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Educatio liberorum – Kirchenrechtliche Aspekte im Kontext von Ehe, Familie und Pastoral

Krall, Jutta

Kanonistische Studien und Texte, Vol. 74

(2022)

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Jutta Krall hat akademische Grade des Magisteriums und des Doktorates der Rechtswissenschaften an der Paris Lodron Universität Salzburg erworben. Nach Abschluss der Promotion mit Auszeichnung erfolgte eine Vertiefung im kanonischen Recht mit Erwerb eines Legum Magister an der Universität Wien. Ausbildungen in einer Salzburger Anwaltskanzlei und am Oberlandesgericht Graz folgten die Geschäftsführung einer Plattform im Themenfeld nachhaltiger Finanzierungskonzepte in den gesellschaftsrelevanten Sektoren Gesundheit, Bildung, Arbeit und Umwelt in Kooperation mit der Universität Wien und der Päpstlichen Accademia Alfonsiana, Rom, sowie die daran anschließende Aufnahme in den öffentlichen Dienst des Landes Kärnten. Jutta Krall holds degrees of Magisterium and Doctorate in Law from the Paris Lodron University of Salzburg. After completing her doctorate with distinction, she specialized in canon law and acquired a Legum Magister at the University of Vienna. Training in a Salzburg law office and at the Higher Regional Court in Graz was followed by the management of a platform in the field of sustainable financing concepts in the socially relevant sectors of health, education, work and the environment in cooperation with the University of Vienna and the Pontifical Accademia Alfonsiana, Rome, as well as the subsequent admission to the public service of Carinthia.

Abstract

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der Kindererziehung in der Katholischen Kirche bis zur Gegenwart. Die themenspezifische ekklesiologische Grundlegung des Zweiten Vatikanischen Konzils und das weitere kirchliche Lehramt bilden den Hintergrund für die Untersuchung der aktuellen Rechtsgrundlagen. Besonders fokussiert werden die Parameter der Personenwürde und der Religionsfreiheit. Permanenter Ausgangspunkt ist das Kind als Rechtssubjekt. Die explizite, normative Anerkennung der Rechtssubjektivität des Kindes wird eingefordert. Aus der Anspruchslage des Kindes resultiert das Postulat des rechtlichen Schutzes der Familie als Institution. Das Rechtsgut der christlichen Erziehung impliziert spezifische Pflichten der Eltern als primären Trägern und bildet einen wesentlichen Gegenstand der pastoralen Sorge der Kirche. Im Ergebnis zeigt sich die Evidenz des Erfordernisses der Implementierung eines gegenüber der gegenwärtigen Rechtslage weiterreichenden, umfassenden Rechtsschutzes zugunsten des Kindes im kanonischen Recht. »Educatio liberorum. Canon Law Aspects in the Context of Marriage, Family and Pastoral Care«: The upbringing of a child is based on the postulate of generating judgment competence in the context of freedom and responsibility. Following on the historic processing of the ›educatio liberorum‹ in the Catholic Church up to the present the particular focus is put on the parameters of human dignity and the freedom of worship from a child's perspective. The explicit, normative recognition of the legal subjectivity of the child is demanded. The rights of the child result in the postulate of legal protection of family as an institution. The legal asset of Christian education implies particular duties of the parents as prime bearer and is a broad matter in the pastoral care of the church.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Danksagung und Widmung 7
Praefatio 9
Vorwort der Autorin 17
Inhaltsverzeichnis 25
Abkürzungsverzeichnis 27
A. Einleitung 29
B. Grundlagen 32
I. Begriff und Bedeutung der religiösen Kindererziehung 32
II. Kind 44
III. Erziehung 44
IV. Bildung 50
V. Familie 53
VI. Religion 55
VII. Ethik 57
VIII. Bindung, Freiheit und Verantwortung 60
IX. Individueller und gesellschaftlicher Kontext 68
C. Zur themenspezifischen historischen Entwicklung 76
I. Zur Implementation der educatio liberorum in den ersten Jahrhunderten 76
II. Zur themenspezifischen Relevanz der oblatio pueri 85
III. Der Einfluss des Römischen Rechts 88
IV. Zur Entstehung kollektiver Bildungseinrichtungen 92
V. Zur Entwicklung der kanonischen Rechtsgrundlagen im Mittelalter 98
VI. Zu den themenspezifischen Grundlegungen des Thomas von Aquin 101
VII. Themenspezifische Aspekte der Reformation und des Konzils von Trient 106
VIII. Themenspezifische Aspekte des Augsburger Religionsfriedens 110
IX. Themenspezifische Aspekte im Kontext des Westfälischen Friedens 111
X. Die themenspezifische Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis zum CIC 1917 112
XI. Die educatio liberorum im CIC von 1917 116
1. Zur themenspezifischen Relevanz der allgemeinen Systematik 116
2. Zur normativen Festlegung der Altersgrenzen 118
3. Die strukturelle Einordnung der edcucatio liberorum im CIC 1917 120
XII. Zur educatio liberorum im vorkonziliären Lehramt 132
XIII. Zur Bestimmung der anni discretionis 139
XIV. Zur Entwicklung der themenspezifischen kanonischen Grundrechtsbegriffe 144
XV. Zum Rechtsstatus des Kindes im historischen Kontext 149
XVI. Zur kanonischen Einordnung der Familie 150
XVII. Religionsfreiheit 152
D. Zur Kindererziehung im geltenden kanonischen Recht 158
I. Zur themenspezifischen Grundlegung des II. Vatikanischen Konzils 158
1. Zum revidierten Selbstverständnis der katholischen Kirche 158
2. Kulturelle Diakonie als innerkirchliche Verpflichtung 159
3. Zur religiösen Erziehung in den Dokumenten des Zweiten Vatikanums 166
II. Die Dimension der Erziehung im Kodex von 1983 171
III. Strukturelle Einordnung der educatio liberorum 186
1. Necessitas und Utilitas 219
2. Glaubensfreiheit und Bekenntnispflicht 221
3. Zu den themenspezifischen kanonischen Grundrechtsbegriffen 223
4. Zur kanonischen Rechtsfähigkeit 230
IV. Erziehung als Recht und Pflicht 231
V. Die Familie als Gemeinschaft zwischen Eltern und Kindern 234
VI. Zum themenspezifischen Verhältnis von Elternschaft und Ehesakrament 235
1. Die educatio liberorum als Ehewirkung 236
2. Religiöse Erziehung in einer konfessions- oder religionsverschiedenen Ehe 242
3. Zu den Auswirkungen von Ehenichtigkeitserklärung und Trennung 248
VII. Zum Erziehungsauftrag der Paten 255
VIII. Zum Erziehungsauftrag der Seelsorger 261
IX. Zur Sendungsverantwortung aller Gläubigen 270
X. Hilfsmittel für die religiöse Erziehung 271
1. Schulen 271
2. Exkurs: Marchtalplan 277
3. Medien 281
XI. Zur themenspezifischen Relevanz von Festen und Feiern 281
XII. Auswirkungen des staatlichen Kirchenaustritts auf die Erziehungspflicht 283
XIII. Zum themenspezifischen, strafrechtlichen Schutz im Kirchenrecht 284
1. Allgemeines und verfahrensrechtliche Grundlagen 284
2. Zur strafrechtlichen Relevanz der nichtkatholischen Taufe oder Erziehung 287
3. Zum mangelnden Rechtsschutz des Kindes 292
4. Pastorale Diakonie als Prophylaxe? 294
XIV. Die religiöse Erziehung – ein Streitpunkt im Bereich der Ökumene? 295
XV. Jüngste Entwicklungen und Zukunftsperspektiven 301
XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode 310
XVII. Braucht die Kirche ein Kindschafts- und Familienrecht? 321
XVIII. Anspruchstellung des kanonischen Rechts an das staatliche Recht 322
E. Fazit 328
Literaturverzeichnis 332
Sachwortregister 358