Menu Expand

Die Verzögerungsbeschwerde und der Entschädigungsanspruch nach §§ 97a ff. BVerfGG

Deger, Roni

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 1469

(2022)

Additional Information

Book Details

Pricing

About The Author

Roni Deger studierte in Hannover Rechtswissenschaften und schloss das Studium 2018 als Bester seines Universitätsjahrganges ab. Bis Mitte 2020 arbeitete er neben seiner der Promotion am Leibniz Center for Science and Society (LCSS) und forschte zum Hochschulrecht. Nach einer etwa halbjährigen Beschäftigung bei einer international ausgerichteten Wirtschaftskanzlei trat er im Dezember 2020 in das Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle ein. Roni Deger studied law in Hanover and graduated in 2018 as the best of his university class. Until mid-2020, he worked alongside his doctorate at the Leibniz Center for Science and Society (LCSS), conducting research on higher education law. After working for an international commercial law firm for about six months, he entered his legal clerkship in the district of the Higher Regional Court of Celle in December 2020.

Abstract

Nach mehreren Verurteilungen Deutschlands wegen Verletzungen des Anspruchs auf eine angemessene Ver fahrensdauer durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erließ der deutsche Gesetzgeber Ende 2011 ein Gesetz über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren, welches mit den neuartigen §§ 97a ff. BVerfGG auch vor dem Bundesverfassungsgericht nicht Halt machte.

Über zehn Jahre nach dem Erlass der Vorschriften untersucht und evaluiert der Autor die Normierungen im Verhältnis zur Europäischen Menschenrechtskonvention und dem Grundgesetz. Hierbei kann ein überwiegend positives Ergebnis hinsichtlich der kompensatorischen Verzögerungsbeschwerde gefunden werden. Allerdings wird hinsichtlich der präventiven Komponente – der Verzögerungsrüge – festgestellt, dass diese kein effektiver Rechtsbehelf i. S. d. Rechtsprechung des EGMR ist. Zudem werden vom Autor architektonische Unvollkommenheiten freigelegt, welche die objektive Unparteilichkeit der Beschwerdekammer tangieren.
»The complaint for undue delay and the claim for compensation in accordance with sections 97a et seqq. of the BVerfGG«: After several rulings of the ECHR against Germany for violations of the right to a reasonable duration of proceedings, the legislature enacted in 2011 a law on legal protection in the case of overlong court proceedings, which did not spare the Federal Constitutional Court. More than ten years after the adoption of the regulations of the sections 97a et seqq. of the BVerfGG, the author examines and evaluates the provisions in relation to the European Convention on Human Rights and the Basic Law.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vowort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 19
Kapitel 1: Einleitung 21
A. Problemaufriss 21
B. Ziele und Gang der Untersuchung sowie Stand der Wissenschaft 23
Kapitel 2: Historischer Überblick über das Problem der überlangen Verfahrensdauer vor deutschen Gerichten, insbesondere dem Bundesverfassungsgericht 33
A. Die überlange Verfahrensdauer und der Rechtsschutz hiergegen in der Rechtsprechung des EGMR sowie des Bundesverfassungsgerichts 33
I. Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 33
1. Die erste Verurteilung wegen überlanger Verfahrensdauer im Jahr 1978: König v. Germany 33
2. Das Bundesverfassungsgericht als „Randnotiz“ in der EGMR-Rechtsprechung: Buchholz v. Germany und Eckle v. Germany 35
3. Der Beginn eines Richtungswechsels: Deumeland v. Germany; Bock v. Germany; Ruiz-Mateos v. Spain 35
a) Die Entscheidung vom 29. 05. 1986: Deumeland v. Germany 35
b) Die Entscheidung vom 29. 03. 1989: Bock v. Germany 36
c) Die Entscheidung vom 23. 07. 1993: Ruiz-Mateos v. Spain 38
4. Die Verfahrensdauer vor dem Bundesverfassungsgericht als isolierter Beschwerdegegenstand: Süßman v. Germany 40
5. Die Verfahrensdauer einer konkreten Normenkontrolle vor dem BVerfG als Gegenstand einer Individualbeschwerde: Pammel v. Germany; Probstmeier v. Germany 42
6. Strafprozesse als Ausgangspunkt: Gast and Popp v. Germany 43
7. Der Wendepunkt: Kudła v. Poland 45
8. Die Verurteilungen Deutschlands nach dem Kudła-Urteil 46
9. Das Urteil in der Sache Voggenreiter v. Germany vom 08. 01. 2004: Eine Gesetzesverfassungsbeschwerde als Ausgangverfahren 47
10. Sürmeli v. Germany: Die erste Verurteilung wegen der Verletzung von Art. 13 i. V. m. Art. 6 EMRK 48
11. Die Verurteilungen nach der Sürmeli-Entscheidung 51
12. Das Urteil vom 02. 12. 2010 im Pilotverfahren Rumpf v. Germany – Der Katalysator für die Kreierung der §§ 97a ff. BVerfGG und §§ 198 ff. GVG 52
13. Die ersten Auswirkungen der §§ 97a ff. BVerfGG, §§ 198 ff. GVG sowie die erste vorläufige Bewertung der Effektivität durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte 55
14. Kuppinger v. Germany: Die partielle Ineffektivität des Rechtsschutzes gegen überlange Verfahrensdauer in Kindschaftssachen 57
15. Zusammenfassende Bewertung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 59
II. Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 61
1. Der Anspruch auf einen effektiven Rechtsschutz aus Art. 19 Abs. 4 GG in der Rechtsprechung des BVerfG 62
2. Der allgemeine Justizgewährleistungsanspruch in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 64
3. Die Ausfüllung des Merkmals der Angemessenheit der Verfahrensdauer“ durch die (Kammer-)Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 66
4. Zusammenfassende Bewertung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 68
B. Die Reaktion des deutschen Gesetzgebers 69
I. Anfängliche Debatte nach der Kudła-Entscheidung 69
II. Der Entwurf eines Untätigkeitsbeschwerdengesetzes 71
III. Ein neuer legislativer Ansatz: Schwerpunktmäßige Kompensationslösung 72
1. Die Beteiligung des Bundesverfassungsgerichts an der Ausarbeitung der §§ 97a ff. BVerfGG-E 72
2. Weitere Entwicklungen bis zur Initiierung des Gesetzgebungsverfahrens 74
IV. Das Gesetzgebungsverfahren des ÜGRG 75
1. Initiierung und Stellungnahme des Bundesrates 75
2. Beratungen im Bundestag, insbesondere im federführenden Rechtsauschuss 75
3. Schlussphase des Gesetzgebungsverfahrens in Bundestag und Bundesrat 77
V. Der Evaluationsbericht der Bundesregierung 77
1. Evaluierungsauftrag 77
2. Evaluierungsergebnis zu den §§ 97a ff. BVerfGG 78
3. Äußerungen von Verbänden 79
4. Stellungnahme 79
VI. Die Gesetzesreform nach dem Urteil Kuppinger v. Germany 80
VII. Zusammenfassung 81
C. Würdigung auf der Ebene des Europarats 82
I. Allgemeine Vorgaben auf der Ebene des Europarats 82
1. Die Arbeit des Ministerkomitees 83
2. Die Arbeit der Europäischen Kommission für die Effizienz der Justiz (CEPEJ) 85
3. Der Bericht der Venedig-Kommission 86
4. Zusammenfassung 88
II. Durchsetzung der EGMR-Entscheidungen wegen Verletzungen von Art. 6 und 13 EMRK durch die Bundesrepublik Deutschland 89
1. Resolution des Ministerkomitees bezüglich des Urteils Voggenreiter v. Germany und vier weiterer Fälle von 2007 90
2. Resolution des Ministerkomitees bezüglich 71 Verurteilungen Deutschlands (u. a. Sürmeli und Rumpf) von 2013 91
3. Resolution des Ministerkomitees bezüglich des Urteils Kuppinger v. Germany von 2018 92
4. Wertende Zusammenfassung 92
III. Zusammenfassung 93
D. Zusammenfassung 93
Kapitel 3: Konventionsrechtlicher und grundgesetzlicher Hintergrund der §§ 97a ff. BVerfGG 96
A. Der Anspruch auf ein Verfahren in angemessener Zeit, insbesondere vor dem Bundesverfassungsgericht 96
I. Aus Art. 6 Abs. 1 EMRK 96
1. Vorbemerkungen: Innerstaatlicher Rang und Wirkungsweise der EMRK 96
2. Anwendungsbereich 99
a) Persönlicher Anwendungsbereich 99
b) Sachlicher Anwendungsbereich 100
aa) Zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen 101
bb) Strafrechtliche Anklage 102
cc) Verfassungsrechtliche Streitigkeiten? 103
c) Anwendbarkeit auf das Bundesverfassungsgericht: Subsumtion unter Art. 6 Abs. 1 EMRK 105
aa) Verfassungsbeschwerdeverfahren 107
(1) Individualverfassungsbeschwerde 107
(2) Kommunalverfassungsbeschwerde 110
bb) Die konkrete Normenkontrolle 111
cc) Weitere Vorlageverfahren nach Art. 100 Abs. 2, 3, 126 GG 115
(1) Völkerrechtliches Verifikationsverfahren 115
(2) Divergenzvorlage 117
(3) Normqualifizierungsverfahren 117
dd) Abstrakte Normenkontrollverfahren 118
(1) Abstrakte Normenkontrolle 118
(2) Kompetenzkontrollverfahren 120
ee) Kontradiktorische Verfahren 120
(1) Organstreitverfahren 120
(2) Bund-Länder-Streitigkeiten 121
ff) Verfassungsschutzverfahren 123
(1) Parteiverbotsverfahren 123
(2) Ausschluss aus der staatlichen Parteienfinanzierung 127
(3) Grundrechtsverwirkung 128
(4) Präsidentenanklage 129
(5) Richteranklage 131
(6) Zwischenergebnis 133
gg) Sonstige Verfahren 133
(1) Verfahren in Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen 133
(2) Verfahren nach dem PUAG 135
(3) Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung 135
hh) Verzögerungsbeschwerde 135
d) Ergebnis zum Anwendungsbereich 136
3. Inhalt: Angemessenheit der Verfahrensdauer 138
a) Berechnung des zu berücksichtigenden Zeitraumes 139
b) Komplexität des Falles 139
c) Verhalten des Beschwerdeführers 140
d) Verhalten der zuständigen Behörden und Gerichte 141
e) Bedeutung der Sache für den Beschwerdeführer 142
f) Die besondere Rolle des Bundesverfassungsgerichts 143
g) Gesamtbetrachtung 144
4. Ergebnis zu Art. 6 EMRK 144
II. Aus Art. 19 Abs. 4 und Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 20 Abs. 3 GG 146
1. Schutzbereich 147
a) Persönlicher Schutzbereich 147
aa) Art. 19 Abs. 4 GG 147
bb) Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 20 Abs. 3 GG 147
cc) Die Geltung des Grundsatzes der angemessenen Verfahrensdauer für juristische Personen des öffentlichen Rechts? 148
b) Sachlicher Schutzbereich 151
aa) Art. 19 Abs. 4 GG 151
bb) Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 20 Abs. 3 GG 152
c) Anwendbarkeit auf das Bundesverfassungsgericht 153
aa) Nationaler Interpretationsansatz 154
bb) Völkerrechtsfreundlicher Interpretationsansatz 156
cc) Zwischenergebnis 157
dd) Subsumtion der einzelnen Verfahrensarten 158
(1) Die Verfassungsbeschwerdeverfahren 158
(2) Vorlageverfahren 158
(3) Abstrakte Normenkontrolle und kontradiktorische Verfahren 159
(4) Verfassungsschutzverfahren 160
(5) Sonstige Verfahren und Verzögerungsbeschwerde 160
(6) Ergebnis 161
2. Inhalt 162
3. Ergebnis zu Art. 19 Abs. 4 und Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 20 Abs. 3 GG 164
B. Reaktion auf eine Verletzung des Anspruches auf eine angemessene Verfahrensdauer: Abwehr und Kompensation, insbesondere vor dem Bundesverfassungsgericht 165
I. Recht auf eine wirksame Beschwerde, Art. 13 EMRK i. V. m. Art. 6 Abs. 1 EMRK 166
1. Anwendungsbereich 166
a) Allgemein 166
b) Anwendbarkeit auf das Bundesverfassungsgericht – ein „infiniter Rechtsschutz“? 167
2. Inhalt 168
II. Abwehr- und Kompensationsrechte aus Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 20 Abs. 3 GG 170
1. Reaktionsmöglichkeiten nach Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 20 Abs. 3 GG? 170
a) Grundsätzliche Erwägungen 170
b) In Bezug auf das Bundesverfassungsgericht 172
2. Inhaltliche Dimension der Abhilfemöglichkeit: Abwehr oder Kompensation? 172
III. Zwischenergebnis 176
C. Zusammenfassung 177
Kapitel 4: Zulässigkeit der Verzögerungsbeschwerde sowie Voraussetzungen und Inhalt des Entschädigungsanspruches nach §§ 97a ff. BVerfGG 180
A. Zulässigkeit der Verzögerungsbeschwerde, § 97b BVerfGG 180
I. Einordnung der Verzögerungsbeschwerde 180
1. Dogmatische Verortung im Verfassungsprozessrecht 180
2. Zweck 181
II. Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts 182
III. Statthaftes Ausgangsverfahren 184
1. Alle Verfahrensarten als statthaftes Ausgangsverfahren? 184
2. Die Verzögerungsbeschwerde: Nur ein Annex zum Ausgangsverfahren oder ein eigenständiges Verfahren? 185
IV. Beschwerdegegenstand 186
V. Beschwerdeberechtigte 187
1. Äußerungsberechtigte i. S. d. § 94 Abs. 3 BVerfGG als Beschwerdeberechtigte? 188
a) Planwidrige Regelungslücke 189
b) Vergleichbare Interessenslage 190
c) Zwischenergebnis 191
2. Die Stellung von staatlichen Verfahrensbeteiligten (insb. Verfassungsorganen) als Beschwerdeberechtigte 192
a) Analoge Anwendung von § 198 Abs. 6 Nr. 2 GVG? 192
b) Teleologische Reduktion von § 97a Abs. 1 S. 1 BVerfGG? 194
c) Zwischenergebnis 195
3. Ergebnis zum Beschwerdeberechtigten 195
VI. Beschwerdebefugnis 196
1. Das Erfordernis der individuellen Betroffenheit 196
2. Individuelle Betroffenheit in den einzelnen Verfahrensarten 198
3. Erleichterte Darlegung der Beschwerdebefugnis nach § 97a Abs. 2 S. 1 BVerfGG auch für staatliche Verfahrensbeteiligte? 201
4. Zwischenergebnis 202
VII. Ordnungsgemäße Verzögerungsrüge 202
1. Einordnung der Verzögerungsrüge 203
a) Dogmatische Verortung im Verfassungsprozessrecht 203
b) Zweck 204
2. Statthaftigkeit 205
a) Statthaft in allen Verfahrensarten 205
b) Präklusionswirkung 206
c) Statthaftigkeit von „Kettenrügen“? 207
3. Adressat, Form und Begründung 208
a) Adressat 208
b) Form und Begründung 208
c) Schwierigkeiten des Begründungserfordernisses 209
4. Wartefrist 211
a) Die zwölfmonatige Wartefrist 211
b) Einschränkung der Wartefrist? 212
5. Keine Bescheidung 213
6. Folgen einer fehlenden oder fehlerhaften Verzögerungsrüge 214
a) Fehlen der Verzögerungsrüge 214
b) Fehlerhafte Verzögerungsrüge 214
c) „Verspätete“ Verzögerungsrüge? 215
7. Zwischenergebnis zur Verzögerungsrüge 216
VIII. Frist der Verzögerungsbeschwerde 216
1. Die Wartefrist nach § 97b Abs. 2 S. 1 Hs. 1 BVerfGG 217
2. Die Ausschlussfrist nach § 97b Abs. 2 S. 1 Hs. 2 BVerfGG 218
3. Ausschluss der Verzögerungsbeschwerde bei Erledigung des Verfahrens innerhalb der Wartefrist? 219
IX. Adressat, Form und Begründung der Verzögerungsbeschwerde 220
1. Adressat 220
2. Form und Begründung 221
3. Gleichzeitigkeit von Begründung und Erheben der Verzögerungsbeschwerde? 222
X. Allgemeines Rechtsschutzbedürfnis 223
1. Ausschluss bei formellem Missbrauch 223
2. Ausschluss von Bagatellen (de minimis non curat praetor) 223
3. Verwirkung infolge einer „verspäteten“ Verzögerungsbeschwerde? 224
4. Ausschluss bei Litispendenz? 225
5. Zwischenergebnis 225
B. Entschädigungsanspruch, § 97a BVerfGG 225
I. Dogmatische Verortung des Entschädigungsanspruches 225
II. Anspruchsvoraussetzungen 228
1. Ausgangsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht 229
2. Anspruchsberechtigter 229
3. Anspruchsgegner 229
4. Angemessenheit der Verfahrensdauer 230
a) Berechnung des zu berücksichtigenden Zeitraums 231
b) Die Kriterien der Angemessenheit 232
aa) Die Umstände des Einzelfalles 232
bb) Unter besonderer Berücksichtigung der Aufgaben und Stellung des Bundesverfassungsgerichts 236
(1) Organisatorische Besonderheiten 236
(2) Verfahrensmäßige Besonderheiten 237
(3) Atypische Rechtfertigungsgründe 239
c) Zwischenergebnis 240
5. Kausaler Nachteil 240
a) Nachteilsbegriff 240
b) Kausalität 242
III. Rechtsfolge 243
1. Der Begriff der angemessenen Entschädigung 243
2. Inhalt und Umfang 244
a) Ersatz materieller Nachteile 244
aa) Unmittelbare und mittelbare Vermögenseinbußen 244
bb) Entgangener Gewinn? 245
cc) Zwischenergebnis 248
b) Ersatz immaterieller Nachteile 248
aa) Wiedergutmachung auf andere Weise 248
bb) Entschädigungszahlung 249
c) Entschädigungsansprüche des Staates gegen sich selbst? 250
d) Zwischenergebnis 252
C. Verfahren und Entscheidung 253
I. Prozessuale Besonderheiten 253
II. Die Entscheidung 255
III. Wirkungen der verfahrensrechtlichen Besonderheiten 256
D. Konkurrenzen 256
I. Präventive, konkurrierende Rechtsbehelfe? 256
1. Ungeschriebene Beschleunigungsrechtsbehelfe? 256
2. Einstweilige Anordnung nach § 32 BVerfGG 257
II. Amtshaftungsanspruch, § 839 BGB i. V. m. Art. 34 GG 259
III. Entschädigung nach Art. 41 EMRK 261
IV. Zusammenfassung 262
E. Ergebnis 262
Kapitel 5: Kritische Würdigung der §§ 97a ff. BVerfGG sowie der Entscheidungspraxis der Beschwerdekammer 265
A. Verzögerungsrüge als präventiver Rechtsbehelf 265
I. Die Effektivität der Verzögerungsrüge 265
II. Zwischenergebnis 268
III. Einbeziehung der einstweiligen Anordnung als präventiver Rechtsbehelf? 269
IV. Ergebnis zur Verzögerungsrüge 269
B. Verzögerungsbeschwerde als kompensatorischer Rechtsbehelf 270
I. Prozedurale Gesichtspunkte 270
1. Zugänglichkeit 271
a) Warte- und Ausschlussfristen 271
b) Begründungserfordernis 272
c) Präklusionswirkung und die Verknüpfung der Verzögerungsrüge mit der Verzögerungsbeschwerde 274
d) Zwischenergebnis 275
2. Einleitung der Verzögerungsbeschwerde während eines noch laufenden Verfahrens 276
3. Angemessene Dauer des Verzögerungsbeschwerdeverfahrens 276
4. Prozesskosten 277
5. Die Beschwerdekammer als unparteiliche Instanz 278
6. Ergebnis 281
II. Materiell-rechtliche Gesichtspunkte 281
1. Die Prüfung der Angemessenheit der Verfahrensdauer 281
a) In der Theorie: Der § 97a Abs. 1 BVerfGG 281
b) In der Praxis: Die Rechtsprechung der Beschwerdekammer 282
2. Die Entschädigung 285
a) Materielle Nachteile 285
b) Immaterielle Nachteile 286
3. Ergebnis 288
C. Zusammenfassung 289
Kapitel 6: Schlussbetrachtungen 291
A. Punktuelle Reformansätze 291
B. Bewertendes Fazit und Ausblick 295
Zusammenfassung der Dissertation in Thesen 298
Anhang: Chronologischer Überblick über die Rechtsprechungspraxis der Beschwerdekammer 303
Literaturverzeichnis 314
Sachwortverzeichnis 323