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Wertungen

Philosophische Prämissen evaluativer Diskurse und politiktheoretische Auswirkungen einiger ihrer prominenteren Resultate

Schmitz, Heinz-Gerd

Philosophische Schriften, Vol. 104

(2021)

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About The Author

Heinz-Gerd Schmitz, nach dem humanistischen Gymnasium und dem Zivildienst Studium der Philosophie, Germanistik und Pädagogik in Münster und in Köln. Staatsexamina für das Lehramt und Schuldienst in Köln; Promotion und Abordnung in den Hochschuldienst. Professurvertretung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln nach der Habilitation in der Philosophischen Fakultät (philosophisches Seminar); fortgesetzte Lehrtätigkeit am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln. Bis 2013 Referendarausbilder am Studienseminar Köln. Philosophische Publikationen insbesondere im Felde der politischen, der Rechts- und der Sozialphilosophie. Heinz-Gerd Schmitz, grammar school training (mainly ancient Greek and Latin), service as a hospital orderly for 18 months. Universities of Muenster and Cologne: philosophy, literature, and theory of education. Grammar school teacher in Cologne. Earning a doctorate in philosophy and getting the qualification for university teaching (›Habilitation‹ at University of Cologne). Associate professor (›apl. Prof.‹) of philosophy. Books mostly in the realm of political philosophy, theory of law, social philosophy.

Abstract

Die Untersuchung erörtert einerseits eine subjektivistische Theorie der Wertung, i.e. die Annahme, dass sich evaluative Urteile aus den Bedingungen des Individuums bzw. seiner Gruppe ergeben und entsprechend limitierte Geltung haben. Andererseits kommt die geläufige objektivistische Auffassung zur Sprache, der zufolge Wertungen für alle rationalen Wesen auf diesem und auf allen anderen Planeten unseres Universums die gleiche Form haben und zu den gleichen Resultaten gelangen müssen. Beide Ansätze weisen – wie sich zeigt – irreparable Mängel auf, so dass es ratsam erscheint, sich um einen dritten Zugang zu bemühen. Er wird als intersubjektiver Ansatz präsentiert und semiotisch begründet. Die These lautet, dass auf diesem Wege die Rede von einer transsubjektiven Gültigkeit von Werten sinnvoll wird, ohne dass man sich in den Fallstricken subjektivistischer oder objektivistischer Theoreme verfängt. Exemplifiziert werden die Ergebnisse durch eine Anwendung auf den Bereich des Politischen, in welchem – so wird gezeigt – letztlich nur ein Wert oberste Gültigkeit hat, nämlich die Freiheit. Von diesem Resultat ausgehend werden dann Fragen der Berechtigung und der Grenzen des Sozialstaates sowie der Migrationspolitik erörtert, um zu einer Exemplifikation der Ergebnisse zu gelangen und eine direktere Verbindung zu den Gegenwartsdebatten herzustellen. »Valuations. Philosophical Premises of Moral Discourses and some of the Political Consequences«

Concerning the problems of valuation, the philosophical tradition knows of two different approaches: the first sees all values which we are appreciating as unchangeable premises of an eternal orientation, the second tries to persuade us to concede, that we are merely following subjective rules, created by our education or even made up by ourselves as we go along. The book proposes a new perspective – based a on the fact that we are creatures using signs to find our ways around. Exemplifying the consequences of this result some problems of political freedom and equality, of the welfare state and of migration are integrated.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungen 9
I. Einleitung 11
Teil A: Prämissen 21
II. Umwertung 23
III. Das Tragische, die Werte und das Böse 30
IV. Die Freiheit und der Wille 42
Exkurs (a): Deterministen und Indeterministen 52
V. Kulturen 60
Teil B: Analysen 71
VI. Der wertphilosophische Subjektivismus 73
VII. Der wertphilosophische Objektivismus 82
VIII. Der wertphilosophische Intersubjektivismus 91
IX. Semiotische Axiologie 99
Teil C: Applikationen 107
X. Der Grundwert des Politischen 109
Exkurs (b): Die Intrige 117
XI. Aus- und Einwanderung 124
XII. Der Sozialstaat 135
XIII. Die Gleichheit der Bürger 145
XIV. Schlußüberlegung 157
Bibliographie 162
Personenregister 172
Sachregister 173