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Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für das Zusammenleben der Völker in Mittel- und Ostmitteleuropa

Teil 3

Editors: Gornig, Gilbert H. | Michel, Adrianna A.

Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Vol. 34

(2020)

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About The Author

Studium der Rechtswissenschaften und politischen Wissenschaften in Regensburg und Würzburg. Ab 1990 Professor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und internationales Wirtschaftsrecht an der Georg-August-Universität zu Göttingen und ab 1994 Dekan. Von 1995 bis 2016 Professor für Öffentliche Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Philipps-Universität Marburg, Dekan 2006 bis 2012. 1996 bis 2004 Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof. Gastprofessor an vielen ausländischen Universitäten. Forschungsschwerpunkte: Völkerrecht, Europarecht, Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht. Homepage: www.voelkerrecht.com Studied law and political science in Regensburg and Würzburg. From 1990 professor for public law, international law and international business law at the Georg-August University in Göttingen and from 1994 dean. From 1995 to 2016 professor for public law, international law and European law at the Philipps University Marburg, dean 2006 to 2012. 1996 to 2004 judge at the Hessian Administrative Court. Visiting professor at many foreign universities. Research focus: international law, European law, constitutional law, administrative law. Homepage: www.voelkerrecht.com.

Abstract

In drei Symposien, 2016 bis 2018, beschäftigte sich die Studiengruppe für Politik und Völkerrecht mit dem Ersten Weltkrieg. Behandelt werden die rechtlichen Fragen der Auseinandersetzung und die Folgen der Friedensverträge, aber auch die Auswirkungen des Krieges auf die Staatengemeinschaft weltweit bis zum heutigen Tag. Der dritte Band widmet sich den nichteuropäischen Staaten, die am Großen Krieg beteiligt waren. Der Vertrag von Sèvres, der niemals in Kraft trat, hätte die Türkei zerstückelt. Der Vertrag von Lausanne hingegen bescherte der Region für lange Zeit einen stabilen Frieden, weil er den herrschenden Kräfteverhältnissen in der Region gerecht wurde und den Türken ihr nationales Selbstbestimmungsrecht gewährleistete. Auch Staaten in Asien, Afrika und Amerika waren am Krieg beteiligt, wobei die südamerikanischen Länder nicht in Kriegshandlungen verwickelt wurden.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Foreword 7
Inhaltsverzeichnis 9
Content 9
Abkürzungsverzeichnis / List of Abbreviations 11
Roland Banken: Der Vertrag von Sèvres 1920 und seine Änderungen durch den Vertrag von Lausanne 1923 13
I. Einleitung 13
II. Probleme der Nachkriegsordnung für das Osmanische Reich 15
1. Meerengenfrage 16
2. Nationalitätenprobleme 18
3. Fremdkontrolle durch die Großmächte vor 1914 20
III. Ereignisse bis zum Vertrag von Sèvres 21
IV. Bestimmungen des Vertrages von Sèvres 25
1. Sonderverwaltungsgebiete und Autonomiegebiete 29
a) Konstantinopel und die türkischen Meerengen 29
b) Kurdistan 30
c) Smyrna 31
2. Finanzielle und wirtschaftliche Bestimmungen 32
3. Minderheitenschutz 34
4. Militärische Bestimmungen 34
5. Sonstige Bestimmungen 36
V. Revision des Vertrages 37
VI. Der Lausanner Frieden 39
1. Grenzen der Türkei 39
2. Minderheitenschutz 41
3. Finanzielle, wirtschaftliche und sonstige Bestimmungen 41
4. Meerengenabkommen 43
5. Griechisch-Türkischer Bevölkerungsaustausch 44
VII. Zusammenfassung 45
Abstract 45
Andreas Raffeiner: Die Kaukasus-Front, ein vergessener Kriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg 49
I. Allgemeines und Hintergründiges 49
1. Allgemeine Informationen 49
2. Hintergrundgeschichte 50
II. Wer stand sich gegenüber? 50
1. Russen 50
2. Osmanen 51
3. Armenier 51
4. Kurden 52
III. Vorspiel und Kriegsverlauf 52
1. Einleitung 52
2. 1914 52
3. 1915 53
4. 1916 54
5. 1917 55
6. 1918 57
IV. Folgen 59
V. Zusammenfassung 60
Abstract 60
Gilbert H. Gornig: Der Beginn der Palästinafrage und des Nahostkonflikts 61
I. Name 61
II. Geschichtlicher Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konflikts 63
1. Ägyptische und persische Vormacht 64
2. Hellenistische Herrschaft 69
3. Römische Herrschaft 71
4. Arabische Eroberung 73
5. Osmanisches Reich 74
a) Organisation und Bevölkerung 74
b) Zionismus 77
III. Entwicklungen im Verlauf des Ersten Weltkriegs und kurz danach 80
1. McMahon-Hussein-Korrespondenz 81
2. Sykes-Picot-Abkommen 83
3. Balfour-Deklaration 85
IV. Kriegsende 87
1. Waffenstillstand von Moudros 87
2. Faisal-Weizmann-Abkommen 88
3. Chaim Weizmann vor dem Obersten Alliierten Rat 89
4. Satzung des Völkerbundes 89
5. King-Crane Commission und General Syrian Congress 90
6. Konferenz von Sanremo 92
7. Vertrag von Sèvres 93
V. Völkerbundmandate 95
1. Allgemein 95
2. Mandat über Palästina 96
a) Transjordanien 97
b) Cisjordanien 99
aa) Mandatsbestimmungen 99
bb) Mandatszeit 100
cc) Programme und Pläne zur Lösung des Konflikts 101
(1) Peelbericht 101
(2) Woodhead-Kommission 102
(3) Morrison-Plan 103
(4) Bevin-Plan 103
(5) UN-Teilungsplan 104
VI. Israel und Palästina als Staaten 104
1. Israel 104
2. Palästina 107
VII. Resümee 110
Abstract 110
Andreas Raffeiner: Das Sykes-Picot-Abkommen, die Nabi-Masa-Unruhen und die Anfänge des Nahostkonflikts 113
I. Das Sykes-Picot-Abkommen 113
1. Allgemeines 113
2. Inhalt 113
3. Veröffentlichung durch die Bolschewiki 115
4. Auswirkungen und Folgen 115
II. Die Nabi-Musa-Unruhen 117
1. Allgemeines 117
2. Bilanz 119
3. Folgen 119
III. Der Nahostkonflikt 120
1. Allgemeines 120
2. Vorgeschichte 120
3. Beginn der Aufteilung des Osmanischen Reiches 120
4. Zionistische Immigration nach Palästina 122
5. Erster Weltkrieg 123
6. Britische Mandatszeit bis 1930 124
IV. Zusammenfassung 125
Abstract 125
Holger Kremser: Das Mandatssystem des Völkerbundes und seine Folgen bis heute 127
I. Einführung 127
II. Geschichtliche Entwicklung 127
III. Die Aufteilung der früheren türkischen Gebiete im Nahen Osten und der deutschen Gebiete in Übersee 132
IV. Rechtliche Regelungen 134
1. Versailler Friedensvertrag 134
2. Vertrag von Sèvres und Lausanner Friedensvertrag 137
3. Art. 22 Satzung des Völkerbundes 137
4. Mandatsverträge 141
a) Allgemeines 141
b) A-Mandate 141
c) B- und C-Mandate 142
V. Praxis des Mandatssystems 143
1. Fehlende Rechtsdurchsetzungsmöglichkeit des Völkerbundes 143
2. A-Mandate 143
3. B- und C-Mandate 144
a) Eingliederungsbestrebungen 144
aa) Großbritannien 144
bb) Frankreich 145
cc) Belgien 145
dd) Südafrikanische Union 146
b) Staatsangehörigkeit 146
c) Wirtschaftsbeziehungen 146
d) Verteidigung der Mandatsgebiete 147
e) Petitionen 148
VI. Beendigung des Mandatssystems 148
VII. Heutige Folgen des Mandatssystems 149
VIII. Schlussbemerkung 151
Abstract 151
Michael Pesek: Afrika im Ersten Weltkrieg 153
I. Einführung 153
II. Der Erste Weltkrieg in Afrika 158
III. Afrikaner in einem europäischen Konflikt 165
Abstract 169
Georg Gesk: China und der Erste Weltkrieg. Kiautschou und die Pazifikregion 171
I. Einführung 171
II. Vorgeschichte: Deutschland als Kolonialmacht 173
III. Krieg, Kapitulation, Gefangenschaft 177
IV. China und der Traum vom internationalen Recht 179
V. Anti-Imperialismus oder koloniales Erbe? 184
VI. Souveränität und/oder Nationalismus? 188
VII. Recht und/oder Macht? 193
VIII. Nachwort 195
IX. Zusammenfassung 196
Abstract 197
Literatur 198
Heinrich Menkhaus: Das Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und dem Großjapanischen Reich im Ersten Weltkrieg 201
I. Einleitung 201
II. Vorgeschichte 201
1. Territorialer Bestand 201
2. Völkervertragsrechtliche Situation 203
3. Deutsche Staatsangehörige in Japan 204
4. Wirtschaftliche Beziehungen 205
5. Kenntnisse über Japan 206
6. Zusammenfassung 207
III. Erster Weltkrieg 208
1. Japanisch-Deutscher Krieg 208
2. Deutsche in japanischer Kriegsgefangenenschaft 211
3. Eroberung der deutschen Kolonien und Schutzgebiete im Pazifik 212
4. Feindgesetzgebung 212
5. Japanische Verwaltung des Schutzgebietes Kiautschou 214
6. Japanische Verwaltung der deutschen Kolonien und Schutzgebiete im Pazifik 215
7. Verhandlungen zu einem Sonderfrieden 215
8. Zusammenfassung 216
IV. Nachgeschichte 216
V. Ergebnis 219
Abstract 219
Norbert Bernsdorff: Lateinamerika und der Erste Weltkrieg 221
I. Einführung 221
II. Ausgangslage: Hispanoamerika vor 1914 222
1. Das „lange 19. Jahrhundert“ Lateinamerikas 224
2. Epoche unkontrollierter Masseneinwanderung aus Europa und erneute „Kolonialisierung“ 224
3. Die Krisensituation vor Kriegsbeginn („panamericanismo“) 225
III. Verlauf des Ersten Weltkriegs in Lateinamerika – Fronten jenseits der Schlachtfelder 226
1. Die Phase von 1914 bis 1917 226
a) Anfängliche Neutralität 226
b) Im „Sog der Katastrophe“ 228
2. Das Entscheidungsjahr 1917 229
a) U-Boot-Krieg in lateinamerikanischen Gewässern und Kriegseintritt der USA 229
b) Reaktionen: Kriegseintritt, (bloßer) Abbruch der Beziehungen („rupturistas“), Beibehaltung der Neutralität („neutralistas“) 230
3. Lateinamerika am Ende des Krieges 233
a) Beteiligung am Versailler Friedensprozess 233
b) Die wirtschaftliche Agonie: Versorgungskollaps und soziale Spannungen („agotamiento“) 234
c) Erstarken der Hegemonialmacht USA 235
IV. Die Nachkriegszeit bis zur Weltwirtschaftskrise (1929/1930) 235
1. Stimmungslage: Euphorie und Enttäuschung 236
2. Der inner-lateinamerikanische Streit um Führungsrollen 236
3. Wiedereinsetzen der Einwanderung – Immigration in den 1920er Jahren 237
4. Deutschlands Wiederaufstieg in Lateinamerika 238
V. Schlussbetrachtung 239
Abstract 239
Wilfried von Bredow: Der Einfluss des Ersten Weltkriegs auf Faschismus und Nationalsozialismus 241
I. Komplexitätsvermehrung 242
1. Einfluss als historische Kategorie 242
2. Erfahrungsverdichtung 244
3. Politikwissenschaftliche Perspektive 244
II. Epoche des Faschismus? 245
1. Umstrittene Epocheneinteilung 246
2. Demokratie vor dem Durchbruch? 247
3. Krisenepoche 247
III. Faschismus und Nationalsozialismus 248
1. Faschismus, Marxismus … 249
2. … und Moderne 250
IV. Brutalisierung 251
1. Unterschiedliche Kriegserfahrungen 251
2. Verklärung der Frontgemeinschaft 252
3. Versuche zur Eindämmung von Gewalt und Krieg 253
V. Der italienische Faschismus 254
1. Der „verstümmelte Sieg“ 255
2. Von Fiume (1919) nach Rom (1922) 255
VI. Aufstieg des Nationalsozialismus 256
1. Prekäre Balance zwischen den Extremen 257
2. Konkurrenz gefährlicher Utopien 257
3. Bitterkeit und Revanchismus 258
VII. Fazit: Die Destruktivität der Nachkriegsordnung 259
Abstract 261
Die Autoren / The Authors 263
Dr. Roland Banken 263
Persönliche Angaben / Personal Data 263
Publikationen / Publications 263
Kontaktadresse / Contact Address 264
Professor Dr. Norbert Bernsdorff 264
Persönliche Angaben / Personal Data 264
Forschungsschwerpunkte / Research Interests 264
Auswahlbibliographie / Selected Publications 264
Kontaktadresse / Contact Address 265
Professor Dr. Dr. h.c. Wilfried von Bredow 265
Persönliche Angaben / Personal Data 265
Auswahlbibliographie / Selected Publications 266
Kontaktadresse / Contact Address 266
Professor Dr. (NTU) Georg Gesk (葛祥林) 266
Persönliche Angaben / Personal Data 266
Forschungsschwerpunkte / Research Interests 267
Auswahlbibliographie / Selected Publications 267
Kontaktadresse / Contact Address 267
Professor Dr. Dr. h. c. mult. Gilbert H. Gornig 268
Persönliche Angaben / Personal Data 268
Forschungsschwerpunkte / Research Interests 268
Auswahlbibliographie / Selected Publications 268
Kontaktadresse / Contact Address 269
Dr. Holger Kremser 269
Persönliche Angaben/Personal Data 269
Auswahlbibliographie / Selected Publications 269
Kontaktadresse / Contact Address 270
Professor Dr. Heinrich Menkhaus 270
Persönliche Angaben / Personal Data 270
Forschungsschwerpunkte / Research Interests 271
Auswahlbibliographie / Selected Publications 271
Kontaktadresse / Contact Address 273
Professor Dr. Michael Pesek 273
Persönliche Angaben/Personal Data 273
Auswahlbibliographie / Selected Publications 273
Kontaktadresse / Contact Address 274
Mag. phil. Andreas Raffeiner 274
Persönliche Angaben / Personal Data 274
Forschungsinteressen / Research Interests 274
Auswahlbibliographie / Selected Publications 274
Aufsätze / Essays (Auswahl – Selection) 275
Kontaktadresse / Contact Address 275
Personenregister / List of Names 277
Sachregister / Subject Index 281