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Das Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot im Versicherungsvertrieb

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Neumann, R. (2024). Das Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot im Versicherungsvertrieb. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-59216-6
Neumann, Rüdiger. Das Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot im Versicherungsvertrieb. Duncker & Humblot, 2024. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-59216-6
Neumann, R (2024): Das Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot im Versicherungsvertrieb, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-59216-6

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Das Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot im Versicherungsvertrieb

Neumann, Rüdiger

Beiträge zum Wirtschaftsstrafrecht, Vol. 10

(2024)

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About The Author

Der Autor schloss 2010 das Studium der Rechtswissenschaften sowie den Begleitstudiengang Europarecht an der JMU Würzburg ab. Nach dem Referendariat am LG Aschaffenburg arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt für eine mittelständische Wirtschaftskanzlei und als Syndikusrechtsanwalt für ein international tätiges Dienstleistungsunternehmen. Seit 2015 ist er als Syndikusrechtsanwalt für verschiedene Versicherungsgesellschaften im Bereich Versicherungsvertriebsrecht tätig. Seit 2016 ist er Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht. 2016 absolvierte der Autor zudem den LL.M.-Studiengang »Business Law« an der HS Mainz. Seine Promotion schloss der Autor in 2023 an der JMU Würzburg ab.

Abstract

Zum Schutz vor Fehlanreizen ist es Versicherungsunternehmen und -vermittlern nach dem Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot im Grundsatz untersagt, Versicherungsnehmern nicht geringwertige Zuwendungen neben der im Versicherungsvertrag vereinbarten Leistung zu gewähren oder zu versprechen. Es geht zurück auf das spartenspezifisch geregelte Provisionsabgabeverbot, das erstmals durch das Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung im Jahre 1923 für den Bereich der Lebensversicherung angeordnet und im Laufe der Zeit auf weitere Versicherungssparten erstreckt wurde. Nach Aufhebung des Provisionsabgabeverbots zum 01.07.2017 wurde das Sondervergütungs- und Provisionsabgabeverbot mit dem »Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb und zur Änderung weiterer Gesetze« sowohl in der GewO als auch im VAG als Blankettbußgeldtatbestand geregelt. Deren Untersuchung widmet sich die vorliegende Arbeit.»The Ban on Special Remuneration and Commission Payments in Insurance Sales«: To protect against false incentives, under the ban on special remuneration and commission payments, insurance companies and intermediaries are generally prohibited from granting or promising policyholders anything of little value in addition to the service agreed in the insurance contract. This work examines the ban regulated in the GewO and the VAG in the form of a blanket fine.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 23
Einleitung 29
Systematik der Arbeit 31
1. Kapitel: Grundlagen 33
A. Das Provisionsabgabe- und das Begünstigungsverbot 33
I. Entstehung und Regelungsinhalt 33
II. Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht 36
1. Verfassungsrecht (Bestimmtheitsgebot) 37
2. Europarecht 38
III. Aufhebung des Provisionsabgabe- und des Begünstigungsverbots 42
B. Das Sondervergütungsverbot 43
I. Inhalt der Neuregelungen 43
II. Schutzzweck des Sondervergütungsverbots 45
1. Verhinderung einer Verwaltungskostenerhöhung 45
2. Versicherungstechnische Prämiengerechtigkeit 48
3. Existenzschutz der Versicherungsvermittler 50
4. Sicherung der Markttransparenz 51
5. Gewährleistung der Beratungsqualität 54
6. Verbraucherschutz (Schutz vor Fehlanreizen) 56
7. Marktverhaltensregel 59
8. Ergebnis 59
III. Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht 60
1. Verfassungsrecht 60
a) Art. 12 GG (Berufsfreiheit) 60
aa) Rechtfertigung durch vernünftige Überlegungen des Gemeinwohls 61
bb) § 48b Abs. 4 S. 1 VAG als Ausdruck des Verhältnismäßigkeitsprinzips 61
b) Art. 14 GG (Eigentumsgarantie) 63
c) Art. 3 GG (Gleichbehandlungsgrundsatz) 63
2. Europarecht 65
a) Art. 56 AEUV (Dienstleistungsfreiheit) 65
aa) Notwendigkeit eines grenzüberschreitenden Bezugs 65
bb) Möglichkeit eines Preiswettbewerbs 66
(1) Differenzierung zwischen Versicherungsmaklern und anderen Vertriebskanälen 66
(2) Kostentransparenz durch eine Provisionsoffenlegungspflicht 68
(3) Fehlanreizwirkung einer Sondervergütung 69
b) Art. 101 AEUV (Kartellverbot) 70
c) Artt. 119, 120 AEUV (Freier und unverfälschter Wettbewerb) 73
d) Harmonisierung mit sekundärem Gemeinschaftsrecht 74
e) Charta der Grundrechte der Europäischen Union (GRC) 75
3. Ergebnis 76
IV. Anwendbarkeit im Rahmen einer nicht inländischen Geschäftstätigkeit 76
2. Kapitel: Objektiver Blankettbußgeldtatbestand 79
A. Vereinbarkeit mit dem Bestimmtheitsgebot 79
I. Anforderungen an die Bestimmtheit von Blankettbußgeldtatbeständen 79
II. Ausgestaltung des Sondervergütungsverbots 81
1. Verwendung unbestimmter Rechtsbegriffe 81
2. Verweisungstechnik zwischen Verweisungs- und Ausfüllungsnormen 82
a) Bußgeldtatbestand im VAG 82
b) Bußgeldtatbestand in der GewO 82
B. Täterkreis 85
I. Versicherungsunternehmen 86
1. Versicherungsunternehmen nach § 7 Nr. 33 VAG 86
a) Sitz 86
aa) Inländische Versicherungsunternehmen 87
bb) Versicherungsunternehmen eines (anderen) Mitglied- oder Vertragsstaats 88
(1) Grammatikalische Auslegung 88
(2) Systematische Auslegung 89
(3) Historische Auslegung 90
(4) Teleologische Auslegung 91
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 92
(6) Ergebnis 92
b) Definition im engeren Sinn 93
c) Einschränkungen im Hinblick auf Unternehmenstypus und Geschäftstätigkeit 94
2. Versicherungsunternehmen eines Drittstaats nach § 7 Nr. 34 VAG 96
a) Abgrenzung zu Versicherungsunternehmen nach § 7 Nr. 33 VAG 96
b) Anwendbarkeit des Sondervergütungsverbots 96
aa) Grammatikalische Auslegung 97
bb) Systematische Auslegung 98
cc) Historische Auslegung 98
dd) Teleologische Auslegung 100
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 101
ff) Ergebnis 103
3. Versicherungsunternehmen eines (anderen) Mitglied- oder Vertragsstaats 103
a) Anwendbarkeit der für inländische Versicherungsunternehmen geltenden Bestimmungen des VAG 103
b) Anwendbarkeit des Sondervergütungsverbots 104
aa) Grammatikalische Auslegung 104
bb) Systematische Auslegung 105
(1) Struktur des § 332 VAG 105
(2) Reaktionsmöglichkeiten der BaFin bei Verstößen 105
(3) Zwischenergebnis 107
cc) Historische Auslegung 107
dd) Teleologische Auslegung 107
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 108
ff) Ergebnis 109
II. Versicherungsvermittler 109
1. Anwendbarkeit der Bußgeldtatbestände in der GewO und im VAG 109
a) Konkurrenzsituation zwischen den Bußgeldtatbeständen 110
b) Auflösung der Konkurrenzsituation durch Gesetzesauslegung 113
aa) Grammatikalische Auslegung 113
bb) Systematische Auslegung 114
cc) Historische Auslegung 116
dd) Teleologische Auslegung 116
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 117
ff) Ergebnis 117
c) Auflösung der Konkurrenzsituation durch Kollisionsregeln 118
d) Auflösung der Konkurrenzsituation durch eine teleologische Reduktion 119
2. Begriffsbestimmung 119
a) Versicherungsvermittlung 120
aa) Allgemeines 120
bb) Abgrenzung und Einschränkung 121
(1) Tippgeber 121
(2) Versicherungsberater 122
(3) Honorarberatung durch Versicherungsmakler 122
(4) Vertrieb von Nettopolicen 124
(5) Gruppenversicherungsverträge 125
(a) Unechter Gruppenversicherungsvertrag 125
(b) Echter Gruppenversicherungsvertrag 126
(aa) Verhältnis des Versicherungsunternehmens zum Versicherungsnehmer 126
(bb) Verhältnis des Versicherungsnehmers zur versicherten Person 128
(cc) Verhältnis des Versicherungsunternehmens zur versicherten Person 130
b) Gewerbsmäßigkeit 130
c) Versicherungsvermittlerstatus 131
d) Ort des Geschäftssitzes und -betriebs 132
aa) Relevanz hinsichtlich einer Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 S. 1 GewO 132
bb) Relevanz hinsichtlich der Anwendbarkeit des Sondervergütungsverbots 133
(1) Grammatikalische Auslegung 134
(2) Systematische Auslegung 134
(3) Historische Auslegung 135
(4) Teleologische Auslegung 136
(a) Anwendbarkeit des § 34d Abs. 1 S. 6, 7 GewO 136
(b) Anwendbarkeit des § 144 Abs. 2 Nr. 7 GewO auf Versicherungsvermittler eines (anderen) Mitglied- oder Vertragsstaats 136
(c) Anwendbarkeit des § 144 Abs. 2 Nr. 7 GewO auf Versicherungsvermittler eines Drittstaats 137
(d) Zwischenergebnis 137
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 137
(6) Ergebnis 137
III. Angestellte von Versicherungsunternehmen und -vermittlern 138
1. Definition 138
2. Einschränkung auf vertrieblich tätige Angestellte 139
IV. Sonstige Dritte 140
1. Kooperationspartner 140
2. Zuwendungsempfänger 142
3. Vertreter und Beauftragte der zum Täterkreis zählenden Personen, § 9 OWiG 143
C. Kreis der Zuwendungsempfänger 144
I. Allgemeines 144
1. Abschließender Zuwendungsempfängerkreis 144
2. Differenzierung zwischen Verbrauchern und Unternehmern 145
a) Grammatikalische Auslegung 145
b) Systematische Auslegung 146
aa) Schutzzweck der GewO und des VAG 146
bb) Ausnahmeregelungen in § 48b Abs. 3 und 4 VAG 147
cc) Zwischenergebnis 149
c) Historische Auslegung 149
d) Teleologische Auslegung 150
aa) Tatbestandlich angelegte Einschränkungen 150
bb) Strukturelles Ungleichgewicht in Wirtschaftsangelegenheiten 151
cc) Vergleich zu § 299 Abs. 2 Nr. 1 StGB 156
dd) Zwischenergebnis 157
e) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 157
aa) Unbestimmtheit des Zuwendungsempfängerkreises 157
bb) Diskrepanz zwischen Schutzzweck und Bußgeldtatbestand 158
cc) Zwischenergebnis 159
f) Ergebnis 159
II. Versicherungsnehmer 159
III. Versicherte Person 160
IV. Bezugsberechtigter 161
D. Tathandlung 162
I. Tathandlungsvarianten 162
1. Allgemeines 162
a) Verhältnis der Tathandlungsvarianten zueinander 162
b) Abgrenzung zu den Korruptionsdelikten des StGB 163
c) Erfordernis einer (angestrebten) Unrechtsvereinbarung 164
aa) Auslegung 166
(1) Grammatikalische Auslegung 166
(2) Systematische Auslegung 167
(3) Historische Auslegung 168
(4) Teleologische Auslegung 168
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 169
(6) Ergebnis 169
bb) Teleologische Reduktion 170
d) Täterschaft und Teilnahme 171
e) Tatbestandsverwirklichung bei Beratungsverzicht 172
aa) Grammatikalische Auslegung 173
bb) Systematische Auslegung 173
cc) Historische Auslegung 173
dd) Teleologische Auslegung 174
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 175
ff) Ergebnis 175
2. Versprechen 175
a) Begriffsbestimmung 175
b) Erfordernis eines eigenen Rechtsbindungswillens 176
aa) Grammatikalische Auslegung 176
bb) Systematische Auslegung 177
(1) Form eines Schenkungsversprechens und Unwirksamkeit nach § 48b Abs. 1 S. 3 VAG 178
(2) Vergleich mit den Korruptionsdelikten des StGB 179
(3) Zwischenergebnis 180
cc) Historische Auslegung 180
dd) Teleologische Auslegung 180
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 182
ff) Ergebnis 182
c) Versprechen Dritter als eigenes Versprechen 183
aa) Grammatikalische Auslegung 183
bb) Systematische Auslegung 184
(1) Erfassung mittelbarer Zuwendungen 184
(2) Beteiligung nach § 14 OWiG 184
(3) Zwischenergebnis 185
cc) Historische Auslegung 185
dd) Teleologische Auslegung 185
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 185
ff) Ergebnis 186
d) Anforderungen an eine (angestrebte) Unrechtsvereinbarung 186
aa) Grammatikalische Auslegung 186
bb) Systematische Auslegung 187
cc) Historische Auslegung 188
dd) Teleologische Auslegung 189
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 190
ff) Ergebnis 190
e) Vollendung 191
aa) Grammatikalische Auslegung 192
bb) Systematische Auslegung 192
(1) Systematik des § 48b VAG 192
(2) Ähnlichkeit zu den Korruptionsdelikten des StGB 193
(3) Heimliche oder verschleierte Begehungsweise 193
(4) Qualifizierung als Tätigkeits- und (abstraktes) Gefährdungsdelikt 194
(5) Zwischenergebnis 194
cc) Historische Auslegung 195
dd) Teleologische Auslegung 196
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 197
ff) Ergebnis 197
f) Beendigung 197
3. Gewähren 198
a) Begriffsbestimmung 198
b) Schuld- und/oder dinglich-rechtlicher Bedeutungsinhalt 200
aa) Grammatikalische Auslegung 200
bb) Systematische Auslegung 200
(1) Verhältnis der Tathandlungsvarianten zueinander 200
(2) Ähnlichkeit zu den Korruptionsdelikten im StGB 201
(3) Zwischenergebnis 201
cc) Historische Auslegung 202
dd) Teleologische Auslegung 202
(1) Schuldrechtlich gelagertes Verhalten 202
(2) Dinglich-rechtlich gelagertes Verhalten 204
(3) Zwischenergebnis 205
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 206
ff) Ergebnis 206
c) Anforderungen an eine (angestrebte) Unrechtsvereinbarung 206
aa) Grammatikalische Auslegung 206
bb) Systematische Auslegung 207
(1) Kontext zur Tathandlungsvariante „Versprechen“ 207
(2) Ausnahmeregelung nach § 48b Abs. 3 VAG 207
(3) Ähnlichkeit zu den Korruptionsdelikten des StGB 208
(4) Zwischenergebnis 209
cc) Historische Auslegung 209
dd) Teleologische Auslegung 210
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 212
ff) Ergebnis 212
d) Vollendung 212
e) Beendigung 213
II. „Aus einem Versicherungsvertrag“ 213
III. Verwirklichungszeitpunkt der Tathandlungsvarianten 213
1. Vor (Neu-)‌Abschluss eines Versicherungsvertrages 214
a) Grammatikalische Auslegung 214
b) Systematische Auslegung 214
aa) Zuwendungsempfängerkreis nach § 48b Abs. 1 S. 1 VAG 215
bb) Der Begriff „Sondervergütung“ in § 48b Abs. 2 VAG 215
cc) Ausnahmeregelung in § 48b Abs. 3 VAG 216
dd) Zwischenergebnis 217
c) Historische Auslegung 217
d) Teleologische Auslegung 217
e) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 218
f) Ergebnis 218
2. Nach Abschluss/bei Fortführung eines (bestehenden) Versicherungsvertrages 219
a) Grammatikalische Auslegung 219
b) Systematische Auslegung 220
aa) Konkrete Geringwertigkeitsgrenze nach § 48b Abs. 2 S. 2 VAG 220
bb) Ausnahmeregelung in § 48b Abs. 3 VAG 221
cc) Ausnahmeregelung in § 48b Abs. 4 S. 1 VAG 221
dd) Zwischenergebnis 222
c) Historische Auslegung 222
d) Teleologische Auslegung 223
e) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 224
f) Ergebnis 224
E. Der Begriff „Sondervergütung“ 224
I. Legaldefinition 226
1. Der Begriff „Zuwendung“ 226
a) Allgemeines 226
b) Materielle Zuwendungen 228
c) Immaterielle Zuwendungen 228
aa) Grammatikalische Auslegung 229
bb) Systematische Auslegung 230
cc) Historische Auslegung 230
dd) Teleologische Auslegung 231
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 231
ff) Ergebnis 231
d) Sozialadäquate Zuwendungen 231
2. Unmittelbare und mittelbare Zuwendungen 233
a) Allgemeines 233
b) Kenntnis von (möglichen) Zuwendungen Dritter 234
aa) Beteiligung als Täter 235
bb) Beteiligung durch Beihilfe 237
3. Zuwendung „neben der im Versicherungsvertrag vereinbarten Leistung“ 240
a) Nebeneinander von Zuwendung und vereinbarter Leistung 240
b) Vorliegen eines Versicherungsvertrages 241
aa) Allgemeines 241
bb) Vertragstypische Pflichten, § 1 VVG 241
(1) Pflicht des Versicherungsunternehmens, § 1 S. 1 VVG 242
(2) Pflicht des Versicherungsnehmers, § 1 S. 2 VVG 242
c) Begrenzung auf die „vereinbarte Leistung“ 244
aa) Vertragstypische Leistungen 244
(1) Grammatikalische Auslegung 244
(2) Systematische Auslegung 245
(a) Benannte Beispiele einer Sondervergütung 245
(b) Sondervergütung als atypische Leistung des Versicherungsunternehmens und -vermittlers 246
(c) Zwischenergebnis 246
(3) Historische Auslegung 246
(4) Teleologische Auslegung 247
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 248
(6) Ergebnis 248
bb) Begünstigungen 248
(1) Prämienrabatt und -reduzierung 251
(a) Grammatikalische Auslegung 251
(aa) Vertragstypische Leistung 251
(bb) Unmittelbarer Einfluss eines Prämienrabatts 252
(cc) Zwischenergebnis 253
(b) Systematische Auslegung 253
(aa) Vertragstypische Leistung 254
(bb) Gebot der einheitlichen Prämiengestaltung 254
(cc) Ausnahmeregelung in § 48b Abs. 4 S. 1 VAG 255
(dd) Zwischenergebnis 255
(c) Historische Auslegung 255
(aa) Vertragstypische Leistung 255
(bb) Keine Neuregelung des Begünstigungsverbots 256
(cc) Zwischenergebnis 258
(d) Teleologische Auslegung 258
(aa) Der passende Versicherungsschutz als Bezugspunkt 258
(bb) Prämienrabatt als günstige Prämie 258
(cc) Wegfall des RabattG 259
(dd) Zwischenergebnis 260
(e) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 260
(aa) Vereinbarkeit mit höherrangigem EU-Recht 260
(bb) Grundrechtseingriff und Bestimmtheitsgebot 261
(cc) Zwischenergebnis 262
(f) Ergebnis 262
(2) Leistungserhöhungen 263
(a) Grammatikalische Auslegung 263
(b) Systematische Auslegung 264
(aa) Verwendung einer Sondervergütung zur Leistungserhöhung, § 48b Abs. 4 S. 1 VAG 264
(bb) Dauerhaftigkeit einer Leistungserhöhung nach § 48b Abs. 4 S. 1 VAG 265
(cc) Zwischenergebnis 265
(c) Historische Auslegung 265
(d) Teleologische Auslegung 266
(e) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 266
(f) Ergebnis 266
cc) Vertragsimmanente Zuwendungen 267
(1) Querverkäufe, § 7a VVG 267
(2) Sonstige (Neben-)‌Leistungen 268
II. Normierte Beispiele einer Sondervergütung 269
1. Vollständige oder teilweise Provisionsabgabe 270
a) Der Begriff „Provision“ 270
b) Beschränkung auf bestimmte Provisionsformen 271
c) Anwendbarkeit auf Versicherungsunternehmen 271
2. Sonstige Sach- oder Dienstleistung, die nicht die Versicherungsleistung betrifft 272
a) Die Begriffe „Sach- und Dienstleistung“ 272
b) Einschränkung bei Bezug zur Versicherungsleistung 273
3. Rabattierung auf Waren oder Dienstleistungen 275
III. Geringwertigkeitsgrenze 276
1. Konkrete Geringwertigkeitsgrenze (§ 48b Abs. 2 S. 2 VAG) 277
a) Anlass der Zuwendung 277
aa) „Zur Anbahnung“ eines Vertragsabschlusses 277
(1) Beginn der Anbahnungsphase 278
(a) Grammatikalische Auslegung 278
(b) Systematische Auslegung 279
(c) Historische Auslegung 279
(d) Teleologische Auslegung 279
(e) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 280
(f) Ergebnis 280
(2) Ende der Anbahnungsphase 280
bb) „Anlässlich“ eines Vertragsabschlusses 281
cc) Alternativverhältnis der Anlässe in Bezug auf einen Vertragsabschluss 282
(1) Grammatikalische Auslegung 283
(2) Systematische Auslegung 283
(3) Historische Auslegung 284
(4) Teleologische Auslegung 284
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 284
(6) Ergebnis 284
b) Erfasste Zuwendungsformen 284
aa) Belohnungen und Geschenke 284
bb) Sonstige Zuwendungsformen 285
(1) Grammatikalische Auslegung 285
(2) Systematische Auslegung 286
(3) Historische Auslegung 287
(4) Teleologische Auslegung 287
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 287
(6) Ergebnis 288
c) Wertgrenze 288
aa) Gesamtwert in Höhe von 15 Euro 288
bb) Versicherungsverhältnis 290
cc) Kalenderjahr 290
dd) Realisierungszeitpunkt 291
(1) Grammatikalische Auslegung 291
(2) Systematische Auslegung 293
(a) Differenzierung „zur Anbahnung“ und „anlässlich“ eines Vertragsabschlusses 293
(b) Verhältnis zur abstrakten Geringwertigkeitsgrenze 294
(c) Zwischenergebnis 295
(3) Historische Auslegung 295
(4) Teleologische Auslegung 295
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 298
(6) Ergebnis 298
d) Vermutung der Geringwertigkeit 298
2. Abstrakte Geringwertigkeitsgrenze (§ 48b Abs. 2 S. 1 Hs. 2 VAG) 299
a) Situationsunabhängige Anwendbarkeit 299
b) Der Begriff „geringwertig“ als unbestimmter Rechtsbegriff 300
c) Wertgrenze 300
3. Verhältnis zwischen abstrakter und konkreter Geringwertigkeitsgrenze 302
3. Kapitel: Gesetzliche Ausnahmeregelungen 303
A. Eigene Versicherungsverträge eines Versicherungsvermittlers, § 48b Abs. 3 VAG 303
I. Merkmale des Privilegierungstatbestands nach § 48b Abs. 3 Hs. 1 VAG 304
1. Personeller Anwendungsbereich 304
a) Täterkreis 304
b) Zuwendungsempfängerkreis 305
2. Sondervergütung in Form einer Provision 306
3. Eigene Versicherungsverträge eines Versicherungsvermittlers 307
4. Begrenzung auf die Tathandlungsvariante „Gewähren“ 307
II. Ausnahme bei Schein-Versicherungsvermittlern, § 48b Abs. 3 Hs. 2 VAG 308
B. Dauerhafte Leistungserhöhung oder Prämienreduzierung, § 48b Abs. 4 S. 1 VAG 308
I. Merkmale des Privilegierungstatbestands nach § 48b Abs. 4 S. 1 VAG 309
1. Personeller Anwendungsbereich 309
a) Täterkreis 309
aa) Versicherungsunternehmen 310
(1) Grammatikalische Auslegung 310
(2) Systematische Auslegung 311
(a) Unmittelbare Anwendbarkeit auf Versicherungsunternehmen 311
(b) Anwendbarkeit von Gleichbehandlungsgeboten, § 48b Abs. 4 S. 2 VAG 311
(c) Verweis in § 48c Abs. 1 S. 5 VAG 311
(d) Zwischenergebnis 312
(3) Historische Auslegung 312
(a) „Versicherungsvermittlung“ nach § 34d Abs. 1 GewO a.F. 312
(b) Begründung des Entwurfs eines IDD-UmsetzungsG 313
(c) Zwischenergebnis 313
(4) Teleologische Auslegung 313
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 314
(6) Ergebnis 315
bb) Versicherungsvermittler 315
b) Zuwendungsempfängerkreis 316
2. Erfasste Sondervergütungsformen 316
3. Zweckbindung 317
a) Der vermittelte Vertrag als Bezugspunkt 318
aa) Allgemeines 318
bb) Eingeschränkte Verwendungsmöglichkeit 318
cc) Erfüllung der Zweckbindung 319
(1) Grammatikalische Auslegung 319
(2) Systematische Auslegung 320
(3) Historische Auslegung 320
(4) Teleologische Auslegung 321
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 322
(6) Ergebnis 322
dd) Dokumentation im Versicherungsvertrag 322
(1) Grammatikalische Auslegung 322
(2) Systematische Auslegung 325
(a) Anforderungen nach § 48c Abs. 1 VAG 325
(b) Keine Einschränkung durch § 92 Abs. 4 HGB 327
(c) Regelungssystematik des § 34d Abs. 1 S. 7 GewO 327
(d) Zwischenergebnis 328
(3) Historische Auslegung 328
(4) Teleologische Auslegung 328
(a) Dokumentationspflicht als Argument für mehr Rechtssicherheit 328
(b) Anwendbarkeit auf Versicherungsvermittler 330
(c) Positive Beeinflussung des Versicherungsverhältnisses 331
(d) Zwischenergebnis 331
(5) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 332
(6) Ergebnis 332
b) Leistungserhöhung 333
aa) Der Begriff „Leistung“ 333
bb) Die „Erhöhung“ einer Leistung 333
(1) Formelle Anforderungen 333
(2) Materielle Anforderungen 334
(3) Sondervergütungen eines Versicherungsvermittlers 334
c) Prämienreduzierung 336
aa) Der Begriff „Prämie“ 337
bb) Die „Reduzierung“ einer Prämie 337
cc) Bündel- und Bestandskundenrabatte 338
d) „Dauerhafte“ Wirkungsweise 340
aa) Grammatikalische Auslegung 341
bb) Systematische Auslegung 341
(1) Gesetzliche Kündigungsfristen 342
(2) Fünfjahreshöchstgrenze nach § 48c Abs. 1 S. 3 VAG 342
(3) Schutz durch §§ 4a, 5 und 5a UWG 343
(4) Zwischenergebnis 344
cc) Historische Auslegung 344
dd) Teleologische Auslegung 344
ee) Gemeinschaftsrechts- und verfassungskonforme Auslegung 346
ff) Ergebnis 347
II. Anwendbarkeit sonstiger Regelungen, § 48b Abs. 4 S. 2 VAG 347
4. Kapitel: Sonstige Voraussetzungen der Ahndbarkeit 348
A. Begehungsformen 348
I. § 332 Abs. 1 Nr. 2a VAG 348
II. § 144 Abs. 2 Nr. 7 GewO 348
B. Sonstige subjektive Merkmale 349
C. Versuch 350
D. Rechtswidrigkeit, Verantwortlichkeit und Schuld 350
5. Kapitel: Zusammenfassung 351
Anlagen 362
Anlage 1: Auszug VAG 362
Anlage 2: Auszug GewO 363
Literaturverzeichnis 364
Stichwortverzeichnis 378