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Scintilla de libro legum

Römisches Vulgarrecht unter den Merowingern. Die Fuldaer Epitome der Lex Romana Visigothorum. Rekonstruiert, übersetzt und kommentiert von Detlef Liebs mit einem Beitrag von Gerhard Schmitz

Liebs, Detlef

Freiburger Rechtsgeschichtliche Abhandlungen. N. F., Vol. 82

(2022)

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About The Author

Detlef Liebs studierte von 1955 bis 1960 Rechtswissenschaft in Freiburg und Göttingen. 1962 promoviert, war er von 1963 bis 1970 Assistent von Franz Wieacker. Seit 1970 ist er o. Professor in Freiburg für Zivilrecht und Rechtsgeschichte, 2005 emeritiert. 1976 studierte er in Paris Lateinische Epigrafik bei Hans-Georg Pflaum, Patristik bei Jean Gaudemet und Papyrologie bei Joseph Modrzejewski. 1984/85 war er Member am Institute for Advanced Study in Princeton und 1989 Fellow des All Souls College in Oxford. Seit 2005 ist er Fellow der British Academy, 2006 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 2015 Dr. h.c. in Zürich (UZH) und 2018 in Brasilia (IDP). Detlef Liebs studied 1955–1960 law in Freiburg and Göttingen, earned his doctorate in 1962, and was 1963–70 an academic assistant under Franz Wieacker. In 1970, he was granted a professorship in civil law and law history in Freiburg, since 2005 as professor emeritus. In 1976 he studied in Paris Latin epigraphy with Hans-Georg Pflaum, Papyrologie and Patristic, in 1984–85 he was a member of the Institute for Advanced Study at Princeton, and in 1989 a visiting fellow of All Souls College at Oxford. Since 2005 he has been a fellow of the British Academy, and since 2006 a member of the Bavarian Academy of Sciences. He was awarded honory doctorates in Zurich (UZH, 2015) and in Brasilia (IDP, 2018).

Abstract

Der Autor erschließt einen lateinischen Rechtstext aus dem späten 6. oder 7. Jahrhundert, eine kurze Zusammenfassung des damals unter den Römern im Frankenreich geltenden Rechts. Der Text ist in einer einzigen Handschrift aus dem 8. Jahrhundert erhalten und vieles dort ergibt keinen Sinn; deshalb glaubte man, ihn vernachlässigen zu können. Der Unsinn ist das Ergebnis einer Kette von Abschriften, deren Schreibern vor allem an einer schönen Schrift gelegen war, der Sinn des Niedergeschriebenen kümmerte sie nicht. Die ursprüngliche Fassung lässt sich rekonstruieren, was hier erstmals unternommen wird. Dabei haben sich mannigfache Abweichungen vom Ausgangstext, der Lex Romana Visigothorum aus dem frühen 6. Jahrhundert ergeben, aber auch von anderen späteren Kurzfassungen derselben, mehr Abweichungen und interessantere als in allen vergleichbaren Texten. Die Übersetzung aus einem frühmittelalterlichen Latein erleichtert das Verständnis und der Kommentar hält die Abweichungen von jener Lex Romana fest und erörtert sie. »Scintilla de libro legume. Roman Vulgar Law under the Merowingians According to the Fulda Epitome of the Lex Romana Visigothorum. Reconstruction, Translation, and Commentaries«: The author deciphers a legal text in Latin that summarises the law in effect under the Romans in the Frankish Realm from the 7th century, whose content has only been preserved in a corrupt manuscript from the 8th century. The original version, however, can be reconstructed, as was done here. Various deviations from the original text, the Lex Romana Visigothorum from 506 AD, were made to modernise certain regulations. The German translation facilitates our understanding, and the commentaries explain and discuss such deviations.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhalt 7
Abkürzungen 9
A. Einleitung 13
I. Die Handschrift 13
II. Qualität und Alter der Sammlung 15
III. Inhalt 20
IV. Mängel der Handschrift im Einzelnen 22
V. Zur Rekonstruktion 24
VI. Zur Übersetzung 31
VII. Zum Kommentar 33
B. Text 34
C. Übersetzung 35
D. Kommentar 202
E. Zusammenfassung 413
I. E kürzt 413
II. Die Vorlage(n) 415
1. Geringfügig verbesserte Breviar-Ausgabe(n) 417
2. Angereicherte Breviar-Ausgabe(n) 418
a) Aus dem Codex Theodosianus 419
b) Aus einer weiteren Sammlung nachtheodosianischer Novellen 419
c) Aus der Gai Epitome? 421
d) Aus den Paulussentenzen? 421
e) Aus dem Codex Gregorianus? 421
f) Aus Papinians Responsen? 422
III. Rechtsänderungen 422
1. Verallgemeinerungen 423
2. Abschwächungen und Milderungen 428
3. Strengere Bestimmungen 433
4. Kirchliche Belange 435
5. Antisemitismus 436
6. Stellung der Frau 438
7. Berücksichtigung sonstwie veränderter Verhältnisse 439
8. Umdeutung von Unverstandenem 443
9. Eine Verbesserung der Vorlage 445
IV. Nutzen für die Rechtspraxis 445
1. Nutzen der einstigen Epitome 446
2. Nutzen der Abschrift 449
Literatur 451
Sachregister 464