Menu Expand

Unternehmensmitbestimmung im deutsch-polnischen Rechtsvergleich

Eine Untersuchung des deutschen und polnischen Systems der Arbeitnehmerbeteiligung in Gesellschaftsorganen

Badura, Karolina

Studien zum vergleichenden Privatrecht / Studies in Comparative Private Law, Vol. 14

(2021)

Additional Information

Book Details

Pricing

About The Author

Karolina Badura wurde in Nikolai (Polen) geboren. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie am King’s College London. Das Rechtsreferendariat absolvierte sie am Oberlandesgericht München. Sie promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und arbeitet als Rechtsanwältin in München. Karolina Badura was born in Mikołów (Poland) in 1986. She studied law at Humboldt University of Berlin and at King's College London and completed her legal clerkship at the Higher Regional Court of Munich. She holds a doctorate from the Ludwig Maximilian University of Munich and works as a lawyer in Munich.

Abstract

»Board-Level Co-Determination in a Comparison of German and Polish Law. A Comparative Analysis of the German and Polish System of Board-Level Employee Involvement«

The author undertakes a comprehensive and profound comparative study of board-level co-determination in Germany and Poland. The portrayal of the historical and ideological backgrounds is followed by a detailed analysis of the co-determination arising out of national and European regulations. The board-level co-determination is further examined in the context of the respective collective labour law system and corporate governance structures. Finally, the author deals with the reform debates.
Karolina Badura unternimmt eine umfassende und tiefgründige rechtsvergleichende Untersuchung der Unternehmensmitbestimmung in Deutschland und Polen. Nach ausführlicher Erörterung der prägenden historischen und ideologischen Hintergründe werden die nationalen Regelungen zur Arbeitnehmerbeteiligung im Aufsichtsrat und Vorstand detailliert analysiert und gegenübergestellt. Die Autorin untersucht zudem die jeweilige nationale Umsetzung der europäischen Vorgaben zur Arbeitnehmerbeteiligung in der SE, SCE und bei grenzüberschreitenden Verschmelzungen. Anschließend wird die Unternehmensmitbestimmung sowohl im Kontext des nationalen kollektivarbeitsrechtlichen Systems als auch der jeweiligen Corporate-Governance-Strukturen beleuchtet. Nach einer Darstellung der Reform- und Gesetzesvorschläge in Deutschland und Polen hinterfragt die Autorin schließlich kritisch die geltenden nationalen Regelungen und setzt Denkanstöße für die Reformdiskussion.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis 22
Kapitel 1: Einführung 29
A. Leitgedanken 29
B. Ziel und Gang der Untersuchung 32
C. Begriffsbestimmungen 34
Kapitel 2: Entwicklung und Grundlagen der Arbeitnehmerbeteiligung in Deutschland und Polen 37
A. Geschichtlicher Hintergrund 37
I. Entstehung des deutschen Mitbestimmungssystems 37
1. Geschichte der Mitbestimmungsidee in Deutschland bis 1945 38
a) Erste Ansätze der Arbeitnehmerbeteiligung im 19. Jahrhundert 38
b) Gesetzesnovellen im deutschen Kaiserreich 44
c) Die Arbeitnehmerbeteiligung in der Weimarer Republik 46
d) Einbruch der Mitbestimmung unter dem NS-Regime 52
2. Entwicklung der Mitbestimmung in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 53
a) Einführung einer Unternehmensmitbestimmung in der Montanindustrie 54
b) Das Betriebsverfassungsgesetz 1952 64
c) Gesetze zur Sicherung der Montanmitbestimmung 66
d) Kampf der Gewerkschaften um das MitbestG 1976 68
e) Wesentliche Gesetzesänderungen und neue Gesetzgebung 79
II. Entwicklung der Arbeitnehmerpartizipation in Polen 82
1. Die Arbeitnehmerpartizipation in den Jahren 1918–1939 82
2. Arbeitnehmerpartizipation in der Volksrepublik Polen (bis 1980) 90
a) Die letzten Kriegsmonate und das Dekret über Betriebsräte von 1945 93
b) Arbeitnehmerselbstverwaltung in den Jahren 1956–1958 100
c) Das Gesetz über die Arbeiterselbstverwaltung von 1958 und das Ende der Selbstverwaltung 106
3. Arbeitnehmerselbstverwaltung in der Krise der 1980er Jahre 110
a) Wirtschaftskrise als Treiber des Partizipationsgedankens 110
b) Die Gesetze vom 25. September 1981 über Staatsunternehmen und über die Selbstverwaltung der Belegschaft 115
c) Einführung des Kriegsrechts und die Tätigkeit der Selbstverwaltungsorgane in den 1980er Jahren 118
d) Die Vereinbarungen des „Runden Tisches“ im Jahre 1989 122
4. Entwicklung der Arbeitnehmerpartizipation während der Transformationsphase der 1990er Jahre 125
a) Beginn der Wirtschaftsreform und Einleitung des Privatisierungsprozesses 126
b) Das Privatisierungsgesetz von 1990 und die Abschaffung der Belegschaftsräte 130
c) Der Pakt über das Staatsunternehmen von 1993 und die Entstehung des Kommerzialisierungs- und Privatisierungsgesetzes von 1996 137
d) Entwicklung kollektivarbeitsrechtlicher Regelungen und des sozialen Dialogs 147
5. Die Integration Polens in die EU 155
B. Ideologische Grundlagen der Arbeitnehmerpartizipation 157
I. Die Sozialtheorien des Vormärz 157
II. Marxismus und Sozialismus 159
III. Katholische und evangelische Soziallehre 163
IV. Liberalismus 171
V. Selbstverwaltungskonzepte 172
VI. Wirtschaftsdemokratie 173
C. Rechtliche Rahmenbedingungen und Grundstrukturen der Arbeitnehmerbeteiligung und des sozialen Dialogs 175
I. Verfassungsrechtlicher Rahmen 175
1. Deutschland 175
2. Polen 178
II. Europäische Garantien der Arbeitnehmerbeteiligung 182
III. Kollektivarbeitsrechtliche Grundstrukturen und Grundprinzipien 184
1. Deutschland 184
2. Polen 186
a) Der soziale Dialog als Pfeiler der sozialen Marktwirtschaft 186
b) Koalitionsfreiheit, Tarifautonomie und Streikrecht 190
c) Die Arbeitnehmerpartizipation 195
D. Zusammenfassung 200
Kapitel 3: Unternehmensmitbestimmung auf nationaler Ebene 207
A. Rechtsgrundlagen, Ziel und Rechtfertigung der Unternehmensmitbestimmung 207
I. Rechtsgrundlagen der Unternehmensmitbestimmung 207
1. Deutschland 207
a) Unternehmensmitbestimmungsgesetze 207
b) Tarifvertragliche und sonstige Mitbestimmungsvereinbarungen 208
2. Polen 212
a) Zwingende gesetzliche Mitbestimmungsvorgaben für die Gesellschaftsorgane 212
b) Tarifvertragliche und sonstige Mitbestimmungsvereinbarungen 213
c) Sozialvereinbarungen zur Privatisierung 217
3. Vergleich 220
II. Ziel und Rechtfertigung der zwingenden Mitbestimmung auf Unternehmensebene 221
1. Deutschland 221
a) Menschenwürde und Humanisierung 224
b) Wirtschaftsdemokratie 225
c) Gleichgewicht von Kapital und Arbeit 226
d) Kontrolle wirtschaftlicher Macht 227
e) Soziale Unternehmenspolitik 229
f) Integrationswirkung 229
2. Polen 230
a) Förderung der Wirtschaftsreform 231
b) Kontinuität der Arbeitnehmerselbstverwaltung 233
c) Integrationswirkung 234
d) Sozialethische Aspekte 235
e) Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz 236
f) Beschränkung der Arbeitnehmerrechte? 237
3. Vergleich 238
B. Geltungsbereich der Mitbestimmungsgesetze 239
I. Deutschland 239
1. Montanmitbestimmungsgesetze 239
2. MitbestG 240
3. DrittelbG 242
4. Mitbestimmungserhaltungsregeln 243
5. Sonderregelungen und Spezialgesetze 244
II. Polen 244
1. Kommerzialisierungsgesetz vom 30. September 1996 244
a) Die Kommerzialisierung als Voraussetzung der Arbeitnehmerbeteiligung 246
b) Arbeitnehmerbeteiligung auch in teilweise privatisierten Unternehmen 247
aa) Bisherige Unterscheidung zwischen mittelbarer und unmittelbarer Privatisierung 247
bb) Neue Rechtslage seit 1.1.2017 250
c) Zwingende Arbeitnehmerbeteiligung auch bei vollständig privatisierten Unternehmen? 251
d) Die kommerzialisierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung („sp. z o.o.“) 259
2. Spezielle Privatisierungsgesetze 260
3. Die Gesetze vom 25. September 1981 über Staatsunternehmen und über die Selbstverwaltung der Belegschaft 262
4. Gesetz über die kommunale Wirtschaft vom 20. Dezember 1996 264
5. Fehlende gesetzliche Vorgaben zur Unternehmensmitbestimmung in Unternehmen der Privatwirtschaft 266
III. Reichweite der Mitbestimmung 268
1. Deutschland 268
2. Polen 270
IV. Vergleich 272
C. Mitbestimmung in der Aktiengesellschaft 275
I. Organisationsstruktur einer Aktiengesellschaft – Überblick 276
II. Mitbestimmung im Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft 278
1. Aufgaben und Funktionen des Aufsichtsrats 278
a) Gesetzliche Zuständigkeiten des Aufsichtsrats 278
aa) Überwachung der Geschäftsführung 280
(1) Überwachungsgegenstand und -maßstab 280
(2) Überwachungsmittel 281
(a) Berichtspflichten und Auskunftsrecht 281
(b) Meinungsäußerung und Beratung 283
(c) Einsichts- und Prüfrecht 284
(d) Zustimmungsvorbehalte 285
bb) Personalkompetenzen 288
cc) Vorstandsorganisation 294
dd) Weitere Zuständigkeiten 295
b) Möglichkeiten der unternehmerischen Mitbeteiligung 297
c) Schutzfunktion zugunsten verschiedener Interessen und Interessengruppen? 300
2. Zusammensetzung des mitbestimmten Aufsichtsrats 302
a) Größe des Aufsichtsrats 302
aa) Deutschland 302
bb) Polen 304
b) Zahl der Arbeitnehmervertreter 306
aa) Deutschland 306
bb) Polen 308
(1) Kommerzialisierungsgesetz von 1996 308
(a) Erster Aufsichtsrat 309
(b) Alleinaktionärsstellung des Staates 309
(c) Mehrheits- oder Minderheitsbeteiligung des Staates 310
(2) Spezialgesetze 312
(3) Erfahrungen aus der Praxis 314
c) Wahlverfahren 314
aa) Wahl der Anteilseignervertreter 314
bb) Wahl der Arbeitnehmervertreter 317
(1) Deutschland 317
(2) Polen 319
(a) Kommerzialisierungsgesetz von 1996 319
(b) Spezialgesetze 325
(c) Erfahrungen aus der Praxis 325
cc) Wahl sonstiger und neutraler Aufsichtsratsmitglieder 326
d) Aktives und passives Wahlrecht 327
aa) Wahlberechtigung 327
bb) Wählbarer Personenkreis 330
(1) Arbeitnehmereigenschaft 330
(2) Gewerkschaftsvertreter und Gewerkschaftstätigkeit 333
(3) Ausschluss bestimmter Personengruppen 343
(4) Besondere persönliche Anforderungen 347
(5) Frauenquote 352
(6) Ergänzende Satzungsbestimmungen 354
e) Amtsperiode und Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern 356
3. Auswirkungen der Mitbestimmung auf die innere Ordnung des Aufsichtsrats 360
a) Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender 360
b) Arbeitsorganisation und Ausschüsse 363
c) Aufsichtsratssitzungen, Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung 368
4. Rechtsfolgen einer fehlenden oder fehlerhaften Wahl von Arbeitnehmervertretern 374
a) Nichtigkeit bzw. Anfechtbarkeit der Wahl 375
b) Funktionsunfähigkeit des Aufsichtsrats 381
c) Eintragungsfähigkeit ins Handels- bzw. Unternehmerregister 388
5. Rechte und Pflichten der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat 391
a) Allgemeine Rechte und Pflichten der Aufsichtsratsmitglieder 391
aa) Persönliche und weisungsfreie Amtsausübung 392
bb) Kontroll- und Informationsrechte 393
cc) Pflicht zur Wahrung des Unternehmensinteresses 395
dd) Sorgfaltspflichten und Haftung 401
(1) Sorgfaltsmaßstab 401
(2) Allgemeine Sorgfaltspflichten 402
(3) Loyalitäts- und Verschwiegenheitspflicht 403
(4) Haftung 407
ee) Recht auf Vergütung und Aufwendungsersatz 410
b) Besondere Schutzvorschriften zugunsten der Arbeitnehmervertreter 416
aa) Behinderungs- und Benachteiligungsverbot 417
bb) Freistellung und Entgeltfortzahlung 418
cc) Kündigungsschutz 419
6. Funktion, Rolle und Bedeutung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat 420
a) Informationsvermittlung 423
aa) Informationsvermittlung an den Aufsichtsrat („nach oben“) 423
bb) Informationsvermittlung an die Belegschaft („nach unten“) 426
b) Einfluss auf den Meinungsbildungsprozess im Aufsichtsrat 427
c) Einfluss auf unternehmenspolitische Entscheidungen? 429
d) Besondere Bedeutung während der Privatisierungsprozesse 433
III. Mitbestimmung im Vorstand einer Aktiengesellschaft 434
1. Bestellung und Abberufung des Arbeitsdirektors/Arbeitnehmervertreters 435
2. Funktion und Bedeutung des Arbeitsdirektors/Arbeitnehmervertreters 442
D. Sonderformen unternehmerischer Mitbestimmung in Polen 446
I. Die Arbeitnehmerbeteiligung in sog. „Arbeitnehmergesellschaften“ („spółki pracownicze“) 447
II. Die Arbeitnehmerbeteiligung in polnischen Staatsunternehmen als Relikt aus dem Sozialismus 453
1. Das Staatsunternehmen als Rechtsform sui generis 454
2. Das Modell der Arbeitnehmerselbstverwaltung nach den Gesetzen von 1981 456
a) Organisationsverfassung des Staatsunternehmens 456
aa) Der Direktor 456
bb) Der Belegschaftsrat 457
cc) Die Arbeitnehmer- bzw. Delegiertenversammlung 459
b) Kompetenzen der Selbstverwaltungsorgane 459
c) Vergleich mit der Arbeitnehmerbeteiligung in Kapitalgesellschaften 463
3. Arbeitnehmerbeteiligung bei Fremdverwaltung des Staatsunternehmens 465
III. Mitbestimmung in kommunalen Gesellschaften 466
E. Zusammenfassung 467
Kapitel 4: Unternehmensmitbestimmung auf europäischer Ebene 472
A. Die Bedeutung europäischer Entwicklungen für das deutsche und polnische Arbeits- und Gesellschaftsrecht 472
B. Unternehmensmitbestimmung in supranationalen Gesellschaftsformen 474
I. Die Europäische Aktiengesellschaft (SE) 474
1. Regelungskonzept der SE-RL zur Arbeitnehmerbeteiligung 476
a) Zielsetzung der SE-RL 476
b) Vorrang der Vereinbarung 476
c) Subsidiäre Auffangregelung 478
2. Umsetzung der europäischen Vorgaben in Deutschland und Polen 479
a) Gegenstand, Zielsetzung und räumlicher Geltungsbereich 481
b) Bildung des besonderen Verhandlungsgremiums 482
aa) Einleitung des Einberufungsverfahrens und Information 482
bb) Sitzverteilung auf Mitgliedstaaten und Gesellschaften 484
cc) Persönliche Voraussetzungen der Mitglieder 486
dd) Wahlverfahren 489
(1) Zuständigkeit, Wahlgremium und Urwahl 489
(2) Quorums- und Mehrheitserfordernisse 493
c) Arbeitnehmerbeteiligung kraft Vereinbarung 494
aa) Verhandlungsverfahren 494
bb) Inhalt der Vereinbarung 499
d) Arbeitnehmerbeteiligung kraft Gesetzes 503
aa) Geltung der Auffangregelung 504
bb) Zusammensetzung und Befugnisse des Vertretungsorgans 505
(1) Wahlverfahren und Mitgliedschaft 506
(2) Innere Ordnung 508
(3) Zuständigkeiten des Vertretungsorgans 509
(4) Sachverständige, Kosten und Fortbildung 511
cc) Regeln für die Mitbestimmung in den Gesellschaftsorganen 513
(1) Verteilung der Sitze auf die Mitgliedstaaten 514
(2) Ermittlung der inländischen Arbeitnehmervertreter 515
(3) Persönliche Voraussetzungen der Mitglieder 518
e) Geheimhaltungspflicht und Tendenzschutz 519
f) Schutzvorschriften zugunsten der Arbeitnehmervertreter 521
g) Missbrauchsverbot, Straf- und Bußgeldvorschriften 524
3. Praktische Bedeutung und Akzeptanz der SE in Deutschland und Polen 526
II. Die Europäische Genossenschaft („spółdzielnia europejska“) 530
1. Regelungskonzept der SCE-RL zur Arbeitnehmerbeteiligung 531
2. Umsetzung ins nationale Recht 531
C. Grenzüberschreitende Verschmelzungen 533
I. Die Richtlinie 2005/56 über grenzüberschreitende Verschmelzungen 533
II. Umsetzung der Richtlinie in Deutschland und Polen 534
D. Zusammenfassung 541
Kapitel 5: Unternehmensmitbestimmung im System der kollektiven Arbeitsbeziehungen 543
A. Verhältnis zur gewerkschaftlichen Interessenvertretung 544
I. Funktion, Rolle und Bedeutung der Gewerkschaften 544
1. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Kompetenzen der Gewerkschaften 545
a) Gewerkschaftsbegriff und -merkmale 546
b) Gründung, Organisationsstruktur und Repräsentativität 549
aa) Gründung und Binnenorganisation 549
bb) Aufbau des Gewerkschaftssystems 550
cc) Repräsentativität 555
c) Kompetenzen der Gewerkschaften 558
aa) Einfluss auf die Arbeits- und Sozialpolitik 560
bb) Tarifvertragsverhandlungen und -abschlüsse 561
cc) Streikrecht 565
dd) Zuständigkeiten auf Betriebsebene 565
ee) Sonstige Befugnisse und Einflussmöglichkeiten 572
d) Rechte und Schutz von Gewerkschaftsmitgliedern 574
2. Bedeutung der Gewerkschaften 576
a) Deutschland 576
b) Polen 577
aa) Rolle der Gewerkschaften während der Transformationsprozesse 577
bb) Gegenwärtige Bedeutung der Gewerkschaften 581
II. Gewerkschaften und die Unternehmensmitbestimmung 588
1. Abgrenzungen und Überschneidungen 588
a) Überschneidungen in sachlicher Hinsicht 588
b) Personelle Verflechtungen 590
2. Konkurrenz oder Einfluss? 592
a) Die Gewerkschaften – friend or foe der Unternehmensmitbestimmung? 592
b) Einfluss der Gewerkschaften im Zusammenhang mit der Unternehmensmitbestimmung 600
B. Verhältnis zur nicht-gewerkschaftlichen Arbeitnehmerbeteiligung auf Betriebsebene 606
I. Gesetzliche Rahmenbedingungen 607
1. Die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland 607
2. Die Arbeitnehmerräte in Polen 608
a) Geltungsbereich 609
b) Zusammensetzung und Wahlverfahren 612
c) Kompetenzen des Arbeitnehmerrates 615
d) Kosten, Verschwiegenheit und sonstige Rechte bzw. Pflichten 618
e) Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmerrat und Arbeitgeber 619
3. Betriebliche Ad-hoc-Repräsentationen 619
4. Arbeitnehmervertretung bei Arbeitssicherheit und -hygiene 621
5. Europäische Betriebsräte 622
II. Bedeutung der nicht-gewerkschaftlichen Arbeitnehmervertretung 623
III. Verhältnis zwischen der Arbeitnehmerbeteiligung auf Organebene und nicht-gewerkschaftlichen Arbeitnehmervertretungen 629
1. Deutschland 629
2. Polen 632
C. Verhältnis zu sonstigen Formen der Arbeitnehmerbeteiligung 635
I. Arbeitnehmerbeteiligung am Kapital („partycypacja kapitałowa“) 635
II. Rat des sozialen Dialogs 639
D. Zusammenfassung 641
Kapitel 6: Unternehmensmitbestimmung und Corporate Governance 643
A. Grundzüge des Corporate-Governance-Systems 644
I. Begriff, Zweck und Charakteristika 644
II. Corporate-Governance-Regelwerke als Steuerungs- und Kontrollinstrument 651
B. Unternehmensmitbestimmung im Corporate-Governance-System 659
I. Stellung der Arbeitnehmerinteressen und der Arbeitnehmervertreter in den Corporate-Governance-Regelwerken 661
1. Berücksichtigung von Arbeitnehmerinteressen bei der Definition des Unternehmensinteresses 661
2. Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder 664
a) Empfehlung der Europäischen Kommission 2005 664
b) Unabhängigkeit im DCGK 665
c) Unabhängigkeit in polnischen Corporate-Governance-Regelwerken 670
II. Beeinträchtigung der Aufsichtsratstätigkeit 677
1. Verzögerte Entscheidungsprozesse und mangelnde Handlungsfähigkeit 678
2. Aufsichtsrat als Forum der Interessenvertretung 679
3. Mangelnde Professionalität und Fachkompetenz 687
4. Eingeschränkte Information und Marginalisierung des Aufsichtsrats durch den Vorstand 689
C. Zusammenfassung 690
Kapitel 7: Zukunft der Unternehmensmitbestimmung? 692
A. Reformansätze, Tendenzen und Diskussionen in Deutschland 693
I. Kritik am deutschen Mitbestimmungssystem 695
II. Reformvorschläge 700
1. Abschaffung der Arbeitnehmerbeteiligung im Aufsichtsrat 700
2. Vereinbarungslösung 702
3. Mäßigung des gesetzlichen Modells 705
4. Ausweitung der Mitbestimmung 706
III. Ausblick 709
B. Perspektiven der Arbeitnehmerpartizipation in Polen 710
I. Einstellung zur Arbeitnehmerpartizipation im Allgemeinen 710
II. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat – eine nur vorübergehende Lösung? 717
1. Tendenzen in Rechtswissenschaft und Praxis 718
a) Generelle Zurückhaltung gegenüber der Unternehmensmitbestimmung 720
b) Arbeitnehmerräte als vorzugswürdiges Mittel der Arbeitnehmerpartizipation 725
c) Andere Formen der Interessenvertretung 728
2. Gesetzesinitiativen 732
a) Gesetzesprojekt 2006/2007 über ein Kollektivarbeitsgesetzbuch und die weitgehende Einführung von Unternehmensmitbestimmung in allen Aktiengesellschaften 732
b) Reformvorhaben 2010/2011 zur Abschaffung der gesetzlichen Vorgaben zur Unternehmensmitbestimmung in kommerzialisierten Unternehmen 735
c) Gesetzesänderung zum 1. Januar 2017 740
d) Vorschläge der Kommission zur Kodifizierung des Arbeitsrechts vom 14. März 2018 741
Kapitel 8: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse 749
A. Bedeutung des historischen und ideologischen Hintergrunds für die Unternehmensmitbestimmung 749
B. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Unternehmensmitbestimmung in der Aktiengesellschaft 756
C. Unternehmensmitbestimmung in supranationalen Rechtsformen 763
D. Unternehmensmitbestimmung im Kontext des kollektivarbeitsrechtlichen Systems 764
E. Unternehmensmitbestimmung im Lichte der Corporate-Governance-Debatte 766
F. Aktuelle Tendenzen und Reformvorschläge 767
Kapitel 9: Quo vadis, Unternehmensmitbestimmung? 769
Literaturverzeichnis 778
Stichwortverzeichnis 797