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Klimahaftungsklagen. Die Internationale Haftung für die Folgen des Klimawandels

Zugleich eine Untersuchung des Europäischen Zuständigkeitsrechts und des Europäischen Internationalen Privatrechts der Umwelthaftung

Zeidler, Sophie

Schriften zum Internationalen Recht, Vol. 233

(2022)

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About The Author

Sophie Zeidler studierte von 2014 bis 2020 Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem Ersten Staatsexamen war sie am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andreas Spickhoff als Wissenschaftliche Hilfskraft sowie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Wirtschaftskanzlei tätig. Seit April 2021 ist Sophie Zeidler Rechtsreferendarin am Oberlandesgericht München. Sophie Zeidler studied law at the Ludwig-Maximilians-University of Munich from 2014 to 2020. After her first state examination, she worked as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Andreas Spickhoff and as a research assistant at a commercial law firm. Since April 2021, Sophie Zeidler has been a legal trainee at the Higher Regional Court of Munich.

Abstract

Die Autorin beleuchtet die internationale privatrechtliche Haftung für die Folgen des Klimawandels und deren gerichtliche Geltendmachung. Hierbei werden die rechtsordnungsübergreifend auftretenden materiell-rechtlichen Probleme einer privatrechtlichen Klimahaftung, sowie damit zusammenhängende Fragen der internationalen Zuständigkeit unter der Brüssel Ia-Verordnung und des Internationalen Privatrechts unter der Rom II-Verordnung bei Klimahaftungsklagen untersucht. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die privatrechtliche Klimahaftung aufgrund der materiell-rechtlichen Hürden kein erfolgsversprechendes Instrument ist, um der globalen Herausforderung Klimawandel auf rechtlichem Wege zu begegnen. Die Brüssel Ia-Verordnung und die Rom II-Verordnung stellen dagegen flexible Regelungsinstrumente dar, welche auf das neuartige Phänomen der Klimahaftungsklagen angemessen reagieren können. »Climate Liability Lawsuits. International Liability for the Consequences of Climate Change at the same time a Study of the European Law of Jurisdiction and the European Private International Law of Environmental Liability«: The author sheds light on international private law liability for the consequences of climate change and its assertion in court. The substantive problems of climate liability under private law that arise across legal systems are examined, as well as related questions of international jurisdiction under the Brussels Ia Regulation and private international law under the Rome II Regulation in climate liability actions.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 20
§ 1 Einleitung 25
A. Richterliche Gewalt als Instrument effektiven Klimaschutzes? 25
B. Gang der Betrachtung und Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands 28
§ 2 Die Haftung für die Folgen des Klimawandels auf Ebene des nationalen Privatrechts 30
A. Die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels nach derzeitigem Stand der Wissenschaft 30
I. Bestimmung der wesentlichen Begriffe 31
II. Grundlagen der Klimaforschung 32
III. Beobachtete Veränderungen im globalen Klimasystem 34
IV. Ursachen des Klimawandels 36
V. Folgen des Klimawandels 37
1. Folgen für Hydrosphäre und Kryosphäre 39
a) Der Rückgang der Gletscher 39
b) Tauen von Permafrostböden 40
c) Rückzug des polaren Meereises und Zerfall der Eisschilde 41
d) Auswirkungen auf die Ozeane 42
2. Wetterextreme und deren Folgewirkungen 43
VI. Zwischenergebnis 45
B. Die Erforderlichkeit einer privatrechtlichen Haftung für die Folgen des Klimawandels 45
I. Staatliche Maßnahmenkonzepte vor dem Hintergrund des Klimawandels 46
1. Bestimmung der wesentlichen Begriffe 47
2. Rechtliche Bestandsaufnahme 47
a) Völkerrechtliche Ebene 48
aa) Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen 48
bb) Das Kyoto-Protokoll 48
cc) Das Pariser Abkommen 49
b) Unionsrechtliche Ebene 51
aa) Rechtsquellen des Unionsrechts 51
bb) Das Europäische Emissionshandelssystem 53
c) Zwischenergebnis 54
II. Allokation klimawandelbedingter Schäden und Verluste 55
1. Zuweisung von Lasten an die allgemein vom Klimawandel Begünstigten 55
2. Zuweisung von Lasten an die von Anpassungsmaßnahmen Begünstigten 56
3. Zuweisung der Lasten an die Staatengemeinschaft 57
a) Grundlagen 57
b) Bestandsaufnahme im Völker- und Unionsrecht 58
4. Zuweisung der Lasten an Großemittenten 60
a) Bestimmung der verantwortlichen Emittenten 60
aa) Emission von Treibhausgasen als sozialadäquate, von der allgemeinen Handlungsfreiheit gedeckte Verhaltensweise 61
bb) Fehlende Quantifizierbarkeit der auf den Einzelnen entfallenden Emissionsmenge 61
cc) Ausschluss von Kleinstemittenten aufgrund von Praktikabilitätser‍wägungen 62
dd) Fokussierung auf Carbon Mayors 63
b) Vorteile des Emitters-pay-Prinzips 64
c) Rechtliche Umsetzung des Emitters-pay-Prinzips 67
C. Rechtliche Einordnung und Problematik der privatrechtlichen Haftung für die Folgen des Klimawandels 70
I. Rechtliche Einordnung der privatrechtlichen Klimahaftung 70
1. Anspruchsziele der privatrechtlichen Klimahaftung 70
a) Grundlegende Differenzierung nach repressiven und präventiven Anspruchszielen 70
aa) Rechtliche Zuordnung der relevanten Gefahr-‍, Verletzungs- und Schadensszenarien 70
bb) Repressives Anspruchsziel 71
cc) Präventives Anspruchsziel 72
b) Exemplarische Klimaklagen zur Verdeutlichung der Anspruchsziele der Klimahaftung 73
aa) Vorbemerkung zu Besonderheiten von Klimaklagen in den Vereinigten Staaten von Amerika 73
bb) Connecticut v. American Electric Power Co., Inc. 75
cc) Native Village of Kivalina v. ExxonMobil, Corp. 76
dd) Comer v. Murphy Oil USA, Inc. 76
ee) City & Country of Honolulu v. Sunoco LP 77
ff) Luciano Lliuya v. RWE AG 77
c) Zwischenergebnis 78
2. Rechtsordnungsübergreifende Haftungselemente im Kontext der Klimahaftung 79
a) Grundstruktur einer deliktischen Haftungsnorm 80
b) Schutzbereich der Haftungsnorm 81
c) Zurechenbarkeit 82
aa) Verschuldenshaftung 83
bb) Gefährdungshaftung 85
d) Kausalität 86
e) Zwischenergebnis 89
II. Problematik der Klimahaftung 89
1. Justiziabilität von Klimafragen 90
a) Bewertung der Justiziabilität in den Vereinigten Staaten von Amerika 90
aa) Political-Question-Doktrin 90
bb) Sperrwirkung des regulatorischen Klimaschutzrechts 92
b) Bewertung der Justiziabilität außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika 94
aa) Kritik 95
bb) Rechtliche Bewertung und eigene Stellungnahme 97
c) Zwischenergebnis 98
2. Schutzbereich des Haftungsrechts 99
a) Schutzbereich des US-amerikanischen Haftungsrechts 99
b) Schutzbereich des deutschen Haftungsrechts 100
c) Schutzbereich des französischen Haftungsrechts 102
d) Folgen für die internationale Klimahaftung 102
3. Pflichtwidrigkeit 103
a) Bedeutung des regulatorischen Klimaschutzes 104
b) Allgemeine Interessenabwägung 108
aa) Interessensphären der Beteiligten 108
bb) Gesamtgesellschaftlicher Nutzen der emissionsverursachenden Tätigkeiten 109
cc) Vorhersehbarkeit der (drohenden) Schäden für die Emittenten 111
(1) Maßgeblicher Zeitpunkt der Kenntnis und Vorhersehbarkeit auf Seiten der Emittenten 111
(2) Reichweite der Vorhersehbarkeit 114
dd) Erheblichkeit und Vermeidbarkeit der Emissionen und (drohenden) Verletzungen 115
(1) Erheblichkeit der Emissionen 115
(2) Vermeidbarkeit der klimawandelbedingten Gefahren und Schäden durch die Emittenten 116
c) Zwischenergebnis 118
4. Kausalität 119
a) Problemkreise im Rahmen der Kausalität 120
aa) Vielzahl von Einflussfaktoren 120
(1) Anthropogener Einfluss 121
(2) Natürliche Einflüsse 121
(3) Verstärkungs- und Rückkopplungseffekte sowie Kipppunkte 122
(4) Wiederaufnahme von Emissionen 124
(5) Zwischenergebnis 124
bb) Vielzahl von Emittenten 124
(1) Problemstellung 124
(2) Lösungsansätze 126
(a) Kumulative und alternative Kausalität 126
(b) Abschwächung der Anforderungen an die Individualisierung der Kausalitätsbeziehung 129
(c) Market-share-liability 131
cc) Zwischenergebnis 133
b) Beweisrechtliche Anforderungen an die Kausalität 134
aa) Behauptungs- und Beweislast 134
(1) Grundlagen 134
(2) Beweislastumkehr 136
bb) Beweismaß 138
(1) Regelbeweismaß 139
(a) Grundlagen 139
(b) Anwendung auf die Kausalität im Rahmen der Klimahaftung 139
(2) Beweismaßabsenkungen und Beweiserleichterungen 141
(a) Partielle Beweismaßabsenkung für die Kausalität in Klimahaftungsfällen 141
(b) Anscheinsbeweis 142
(3) Zwischenergebnis 143
5. Rechtsfolge 144
a) Totalreparation und Proportionalhaftung 144
b) Gesamt- und Teilschuld 145
D. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse 146
§ 3 Die Haftung für die Folgen des Klimawandels im Europäischen Zuständigkeitsrecht 150
A. Klimaklagen und Europäisches Zivilprozessrecht 150
I. Rolle des Internationalen Zivilprozessrechts im Zusammenhang mit Klimaklagen 150
II. Konfligierende Interessen von Klimakläger und -beklagtem 152
1. Interessen des Klimahaftungsklägers 153
2. Interessen des Klimahaftungsbeklagten 155
3. Gleichgerichtete Interessen der Parteien 155
III. Regelungsinstrumente des Europäischen Zuständigkeitsrechts 157
B. Die internationale Zuständigkeit für Klimahaftungsklagen nach der Brüssel Ia-Verordnung 159
I. Der ausschließliche dingliche Gerichtsstand nach Art. 24 Nr. 1 EuGVVO 159
1. Grundlegung zu Art. 24 Nr. 1 EuGVVO 160
2. Art. 24 Nr. 1 EuGVVO im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Immissionsabwehrklagen 162
a) Problemstellung 162
b) Entscheidung Temelín des Europäischen Gerichtshofs 164
aa) Sachverhalt 164
bb) Deliktische Qualifikation der grenzüberschreitenden Immissionsabwehrklage 165
(1) Begründung des Europäischen Gerichtshofs 165
(2) Weitere Begründungsansätze 167
c) Bedeutung der Entscheidung Temelín für klimawandelbezogene Immissionsabwehrklagen 169
3. Zwischenergebnis 171
II. Der allgemeine Gerichtsstand nach Art. 4 Abs. 1 EuGVVO 172
1. Art. 4 Abs. 1 EuGVVO als Anwendungs- und Kompetenznorm 172
2. Bestimmung von Wohnsitz bzw. Sitz des Beklagten 173
a) Bedeutung und Konsequenzen der alternativen Anknüpfungsmöglichkeiten der Sitzbestimmung 174
b) Rechtsträgerprinzip 174
3. Relevanz des allgemeinen Gerichtsstands im Zusammenhang mit Klimahaftungsklagen 176
a) Umfassende gerichtliche Kognitionsbefugnis 176
b) Vorhersehbarkeit und Vertrautheit für den Beklagten 177
c) Darlegungs- und Beweisanforderungen 178
d) Zwischenergebnis 179
4. Einschränkung der Klagemöglichkeit am allgemeinen Gerichtsstand? 179
a) Problemstellung 179
b) Begrenzung der umfassenden Kognitionsbefugnis durch Kausalitätsvorbehalt? 180
5. Zwischenergebnis 182
III. Der Gerichtsstand der unerlaubten Handlung nach Art. 7 Nr. 2 EuGVVO 182
1. Normzweck und Anwendungsbereich 183
2. Die unerlaubte Handlung 185
a) Begriff der unerlaubten Handlung 185
b) Darlegungs- und Beweisanforderungen 187
c) Zwischenergebnis 189
3. Ort des schädigenden Ereignisses 189
a) Ubiquitätsprinzip 189
b) Handlungsort 191
aa) Naturalistische Kriterien 191
bb) Erweiternde Einbeziehung normativer Kriterien 193
(1) Vergleich mit Pressedelikten als Musterbeispiel für Streudelikte 193
(2) Übertragung auf Klimahaftungsfälle 194
(3) Fehlende Wertungsparallelität zu „klassischen“ Fällen der Menschenrechtsverletzung durch Unternehmen 196
(4) Zwischenergebnis 197
c) Erfolgsort 197
aa) Grundlegung zur Bestimmung des Erfolgsorts 198
bb) Bestimmung des Erfolgsorts bei Klimahaftungsklagen 199
(1) Auslegungsgrundsätze 199
(2) Erfolgsort bei klimawandelbedingten reinen Umweltschädigungen 201
(a) Materiellrechtliche Einschränkung auf Ebene der Zuständigkeit? 201
(b) Parallele Auslegung zu dem Erfolgsort nach Art. 7 Rom II-Verordnung 203
(3) Erfolgsort bei klimawandelbedingten Individualschädigungen 204
(4) Erfolgsort bei klimawandelbedingten Vermögensschäden 206
(5) Zwischenergebnis 207
cc) Einschränkung des Gerichtsstands der unerlaubten Handlung am Erfolgsort? 208
(1) Mosaikbetrachtung 208
(2) Weitere Einschränkungsmöglichkeiten 211
(a) Kausalitätsvorbehalt 211
(b) Vorhersehbarkeitsvorbehalt 212
(c) Differenzierung zwischen unmittelbaren und mittelbaren Rechtsgutsverletzungen 212
(3) Ablehnung einer weiteren Einschränkung 214
4. Zwischenergebnis 214
IV. Der Gerichtsstand der Niederlassung nach Art. 7 Nr. 5 EuGVVO 215
1. Grundlegung zu Art. 7 Nr. 5 EuGVVO 215
2. Bedeutung des Art. 7 Nr. 5 EuGVVO im Zusammenhang mit Klimahaftungsklagen 217
V. Der Gerichtsstand der Streitgenossenschaft gem. Art. 8 Nr. 1 EuGVVO 218
1. Grundlegung zu Art. 8 Nr. 1 EuGVVO 219
a) Normzweck 219
b) Anwendungsbereich 220
aa) Räumlich-persönlicher Anwendungsbereich 220
bb) Sachlicher Anwendungsbereich 222
c) Konnexitätserfordernis 223
d) Ausschluss der rechtsmissbräuchlichen Klageerhebung 225
aa) Eigenschaften der Ankerklage 225
bb) Allgemeiner Missbrauchsvorbehalt? 226
e) Zwischenergebnis 227
2. Stärkung des kollektiven Rechtsschutzes unter der Brüssel Ia-Verordnung? 227
a) Erweiterung des Art. 8 Nr. 1 EuGVVO? 227
b) Einführung einheitlicher kollektiver Klageinstrumente? 229
aa) Vorteile des kollektiven Rechtsschutzes 229
bb) Rechtliche Bestandsaufnahme auf unions- und mitgliedstaatlicher Ebene 230
cc) Einführung eines unionsrechtlichen kollektiven Klageinstruments für Umwelthaftungsfälle 232
3. Zwischenergebnis 234
C. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse 235
§ 4 Die Haftung für die Folgen des Klimawandels im Europäischen Internationalen Privatrecht 237
A. Klimahaftung und Internationales Privatrecht 238
I. Rolle des Internationalen Privatrechts im Zusammenhang mit Klimahaftung 238
II. Konfligierende kollisionsrechtliche Interessen der Parteien 239
III. Regelungsinstrumente des Europäischen Internationalen Privatrechts 240
1. Rom II-Verordnung 240
a) Zeitlicher Anwendungsbereich 241
aa) Auslegung der Art. 31, 32 Rom II-Verordnung 241
bb) Zeitliche Anwendbarkeit der Rom II-Verordnung auf Klimahaftungsfälle? 241
(1) Auslegung des Begriffs des schädigenden Verhaltens im Zusammenhang mit Klimahaftung 241
(2) Statutenwechsel 243
(3) Faktische Schwierigkeiten im Hinblick auf die Vereinzelung der Emissionen 244
(4) Zwischenergebnis 244
b) Räumlich-persönlicher und sachlicher Anwendungsbereich 245
2. Autonomes nationales Recht 247
3. Zwischenergebnis 247
B. Das Umwelt- und Klimahaftungsstatut nach der Rom II-Verordnung 247
I. Die allgemeine Anknüpfung im Europäischen Deliktsrecht 248
1. Grundsätzliche Möglichkeiten der Anknüpfung 248
a) Anknüpfung an den Handlungsort 249
b) Anknüpfung an den Erfolgsort 250
c) Ubiquitätstheorie 250
2. Die allgemeine deliktische Kollisionsnorm des Art. 4 Rom II-Verordnung 251
a) Grundsätzliche Anknüpfung an das Recht des Erfolgsorts nach Art. 4 Abs. 1 Rom II-Verordnung 251
b) Möglichkeiten der Auflockerung der Anknüpfung an den Erfolgsort nach Art. 4 Abs. 2, 3 Rom II-Verordnung 252
aa) Art. 4 Abs. 2 Rom II-Verordnung 252
bb) Art. 4 Abs. 3 Rom II-Verordnung 253
3. Zwischenergebnis 254
II. Die Sonderkollisionsnorm des Art. 7 Rom II-Verordnung 254
1. Anwendungsbereich des Art. 7 Rom II-Verordnung 255
a) Reine Umweltschädigungen 256
aa) Verordnungsautonome Definition des Begriffs der Umweltschädigung 256
bb) Einfluss der Umwelthaftungsrichtlinie auf die Bestimmung des Begriffs der Umweltschädigung 258
(1) Konkretisierung anhand von Art. 2 UHRL 258
(2) Keine Beschränkung der Umweltschädigung auf berufliche oder gewerbliche Tätigkeiten 259
(3) Ablehnung des Kriteriums der Erheblichkeit 260
(4) Zwischenergebnis 261
cc) Umweltschädigung in Klimahaftungsfällen 261
(1) Klimawandel per se als Umweltschädigung 261
(2) Sekundäre Umweltschädigungen 263
(3) Zwischenergebnis 263
dd) Zwischenergebnis 264
b) Erstattungsansprüche der öffentlichen Hand aufgrund von Umweltschädigungen 264
aa) Zivilrechtliche Einordnung von Erstattungsansprüchen der öffentli‍chen Hand 265
bb) Differenzierung nach Art und Weise des Tätigwerdens der öffentli‍chen Hand 266
c) Aus einer Umweltschädigung herrührender Personen- oder Sachschaden 268
aa) Erfassung von Vermögensschäden? 268
bb) Ausgestaltung des Kausalzusammenhangs zwischen Umweltschädigung und Schädigung an Individualrechtsgut 270
(1) Erfordernis eines ökologischen Schadens? 270
(2) Anforderungen an die Kausalitätsbeziehung 271
cc) Zwischenergebnis 273
2. Ubiquitätsprinzip 273
a) Erfolgs- und Handlungsort als maßgebliche Anknüpfungspunkte 273
aa) Grundlagen der Anknüpfung 273
bb) Auslegung von Handlungs- und Erfolgsort 274
(1) Erfolgsort 275
(2) Handlungsort 276
(3) Zwischenergebnis 277
b) Legitimation des Ubiquitätsprinzips 277
c) Kritik am Ubiquitätsprinzip 279
aa) Keine Notwendigkeit einer eigenständigen Kollisionsnorm 279
bb) Benachteiligung des ausländischen Schädigers gegenüber dem inländischen Schädiger 280
cc) Ungerechtfertigte Beschränkung des Ubiquitätsprinzips auf den Bereich der Umweltschädigung 282
dd) Ubiquitätsprinzip als ungeeignetes Mittel zur Stärkung des Umweltschutzes 282
ee) Wertungsneutralität des Internationalen Privatrechts? 283
ff) Zwischenergebnis 284
d) Zwischenergebnis 284
3. Optionsrecht 284
a) Rechtsnatur des Optionsrechts 285
aa) Streit um die Rechtsnatur des Optionsrechts? 286
bb) Übertragung des Meinungsstands zu Art. 40 Abs. 1 S. 2 EGBGB? 287
cc) Systematische Stellung von Art. 7 Hs. 2 Rom II-Verordnung 288
dd) Wirkungen einer ausgeübten Option 288
ee) Rechtszersplitterung durch prozessuale Einordnung 289
ff) Interessen des Schädigers 289
gg) Zwischenergebnis 290
b) Ausübungsmodalitäten des Optionsrechts 290
aa) Vornahme des Günstigkeitsvergleichs durch den Geschädigten 291
bb) Unteilbarkeit des Optionsrechts 291
cc) Unwiderruflichkeit des Optionsrechts 293
(1) Grundsatz: Unwiderruflichkeit eines ausgeübten Optionsrechts 293
(2) Konkretisierung der Anforderungen an die Ausübungserklärung 294
(3) Zwischenergebnis 295
dd) Zeitpunkt der Ausübung des Optionsrechts 295
(1) Kritische Würdigung der den Mitgliedstaaten eingeräumten Regelungskompetenz 295
(2) Umsetzung im deutschen internationalen Privatrecht: Art. 46a EGBGB 296
(a) Grundlagen 296
(b) Kritik 296
ee) Zwischenergebnis 298
4. Einschränkung der Haftung nach dem Recht des Erfolgsorts? 298
a) Problemstellung 299
b) Einschränkungsmöglichkeiten 299
aa) Mosaiktheorie 299
bb) Vorhersehbarkeitsvorbehalt 300
(1) Planwidrige Regelungslücke 300
(2) Vergleichbarkeit der Interessenlagen von Produzenten und Großemittenten 302
(3) Zwischenergebnis 303
cc) Art. 17 Rom II-Verordnung 303
III. Berücksichtigung von ausländischen Emissionsgrenzwerten und öffentlich-rechtlichen Anlagengenehmigungen 303
1. Emissionsgrenzwerte 304
a) Relevante Konstellationen 304
b) Lösung über Art. 17 Rom II-Verordnung 305
aa) Sicherheits- und Verhaltensregeln i.S.v. Art. 17 Rom II-Verordnung 305
bb) Faktische und angemessene Berücksichtigung 306
c) Zwischenergebnis 307
2. Öffentlich-rechtliche Anlagengenehmigungen 307
a) Problemstellung 308
aa) Anlagengenehmigungen als Ergebnis exekutiver Interessenabwägungen 308
bb) Wirkung von Anlagengenehmigungen vor dem Hintergrund des Vertrauensschutzes 308
cc) Grenzen der Verweisung nach der Rom II-Verordnung 309
b) Relevante Sachverhaltskonstellationen und Lösungsansätze 310
aa) Inländischer Handlungsort und Anwendung des ausländischen Erfolgsortsrechts 310
bb) Ausländischer Handlungsort und Anwendung des ausländischen Handlungsortsrechts 311
cc) Handlung im Ausland und Anwendung des inländischen Erfolg‍sort‍srechts 312
(1) Unbeachtlichkeit ausländischer Genehmigungen aufgrund des Territorialitätsprinzips? 312
(2) Unionsrechtliche Anerkennungspflicht nach der EuGH-Entscheidung Temelín II? 313
(3) Art. 17 Rom II-Verordnung 314
(a) Wortlautauslegung 314
(b) Historische Auslegung 315
(c) Systematische Auslegung 315
(d) Modifizierte Anwendung des Art. 17 Rom II-Verordnung unter Einbeziehung wertender Kriterien 316
(e) Rechtliche Wirkung einer berücksichtigungsfähigen Anlagengenehmigung 318
c) Zwischenergebnis 320
3. Zwischenergebnis 321
IV. Ordre public-Vorbehalt, Art. 26 Rom II-Verordnung 321
C. Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse 322
§ 5 Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse 326
Literaturverzeichnis 330
Stichwortverzeichnis 350