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Die Anwendbarkeit von Schiedsvereinbarungen auf Kartellschadensersatzansprüche

Schley, Ole

Schriften zum Wirtschaftsrecht, Vol. 334

(2022)

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About The Author

Ole Schley studierte Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg und der China-EU School of Law in Peking. Den juristischen Vorbereitungsdienst am Hanseatischen Oberlandesgericht schloss er im Jahr 2018 nach Stationen in Peking, Berlin und New York ab. Im Jahr 2021 wurde er nach einem Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht mit seiner durch die Studienstiftung des deutschen Volkes geförderten Arbeit zur Anwendbarkeit von Schiedsvereinbarungen auf Kartellschadensersatzansprüche an der Universität Hamburg promoviert. Seit 2020 ist er als Rechtsanwalt in einer internationalen Wirtschaftskanzlei in Düsseldorf tätig.

Abstract

Die Beziehung von Kartellrecht und Schiedsrecht ist eine wechselvolle. Bei der schiedsgerichtlichen Beilegung kartellrechtlicher Streitigkeiten richten private Schiedsrichter kraft privatautonomer Vereinbarung über ein marktschützendes und deshalb auch dem öffentlichen Interesse dienendes Rechtsgut mit gesamtgesellschaftlicher Relevanz. In der Ausarbeitung wird rechtsvergleichend untersucht, wie der darin liegende Konflikt zwischen Privatautonomie und rechtsstaatlichen Anforderungen an die schiedsgerichtliche Durchsetzung des Wettbewerbsrechts aufzulösen ist. Gleichzeitig wird mit der Arbeit ein Beitrag zum Recht der Forenwahlklauseln geliefert. Hierzu werden die rechtspraktischen Auswirkungen von Schiedsvereinbarungen im kartelldeliktischen Spannungsfeld von Unionsrecht und divergierenden nationalen Herangehensweisen an die Auslegung von Parteivereinbarungen beleuchtet.»Applicability of Arbitration Agreements to Antitrust Damages Claims«: When arbitrating competition law disputes, party-appointed arbitrators rule on a legal right that protects the market and therefore serves the public interest and is relevant to society as a whole. The study examines from a comparative law perspective how the tension between private autonomy and the requirements of the rule of law for the arbitral enforcement of competition law can be resolved, taking German law, EU law and US law into account.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 24
Kapitel 1: Einleitung 33
A. Prolog 33
B. Zielsetzung 34
C. Gang der Untersuchung 35
D. Vier Steine des Anstoßes 36
Kapitel 2: Bestandsaufnahme 38
A. Grundlagen, Begrifflichkeiten und Kurzüberblick über den Untersuchungsgegenstand 38
I. Kartell- und Wettbewerbsrecht 38
II. Private enforcement 39
III. Private Schiedsgerichtsbarkeit 41
IV. Kartellrecht und Schiedsgerichtsbarkeit – ein Zielkonflikt 43
V. Korrektive zur Schiedsfähigkeit kartellrechtlicher Ansprüche 45
B. Kleine Geschichte der Kartellschiedsgerichtsbarkeit: Von der frühen Schiedsfeindlichkeit des Kartellrechts zur Liberalisierung 46
I. USA 47
1. Eine frühe Weichenstellung 47
2. Aufstieg und Fall der public policy defense 47
II. Deutschland 52
1. Das Land der Kartelle 52
2. „Die Geschichte der Kartellbildung ist auch eine Geschichte der privaten Schiedsgerichtsbarkeit“ 54
3. Der Weg zur Liberalisierung 58
III. Unionsrecht: „From distrust to embrace“ 59
IV. Weitere Rechtsordnungen 62
V. Zusammenfassung und ein zweiter Blick 62
C. Private enforcement und Kartellschadensersatz in der EU, Deutschland und den USA 63
I. USA 63
1. Normative Grundlagen 63
2. Überblick über das kartellrechtliche Sanktionssystem 64
3. Insbesondere: Kartellschadensersatz 66
a) Funktion des Kartellschadensersatzes 66
b) Materiellrechtliche und prozessuale Privilegierungen von Kartellschadensersatzklägerinnen 67
aa) Treble damages & Beweiserleichterungen 67
bb) Gesamtschuldnerische Haftung 67
cc) Class actions 68
dd) Discovery & pleading standards 70
ee) Kostenfragen 70
ff) Passing-on defence 71
gg) Sonstiges 71
4. Internationales Kartellprivatrecht 72
II. EU und Deutschland 73
1. Normative Grundlagen 73
2. Überblick über das kartellrechtliche Sanktionssystem 75
3. Insbesondere: Kartellschadensersatz 78
a) Zweck des Kartellschadensersatzanspruchs 78
aa) Verlautbarungen der Europäischen Kommission 79
bb) Stellungnahme 81
b) Verfahrenszahlen 83
c) Materiellrechtliche und prozessuale Privilegierungen von Kartellschadensersatzklägerinnen 84
aa) Haftungstatbestand und Rechtsfolge 84
bb) Gesamtschuld 86
cc) Verfahrensharmonisierung 86
dd) Kollektiver Rechtsschutz 87
(1) Stand der europäischen Sekundärrechtsgesetzgebung 87
(2) Verbandsklagen 87
(3) Deutsche Musterfeststellungsklage 88
(4) Streitgenossenschaft 89
(5) Abtretungsmodell 89
ee) Discovery 90
ff) Passing-on defence 92
gg) Rolle der Wettbewerbsbehörden 92
hh) Sonstiges 93
d) Allgemeine Anspruchsgrundlagen 94
aa) Konkurrenzen 94
bb) § 280 Abs. 1 BGB 96
cc) Cic 96
dd) Bereicherungsrecht 97
4. Internationales Kartellprivatrecht 99
a) Die Anknüpfung der Art. 101f. AEUV 99
b) Das auf Schadensersatzansprüche nach Maßgabe der Rom-Verordnungen anwendbare Recht 99
c) Mitgliedstaatliche Sonderkollisionsnormen 101
III. Zusammenfassung 102
D. Normqualität des Kartellrechts 103
I. Kartellrecht als Teil der Eingriffsnormen 103
II. Kartellrecht als Teil des ordre public 104
E. Überblick über Grundsätze der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit 105
I. Regelungswerke 105
II. Die Schiedsvereinbarung 107
1. Trennung von Hauptvertrag und Schiedsvertrag 107
2. Die Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung 108
a) Das auf die Schiedsvereinbarung anwendbare Recht 108
b) Objektive Schiedsfähigkeit 109
c) Materielle Unwirksamkeitsgründe 109
3. Reichweite von Schiedsvereinbarungen 110
a) Persönliche Reichweite 110
b) Sachliche Reichweite 111
4. Wirkungen der Schiedsvereinbarung 111
III. Das prozessual anwendbare Recht 112
IV. Das auf den Hauptvertrag anwendbare Recht 112
V. Die Anerkennung und Vollstreckung von Schiedssprüchen 113
1. Verfahren in Deutschland 114
2. Verfahren in den USA 115
VI. Empirisches zur Kartellschiedsgerichtsbarkeit 115
VII. Zusammenfassung 117
F. Teilweiser Exkurs: Rechtliche Grundlagen von Gerichtsständen und Gerichtsstandsvereinbarungen 118
I. Einordnung 118
II. Grundsätzliches 119
III. Gerichtsstände unter der Brüssel Ia-VO 120
1. Systematik 120
2. Gerichtsstände gem. Art. 7 Nr. 2, Art. 8 Nr. 1 Brüssel Ia-VO, oder: extensives forum shopping im Kartelldeliktsrecht 121
a) Der Gerichtsstand der Streitgenossenschaft 122
b) Der Gerichtsstand der unerlaubten Handlung 122
c) Abwehrmöglichkeiten 123
3. Gerichtsstandsvereinbarungen gem. Art. 25 Abs. 1 Brüssel Ia-VO 124
a) Wirksamkeit und persönliche Reichweite 124
b) Sachliche Reichweite 124
G. Zwischenergebnis 125
Kapitel 3: Rechtsvergleichende Betrachtung 127
A. Der Ausgangspunkt: § 2 Federal Arbitration Act 127
B. „Emphatic federal policy in favor of arbitration“ 128
I. Ursprüngliche Lesart des FAA 128
II. Die Transformation des FAA 130
C. Kernaussagen des Mitsubishi-Urteils 133
I. Sachverhalt 133
II. Vertragsauslegung 134
1. Mehrheitsvotum 134
2. Minderheitenvotum 135
3. Anmerkungen 136
III. Schiedsfähigkeit und Eignung der Schiedsgerichte 137
IV. Die second look doctrine 138
V. Die effective vindication doctrine und die prospective waiver doctrine 138
D. Fortschreibung des Mitsubishi-Urteils in der instanzgerichtlichen Rechtsprechung 139
I. Vertragsauslegung 139
II. Die second look doctrine 142
III. Die effective vindication doctrine und die prospective waiver doctrine 145
E. Die Agonie der effective vindication doctrine 146
I. Die Anwendung in der weiteren höchstgerichtlichen Rechtsprechung 146
1. Gilmer v. Interstate/Johnson Lane Corp und 14 Penn Plaza LLC v. Pyett 146
2. Vimar Seguros y Reaseguros, S.A. v. M/V Sky Reefer 147
3. Green Tree Fin. Corp.-Alabama v. Randolph 148
4. PacifiCare Health Sys., Inc. v. Book 149
II. Kristian v. Comcast Corp. (1st Cir. 2006) 149
III. Dogmatische Überlegungen 151
IV. Jüngere Entwicklungen 155
1. Der rechtspolitische Hintergrund 155
2. Class actions vor dem Supreme Court: AT&T Mobility LLC v Concepcion 157
3. American Express Co. v. Italian Colors Restaurant 160
a) Sachverhalt 160
b) Mehrheitsmeinung 161
c) Minderheitenvotum 163
d) Anmerkungen 165
aa) Eine Nahaufnahme 165
bb) Eine Gesamtbetrachtung 170
V. Die prospective waiver doctrine 176
F. Zwischenergebnis 179
I. Zusammenfassung 179
II. Antworten auf die untersuchten Fragen aus der Perspektive des US-amerikanischen Rechts 180
Kapitel 4: Erste Kardinalfrage: Zur Auslegung von Schiedsvereinbarungen 182
A. Die sachliche Reichweite von Schiedsvereinbarungen bei Kartellschadensersatzansprüchen 182
I. Grundsätzliches 182
1. Gleichklang der Auslegung von Forenwahlklauseln nach nationalem Recht 183
2. Auslegungsgrundsätze bei deliktischen Ansprüchen 185
a) Klauselarten 185
b) Enge Forenwahlklauseln 185
c) Weite Forenwahlklauseln 187
d) Bedeutung der Unterscheidung für den Fortgang der Untersuchung 188
3. Weite Auslegung auch im Übrigen 189
II. Versuche der Einschränkung des sachlichen Anwendungsbereiches von Gerichtsstandsvereinbarungen und Schiedsvereinbarungen 190
1. Deutschland 190
a) Vorhersehbarkeitskriterium 190
b) Maßstäbe der deliktischen Einbeziehung 191
c) Betrügerische und sonst vorsätzliche, deliktische Schädigungshandlungen 192
d) Allgemeine Geschäftsbedingungen 194
e) Schutzgutbezogener Ansatz 194
f) Effektivitätsgebot 196
2. Exkurs: Vereinigtes Königreich 197
a) One-stop adjudication 198
b) Fiona Trust 200
c) Ryanair v Esso 201
d) Microsoft v Sony 203
3. Zusammenfassung 204
III. Die Auslegung von Schiedsvereinbarungen am Maßstab des nationalen Rechts 204
1. Das subjektive Vorstellungsbild der Parteien 204
a) Auslegung des Parteiwillens 205
b) Die ökonomische Perspektive 206
c) Die Vorhersehbarkeit schädigender Ereignisse 208
d) Das zeitliche Moment (die vorvertragliche Schädigung) 210
e) Grad des Verschuldens 211
f) Allgemeine Geschäftsbedingungen 213
g) Exkurs: Prozessuale Hindernisse – doppelrelevante Tatsachen 214
2. Der objektive Nexus: Ein „Zusammenhang mit dem Vertrag“ 215
a) Im engen sachlichen Zusammenhang mit Ansprüchen aus § 33a Abs. 1 GWB stehende Ansprüche 215
aa) Zur Frage eines neben § 33a Abs. 1 GWB bestehenden Schadensersatzanspruchs gem. § 280 Abs. 1 BGB 216
(1) Anspruch auf Schadensersatz gem. § 280 Abs. 1 BGB wegen Verletzung einer Leistungspflicht 216
(2) Anspruch auf Schadensersatz gem. § 280 Abs. 1 BGB wegen Verletzung einer Schutzpflicht 219
bb) Die bereicherungsrechtliche Wertung 223
cc) Konsequenz: Vertragliche Scharade 224
b) Ursächlicher Zusammenhang 226
c) Die Berücksichtigung spezifisch kartellrechtlicher Besonderheiten bei der Auslegung der Vereinbarung 230
aa) Weitere Schadenspositionen, insbesondere Preisschirmschäden 230
bb) Komplexe Rechtsverhältnisse 232
cc) Schutzgutbezogene Erwägungen im engeren Sinn 233
IV. Zusammenfassung der Auslegung nach deutschem Recht 235
B. Eine Überprüfung der Auslegungsgrundsätze im Lichte der Rechtsprechung des EuGH zu Gerichtsstandsvereinbarungen 236
I. Rechtssache CDC 236
1. Sachverhalt 236
2. Schlussantrag 237
3. Urteil 239
4. Rezeption 241
II. Rechtssache Apple 242
1. Sachverhalt 242
2. Schlussantrag 243
3. Urteil 245
4. Rezeption 245
III. Stellungnahme 246
1. Dogmatische Kritik 246
a) Zum Derogationsverbot 246
b) Zur persönlichen Reichweite 248
c) Zur sachlichen Reichweite 249
aa) Eine Auslegung nach europäischen Maßstäben 249
bb) Das Kriterium der Vorhersehbarkeit 250
cc) Art. 101 und Art. 102 AEUV als Anknüpfungspunkte 254
d) Rechtspolitische Erwägungen 255
2. Übertragbarkeit auf Schiedsvereinbarungen 256
IV. Exkurs: Die Rechtssache Wikingerhof/Booking.com 259
V. Zusammenfassung 260
C. Zwischenergebnis 261
Kapitel 5: Zweite Kardinalfrage: Zur Notwendigkeit einer weitergehenden Kontrolle im Einredeverfahren 262
A. Grundlagen und Vorfragen 262
I. Dogmatische Grundlagen 262
1. Effektivitätsmaximen im unionsrechtlichen Primärrecht 262
a) Der Grundsatz des effet utile 263
b) Der Effektivitätsgrundsatz 263
c) Das Recht auf einen effektiven und wirksamen gerichtlichen Rechtsbehelf 265
d) Abgrenzung von Effektivitätsgebot und effet utile 266
2. Zur Anwendung des Unionsrechts durch Organe der Rechtsprechung 267
a) Zum Recht auf ein Unionsgericht 267
aa) Autonomie des Unionsrechts 267
bb) Die justizverfassungsrechtliche Komponente 267
cc) Die institutionelle Ausprägung 269
b) Schiedsgerichte 269
aa) Keine institutionelle Einbindung 270
bb) Rechtssache Eco Swiss 270
cc) Rechtssache Achmea 270
3. Zusammenfassung 272
II. Erste Vorfrage: Bindung von Schiedsgerichten an Eingriffsnormen 273
1. Schiedsgerichte mit Sitz in der EU 273
2. Schiedsgerichte mit Sitz außerhalb der EU 273
a) Stimmen wider die Anwendung durch Schiedsgerichte 274
b) Stimmen für die Anwendung durch Schiedsgerichte 275
c) Ethische Pflicht zur Anwendbarkeit 278
d) Stellungnahme 278
3. Zusammenfassung 281
III. Zweite Vorfrage: Zur Kontrollmöglichkeit der Kartellrechtsanwendung durch ordentliche Gerichte 281
1. Gleichbehandlung inländischer und ausländischer Schiedsgerichte 282
2. Zum Streit um den anwendbaren Prüfungsmaßstab 282
a) Minimalistischer Ansatz 283
b) Maximalistischer Ansatz 285
c) Stellungnahme 288
aa) Grundsätzliches 288
(1) Einfluss des effet utile 291
(2) Einfluss des Effektivitätsgrundsatzes 292
bb) Zur Reichweite des kartellrechtlichen ordre public 293
3. Zusammenfassung 295
B. Zweite Kardinalfrage: Zur Notwendigkeit einer weitergehenden Kontrolle im Einredeverfahren 296
I. Die Invalidierung von Schiedsvereinbarungen im Einredeverfahren 296
1. Dogmatische Grundlagen und Prüfungsmaßstab 297
a) Allgemeine Anwendbarkeit auf Schiedsvereinbarungen 297
b) Konkrete Anwendbarkeit und näherungsweise Bestimmung eines konkreten Prüfungsmaßstabs 298
2. Bewertung einzelner Aspekte des kartellrechtlichen private enforcement 304
a) Bindungswirkung 304
b) Beteiligung der Wettbewerbsbehörden 305
c) Vorlage an den EuGH gem. Art. 267 AEUV 307
d) Verjährung 308
e) Discovery 309
f) Beweisregelungen und passing-on defence 311
g) Kosten 312
h) Zusammenfassung 313
3. Komplexe kartelldeliktische Ausgleichsverhältnisse 313
a) Zur Bedeutung der gesamtschuldnerischen Haftung 314
b) Anfängliche Möglichkeiten zur Beteiligung Dritter und zur Verfahrenskonsolidierung 315
aa) Vor staatlichen Gerichten 315
bb) Vor Schiedsgerichten 315
cc) Bewertung 316
c) Insbesondere: Abtretungsmodell 318
aa) Status Quo 319
bb) Bedeutung kollektiver Rechtsschutzmechanismen für die effektive Verwirklichung des EU-Wettbewerbsrechts 321
(1) Auffassung, wonach ein Verstoß gegen den Effektivitätsgrundsatz anzunehmen ist 321
(2) Auffassung, wonach ein Verstoß gegen den Effektivitätsgrundsatz abzulehnen ist 322
(3) Stellungnahme 322
(a) Normative Anknüpfungspunkte 323
(b) Widerstreitende Zielvorstellungen des europäischen Gesetzgebers und historische Erwägungen 323
(c) Positionierung des EuGH 325
(d) Grenzen des Vergleichs von Gerichtsstandsvereinbarungen und Schiedsvereinbarungen 328
(e) Schlussfolgerung: Anwendung des allgemeinen Maßstabs 329
d) Nachträgliche Beteiligung Dritter 330
aa) Bedeutung der prozessualen Instrumente zur Harmonisierung komplexer Rechtsverhältnisse vor ordentlichen Gerichten 331
(1) In Theorie… 331
(2) … und Praxis 332
bb) Streitverkündung und Schiedsverfahren 335
(1) Streitverkündung aus einem laufenden Schiedsverfahren 335
(2) Streitverkündung aus einem laufenden Gerichtsverfahren 337
(3) Korrekturen mit dem Effektivitätsgrundsatz 339
cc) Verfahrenskonsolidierung und Schiedsverfahren 340
e) Effektive Rechtsdurchsetzung im Übrigen 340
f) Sonderfall der auseinanderfallenden Schadenspositionen 341
g) Anmerkungen de lege ferenda 342
aa) Beschränkte Gesamtwirkung von Schiedssprüchen 342
bb) Weiterentwicklung der Streitverkündungslösung 344
cc) Weiterentwicklung des kollektiven Rechtsschutzes 344
h) Zusammenfassung 345
II. Streitbeilegung außerhalb der EU 345
1. Die hierzu vertretenen Ansätze im Überblick 346
a) Territoriale Begrenzung der Schiedsfähigkeit 346
b) Ordre public-Kontrolle der Schiedsvereinbarung 347
aa) Die Ingmar-Rechtsprechung des EuGH 347
bb) Die Rechtsprechung deutscher Gerichte 348
(1) BGH, Urt. v. 30.01.1961 – VII ZR 180/60 348
(2) BGH, Urt. v. 15.06.1987 – II ZR 124/86 349
(3) OLG München, Urt. v. 17.05.2006–7 U 1781/06 349
(4) OLG Stuttgart, Beschl. v. 29.12.2011 – 5 U 126/11 350
(5) BGH, Beschl. v. 05.09.2012 – VII ZR 25/12 351
(6) Rechtsprechung des OLG Düsseldorf 351
cc) Stimmen in der Literatur 352
dd) Haager Gerichtsstandsübereinkommen 352
ee) Übertragbarkeit der Rechtsprechung auf Kartellschadensersatzansprüche 353
c) Kontrolle der Schiedsvereinbarung am Maßstab der Effektivitätsmaximen 353
aa) Weiterentwicklung aus der ordre public-Kontrolle 353
bb) Rechtssache CDC 354
cc) Rechtssache Achmea 355
dd) Eine geänderte Auffassung der Europäischen Kommission 355
2. Dogmatische Kritik an den Ansätzen 355
a) Ordre public-Kontrolle 356
b) Effektivitätsmaximen 359
3. Bewertung der Ansätze 360
a) Stellungnahme zur ordre public-Kontrolle 360
b) Stellungnahme zu den Effektivitätsmaximen 364
aa) Zwei grundlegende Stützen 364
(1) Verstoß gegen das Effektivitätsgebot des EU-Wettbewerbsrechts 364
(2) Verstoß gegen den effet utile des Justizverfassungsrechts 365
bb) Zwei Schlussfolgerungen für die verhältnismäßige Anwendung im Einzelfall 367
(1) Einwirkung auf das Einredeverfahren 369
(2) Einwirkung auf das Anerkennungsverfahren 371
4. Zusammenfassung 372
III. Weitere Schlussfolgerungen für die Praxis 373
1. Kautelarjuristisches 373
2. Für welche Partei lohnt sich die Erhebung der Schiedseinrede? 374
IV. Zusammenfassung 374
C. Zwischenergebnis 375
Kapitel 6: Ergebnisse 376
A. Abschließende Bewertung 376
B. Epilog 379
Literaturverzeichnis 380
Materialienverzeichnis 411
Stichwortverzeichnis 414