
c) Das Bundesverfassungsgesetz von 1920 146
IV. Österreich während des Ständestaates und der Besetzung 147
1. Die Beseitigung des Habsburgergesetzes im Ständestaat 147
2. Die Wiederherstellung des Habsburgergesetzes mit der Besetzung 147
V. Das Habsburgergesetz nach dem Zweiten Weltkrieg 148
1. Vereinbarkeit mit der österreichischen Verfassung 148
2. Das Habsburgergesetz im Zusammenspiel mit supranationalem Recht 149
3. Auswirkungen des Beitritts Österreichs zur EU für die Existenz des Habsburgergesetzes 149
VI. Fazit 150
* 151
Abstract 151
Andreas Raffeiner: Die Südtirol-Frage 153
I. Persönliche Einleitung 153
II. Historische Prämissen 153
III. Nach dem Ersten Weltkrieg 154
IV. Von Mussolini bis zur Option 155
V. Kriegsende und Pariser Vertrag 158
VI. Zwischen Erstem Autonomiestatut und Österreichischem Staatsvertrag 160
VII. Das „Südtirol-Paket“ 161
VIII. Und heute? 164
IX. Resümee 165
* 166
Abstract 166
Michael Portmann und Karlo Ruzicic-Kessler: Der Erste Weltkrieg und die Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, 1914–1921 169
I. Einleitung 169
II. Der Erste Weltkrieg in Serbien 172
III. Serbien im Krieg 174
IV. Die jugoslawische Frage und der Erste Weltkrieg 177
V. Conclusio: Das Erbe des Krieges und die erste Verfassung 186
* 190
Abstract 190
Gilbert H. Gornig: Ungarn und der Frieden von Trianon 191
I. Allgemein zum Staatsuntergang 191
1. Fortbestand und Untergang von Staaten 191
a) Im Völkerrecht 191
b) Im Staatsrecht 193
2. Grundsatz der größtmöglichen Kontinuität 193
3. Kriterien für die Fortexistenz bzw. den Untergang eines Staates 194
a) Objektive Kriterien 194
aa) Staatsgebiet 194
(1) Veränderungen des Staatsgebietes, die zum Untergang führen 194
(2) Veränderungen des Staatsgebietes, die nicht zum Untergang führen 195
bb) Staatsgewalt 196
(1) Veränderungen der Staatsgewalt, die zum Untergang des Staates führen 196
(2) Veränderungen der Staatsgewalt, die nicht zum Untergang des Staates führen 196
b) Subjektive Kriterien 197
aa) Gestaltungsfreiheit des Staates 197
bb) Stellungnahme der Staatengemeinschaft 198
II. Rechtsstatus Ungarns seit dem 16. Jahrhundert 199
1. Eroberungen durch das Osmanische Reich 199
2. Die Pragmatische Sanktion 201
3. Oktoberdiplom und Februarpatent 202
4. Österreichisch-ungarischer Ausgleich 203
5. Unabhängigkeit Ungarns 204
III. Gebietsverluste Ungarns nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Ungarisch-Rumänischen Krieg 205
1. Ungarisch-rumänische Grenzstreitigkeiten 205
2. Ausweitung des Krieges auf die Slowakei und Bessarabien 208
IV. Vertrag von Trianon 208
1. Allgemein 208
2. Sezessionen 209
3. Folge des Friedens von Trianon 212
V. Fortbestehen Ungarns 214
VI. Resümee 218
* 220
Abstract 220
Holger Kremser: Vertreibung und Bevölkerungsaustausch nach dem Ersten Weltkrieg 223
I. Vertreibung der Armenier aus dem Osmanischen Reich 223
1. Allgemeines 223
2. „Lösung“ der Armenierfrage 223
3. Todesopfer 225
4. Überlebende 225
5. Enteignungen 226
6. Die „Unionistenprozesse“ 226
7. Bewertungen der Deportationen und Massaker gegenüber den Armeniern 227
a) Bewertung der Republik Türkei 227
b) Geschichtswissenschaftliche Bewertungen 228
c) VN-Menschenrechtskommission 228
d) Nationale Parlamente außerhalb Armeniens und der Republik Türkei 228
e) Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags vom Juni 2016 229
f) Gerichtsentscheidungen 229
II. Griechenverfolgungen im Osmanischen Reich und in der Türkei sowie der griechisch-türkische Bevölkerungsaustausch 230
1. Todesopfer 230
2. Bewertung der Tötung der osmanischen bzw. türkischen Griechen 231
3. Griechisch-türkischer Bevölkerungsaustausch 231
a) Allgemeines 231
b) Inhalt des griechisch-türkischen Bevölkerungsaustauschvertrags 232
c) Völkerrechtliche Zulässigkeit eines obligatorischen Bevölkerungsaustauschvertrags 233
III. Abwanderung der deutschen Minderheit aus den an Polen abgetretenen Gebieten 235
1. Allgemeines 235
2. Gründe für die Abwanderung der Deutschen aus den an Polen abgetretenen Gebieten 235
3. Verhalten des polnischen Staates gegenüber der deutschen Minderheit 236
a) Allgemeines 236
b) Staatsangehörigkeitsfrage 237
c) Landfrage 238
d) Schulfrage 238
4. Internierungslager 239
5. Politik des Deutschen Reichs gegenüber den Deutschen in den an Polen abgetretenen Gebieten 240
6. Bewertung der Politik des Deutschen Reichs gegenüber den Deutschen aus den polnischen Abtretungsgebieten 240
IV. Vertreibungen und Abwanderungen Deutscher aus sonstigen Abtretungsgebieten 241
1. Elsass-Lothringen 241
2. Memelland 242
3. Nord-Schleswig 243
4. Deutsche Schutzgebiete 244
* 245
Abstract 245
Die Autoren / The Authors 247
Dr. Jurgita Baur, LL.M. 247
Persönliche Angaben / Personal Data: 247
Auswahlbibliographie / Selected Publications: 247
Kontaktadresse / Contact Address: 248
*** 248
Jean-Marie Godard 248
Persönliche Angaben: 248
Forschungsinteresse: 249
Tätigkeiten: 249
Kontaktadresse: 249
*** 250
Professor Dr. Dr. h. c. mult. Gilbert H. Gornig 250
Persönliche Angaben / Personal Data: 250
Forschungsschwerpunkte / Research Interests: 250
Auswahlbibliographie / Selected Publications: 250
Kontaktadresse / Contact Address: 251
*** 251
Dr. Michael Kadgien 251
Persönliche Angaben / Personal Data: 251
Kontaktadresse / Contact Address: 252
*** 252
Dr. Holger Kremser 252
Persönliche Angaben/Personal Data: 252
Auswahlbibliographie/Selected Publications: 252
Kontaktadresse/Contact Address: 253
*** 253
Dr. iur. Adrianna A. Michel 253
Persönliche Angaben / Personal Data: 253
Forschungsschwerpunkte / Research Interests: 253
Auswahlbibliographie / Selected Publications: 254
Kontaktadresse / Contact Address: 254
*** 254
Dr. Michael Portmann 254
Persönliche Angaben / Personal Data: 254
Forschungsschwerpunkte / Research Interests: 254
Auswahlbibliographie / Selected Publications: 255
Kontaktadresse / Contact Address: 255
*** 255
Mag. phil. Andreas Raffeiner 255
Persönliche Angaben / Personal Data: 255
Forschungsinteressen / Research Interests 256
Auswahlbibliographie / Selected Publications: 256
Aufsätze / Essays (Auswahl – Selection) 256
Kontaktadresse / Contact Address: 256
*** 257
Dr. phil. Karlo Ruzicic-Kessler 257
Persönliche Angaben / Personal Data: 257
Forschungsschwerpunkte / Research Interests: 257
Auswahlbibliographie / Selected Publications: 257
Kontaktadresse / Contact Address: 257
Personenregister / List of Names 259
Sachregister / Subject Index 263