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Staat und Religion

Abhandlungen aus den Jahren 1974-2017. Hrsg. v. Ansgar Hense

Isensee, Josef

Editors: Hense, Ansgar

Staatskirchenrechtliche Abhandlungen, Vol. 59

(2019)

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About The Author

Ansgar Hense, Direktor des Instituts für Staatskirchenrecht der Diözesen Deutschlands, apl. Professor Fachbereich Rechtswissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn.

Abstract

Lebenswelten sind nicht selten durch religiöse Bindungen geprägt. Die meisten Verfassungen verfolgen keine strikte Trennung von Staat und Religion. Die prägende abendländische Formation von Staat, Kirche und Religion basiert zwar auf der Unterscheidung der geistlich-religiösen und der weltlichen Sphäre; doch das Verhältnis beider Sphären bedarf der wohlverstandenen Ordnung. Josef Isensee beobachtet und analysiert seit langem die Gegenwartsbedeutung und die Zukunftsfähigkeit gerade des deutschen Staatskirchenrechts. Er reflektiert eingehend das kirchlich-religiöse Feld im Koordinatensystem von Verfassungserwartungen und -voraussetzungen. Der Autor widmet sich dabei auch rechtspraktischen Details wie dem Schulgebet oder dem Glockenläuten. Diese und andere rechtsgrundsätzliche Abhandlungen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden und an disparaten Orten publiziert worden sind, werden in diesem Sammelband zu einem Ganzen vereint, das auch die institutionelle Dimension des Staatskirchenrechts im Blick behält.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort VII
Inhaltsübersicht XI
Inhaltsverzeichnis XIII
Abkürzungsverzeichnis XXXII
I. Christentum und Moderne 1
Christliches Erbe im organisierten Europa. Phobie und Legitimationschance 3
I.  Vom Zweckverband zur Wertegemeinschaft: die EU 3
1.  Geruch der Christophobie 3
2.  Supranationaler Funktionalismus 4
3.  Die Gretchenfrage 6
II.  Säkularität der Union 7
1.  Säkularität und Religionsfreiheit 7
2.  Gottesklauseln in säkularen Verfassungstexten 9
3.  Politisches Christentum der USA 10
4.  Religion als soziale Realität 11
5.  Semantische Christlichkeitsprüderie 14
III.  Christliche Einheit des alten Kontinents 15
1.  Divergenz von Staatenverbund und Erdteil 15
2.  Christliche Gründung 16
3.  Umwertung christlicher Werte 18
IV.  Christliche Prämissen der Moderne 18
1.  Aufklärung 18
2.  Lebensgefühl 20
3.  Staat und Rechtskultur 21
4.  Menschenbild und Menschenrechte 23
V.  Das lebendige Erbe des Christentums 26
Der lange Weg zu „Dignitatis humanae“. Konvergenzen und Divergenzen von kirchlichem Wahrheitsanspruch und verfassungsstaatlichem Freiheitsverständnis 29
I.  Das widerspruchsvolle Bild der Geschichte 29
1.  Sic et non: Ideen von 1789, Menschenrechte, Demokratie 29
2.  Das theologische Dilemma 33
3. Differenzierende Sicht der Staats- und Verfassungstheorie – Fünf Thesen 34
II.  Der Verfassungsstaat als Derivat des Christentums 35
1.  Politische Wirkung 35
2. Wechselwirkungen zwischen Christentum und politischer Umwelt – Ausstrahlung und Rezeption 37
3.  Ambivalenz des Christentums 39
a)  Distanz zum Staat und Umgestaltung des Staates 39
b)  Rechtfertigung und Relativierung des Staates 41
4.  Christliches Menschenbild und Menschenrechte 41
5.  Aktivität und Rationalität 44
6.  Das Prinzip des Amtes 45
III. Das Christentum als soziokulturelle Voraussetzung des Verfassungsstaates 46
1.  Fortdauernde Bedeutung der christlichen Ursprungsbedingungen 46
2.  Universalisierbarkeit des Verfassungsstaates als Problem 48
3.  Das Europäische der Europäischen Gemeinschaft 49
IV.  Die historische Abwehrhaltung der katholischen Kirche gegen die politische Moderne 50
1.  Konservierung des Ideals der vormodernen Einheitswelt wider den modernen Staat 50
2.  Universalismus versus Individualismus 52
3.  Parteinahme für das monarchische Prinzip 55
4.  Keine menschenrechtliche Freiheit für den Irrtum 56
V.  Allmähliche Annäherung und Aussöhnung 58
1.  Verbürgerlichung der Kirche 58
2.  Peripetie unter Leo XIII. 59
3.  Innerkirchliche Kräfte des Ausgleichs 60
4.  Die Auflösung des Widerspruchs in „Dignitatis humanae“ 61
VI.  Gefahren der Identifikation von kirchlichem Auftrag und politischer Aufklärung 63
1.  Gefahren für die Kirche 63
2.  Gefahren für den Verfassungsstaat 64
Keine Freiheit für den Irrtum. Die Kritik der katholischen Kirche des 19. Jahrhunderts an den Menschenrechten als staatsphilosophisches Paradigma 67
I.  Der historische Wandel der päpstlichen Lehre 67
1.  Die konträren Positionen 67
2.  Drei Perioden der geschichtlichen Entwicklung 68
II.  Die Konstitution des Themas 69
1.  Der zeitliche Rahmen, die gegenständliche Reichweite 69
2.  Das Objekt der Kritik: nicht die Menschenrechte schlechthin 70
III.  Geschichtliche Bedingtheit und bleibende staatsphilosophische Bedeutung der päpstlichen Position 72
1.  Zeitgebundene Anlässe 72
2.  Die historische Konfrontation mit dem Liberalismus 72
3.  Versuche der historischen Relativierung und der rückwirkenden Harmonisierung 74
4.  Kirchliche Identität in der Geschichte 76
5.  Das staatsphilosophische Paradigma 77
IV.  Die philosophischen Prämissen 78
V.  Das theonome Weltbild der Päpste 78
1.  Die wahre Freiheit der Gehorsam gegen die von Gott vorgegebene Ordnung 78
2.  Das Autonomiebegehren: Rebellion gegen Gott 81
VI.  Wahrheit als Ordnungsprinzip 82
1.  Keine Freiheit für den Irrtum 82
2.  Der sichere Besitz der Wahrheit 84
3.  Freiheits-Pessimismus 86
4.  In dubiis libertas 87
5.  Unzulängliche Unterscheidung von Legalität und Moralität 88
VII.  Die Staatslehre 88
1.  Der Staat der christlichen Wahrheit – Theorie und politische Folge 88
2.  Der säkulare Staat als Gegentypus 92
3.  Vormodernität des Staatsbildes 93
4.  Das ungeschichtliche, unpolitische Staatsdenken 94
5.  Universalistisch-organische Staatslehre 95
6.  Die Staatsform 96
VIII.  Die Gleichheit der Kinder Gottes und die Ungleichheit der Erdenbürger 97
IX.  Die Ambivalenz der Menschenwürde 98
X.  Nach der kopernikanischen Wende 100
Versteckter Dissens. Der unvollständige Ausgleich der katholischen Kirche mit der menschenrechtlichen Moderne 103
I.  Das Bild der Harmonie 103
1.  Der historische Friedensschluß 103
2.  Begriffliches vorab 104
3.  Komplementäre Aufgaben von Kirche und säkularem Staat 106
4.  Prämissen der Kompatibilität 108
II.  Widersprüche 109
1.  Praktische Reibungen im Binnenraum der Kirche 109
2.  Ambivalenz der Moderne in den Menschenrechten 111
a)  Säkularität 112
b)  Relativismus 114
c)  Rationalismus 115
d)  Individualismus 116
aa)  Basis der Legitimation 116
bb)  Das rechtsstaatliche Verteilungsprinzip 119
e)  Subjektivismus 122
f)  Inkurs: Mehrerlei Ehe 124
g)  Humanität 127
h)  Fortschrittsdrang 129
III.  Identifikation der Kirche mit den Menschenrechten 130
1.  Der sanfte Druck des Staates 130
a)  Der Preis der Kooperation 130
b)  Politische Wunsch-Ökumene 132
2.  Selbstsäkularisierung 133
IV.  Widersprüche offen austragen und aushalten 135
II. Die Säkularität des Staates und die Realität der Religion 139
Rekurs des Verfassunggebers auf Gott. Invocatio dei und provocatio ad deum in der Verfassung des säkularen Staates 141
I.  Gott mit Alternative – ein Novum in der Verfassung Polens 141
1.  Religiöse oder areligiöse Legitimationsgründe der Verfassung 141
2.  Gott oder „andere Quellen“ 142
3.  Christliches Erbe und „allgemeinmenschliche Werte“ 143
4.  Der eigenwillige Kompromiß der Präambel 143
5.  Der allgemeineuropäische Kontext der polnischen Kompromißformeln 146
II.  Verfassungsstaat und Religion – Ambivalenz der Beziehung 146
1.  Säkularität des Staates und Entstaatlichung der Religion 146
2.  Positive Bedeutung der Religion für den Verfassungsstaat 148
3.  Religion als Identitätsfaktor der Kultur und der Nation 149
III.  Nennung des Wortes „Gott“ in Verfassungsgesetzen 151
1.  „Ehrfurcht vor Gott“ als Erziehungsziel 151
2.  ,,So wahr mir Gott helfe“ – religiöse Beteuerung beim Eid 152
3.  Legitimation der Verfassung 152
IV. Berufung des Verfassunggebers auf Gott – Textbeispiele und Typologie 153
1.  Invocatio dei 153
2.  Provocatio ad deum 156
V.  Gründe für die Berufung des Verfassunggebers auf Gott 158
VI.  Polarität zwischen Gottesbezug und Religionsfreiheit 161
Bildersturm durch Grundrechtsinterpretation 163
I.  Verdikt über ein Symbol 163
II.  Unklares im Vorfeld: Zulässigkeit und Redaktion 164
III.  Religionsfreiheit als Prüfungsmaßstab 166
IV.  Schutzbereich der Religionsfreiheit 167
1.  Schutz vor einem mißliebigen Anblick 167
2.  Kein Grundrecht zur einseitigen Verfügung über die Umwelt 169
3.  Subjektivierende Betrachtungsweise 170
V.  Der Eingriff 171
1.  Staatliches oder grundrechtliches Kreuz? 171
2.  Materielle Freiheitsbeschränkung 172
3.  Appell durch ein Symbol? 172
VI.  Rechtfertigung des Eingriffs 174
1.  Schulföderalismus 174
2.  Zeichen für Voraussetzungen des Verfassungsstaates 175
3.  Konfliktlösung im Grenzfall 176
VII.  Irritationen 177
Die Säkularisierung der Kirche als Gefährdung der Säkularität des Staates 179
I.  Das Reich Gottes von dieser Welt 179
II.  Die Säkularität und rechtliche Unabhängigkeit des Staates von der Religion 181
III.  Die Religionsfreiheit als einseitiges Interventionsverbot zu Lasten des Staates 182
IV.  Das moralische Mandat der Kirche im freiheitlichen Gemeinwesen 184
V. Die Transzendenzausrichtung der Kirche als Voraussetzung für die Freiheitlichkeit des Staates 185
VI.  Der heilspolitische Totalitarismus und die christliche Gewaltenteilung 187
Zivilreligion in der Demokratie 191
I.  Theonomer oder autonomer Grund \ndes bürgerlichen Gehorsams 191
II.  Rousseau: Religion zum Nutzen des Staates 193
III.  „God’s chosen nation“: die Weltmacht USA 195
IV.  Kooperation des säkularen Staates mit den Kirchen 196
V.  Selbstsäkularisierung der Kirchen 198
VI.  Lessings Ringparabel als zivilreligiöses Evangelium 198
VII.  Nationalismus 201
VIII.  Politische Erbsünde und Bußrituale 201
IX.  Verfassungspatriotismus 203
X.  Verfassungsstaatliche Wurzeln in Gemüt und Gewissen 206
III. Grundverhältnis zwischen Staat und Kirche 209
Verfassungsstaatliche Erwartungen an die Kirche\x03 211
I.  Sicht des Kulturstaates: Kulturprägung durch Christentum und Kirche 211
1.  Blickpunkt jenseits von Glauben und Unglauben 211
2.  Christentum als Kulturphänomen 213
3.  Kirche als Instanz kultureller und sittlicher Erziehung 215
4.  Kulturstaatliche Legitimation des Religionsunterrichts 216
II.  Ort der Kirche im Koordinatensystem des Verfassungsstaates 218
1.  Grundrechtliche Legitimation der Kirche 218
2.  Das Raster von Staat und Gesellschaft 220
3.  Relativität der Gemeinwohlperspektiven 221
4.  Selbstbehauptung der Kirche in der offenen Gesellschaft 222
III.  Staatskirchenrecht unter Legitimationsdruck 224
IV.  Verfassungserwartungen als Kategorie 226
1.  Negative Grundrechtsfreiheit und positiver Gemeinwohlbedarf 226
2.  Umkehr der juristischen Fragestellung 228
3.  Positivrechtlich definierte Erwartungen des Staates an die Kirche 228
4.  Keine Instrumentalisierung der Kirche 230
5.  Legitimation der staatskirchenrechtlichen Institutionen 231
V.  Typologie der verfassungsstaatlichen Erwartungen 231
1.  Affirmative und kritische Dienste, Mittleraufgaben der Kirche 232
2.  Staatskompatible und -inkompatible Leistungen der Kirche 233
3.  Verfassungsimmanente und verfassungstranszendente Leistungen der Kirche 236
VI.  Das Dilemma Kirche und Politik 237
1.  Das Politische als Aufgabenfeld und als Gefahrenzone 237
2.  Die Schwierigkeit, grundrechtliche Freiheit zu handhaben 241
3.  Besondere deutsche Befindlichkeit 242
4.  Die besondere staatskirchenrechtliche Voraussetzung: Freistellung der Kirche vom Interessenkampf 243
5.  Theologische Kompensation fachlicher Inkompetenz 245
6.  Verfassungsstaatliche Erwartungen an das politische Engagement der Kirche 245
VII.  Staatsethische Dienste der Kirche am Verfassungsstaat 246
VIII.  Religiöse Dienste der Kirche am Verfassungsstaat 248
IX.  Kirche und Aufklärung 250
1.  Das fragmentarische Konzept des Verfassungsstaates 250
2.  Die christliche Gewaltenteilung 252
X.  Knappheit der religiösen Ressourcen 253
Die Zukunftsfähigkeit des deutschen Staatskirchenrechts. Gegenwärtige Legitimationsprobleme 255
I.  Legitimationsbedarf in Permanenz 255
II.  Historisch geprägtes Recht in geschichtsvergessener Gegenwart 258
III.  Nationales Eigenrecht unter supranationalem \nAnpassungsdruck 260
IV.  Sozialstaatliche Säkularisierung 263
V.  Von freiwilliger Kooperation zum Mitmachzwang 265
VI.  Affekt gegen Institutionen 266
VII.  Bedeutungsschwund von Christentum und Kirche in der Gesellschaft 268
VIII.  „Rechtstreue“ kirchlicher Körperschaften 270
IX.  Sekten – Islam – Fundamentalismus 273
X.  Selbstsäkularisierung der Kirche 278
Kirche und Staat am Anfang des 21. Jahrhunderts. Bewährung und Entwicklung des überkommenen Rechtsgefüges 281
I.  Ausgleich von Kirche und Moderne 281
1.  Der historische Widerspruch 281
2.  Säkularität des modernen Staates und Freiheit des Individuums 282
3.  Religiöse Wahrheit und menschenrechtliche Freiheit 284
II.  Grundrechtliche und institutionelle Elemente der Beziehung von Staat und Kirche 285
1.  Zwei verfassungsrechtliche Ebenen 285
2.  „Organische Ganzheit“ aus disparaten Details 287
III.  Akzeptanzschwierigkeiten des Staatskirchenrechts 290
1.  Stabilität und Wandel 290
2.  Akzeptanzbedarf von Normen 291
3.  Schwäche einer traditionalen Legitimation 292
4.  Affekt gegen Institutionen 293
IV.  Beziehungsdreieck Staat – Ortskirche – Weltkirche 294
1.  Völkerrechtliche Dimension 294
2.  Innerkirchliche Dimension 295
V.  Unabhängigkeit und Kooperation 296
1.  Keine trennscharfe Abgrenzung der Sphären 296
2.  Nutzen und Kosten der Kooperation 297
3.  Sozialstaatliche Säkularisierung 299
VI.  Selbstbehauptung der Kirche in der Gesellschaft 301
1.  Selbstsäkularisierung 301
2.  Schwächung der Volkskirchen 302
VII.  Modernitätsresistente Religion 303
1.  Sekten 303
2.  Islam 306
a)  Brisanz des Religionsimports 306
b)  Kopftuch – Zeichen des Widerspruchs 308
c)  Gottesfrevel – Grundrechtsfreiheit nach Maßgabe der Scharia 310
d)  Ein Staatskirchenrecht für den Islam? 315
Neue Anfragen an eine vermeintlich eingespielte Beziehung 321
I.  Das tradierte deutsche Staatskirchenrecht: coincidentia oppositorum 321
II.  Alte Affekte und neue Erwartungen 323
III.  Grundlagen 324
1.  Soziologie der Kirchenauszehrung 324
2.  Religiöse Voraussetzungen des säkularen Staates? 325
3.  Kompatibilität von Kirche und Verfassungsstaat 327
4.  Sakralisierung der Verfassung? 328
IV.  „Staatskirchenrecht“ oder „Religionsverfassungsrecht?“ 329
V.  Problemfelder 331
1.  Blasphemie 331
2.  Kirchliches Arbeitsrecht 333
3.  Beschneidung 335
4.  Kirchensteuer 338
5.  Islam 341
VI.  Das Sammelwerk 345
Cooperatio ad malum? Das moralische Risiko der Zusammenarbeit von Kirche und Staat 347
I.  Die moraltheologische Figur der cooperatio ad malum 347
1.  Exempel: Beratung in Schwangerschaftskonflikten 347
2.  Tatbestand 349
Partner 350
Cooperatio 350
… ad malum 351
3.  Rechtfertigungszwang 354
4.  Prämissen 356
II.  Divergenzen und Konvergenzen zwischen Kirche und Moderne 358
1.  Die unvollkommene Versöhnung 358
2.  Die katholische Verspätung 361
III.  Freiheitsgarantien und Kooperationsangebote des Staates 362
1.  Teilnahme am allgemeinen Rechtsverkehr 363
2.  Staatsunabhängiges Wirken 365
3.  Förderung durch den Staat – Kooperation mit dem Staat 367
a)  Das Konzept 367
b)  Formen und Gegenstände der Förderung und Zusammenarbeit 369
IV. Die Freiheit kirchlichen Wirkens 375
Die Garantie des Religionsunterrichts im Grundgesetz 377
I.  Verfassungstext 377
II.  Coincidentia oppositorum 377
III.  Kondominium Staat – Kirche 379
1.  Der staatliche Part: die Form des ordentlichen Lehrfaches 379
2.  Der kirchliche Part: der Lehrinhalt der Religion 381
3.  Quis interpretabitur? 384
IV.  Die Akteure des Religionsunterrichts und ihre Rechtsbeziehungen 386
1.  Staat 386
2.  Religionsgemeinschaft 387
3.  Schüler und Eltern 388
4.  Religionslehrer 389
V.  Alternativunterricht: Ethik und Philosophie 391
VI.  Verfassungsrechtlicher Grundsatzkonflikt: L-E-R in Brandenburg 392
1.  Das Konzept des Brandenburgischen Schulgesetzes 392
2.  Schulhoheit des Landes und grundgesetzlicher Föderalismus 394
3.  Ausnahmefall der bekenntnisfreien Schule 395
4.  Verfassungswandel? 398
5.  Bremer Klausel 399
VII.  Vorrechtliche Voraussetzungen des Religionsunterrichts und Verfassungserwartungen 400
Die karitative Betätigung der Kirchen und der Verfassungsstaat 403
A.  Caritas als genuine Aufgabe der Kirche 403
I.  Das kirchliche Selbstverständnis 403
1.  Grundfunktion der Kirche 403
2.  Nächstenliebe als Legitimationsgrund 404
3.  Ökumenische Konvergenz 405
II.  Nächstenliebe durch kirchliche Organisation 407
1.  Steigerung der Wirksamkeit 407
2.  Gefahren der Organisation 408
III.  Externe Funktionsvoraussetzungen der Caritas 409
1.  Sachgesetzliche Standards 409
2.  Arbeitsbedingungen für kirchliche Mitarbeiter 410
3.  Finanzieller Bedarf 411
4.  Ausblick: Folgerungen für das staatliche Recht 412
IV.  Interne Kirchlichkeitsvoraussetzungen der Caritas 412
1.  Identifikation mit dem Christentum 412
2.  Institutionelle Verflechtung mit der Kirche 416
3.  Kirchenloyalität der Mitarbeiter und Dienstgemeinschaft 418
4.  Ausblick: Folgerungen für das staatliche Recht 420
V.  Kirchliche Vitalität als Bedingung und Grenze 421
B. Ortsbestimmung der Caritas im verfassungsstaatlichen System 424
I. Der kirchliche Gegenstand der staatskirchenrechtlichen Regelungen 424
II. Überschneidungsbereich der Wirkungskreise von Staat und Kirche 424
1.  Säkularer Horizont des Staates 424
2.  Konkurrierende Staatsaufgaben 425
3.  Kooperation kein Ersatz für rechtliche Gewährleistung 426
4.  Relative Homogenität staatlicher und kirchlicher Belange 427
III.  Grundrechtliche Legitimation der Caritas 428
IV.  Keine Grundrechtsbindung der Caritas 428
1.  Träger, nicht Adressat der Grundrechte 428
2.  Beleihung mit Staatsfunktionen 429
a)  Familienrechtliche Maßnahmen 429
b)  Durchführung von Sozialhilfe und Jugendhilfe 430
c)  Staatliche Zuwendungen 431
3.  Karitative Monopole – „soziale Macht“ der Kirche 431
4.  Öffentliche Aufgabe – öffentlicher Status 432
V.  Bedeutung des sozialen Staatsziels 434
1.  Caritas – Agentur des Sozialstaats? 434
2. Marginale Bedeutung der Sozialstaatsklausel in der Judikatur des Bundesverfassungsgerichts 436
3.  Keine gegenständliche Kongruenz des Karitativen und Sozialen 437
4.  Resümee: Soziales Staatsziel nach Maßgabe der Grundrechte 439
C.  Verfassungsrechtliche Grundlagen der karitativen Betätigung 440
I.  Unspezifische Grundrechte 440
1.  Berufsfreiheit 440
a)  Schutzbereich und Schranken 440
b)  Gemeinnützigkeit als Beruf 442
c)  Schutz der Kostendeckung – Problemfall Krankenhausfinanzierung 442
2.  Eigentumsgarantie 444
3.  Vereinsfreiheit 446
4.  Allgemeine Handlungsfreiheit 447
5. Grundrechtsstandard der freien Träger als Mindeststandard der kirchlichen Träger 448
II.  Religionsspezifische Gewährleistungen 450
1.  Religionsfreiheit 450
a) Problematische Grundrechtsqualifikation der Wohltätigkeit des Einzelnen 450
b)  Caritas als Gegenstand der korporativen Religionsfreiheit 451
c)  Grundrechtsfähigkeit 453
d)  Schutzbereich der korporativen Religionsfreiheit 454
e)  Schranken der korporativen Religionsfreiheit 456
2.  Kirchenautonomie 457
a)  Verknüpfung von Kirchenautonomie und Religionsfreiheit 457
b)  Caritas als Gegenstand der Kirchenautonomie 458
c)  Institutionelle Selbstbestimmung und geistliches Proprium 459
d)  Teilhabe mittelbar kirchlicher Träger n der Kirchenautonomie 459
e)  Eigene Angelegenheiten der Kirche im karitativen Bereich 461
f)  Schrankenregime des für alle geltenden Gesetzes 463
aa)  Abstrakte Kriterien 463
bb)  Konkrete Kollisionen 464
cc)  Exemplarischer Konflikt: „Asylmißbrauch“ 467
3.  Kirchengutsgarantie 468
D.  Grundrechtliche Reibungsflächen 468
I. Grundrechtliche Koordination zwischen Leistungsdestinataren und Leistungsträgern 468
II. Grundrechtlicher Schutz der freien Träger vor staatlicher Konkurrenz – Subsidiaritätsprinzip 470
1.  Thema des Subsidiaritätsprinzips 470
2.  Grundrechte als Schutz vor staatlicher Konkurrenz 472
3.  Keine grundrechtsrelevante Sonderstellung der Kommunen 473
4.  Grundrechtlicher Rechtfertigungszwang für öffentliche Leistungskonkurrenz 474
III.  Staatliche Finanzierung 475
IV.  Grundrechtsausübung in Kooperation mit dem Staat 478
V.  Zwangszusammenschluß 479
E.  Anhang: Caritas als Gegenstand des staatlichen Rechts – Übersicht über die Rechtsquellen 480
I.  Verfassungsrechtliche Bestimmungen 480
1.  Grundgesetz 480
2.  Verfassungen der Länder 480
II.  Einigungsvertrag 481
III.  Verträge zwischen Staat und Kirche 482
IV.  Gesetzesrecht 483
1.  Sozialrecht 483
a)  Allgemeine Bestimmungen 483
b)  Gesetzliche Krankenversicherung (SGB V) und Pflegeversicherung (SGB XI) 483
c)  Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) 484
d)  Sozialhilfe 485
e)  Heimgesetz 485
f)  Krankenhauswesen 486
2.  Steuerrecht 486
Das katholische Krankenhaus und die Verfassung des sozialen Rechtsstaats 489
I.  Das Maß legitimer Freiheit 489
II.  Die zwei Fundamente der Caritas im Verfassungssystem 489
III.  Der Wechselbalg des Staatskirchenrechts: das für alle geltende Gesetz 492
1.  Die Divergenz der Freiheitsgarantien 493
2.  Vom liberalen zum sozialen Gesetzesstaat 494
3.  Freiheitssicherung durch die Jedermann-Formel 494
4. Die allseitige Relativierung der Rechtsgarantie durch Güterabwägung 496
IV.  Das kirchliche Krankenhaus im Spannungsfeld säkularer und religiöser Forderungen 498
1.  Säkularer Anpassungsdruck und Notwendigkeit religiöser Selbstbehauptung 498
2.  Organisationsfreiheit als Grundlage zur Bergung und zur Entfaltung der religiösen Substanz 499
3.  Kirchliche Dienstgemeinschaft oder gewerkschaftliche Arbeitnehmergesellschaft 500
V.  Sozialmonopol des Staates oder Pluralismus sozialer Dienste? 502
1.  Freiheitsgrundrechte als Schutz gegen den totalen Sozialstaat 502
2.  Sozialethische Harmonieformeln kein Ersatz für rechtliche Freiheitsausgrenzung 503
VI.  Schafft an, wer zahlt? 504
1.  Leistungsdirigismus durch Krankenhausförderung 504
2.  Das gesetzliche Täuschungskonzept 506
VII.  Legitimation durch Leistung 507
Anstaltsseelsorge und Diakonie in den Kirchenverträgen des Freistaates Sachsen 509
I.  Trennung – Eigenständigkeit – Vertrag 509
II.  Anstaltsseelsorge und Diakonie 512
1.  Themen des Landesrechts 512
2.  Ausschließliche und konkurrierende Aufgaben 513
III.  Gefängnisseelsorge als Beispiel der Anstaltsseelsorge 513
1.  Gegenstand der Kirchenverträge 513
2.  Grundrechtliche Ausgangslage der Gefängnisseelsorge 514
3.  Aufgabenteilung zwischen Staat und Kirche 516
IV.  Diakonie (Caritas) 519
1.  Wesentliche Aufgabe der Kirche 519
2.  Perspektiven von Diakonie und Staat 521
3.  Kirchliches Proprium im sozialstaatlichen System 522
a)  Der sichtbare Glaube 522
b)  Das diakonische Personal 524
aa)  Loyalitätsobliegenheit 524
bb)  „Dritter Weg“ 528
4.  Die religiöse Kapazität 529
Res sacrae unter kircheneigenem Denkmalschutz. Substitution staatlicher durch kirchliche Normen aufgrund des Denkmalschutzgesetzes Baden-Württembergs 531
I.  Praktische Konvergenz der Belange \nvon Staat und Kirche im Denkmalschutz 531
II.  Gesetzliche Formen des Interessenausgleichs 533
III.  Heteronomer oder autonomer Denkmalschutz in Baden-Württemberg 534
IV.  Friktionen der Praxis 536
V.  Verfassung als Schranke des staatlichen Denkmalschutzes 536
VI.  Verfassungsrechtlicher Unterschied zwischen staatlich-heteronomem und kirchlich-autonomem Denkmalschutz 538
VII.  Voraussetzungen einer kirchenautonomen Regelung 540
VIII.  Fazit 541
Rechtsschutz gegen Kirchenglocken. Rechtsweg und Rechtsqualifikation bei Nachbarklagen auf Unterlassung kirchlicher Immissionen 543
I.  Die Frage des Rechtsweges 543
II.  Der Meinungsstand: Positionen und Argumente in der Rechtswegfrage 544
1.  Der Ausschluß jedweden Rechtsweges 544
2.  Die öffentlich-rechtliche Betrachtung: Zulässigkeit des Verwaltungsrechtsweges 545
3.  Die privatrechtliche Betrachtung: Zulässigkeit des ordentlichen Rechtsweges 546
4.  Der staatskirchenrechtliche Sondercharakter der Rechtswegfrage 548
III.  Die Vorfrage: Die staatliche Gerichtsbarkeit in einer Rechtssache mit Kirchenbezug 548
IV.  Das Erfordernis der Qualifikation kirchlicher Akte nach staatlichen Rechtskriterien 549
V.  Rechtsform und verfassungsrechtliche Legitimation: Privatrecht als einzig mögliche Form der Grundrechtsausübung – öffentliches Recht als ausschließliche Form des Staatshandelns? 551
1.  Die grundrechtliche Legitimation der Kirchen 551
2.  Grundrechtsausübung in hoheitlicher Form – Beispiele: Universität und Rundfunk 552
3.  Folgerung 555
VI.  Der Rechtsweg bei Immissionsabwehrklagen gegen die staatliche Verwaltung 555
1.  Die Abgrenzungsschwierigkeit 555
2.  Das Unterscheidungskriterium 556
VII.  Rechtsformgarantie der Verfassung für kirchliche Körperschaften 557
1.  Sinnwandel und Formidentität des Körperschaftsstatus 557
2.  Reichweite und Effektivität der verfassungsrechtlichen Formgarantie 558
VIII.  Die Rechtsweg-Relevanz des öffentlichen Sachstatus der Kirchenglocken 561
Fazit: 561
IX.  Rechtsvergleichende Anmerkung 562
1.  Zur Problemlage in Österreich 562
2.  Zur Problemlage in Frankreich 565
V. Finanzen der Kirche 569
Die Finanzquellen der Kirchen im deutschen Staatskirchenrecht. Rechtsgrundlagen und Legitimationsgedanken 571
I.  Charakter des staatskirchenrechtlichen Finanzsystems 571
1.  Dritter Weg zwischen Staatskirchentum und laizistischem Trennungsmodell 571
2.  Leitgedanken 572
II.  Typologie der Finanzquellen 573
III.  Einnahmen der Kirchen ohne spezifische Unterstützung des Staates 574
1.  Verfassungsgarantie des Kirchenguts 574
2.  Steuerliche Privilegierung der kirchlichen Einkünfte 575
IV.  Die staatliche Subvention 576
V.  Die Staatsleistung 578
VI.  Die Kirchensteuer 580
1.  Beleihung der Kirchen mit Steuerhoheit 580
2.  Gläubiger und Schuldner der Kirchensteuer 581
3.  Steuergegenstand und Steuermaßstab 584
4.  Steuersatz 585
5.  Einziehung der Kirchensteuer 586
6.  Kirchliche Unabhängigkeit durch Kirchensteuer 586
Staatsleistungen an die Kirchen und Religionsgemeinschaften 589
A.  Zum historischen und teleologischen Verständnis der Verfassungsentscheidung über die Staatsleistungen 589
I.  Staatsleistungen als Säkularisations-Ausgleich 589
1.  Rechtsbegründung aus der Geschichte 589
2.  Legitimationsprobleme 592
II.  Die zwiespältige Verfassungsentscheidung: Ablösungsauftrag und Bestandsgarantie 595
B.  Das Rechtsinstitut der Staatsleistung 597
I.  Begriff 597
1.  Objekt der Ablösung 597
2.  Abgrenzung zur Subvention 599
II.  Arten 601
1.  Verwendungszwecke 601
2.  Rechtsform 602
3.  Natural- und Geldleistungen 602
4.  Betrags- und Bedarfsleistungen – insbesondere Kirchenbaulasten 602
5.  Positive und negative Staatsleistungen 603
III.  Rechtsgrundlagen 606
1.  Erfordernis eines Rechtstitels 606
2.  Gesetz 606
3.  Besondere Rechtstitel 607
C.  Die Subjekte der Leistungsbeziehungen 609
I.  Leistungsträger 609
1.  Bund und Länder 609
2.  Kommunale Gebietskörperschaften 610
II.  Leistungsempfänger 612
D.  Der Auftrag zur gesetzlichen Ablösung 613
I.  Gegenstand und Wirkweise der Ablösung 613
II.  Modalitäten der Abfindung 614
III.  Zuständigkeit und Verfahren 616
1.  Die Gesetzgebung der Länder 616
2.  Die Grundsätze des Bundes 617
3.  Das „freundschaftliche Einvernehmen mit den Betroffenen“ 620
IV.  Geltung der Verfassungsdirektive 621
E.  Der Bestandsschutz 622
I.  Authentische Feststellung über Verfassungsmäßigkeit und Fortbestehen 622
1.  Neutralität des Staates 623
2.  Rechtsgleichheit und konfessionelle Parität 623
3.  Gesellschaftlicher Wandel – Wegfall der Geschäftsgrundlage? 624
II.  Status-quo-Garantie auf Widerruf und vertragliche Ablösung 626
III.  Verfassungsrechtlicher Bestandsschutz außerhalb des Art. 138 Abs. 1 WRV (Art. 140 GG) 629
1.  Kirchengutsgarantie 629
2.  Eigentumsgrundrecht 629
3.  Landesverfassungsrechtliche Garantien 630
F.  Die Rechtslage in den neuen Bundesländern 630
I.  Sowjetische Besatzungszone und Deutsche Demokratische Republik 631
II.  Verfassungen der neuen Bundesländer 632
III.  Rechtsschicksal einzelner Leistungstitel 633
G.  Begründung neuer Staatsleistungen 634
I.  Verfassungsrechtliche Sperre? 634
II.  Neue Unterhaltszuwendungen 635
III.  Neue Ausgleichsleistungen 637
IV.  Förderung säkularer Gemeinwohldienste der Kirche und Förderung der Religion 637
Auswahl-Bibliographie zum Recht der Staatsleistungen 640
1.  Schrifttum 1919 – 1945 640
2.  Schrifttum nach 1945 640
Zwischen Ablösungsauftrag und Bestandsgarantie. Die historischen Staatsleistungen an die Kirchen 643
Gefangen im ewigen Dilemma. In der „Weltbild“-Debatte offenbaren sich die Schwierigkeiten, die eine Entweltlichung der katholischen Kirche zur Folge hätte 649
VI. Islam 653
Integration des Islam 655
Grundrechtseifer und Amtsvergessenheit. Der Kampf um das Kopftuch 667
Private islamische Bekenntnisschulen. Zur Ausnahme vom Verfassungsprinzip der für alle gemeinsamen Grundschule 673
I. Eine vergessene staatskirchenrechtliche Option: Art. 7 Abs. 5 GG 673
II.  Grundlagen und Grenzen der Privatschulfreiheit im Grundgesetz 674
1.  Ersatz- und Ergänzungsschulen (Art. 7 Abs. 4 GG) 674
2.  Private Volksschulen 675
III.  Der verfassungsrechtliche Vorrang der öffentlichen Grundschule 677
1.  Der Weimarer Schulkompromiß 677
a)  Bildung „durch öffentliche Anstalten“ 677
b) „Für alle gemeinsame Grundschule“ 677
2.  Der grundsätzliche Vorrang der öffentlichen Grundschule unter dem Grundgesetz 679
3. Verfassungsstaatlicher Sinn des Vorrangs der öffentlichen Grundschule 680
4.  Politische Tendenz zur Ausweitung der Grundschulzeit 681
IV.  Die Ausnahmetatbestände des Art. 7 Abs. 5 GG im System der Verfassung 682
V.  Die private Bekenntnisschule im Lichte der Judikatur 684
1.  Antrag der Erziehungsberechtigten 684
2.  Projekt einer Bekenntnisschule 685
a)  Prägung durch ein Bekenntnis 685
b)  Formale Strukturen des Bekenntnisses und seiner Organisation 687
aa)  Was ist ein Bekenntnis? 687
bb)  Organisatorische Konsistenz des Bekenntnisses 688
cc)  Ergebnis 690
VI.  Kompatibilität der islamischen Bekenntnisschule \nmit dem Konzept des Ausnahmetatbestandes \nnach Art. 7 Abs. 5 GG 692
1.  Grundrechtliche Öffnung des Schulartikels? 692
a)  Deutung aus der Religionsfreiheit 692
b)  Institutioneller Überhang des Art. 7 Abs. 5 GG 694
2.  Historische Reduktion 695
3.  Staatskirchenrecht unter Kulturvorbehalt 696
4.  Private Grundschulen unter Integrationsvorbehalt 698
VII. Grundrechtskonflikte 701
Schulgebet im Spannungsfeld zwischen positiver und negativer Religionsfreiheit. Zur Zulässigkeit eines freiwilligen überkonfessionellen Schulgebets außerhalb des Religionsunterrichts in einer nicht bekenntnisfreien Gemeinschaftsschule 703
I.  Der Anteil der grundrechtsgebundenen Öffentlichen Gewalt an der Veranstaltung des Schulgebets 703
1.  Zur Qualifikationsfrage 703
2.  Zur Identifikationsfrage 704
II.  Mögliche Eingriffe in den Schutzbereich der Religionsfreiheit 705
1.  Zwang zur Teilnahme am Schulgebet? 705
2.  Eingriff in das „Recht auf Schweigen“? 709
3.  Verletzung des Übermaßverbotes? 711
4.  Diskriminierung? 711
Ergebnis 712
Grundrechtliche Konsequenz wider geheiligte Tradition. Der Streit um die Beschneidung 713
I.  Ein Strafurteil als Skandalon 713
II.  Prämissen des grundrechtlichen Diskurses 716
1.  Sichtweise und Sinngebung der Beschneidung 716
2.  Das grundrechtliche Koordinationssystem 717
III.  Grundrechte der Beteiligten 718
1.  Die abwehrrechtliche Position des Beschneiders 718
2.  Die abwehrrechtliche Position der Eltern 718
3.  Schutz der körperlichen Unversehrtheit des Kindes 720
a)  Tatbestandliche Körperverletzung 720
b)  Rechtfertigung der Körperverletzung 722
c)  Das religiöse Argument 723
IV.  Grundrechtlicher Sonderstatus religiös begründeten Handelns? 727
1.  Individualrechtlicher Ansatz 727
2.  Institutioneller Ansatz 728
V.  Traditionsvorbehalt 730
VI.  Zulassung der Beschneidung durch Gesetz 732
1.  Freigabe unter Kautelen 732
2.  Mohel-Klausel 736
3.  Ergebnis 738
VII.  Tabuvorbehalt praeter constitutionem? 738
Kirchliche Loyalität im Rahmen des staatlichen Arbeitsrechts. Verfassungsrechtliche Aspekte des kirchlichen Arbeitsverhältnisses 741
I.  Exemplarische Konfliktfälle 741
II.  Die Auszehrung der Privatautonomie im Sozialstaat 743
III.  Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht als Reservat der Privatautonomie 743
IV.  Die arbeitsvertragliche Begründung der kirchlichen Loyalität 744
V.  Die arbeitsrechtliche und die verfassungsrechtliche Dimension des Loyalitätskonflikts 745
VI.  Keine Verfügungsmacht des Staates über die Kirchenloyalität 747
VII.  Staatliche Entscheidungsvorbehalte gegenüber dem kirchlichen Selbstverständnis 749
VIII.  Folgerungen für die Arbeitsgerichte im Fall des Kirchenaustritts 752
Meinungsfreiheit im Streit mit der Religion. „Gotteslästerung“ heute 755
I.  Problemfeld 755
II.  Ausschluß physischer Gewalt 758
III.  Die abwehrrechtliche Position des Verletzers 761
IV.  Religiöse Belange als Schranken der Meinungsfreiheit 763
1.  Vorbehalt des Gesetzes 764
2.  Mögliche Schutzgüter 766
a)  Name und Ehre Gottes 766
b)  Religiöse Gefühle und religiöses Selbstverständnis 767
c)  Religion als gesellschaftliche Potenz 769
d)  Religionsfreiheit 770
e)  Voraussetzungen der Religionsausübung 772
aa)  Raum, Funktion, Atmosphäre 772
bb)  Klima der „Angstfreiheit“ 773
f) Persönliche Ehre des Gläubigen – korporative Ehre der Glaubensgesellschaft 775
g)  Auswärtige Belange und innere Sicherheit 778
V.  Folgerungen für die Rechtspraxis 779
1.  Genügen des geltenden Rechts 779
2.  Potential der polizeilichen Generalklausel 780
VI.  Kontrastfolie Zivilreligion 781
Personenverzeichnis 783
Sachwortregister 786