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Preußen und sein Osten in der Weimarer Republik

Editors: Kittel, Manfred | Schneider, Gabriele | Simon, Thomas

Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte. N. F. Beihefte, Vol. 17

(2022)

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Abstract

Die Verhältnisse in Preußen, dem größten Gliedstaat der Weimarer Republik, waren für das Gedeihen der ersten deutschen Demokratie fundamental. Auf der Basis eines konsequenter parlamentarischen Regierungssystems als im Reich entwickelte sich Preußen nach 1918 zu einem Bollwerk der Republik. Weimar scheiterte schließlich aus Gründen, die nicht vor allem in der Geschichte Preußens lagen. Auch der »rechte preußische Lungenflügel« östlich von Oder und Neiße erlag vergleichsweise spät dem Ansturm brauner Feinde der Demokratie. Wie schwer es die aus dem verlorenen Krieg heraus gegründete Republik aber auch hier hatte, untersuchen die Beiträge dieses Bandes. Neben einem Blick auf Verfassung, Identität und Baukultur des preußischen Gesamtstaates bis zum »Preußenschlag« 1932 werden die bunten politischen Verhältnisse von den teils gutsherrschaftlich und meist »nationalprotestantisch« geprägten Gebieten Ostpreußens und Hinterpommerns bis hinein in die katholische Industrieregion Schlesiens beleuchtet. »Prussia and its East in the Weimar Republic«: The articles of this volume examine Prussian state and society in the political and constitutional context of the “Republic of Weimar”. The focus here is on the eastern provinces of Prussia, i.e. on Silesia, Pomerania and East Prussia. Three very different aspects have been chosen here. The first one envisages the constitutional history of the republican Prussia: How did the new republican constitution of Prussia develop after the end of the WW I.? And which constitutional concepts stood behind it? The second main aspect treated is an analysis of the most important political powers and parties which determined political scenery of the eastern Prussian provinces in the course of the 20ies and the early 30ies. Finally a third aspect is on architectural history treating the rise and the wide spread of modern functionalist architecture in urban planning of Prussia

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis V
Manfred Kittel / Thomas Simon: Einführung 1
Horst Möller: Preußen und die Weimarer Republik 13
I. 13
II. 14
III. 15
IV. 16
V. 18
VI. 19
VII. 21
VIII. 21
I. Verfassung 25
Christoph Gusy: Preußen in der Weimarer Republik. Ein Forschungsbericht 27
I. Prolog: Forschungsbericht als Zwischenbilanz und Forschungsauftrag 27
II. Vorbedingungen und Ausgangslage 28
1. Vorbedingungen 28
2. Vorentscheidungen 30
III. Republikanische Verfassunggebung in Preußen 33
1. Verfassunggebende Landesversammlung 33
2. Verfassungsarbeit 36
3. Vom Regierungsentwurf zur Landesverfassung – Verfassungsarbeit der Landesversammlung 38
IV. Vorentscheidungen und Ausbau der Preußischen Verfassung 42
1. Die parlamentarische Republik: Gemischte Demokratie und ein handlungsfähiger Landtag 42
2. Gegengewichte und destabilisierende Faktoren 45
3. Republikanisches Verfassungsleben in Preußen 48
a) Administrative Selbsterneuerung 49
b) Innere Sicherheit 51
c) Bildungspolitik 52
d) Symbolpolitik 54
V. „Preußens republikanisch-demokratische Sendung“ 56
Georg Eckert: Streit um das preußische Wesen: Neuerfindungen eines Staates, 1910–1932 59
I. Preußen als Bastion des Militarismus: Die Erzählung von den Rändern 63
II. Deutscher Beruf oder preußischer Beruf? Auseinandersetzungen um den Staat der Hohenzollern 76
III. Die Erfindung der preußischen Tugenden: Die Transformation alter Ideale in neue Ordnungen 88
IV. Fazit 96
Wolf Nitschke: Preußens Ende – Weimars Untergang? Der „Preußenschlag“ (20. Juli 1932) 97
I. Einleitung 97
II. Ursachen des „Preußenschlags“ 101
III. Die Ereignisse des 20. Juli 110
IV. Reichsreformbestrebungen von Papens, Gayls und des Ringkreises 113
V. Otto Brauns Bündnisangebot an Schleicher 117
VI. Schleichers „Querfrontplan“ und der TAT-Kreis 119
VII. Die Folgen bis zum Ende der Weimarer Republik im Frühjahr 1933 122
Anhang 1: Hans Zehrer, Deutschland ohne Hindenburg 126
Die politische Prognose 126
Das Bewußtwerden der Wirklichkeit 128
Das Zentrum der Autorität 130
Wann kommt die Entscheidung? 132
Anhang 2: Hans Zehrer, An der Wende der Innenpolitik? 133
Es geht nur autoritär 133
Der Ausbau der Autorität 135
Länder und Berufsstände 136
Autoritärer Staat und Volk 137
Chance und Gefahr 140
Anhang 3: Rolf Boelke, Der Weg des Nationalsozialismus 141
Das Jahr 1932 141
Wie es kam 142
Der Schritt Gregor Strassers 144
Zurück zum alten Nationalsozialismus 144
Was wird werden? 145
Anhang 4: Glossen zur Zeit: Schleicher und Straßer 146
II. Politik 149
Winfrid Halder: Von Lasalle bis Löbe. Das „Rote Schlesien“ ein Stammland der Sozialdemokratie? 151
I. Schlesien in der sozialdemokratischen Parteigeschichte 151
II. Die schlesische Sozialdemokratie im Kaiserreich 157
III. Sozialdemokratischer Bodengewinn in Schlesien seit 1919? 163
IV. Das „rote Schlesien“ – eine Wunschvorstellung 183
Guido Hitze: Die „republikanischste“ aller preußischen Provinzen? Das unbekannte Oberschlesien 1919–1933 191
Vorbemerkung 191
Forschungslage 192
Oberschlesien bis zum Ersten Weltkrieg 193
Versailles, die Polnischen Aufstände und das Plebiszit 195
Der Autonomiekampf und die Errichtung der Provinz Oberschlesien 1922 201
Aufbau der Provinz und Abgrenzungskämpfe mit Niederschlesien 205
Die „Innenpolitik“ der Provinz 209
Die Minderheitenfrage 213
Provinz und Zentrumspartei in der Krise 216
Wahlen in der Provinz Oberschlesien 1919–1933 219
Der Untergang der Provinz 224
Manfred Kittel: Eine „Deutsche Vendée“ gegen Weimar? Junker, Landbund und Deutschnationale in der politischen Landschaft Pommerns (1918–1933) 229
Politische Landschaft und Gesellschaftsstruktur 232
Landarbeiterschaft und Pommerscher Landbund 237
Gründung und Struktur der DNVP in Pommern 242
Politische Mentalitäten in der pommerschen Agrarprovinz 249
Vendée gegen Weimar beim Lüttwitz/Kapp-Putsch 1920 256
Der bürgerliche Rittergutsbesitzer Schlange-Schöningen und die Chancen der Weimarer Republik in ihrer relativen Stabilisierungsphase 259
Rückkehr der Junker – Durchbruch der Hugenbergianer 263
Dreiteilung des nationalprotestantischen Agrarmilieus und des Junkertums 268
Zwischen Kooperation und Konfrontation: Das Verhältnis zum durchbrechenden Nationalsozialismus 279
Schlüsse 285
Ralf Meindl, Olsztyn: Ostpreußen 1918 bis 1933 Von einer bunten Parteienlandschaft zur späten Dominanz der NSDAP 289
Desiderius Meier: Carl Friedrich Goerdeler in Königsberg: Anmerkungen zu einem deutschnationalen Kommunalpolitiker der Weimarer Republik 313
I. 315
II. 322
Stefan Samerski: Epigonen des Reiches? Die Parteienlandschaft der freien Stadt Danzig in den zwanziger Jahren 333
I. Grundkonstanten 334
II. Die Politik der Danziger Senate 342
III. Baukultur 353
Nils Aschenbeck: Idealstädte am Epochenende – Wiederaufbau der zerstörten Ortschaften in Ostpreußen nach 1914 355
I. Historismus 356
II. Reformarchitektur 357
III. Wiederaufbau der zerstörten Ortschaften 364
IV. Gerdauen und andere Wiederaufbau-Städte 366
Ingo Sommer: Neues Bauen, die Weimarer Republik und Preußen: Zwischenkriegsarchitektur im Osten 373
I. 375
II. 379
Die Autoren und Herausgeber des Bandes 385