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Wie viele Gesichter hat die Souveränität?

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D'Aniello, F., Frick, V. (Eds.) (2023). Wie viele Gesichter hat die Souveränität?. Beiträge eines deutsch-italienischen Kolloquiums in der Villa Vigoni, Loveno di Menaggio 17.5. – 19.5.2022. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-58978-4
D'Aniello, Fernando and Frick, Verena. Wie viele Gesichter hat die Souveränität?: Beiträge eines deutsch-italienischen Kolloquiums in der Villa Vigoni, Loveno di Menaggio 17.5. – 19.5.2022. Duncker & Humblot, 2023. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-58978-4
D'Aniello, F, Frick, V (eds.) (2023): Wie viele Gesichter hat die Souveränität?: Beiträge eines deutsch-italienischen Kolloquiums in der Villa Vigoni, Loveno di Menaggio 17.5. – 19.5.2022, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-58978-4

Format

Wie viele Gesichter hat die Souveränität?

Beiträge eines deutsch-italienischen Kolloquiums in der Villa Vigoni, Loveno di Menaggio 17.5. – 19.5.2022

Editors: D'Aniello, Fernando | Frick, Verena

Beiträge zur Politischen Wissenschaft, Vol. 203

(2023)

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About The Author

Fernando D'Aniello ist PhD in Verfassungsjustiz und Grundrecht.

Abstract

Der Band versammelt die Beiträge eines deutsch-italienischen Symposiums, das im Mai 2022 in der Villa Vigoni stattfand. Ausgangspunkt war die Europa-Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und die darin zum Ausdruck kommenden Souveränitätskonflikte. Die Kontroversen um die Rechtsprechung verweisen auf die tieferliegende Frage, welche Bedeutung (nationale) Souveränität in einem Mehrebenen- oder Verbundsystem eigentlich noch haben kann. Sind die Souveränitätskonflikte Ausdruck der Persistenz der Souveränitätsidee und beobachten wir gegenwärtig ihre Renaissance? Oder hat sich Europa im Gegenteil längst von der Idee der Souveränität verabschiedet und sind die Konflikte eher Rückzugsgefechte einzelner nationaler Akteure, die sich (noch) weigern, dies zur Kenntnis zu nehmen? Diese Fragen stehen im Zentrum dieses Sammelbandes, der in interdisziplinärer Perspektive die nationalen, europäischen, rechtlichen, ideengeschichtlichen und politiktheoretischen Gesichter der Souveränität erhellt.»Faces of Souvereignty«: This volume brings together the contributions to a German-Italian symposium that discussed European sovereignty conflicts on the basis of the European jurisprudence of the Federal Constitutional Court. What is the meaning of sovereignty in a connected system? Are the conflicts a sign of the persistence of the idea of sovereignty or a retreat tactic of individual actors? This edited volume examines the faces of sovereignty from a legal, conceptual and political-theoretical perspective.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Zum Geleit 7
Inhaltsverzeichnis 11
Von Fernando D'Aniello und Verena Frick: Wie viele Gesichter hat die Souveränität? 13
I. Einleitung 13
II. Souveränitätskonflikte im (europäischen) Recht 15
III. Zur Renaissance des Souveränitätsbegriffs 21
IV. Konzeption des Bandes 26
Literatur 29
I. Souveränität zwischen Verfassungsgerichtsbarkeit und Rechtsstaatlichkeit 33
Di Edoardo Caterina: La rappresentazione della sovranità nei dibattiti costituenti italiani e tedeschi del secondo dopoguerra 35
I. La sovranità dei vinti 35
II. L'ebbrezza del sovrano: il problema della continuità dello Stato 36
III. Il profumo della sovranità: contro il monismo 39
IV. Attraverso la crosta dello Stato: l'apertura all'ordinamento internazionale 44
V. Spunti conclusivi: l'obiettivo costituzionale della pace come limitazione ultima della sovranità 47
Bibliografia 48
Von Alessandra Di Martino: Souveränität und Verfassungsgerichte in vergleichender Perspektive 51
I. Verfassungskulturen und Verfassungsidentität 51
II. Souveränität und Verfassungsidentität beim Conseil Constitutionnel 56
III. Staatlichkeit, Demokratieprinzip und Verfassungsidentität beim Bundesverfassungsgericht 61
IV. Juristische Tradition, Legalitätsprinzip und (seltener) Gebrauch der Verfassungsidentität beim Corte costituzionale 70
Literatur 83
Von Martin Nettesheim: Souveränität – rechtlicher Kampfbegriff in politischen Machtkonflikten 95
I. Souveränität als Rechtsbegriff 95
II. Funktion und Logik der Souveränität: Positionierung eines Subjekts in Machtkämpfen 96
III. Bedeutung von Souveränität: Souveränität als politisch-symbolische Eigenschaft 97
IV. Ort und Gehalt von rechtlicher Souveränität 100
V. Souveränität im positiven Recht 102
1. Bezugssystem des Völkerrechts 103
2. Bezugssystem des Staats- und Verfassungsrechts 109
VI. Zukunft von Souveränität: Freiheit von Rechtfertigung 117
Literatur 118
Von Maria Daniela Poli: Der Souveränitätsbegriff im Dialog der Gerichte 125
I. Einführung 125
II. Die europäische supranationale Dimension als Grenze der Souveränität 126
III. Das „Narrativ“ der Souveränität in der Verfassungsgerichtsrechtsprechung im Verhältnis zu nationalstaatlichen und europäischen Ordnungen 131
IV. Der deutsche ‚Souveränismusˋ als ein heimtückisches Dogma im Dialog der europäischen Gerichte 138
Literatur 141
Rechtsprechung 144
Di Giorgio Ridolfi: Sovranità e Rechtsstaatlichkeit nella prospettiva del Tribunale costituzionale federale 147
I. Introduzione 147
II. Stato di diritto e Stato sociale nella prospettiva di Ernst Forsthoff 148
III. Uno sguardo storico-critico sullo Stato di diritto 150
IV. Prospettive dello Stato sociale di diritto 155
Bibliografia 158
Di Filomena Medea Tulli: La sovranità degli Stati tra immunità dalla giurisdizione e tutela dei diritti fondamentali 159
Bibliografia 169
Von Johann Justus Vasel: Vom unsouveränen Umgang mit der Souveränität 173
I. Einleitung 173
II. Erste Spurensuche 174
1. Grundgesetz und rechtsvergleichende Umschau 175
2. Souveränität in der werdenden europäischen Verfassungsgemeinschaft 176
3. Zwischenfazit 177
III. „Bestandsaufnahme“ – Eine computerlinguistische Spurensuche nach Souveränität in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 178
1. Prämisse: Ungleiche Entscheidungsverteilung innerhalb des BVerfG 178
2. Souveränität – eine Marginalie? 178
3. Renaissance der Souveränität? 179
a) Souveränität – Mehr Fetisch und Fashion als eine Formel? 179
Erster Senat 180
Zweiter Senat 181
IV. Relevanz und Funktion des Souveränitätsbegriffs in einzelnen Judikaten 183
1. Der Zeit voraus – Vorweggenommene Wiederherstellung der Souveränität qua Gerichtsbeschluss? 183
2. Der Zeit hinterher – Souveränitätserhalt qua Gerichtsentscheid? 185
a) Vorbemerkung: Negatorische Souveränitätsinstrumentalisierung in der Europajudikatur? 185
b) Die Maastricht-Entscheidung 185
c) Das Lissabon-Urteil 186
d) OMT-Programm 187
e) Europäische Bankenunion 188
f) OMT-Beschluss 188
g) Görgülü-Urteil 189
h) Sicherungsverwahrung 191
VI. Ersetzbarkeit und Surrogate 192
VII. Fazit: Unsouveräner Umgang mit Souveränität? 192
VIII. Ausblick: Klügere Entwicklungsperspektiven 193
Literatur 195
Von Andreas Voßkuhle: „In Vielfalt geeint“ – eine „Ode an die Quadratur des Kreises“ 201
I. Der „große Baumeister“ 201
II. De Gasperi und Adenauer 202
III. Das Motto der EU: In Vielfalt vereint 204
Literatur 210
II. Perspektiven des Staats- und Souveränitätsbegriffs 213
Von Eva Marlene Hausteiner: Staatenverbund und Desintegration 215
Literatur 221
Von Isabel Hilpert: Nationale Souveränität im europäischen Grenzregime 223
I. Einleitung 223
II. Souveränität, Nationalstaatlichkeit und Grenzen 225
III. Das europäische Grenzregime 226
IV. Das europäische Grenzregime und nationale Souveränität 231
V. Souveränität als empirisches Phänomen: das Beispiel Italien 234
VI. Conclusio 238
Literatur 240
Di Gennaro Imbriano: Stato e sovranità 245
I. Alle origini del concetto moderno di sovranità 245
II. Soggetti e sovrani 249
III. La sovranità contrattualistica 251
IV. Sovranità e proprietà 253
V. Sovranità democratica 257
VI. Chi detiene il potere costituente? 258
VII. Europa e sovranità 261
Bibliografia 264
Von Barbara Lippert: Die neue Debatte über die europäische Souveränität der EU – eine Skizze 267
I. Aktueller Kontext und Traditionslinien 267
II. Strategische Autonomie: drei Komponenten 269
III. Achillesferse Verteidigung und Militär 271
IV. Geopolitische Wende und strategische Autonomie 272
Literatur 275
Von Marcus Llanque: Souveränität als ideenpolischer Akt: Selbstermächtigung zum Handeln mit Anspruch auf Verbindlichkeit 279
I. Der Souveränitäts-Begriff in politikwissenschaftlicher Betrachtung 279
II. Souveränität als Selbstermächtigung und die primär negative Stoßrichtung ihres Verbindlichkeitsanspruches 281
III. Jean Bodin 283
IV. Thomas Hobbes 286
V. Carl Schmitt und Hermann Heller 287
VI. Die Souveränität des Menschen als Überwindung der Souveränität oder als letzter Akt der Selbstermächtigung? 289
Literatur 292
Von Olimpia Malatesta: Wilhelm Röpke und das Problem der Souveränität in Europa 295
I. Einführung 295
II. Der Staat als Ausbeutungsobjekt des Antiliberalismus der Dreißiger Jahre 297
III. Massen, Planwirtschaft und Souveränität als Negation des Liberalismus 303
IV. Internationale Ordnung, Europa und die Souveränität 307
Bibliographie 310
Von Anna Meine: Souveränität und Freiheit 315
I. Souveränität und Freiheit – Konzeptuelle Verknüpfungen 316
1. Souveränität und Freiheit als Nicht-Einmischung 316
2. Souveränität und Freiheit als Nicht-Beherrschung und Autonomie 320
a) Die neo-republikanische Konzeption freier Staatlichkeit 321
b) Korporative Handlungsfähigkeit und die Verknüpfung von Freiheit und Souveränität 323
II. Souveränität, Freiheit und Perspektiven für politische Ordnungsbildung 326
1. Souveränität und konstitutioneller Pluralismus in der post-westfälischen Gegenwart 326
2. Ein institutioneller Pluralismus souveräner und freier Ordnungen 331
a) Konstitution und Status freier und souveräner politischer Ordnungen 331
b) Die Beziehungen zwischen souveränen politischen Ordnungen 333
III. Schlussfolgerungen 336
Literatur 336
Von Eva-Maria Schäfferle: Wer gehört zum Volk? 339
I. Wer gehört zum Volk? Das Boundary Problem in Theorie und Praxis 340
II. Wer gehört zum Volk? Eine Diskussion bestehender Lösungsansätze 342
1. Kosmopolitische Antworten auf das Boundary Problem 342
2. Liberal-nationalstaatliche Antworten auf das Boundary Problem 344
3. Transnationale Antworten auf das Boundary Problem 345
III. Wer gehört zum Volk? Die Unionsbürgerschaft als transnationaler Lösungsansatz 347
1. Die Unionsbürgerschaft als Quelle transnationaler Rechtsgarantien 348
2. Die Unionsbürgerschaft als Beispiel transnationaler Migrations- und Mitgliedschaftspolitik 350
3. Die Vorteile transnationaler europäischer Migrations- und Mitgliedschaftspolitik aus praktischer Sicht 352
IV. Wer gehört zum Volk? Verbleibende Boundary-Debatten in und jenseits der EU 354
V. Schluss 357
Literatur 358
Autorenverzeichnis 369