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Legitimität gegen Legalität

Der Weg der politischen Philosophie Carl Schmitts

Hofmann, Hasso

(2020)

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Abstract

Carl Schmitt (1888–1985) ist nach wie vor der umstrittenste deutsche Staatsrechtler des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende entwicklungsgeschichtliche Gesamtdarstellung erschien zuerst 1964. Trotz anhaltender Diskussion und ständig wachsender Literatur über Schmitt ist sie bislang die einzige ihrer Art geblieben. Am rechtsphilosophischen Leitfaden des Problems der Begründung von Recht beschreibt sie Schmitts Weg von der »rationalen« Legitimität über einen »politischen Existenzialismus« in eine »rassische« und dann »geschichtliche« Legitimität. Die Vorbemerkung zur zweiten Auflage erweitert die Darstellung um Schmitts Veröffentlichungen nach 1964 und behandelt die wichtigsten Ergebnisse der literarischen Kontroversen bis 1991. Eine Aktualisierung und Vertiefung des Diskussionsstands erfolgt im Vorwort zur vierten Auflage 2002. Der Nachdruck des Textes von 1964 plädiert nach wie vor für einen sachorientierten rechtstheoretischen Umgang mit dem umstrittenen Denker.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Einleitung zur vierten Auflage V
Vorwort zur dritten Auflage XVII
Vorbemerkungen zur Neuausgabe XIX
Inhalt XLVII
Abkürzungsverzeichnis XLIX
Erster Teil: Problemstellung 1
1. Über die Notwendigkeit einer entwicklungsgeschichtlichen Darstellung 1
2. Der staatsrechtliche Positivismus 17
a) Das Recht der gelungenen Revolution 17
b) Herkunft des staatsrechtlichen Positivismus 20
c) Politische Bedeutung und wissenschaftsgeschichtliche Konsequenzen des staatsrechtlichen Positivismus 23
3. Carl Schmitts Ausgangsposition 25
a) Das Problem der richterlichen Entscheidung 25
b) Der Satz von der Rechtsbestimmtheit 27
c) Die Frage nach der Legitimation der legitimierenden Autorität 29
Zweiter Teil: Rationale Legitimität (1912–1922) 34
1. Das Problem der Rechtsverwirklichung 34
a) Gesetz und Exekutivakt 34
b) Schmitts Staatsphilosophie und Kelsens Staatsrechtslehre 38
c) Unendlicher Konkretisierungsprozeß und endliche Konkretion 46
2. Die Dialektik der Rechtsverwirklichung 49
a) Die Diktatur 49
b) Die Souveränität 55
aa) Ausnahmezustand und Norm 55
bb) Die Diktatur des Reichspräsidenten nach Art. 48 WRV 62
3. Die rationale Rechtfertigung der Macht 64
a) Wertrationale und zweckrationale Legitimität 64
b) Carl Schmitts Normbegriff 72
Dritter Teil: Das Legitimitätsproblem in Schmitts politischem Existenzialismus (1923 – 1933) 78
1. Die Wendung 78
a) Konsequenzen der Rechtsverwirklichungstheorie Schmitts 78
b) Schmitts politische Entscheidung gegen den Status quo 87
2. Der Begriff des Politischen 94
a) Die Freund-Feind-Formel 94
b) Der innerpolitische Aspekt des Begriffs des Politischen 107
3. Der positive Verfassungsbegriff 117
a) Die Verfassungslehre 117
b) Das Problem der Einheit 123
c) Die verfassunggebende Gewalt des Volkes 134
4. Rechtsphilosophische Grundpositionender irrationalen Legitimitätstheorie 152
Vierter Teil: Rassische Legitimität (1934–1936) 168
1. Konkretes Ordnungs- und Gestaltungsdenken 168
2. Die Rechtfertigung der Macht aus der Artgleichheit des Führers 178
Fünfter Teil: Geschichtliche Legitimität (ab 1937) 188
1. Vom Staatsbegriff zum Reichsbegriff 188
a) Die Abkehr vom Rassegedanken 189
b) Das Ende des Jus Publicum Europaeum 196
c) Reich und Großraum 206
2. Die geschichtsphilosophische Überhöhung der zweckrationalen Legitimität 217
a) Die rechtlichen Urakte der Land- und Seenahme 217
b) Legitimität kraft geschichtlicher Leistung 227
c) Zwischen altem und neuem Nomos 244
Literaturverzeichnis 249
Namenverzeichnis 268
Sachverzeichnis 272