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Die Rolle des Europäischen Beihilferechts im globalen Standortwettbewerb

Goller, Lena

Beiträge zum Europäischen Wirtschaftsrecht, Vol. 76

(2019)

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Lena Goller studierte Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und der Universität in Luzern. Während ihrer Promotion war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Handels- und Gesellschaftsrecht bei Herrn Professor Dr. Christoph Teichmann tätig. Anschließend absolvierte sie ihr Rechtsreferendariat am Oberlandesgericht Celle. Ihre Promotion durch die Juristische Fakultät der Julius-Maximilians-Universität erfolgte im Frühjahr 2019. Seit September 2019 ist sie als Rechtsanwältin in Hannover tätig.

Abstract

Die Globalisierung der Wirtschaft hat zu einem verstärkten Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen geführt. Vermehrt greifen Standorte auf der ganzen Welt auf sog. Ansiedlungsprämien zurück, um so Unternehmen an ihren Standort zu locken. In der EU wird die Vergabe solcher Subventionen durch das Europäische Beihilferecht reguliert. Nicht selten wird das Kontrollsystem in diesem Zusammenhang als Gefahr für den Standort Europa bezeichnet und die Strenge des Europäischen Beihilferechts kritisiert. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Arbeit im Kern drei Fragen: Welche Stellung nimmt das Europäische Beihilferecht im internationalen Gefüge der Subventionskontrollsysteme ein? Welche Rolle spielen Ansiedlungsprämien im globalen Standortwettbewerb? Wie werden Ansiedlungsprämien durch die weltweit bestehenden Subventionskontrollsysteme reguliert? »European State Aid Law and the Global Competition among Localities«

Locations all over the world use location incentives to attract companies to their location. In the European Union, the granting of such subsidies is regulated by European state aid law. In this context, the control system is often described as a threat to Europe as a business location. In that respect this doctoral thesis examines the similarities and differences between the existing international subsidy control systems and the national subsidy law of the USA.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 13
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 24
Kapitel 1: Einführung 25
A. Einführung in die Thematik 25
I. Subventionswettlauf im internationalen Standortwettbewerb 25
II. Internationale Subventionskontrollsysteme im Ansiedlungswettbewerb 27
B. Ziele und Gang der Untersuchung 28
C. Terminologie: Beihilfe vs. Subvention 30
Kapitel 2: Internationale Subventionskontrollsysteme 31
A. Subventionsrecht der Welthandelsorganisation 31
I. Entwicklung und Ziele des Subventionsrechts der WTO 31
II. Inhalt des WTO-Subventionsübereinkommens 35
1. Allgemeine Bestimmungen 35
a) Begriff der Subvention, Art. 1 SCM 35
aa) Finanzielle Zuwendung 35
bb) Vorteil 37
b) Das Merkmal der Spezifität, Art. 2 SCM 37
2. Subventionskategorien – das Ampelsystem des SCM 38
a) Verbotene Subventionen 39
b) Anfechtbare Subventionen 39
III. Zuständigkeiten nach dem WTO-‍Subventionsübereinkommen 40
IV. Verfahren nach dem WTO-Subventionsübereinkommen 41
1. Verhältnis zwischen den Verfahrensarten des SCM 42
2. Ausgleichsmaßnahmen 43
a) Materielle Voraussetzungen der Ausgleichszollerhebung 43
b) Verfahrensvoraussetzungen der Ausgleichszollerhebung 44
aa) Vorprüfung 45
bb) Untersuchungsverfahren und Rechtsfolgen 45
cc) „Reviews“ 48
3. Abhilfemaßnahmen 48
a) Konsultationsverfahren 49
b) Panelverfahren 50
c) Verfahren vor dem Appellate Body 52
4. Fazit 52
V. Sonstige subventionsrechtliche Regelungen im Recht der WTO 53
1. Inhalt des Art. XVI GATT 1947 53
2. Gegenmaßnahmen gemäß Art. VI und XXII, XXIII GATT 1947 54
3. Verhältnis der subventionsrechtlichen Vorschriften des GATT 1947 zum SCM 55
VI. Ergebnis 57
B. Beihilferecht der Europäischen Union 58
I. Entwicklung und Ziele des Europäischen Beihilferechts 58
II. Inhalt des Europäischen Beihilferechts 62
1. Rechtsgrundlagen und Systematik 62
2. Verbotstatbestand des Art. 107 Abs. 1 AEUV 63
a) Gewährung einer Begünstigung 65
aa) Direkte Feststellung der Marktkonformität 66
bb) Feststellung der Marktkonformität anhand anderer Methoden 67
b) Staatliche oder aus staatlichen Mitteln gewährte Beihilfe 68
aa) Finanzierung der Maßnahme aus staatlichen Mitteln 69
bb) Zurechenbarkeit der Maßnahme an den Staat 70
c) Unternehmen oder Produktionszweige als Beihilfeempfänger 71
d) Selektivität der Maßnahme 72
e) Potentielle Auswirkungen auf den Wettbewerb und den Handel innerhalb der EU 75
aa) Drohende Wettbewerbsverfälschung 75
bb) Beeinträchtigung des Handels zwischen den Mitgliedstaaten 76
cc) Spürbarkeitsschwelle und De-minimis-Beihilfen 77
(1) Vereinbarkeit der De-minimis-Verordnung mit dem Primärrecht 78
(2) Inhalt der De-minimis-Verordnung 80
3. Ausnahmen vom Verbotstatbestand des Art. 107 Abs. 1 AEUV 81
a) Legalausnahmen, Art. 107 Abs. 2 AEUV 82
aa) Genehmigungsverpflichtung der Kommission 82
bb) Tatbestände des Art. 107 Abs. 2 AEUV im Überblick 83
b) Ermessensausnahmen, Art. 107 Abs. 3 AEUV 84
aa) Entscheidungsspielraum der Kommission 84
bb) „Soft-Law“ – Selbstbindung der Europäischen Kommission 85
cc) Einzelne Tatbestände des Art. 107 Abs. 3 AEUV im Überblick 87
(1) Art. 107 Abs. 3 lit. a und c AEUV 87
(a) Leitlinien für Regionalbeihilfen 89
(b) Regionalbeihilfen in der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung 93
(2) Art. 107 Abs. 3 lit. b AEUV 94
(a) Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse, Art. 107 Abs. 3 lit. b Alt. 1 AEUV 94
(b) Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats, Art. 107 Abs. 3 lit. b Alt. 2 AEUV 96
(3) Art. 107 Abs. 3 lit. e AEUV 97
c) Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung 99
aa) Entwicklung der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung 99
bb) Rechtsgrundlage 100
cc) Voraussetzungen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung 101
dd) Ex-post-Kontrolle der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung 103
(1) Befugnisse der Europäischen Kommission 103
(2) Private Enforcement 105
III. Zuständigkeiten im Europäischen Beihilferecht 106
IV. Verfahren im Europäischen Beihilferecht 107
1. Verfahren bei der Anmeldung neuer Beihilfen 109
a) Notifizierungspflicht und Durchführungsverbot 110
b) Vorläufiges Prüfverfahren 111
c) Förmliches Prüfverfahren 112
aa) Ablauf des Verfahrens 112
bb) Rechtsfolgen 113
2. Verfahren bei bestehenden Beihilferegelungen 114
a) Fortlaufende Überprüfung im sog. Kooperationsverfahren 114
b) Vorschlag zweckdienlicher Maßnahmen 116
c) Rechtsfolgen – Verpflichtung zur Durchführung der zweckdienlichen Maßnahmen oder Einleitung des förmlichen Prüfverfahrens 116
3. Verfahren bei rechtswidrigen Beihilfen 117
a) Vorläufiges Prüfverfahren 118
b) Förmliches Prüfverfahren 119
aa) Ablauf des Verfahrens 119
bb) Rechtsfolgen 120
(1) Negativentscheidung – Grundsatz: Rückforderung der gewährten Beihilfe 120
(2) Negativentscheidung – Ausnahmen von der Rückforderungsverpflichtung 121
c) Besonderheiten des Verfahrens bei rechtswidrigen Beihilfen 122
aa) Erlass einstweiliger Maßnahmen 123
bb) Keine verbindlichen Fristen im Bereich der rechtswidrigen Beihilfen 125
V. Ergebnis 126
C. Subventionsrecht in Freihandelsabkommen 127
I. Beihilferecht im Europäischen Wirtschaftsraum 128
1. Entwicklung und Ziele des Beihilferechts im EWR 128
2. Inhalt des Beihilferechts im EWR 129
3. Zuständigkeiten im Beihilferecht des EWR 130
4. Verfahren im Beihilferecht des EWR 131
5. Ergebnis 132
II. Subventionsrecht in neueren Freihandelsabkommen der EU 132
1. Subventionsrecht im Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Republik Korea 133
a) Zwei weitere Kategorien der verbotenen Subventionen 134
b) Umfassende Transparenzbestimmungen über die Subventionsgewährung 134
c) Streitbeilegung 135
d) Ziel der Erweiterung auf den Bereich der Dienstleistungen 135
2. Subventionsrecht im Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur 136
a) Anwendungsbereich erstreckt sich auch auf Dienstleistungen 137
b) Sonstige Subventionen 138
c) Zweijährige Notifizierung gewährter Beihilfen 138
3. Subventionsrecht im Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada 138
a) Mangelnde Regelungswirkung für Subventionen i.S.d. Art. 1 und 2 SCM 140
b) Geringfügige Weiterentwicklung im Bereich der Dienstleistungen 141
c) Fazit 142
4. Verhandlungsposition der EU im Transatlantischen Freihandelsabkommen 142
a) EU-Vorschlag für das Subventionskapitel im TTIP 143
aa) Verhandlungstext 143
bb) Weitere mögliche Verhandlungsziele 144
b) Fazit 144
III. Ergebnis 145
D. Schlussfolgerungen – Internationale Subventionskontrollsysteme 145
I. WTO-Subventionsrecht und EU-Beihilferecht als prägende internationale Subventionskontrollsysteme 145
II. Verhältnis zwischen dem WTO-Subventionsrecht und dem EU-Beihilferecht 146
1. Stellung des WTO-Rechts innerhalb der EU 146
a) Grundsatz: Keine unmittelbare Anwendbarkeit des WTO-Rechts innerhalb der EU 146
b) Ausnahmen: Die Fediol- und Nakajima-Rechtsprechung des EuGH 147
c) WTO-konforme Auslegung des Sekundärrechts der EU 148
2. Stellung des WTO-Subventionsrechts innerhalb der EU 149
a) Beihilferechtliche Betrachtung der Fediol- und Nakajima-Rechtsprechung des EuGH 150
b) WTO-konforme Auslegung des Beihilferechts der EU 151
III. Wesentliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem WTO-Subventionsrecht und dem EU-Beihilferecht 152
1. Ziele 153
2. Anwendungsbereich 154
3. Inhalt 155
a) Verbotstatbestand 156
aa) Gewährung einer Begünstigung 156
bb) Staatlich oder aus staatlichen Mitteln 157
cc) Unternehmen oder Produktionszweige als Beihilfeempfänger 159
dd) Selektivität der Maßnahme 160
(1) Art. 2.1 lit. b SCM – Beihilfegewährung anhand objektiver Kriterien 161
(2) Art. 2.2 SCM – Regionale Zuwendungen 162
ee) Potentielle Auswirkungen auf den Wettbewerb und den Handel 163
b) Rechtsfolgen 164
c) Fazit 166
4. Zuständigkeit 166
5. Verfahren 167
a) Notifizierungspflicht 167
b) Einleitung eines Prüfverfahrens 168
c) Rechtsfolgen 169
d) Fazit 171
IV. Ergebnis – Strenge des Europäischen Beihilferechts 172
Kapitel 3: Nationales Subventionsrecht am Beispiel der USA 174
A. Normierte Subventionskontrolle in den USA 176
I. Keine bundesrechtlich normierte Subventionskontrolle 176
II. Subventionskontrolle zwischen den Einzelstaaten 179
B. Verfassungsrechtliche Subventionskontrolle anhand der Dormant Commerce Clause 181
I. Die Dormant Commerce Clause 181
1. Die negative Dimension der Commerce Clause 181
2. Inhalt der Dormant Commerce Clause 183
3. Ausnahme – Der Staat als Marktteilnehmer 186
II. Subventionskontrolle anhand der Dormant Commerce Clause 187
1. Subventionskontrolle von tax incentives 187
a) Zusammenschau der ergangenen Rechtsprechung des US-Supreme Courts im Hinblick auf Steuersubventionen 187
aa) Boston Stock Exchange v. State Tax Commission 187
bb) Westinghouse Electric Corporation v. Tully 188
cc) Bacchus Imports, Ltd. v. Dias 189
dd) New Energy Co. v. Limbach 190
ee) Fazit 190
b) Erfolgte wissenschaftliche Bewertung der Rechtsprechung des US-Supreme Courts im Hinblick auf Steuersubventionen 191
aa) Hellerstein/Coenen – „In-State Favoritism/State-Coercion Rationale Test“ 191
bb) Enrich – „Antidiscrimination Principle“ 192
cc) Fazit 193
c) Stellungnahme 194
aa) Keine grundsätzliche Verfassungswidrigkeit von Steuersubventionen 194
bb) Bewertung der entwickelten Theorien im Lichte des CUNO-Cases 195
(1) DaimlerChrysler Corp v. Cuno 195
(2) United States Court of Appeal wendet den „In-State Favoritism/State-Coercion Rationale Test“ der Professoren Coenen und Hellerstein an 196
(3) Schlussfolgerungen 197
cc) Fazit 198
2. Subventionskontrolle von direkten Subventionen 198
a) Zusammenschau der ergangenen Rechtsprechung des US-Supreme Courts im Hinblick auf direkte Subventionen 199
aa) New Energy Co. v. Limbach 199
bb) West Lynn Creamery, Inc. v. Healy 200
(1) Entscheidung des Gerichts 200
(2) Dissenting Opinion der Richter Rehnquist und Blackmun 202
(3) Bewertung 202
cc) Fazit 203
b) Wissenschaftlicher Meinungsstand zur Vereinbarkeit von direkten Subventionen mit der Dormant Commerce Clause 203
aa) Direkte Subventionen vereinbar mit der Dormant Commerce Clause 204
(1) Verfassungsmäßigkeit direkter Subventionen – Herleitung aus der Rechtsprechung des US-Supreme Courts 204
(2) Verfassungsmäßigkeit direkter Subventionen – Herleitung aus der Market-Participant-Exception 205
(3) Bewertung 205
bb) Strikte Trennung zwischen direkten Subventionen und Steuersubventionen 206
(1) Rechtfertigung der strikten Trennung aufgrund von wesentlichen Unterscheidungsmerkmalen 206
(2) Keine Rechtfertigung der strikten Trennung zwischen direkten Subventionen und Steuersubventionen 208
(3) Bewertung 208
cc) Fazit 209
c) Stellungnahme 209
aa) Keine grundsätzliche Verfassungsmäßigkeit direkter Subventionen 209
bb) Verfassungsrechtliche Einzelfallbetrachtung im Bereich der direkten Subventionen 210
cc) Fazit 212
III. Ergebnis – Verfassungsrechtliche Subventionskontrolle anhand der Dormant Commerce Clause 212
C. Schlussfolgerungen – Nationale Subventionskontrolle innerhalb der USA 213
Kapitel 4: Ansiedlungsprämien als Standortfaktor im globalen Standortwettbewerb 216
A. Standortwettbewerb im Zeitalter der Globalisierung 216
I. Begriff des Standortwettbewerbs 216
1. Begriffsbestimmung 216
2. Abgrenzung des Standortwettbewerbs zum Systemwettbewerb 217
II. Standortfaktoren – Die Determinanten bei der Standortwahl 219
1. Begriff der Standortfaktoren 219
2. Systematisierung der Standortfaktoren 220
a) Harte und Weiche Standortfaktoren 220
aa) Harte Standortfaktoren 222
bb) Weiche Standortfaktoren 222
cc) Fazit 223
b) Systematisierung anhand von Einzelindikatoren und Obergruppen 223
3. Relevanz der einzelnen Standortfaktoren bei der Standortwahl 225
a) Ernst & Young 226
aa) Deutsche Großstädte: Zufriedenheit der Unternehmen mit ihrem Standort, 2006 226
(1) Key-Facts der Studie 226
(2) Ranking der Standortfaktoren 226
bb) Ernst & Young attractiveness survey – Standort Deutschland 2014: Vorne bleiben 227
(1) Key-Facts der Studie 227
(2) Ranking der Standortfaktoren 228
b) Ifo Institut für Wirtschaftsforschung – Die neuen Bundesländer im internationalen Standortvergleich, 2008 229
aa) Key-Facts der Studie 229
bb) Ranking der Standortfaktoren 230
c) Institut der deutschen Wirtschaft – Messung der industriellen Standortqualität in Deutschland, 2012 232
aa) Key-Facts der Studie 232
bb) Ranking der Standortfaktoren 232
(1) Unterschiede Industrie- und Dienstleistungsunternehmen 235
(2) Unterschiede kleine, mittlere und große Unternehmen 235
(3) Unterschiede Auslands- und Inlandsinvestitionen 237
d) Fazit – Relevanz der Standortfaktoren bei der Standortwahl 238
III. Regional vs. Global – Die Globalisierung des Standortwettbewerbs 240
1. Intensivierung des weltweiten Standortwettbewerbs 241
a) Verstärkte Mobilität der mobilen Faktoren 241
b) Größere Anzahl an potentiellen Standorten 242
c) Abbau regionaler Bindungen 243
d) Wettbewerbsdruck für immobile Faktoren 243
2. Fazit 244
B. Ansiedlungsprämie als Standortfaktor 244
I. Systematisierung staatlicher Fördermittel im Standortwettbewerb 245
1. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes 245
2. Der Begriff der Ansiedlungsprämie 247
II. Staatliche Fördermittel als Determinante bei der Standortwahl 247
1. „Subventions-Hopping“ – Hohe Relevanz staatlicher Fördermittel? 247
2. Auswertung der untersuchten Studien 248
a) Allgemeine Betrachtung: Geringe Relevanz staatlicher Fördermittel 249
b) Steuererleichterungen: Höhere Relevanz des Standortfaktors Unternehmensbesteuerung 249
c) Differenzierte Betrachtung: Besondere Relevanz staatlicher Fördermittel für Dienstleistungsunternehmen, kleine und ausländische Unternehmen 251
3. Fazit – Staatliche Fördermittel als „Zünglein an der Waage“ 251
C. Schlussfolgerungen – Bedeutungsgewinn der staatlichen Förderung im Standortwettbewerb 252
Kapitel 5: Kontrolle von Ansiedlungsprämien im internationalen Subventionsrecht 254
A. Kontrolle von Ansiedlungsprämien im Subventionsrecht der WTO 255
I. Anwendungsbereich auf Waren beschränkt 255
II. Spezifische Subvention i.S.d. Art. 1 und 2 SCM 255
1. Subvention, Art. 1 SCM 255
a) Ansiedlungsprämien in Form der direkten Subvention 255
b) Ansiedlungsprämien in Form der Steuererleichterung 256
2. Spezifität, Art. 2 SCM 257
a) Ansiedlungsprämien in Form der direkten Subvention 257
b) Ansiedlungsprämien in Form der Steuererleichterung 257
c) Ansiedlungsprämien im Subventionsstreit Airbus vs. Boeing 258
III. Subventionskategorien 259
1. Verbotene Subventionen, Art. 3 SCM 259
2. Anfechtbare Subventionen, Art. 5 SCM 260
a) Nachteilige Auswirkungen auf die Interessen anderer Mitglieder, Art. 5 SCM 260
aa) Ernsthafte Schädigung der Interessen eines anderen WTO-Mitglieds, Art. 5 lit. c SCM 260
bb) Ansiedlungsprämie als ernsthafte Schädigung der Interessen eines anderen WTO-Mitglieds 261
b) Beweislast 263
IV. Ex-post-Kontrolle gewährter Ansiedlungsprämien 264
V. Ergebnis 264
B. Kontrolle von Ansiedlungsprämien im Beihilferecht der Europäischen Union 265
I. Ansiedlungsprämie als verbotene Beihilfe i.S.d. Art. 107 Abs. 1 AEUV 265
1. Merkmal der Selektivität bei Ansiedlungsprämien in Form der Steuererleichterung 265
2. Merkmal der Wettbewerbsverfälschung bei De-minimis-Beihilfen 268
II. Ansiedlungsprämien im Geltungsbereich der Legal- und Ermessensausnahmen i.S.d. Art. 107 Abs. 2 und 3 AEUV 268
1. Regionalbeihilfen 269
a) Leitlinie für Regionalbeihilfen 269
b) Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung 272
aa) Allgemeine Freistellungsvoraussetzungen 272
bb) Besondere Freistellungsvoraussetzungen für Regionalbeihilfen, Art. 13–15 AGVO 274
(1) Regionale Investitionsbeihilfe 274
(2) Regionale Betriebsbeihilfe 275
2. Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse 275
III. Verfahrensrechtliche Überprüfung von Ansiedlungsprämien 277
IV. Vollständige Rückforderung rechtswidrig gewährter Ansiedlungsprämien 278
V. Ergebnis 278
C. Kontrolle von Ansiedlungsprämien im nationalen Subventionsrecht der USA 279
I. Ansiedlungsprämien in Form der Steuererleichterung 279
II. Ansiedlungsprämien in Form der direkten Subvention 280
III. Ergebnis 280
D. Schlussfolgerungen – Das Europäische Beihilferecht als Hindernis bei der Vergabe von Ansiedlungsprämien 281
Kapitel 6: Ergebnisse und Perspektiven des internationalen Subventionsrechts im globalen Standortwettbewerb 282
A. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse 282
I. Stellung des Europäischen Beihilferechts im internationalen Gefüge der Subventionskontrollsysteme 282
II. Rolle von Ansiedlungsprämien im globalen Standortwettbewerb 283
III. Regulierung von Ansiedlungsprämien durch die weltweit bestehenden Subventionskontrollsysteme 284
B. Perspektiven des internationalen Subventionsrechts mit Blick auf den globalen Standortwettbewerb 285
I. Mögliche Reformschritte auf Ebene des Subventionsrechts der WTO 286
1. Schwachstellen des WTO-Subventionsrechts im Hinblick auf die Kontrolle von Ansiedlungsprämien 286
2. Notwendige Reformen im WTO-Subventionsrecht 286
II. Mögliche Reformschritte auf Ebene des Subventionsrechts in Freihandelsabkommen 288
1. Bereits erzielte Fortschritte der Europäischen Union im Subventionsrecht in bilateralen Freihandelsabkommen 288
2. Mut zum Export des Europäischen Beihilferechts 289
3. Weiterentwicklung des Subventionsrechts in Freihandelsabkommen auf Basis des WTO-Subventionsrechts 290
III. Mögliche Reformschritte auf Ebene des Europäischen Beihilferechts 291
1. Ausdehnung und Verbesserung der sog. Entsprechungsklausel 291
a) Entsprechungsklausel im Unionsrahmen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation 291
b) Ausdehnung der Entsprechungsklausel auf andere Bereiche des Europäischen Beihilferechts 292
c) Stellungnahme 293
aa) Zu hohe Anforderungen an die zu erbringenden Beweise 294
bb) Kein konkreter Verfahrensablauf 294
cc) Beschränkung auf den Bereich der Förderung von FuEuI 295
2. Globaler Standortwettbewerb als Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse 295
a) Förderkriterien 296
aa) Hinreichend konkrete Beschreibung des Vorhabens 296
bb) Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse 296
cc) Besondere qualitative und quantitative Bedeutung des Vorhabens 297
b) Vereinbarkeitsprüfung 298
IV. Ergebnis 298
C. Schlussfolgerungen – Die Rolle des Europäischen Beihilferechts im globalen Standortwettbewerb 299
Literaturverzeichnis 301
Stichwortverzeichnis 317