Strukturbetriebsvereinbarungen

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Strukturbetriebsvereinbarungen
Betriebsratsstrukturen durch betriebsautonome Zuordnungsvereinbarungen: Gestaltungen, Hindernisse und Reform
Abhandlungen zum deutschen und internationalen Arbeits- und Sozialrecht, Vol. 30
(2025)
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Gregor Pingel studierte von 2013 bis 2018 Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war von 2019 bis 2021 Rechtsreferendar am Oberlandesgericht München. Im Anschluss an das Referendariat verfasste er seine von Professor Dr. Volker Rieble am Lehrstuhl für Arbeitsrecht und Bürgerliches Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München betreute Dissertation. Er war zudem am Lehrstuhl seines Doktorvaters als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Im Wintersemester 2024/2025 wurde Gregor Pingel promoviert. Seit September 2024 ist er als Rechtsanwalt im Arbeitsrecht bei der Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbB in München tätig.Abstract
Die gesetzliche Betriebsratsstruktur gibt die Organisation der Betriebsverfassung vor. Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) knüpft dabei an eine starre und zentral-hierarchische Organisationsstruktur an. Arbeitgeber und Betriebsrat können u.a. aufgrund komplexer Unternehmens- und Konzernstrukturen, divergierender Interessen verschiedener Belegschaftsgruppen oder des möglichen Erreichens von Schwellenwerten ein Interesse daran haben, die gesetzliche Betriebsstruktur (§§ 1, 4 BetrVG) anzupassen. Um die Passform der gesetzlichen Betriebsstruktur zu verändern, erlaubt das BetrVG gewillkürte Betriebsstrukturen vor allem durch Tarifvertrag (»Strukturtarifvertrag«), Betriebsvereinbarung (»Strukturbetriebsvereinbarung«) und vereinzelt durch Urabstimmung der Belegschaft (§ 3 BetrVG) sowie die Verselbständigung von Betriebsteilen (§ 4 Abs. 1 BetrVG). Die Betriebsparteien können einvernehmlich die Betriebsstruktur nur durch Strukturbetriebsvereinbarungen nach § 3 Abs. 2 BetrVG mit normativer Wirkung anpassen. Dieser betriebsautonomen Gestaltungsmöglichkeit der Betriebsratsstruktur, ihrer Defizite und möglichen Reformen geht die Arbeit nach. Dabei erörtert sie auch weitere betriebsautonome Gestaltungsmöglichkeiten.»Structural Works Agreements. Works Council Structures through Autonomous Allocation Agreements: Arrangements, Obstacles and Reform«: The Works Constitution Act (BetrVG) is based on a rigid and centralized hierarchical organizational structure. Structural works agreements are the only possibility for the company parties to adapt the works structure by mutual agreement with normative effect. This thesis examines this autonomous possibility of shaping the works council structure, its deficits and possible reforms. In doing so, it also discusses other company-autonomous design options.
Table of Contents
Section Title | Page | Action | Price |
---|---|---|---|
Vorwort | 5 | ||
Inhaltsübersicht | 7 | ||
Inhaltsverzeichnis | 9 | ||
Abbildungsverzeichnis | 16 | ||
Abkürzungsverzeichnis | 17 | ||
§ 1 (Betriebs-)autonome Gestaltungen der Betriebsstruktur | 23 | ||
A. Ausgangspunkt: Gesetzliche Betriebsstruktur | 24 | ||
I. Normative Vorgaben | 25 | ||
II. Prinzipien der Organisation | 26 | ||
1. Teilhabe und Ausgleich durch betriebliche Mitbestimmung | 27 | ||
a) „Teilhabefunktion“ | 27 | ||
b) „Ausgleichsfunktion“ | 28 | ||
2. Effektive Betriebsratsarbeit zwischen Entscheidungs- und Arbeitnehmernähe | 29 | ||
a) Entscheidungsnähe | 29 | ||
b) Subsidiarität der Arbeitnehmernähe | 31 | ||
3. Umfassende und einheitliche Arbeitnehmerrepräsentation | 33 | ||
4. Ergebnis: Funktionale Betriebsstruktur | 34 | ||
B. Gestaltungen der Betriebsstruktur durch Arbeitgeber und Betriebsrat | 34 | ||
I. Gestaltungen von Leitungsmacht und Arbeitsorganisation | 35 | ||
1. Verselbständigung und Zusammenfassung von (Teil‑)Betrieben | 36 | ||
2. Betriebsteilübergang | 38 | ||
II. Errichtung und Aufhebung eines Gemeinschaftsbetriebs | 39 | ||
1. … durch mehrere Arbeitgeber | 39 | ||
2. … durch Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat? | 40 | ||
III. Verlagerung der Betriebsratszuständigkeit | 42 | ||
1. Betriebsverfassungsrechtliche Anforderungen | 43 | ||
2. Verlagerung der Zuständigkeit | 43 | ||
IV.„Verkennung des Betriebsbegriffs“ | 44 | ||
1. Anfechtbarkeitsrisiko | 45 | ||
2. Vermeidbare Nichtigkeit | 46 | ||
V. „Alternative Arbeitnehmervertretungen“ | 48 | ||
C. Zusammenfassung von § 1 | 49 | ||
§ 2 Gewillkürte Betriebsstrukturen durch Strukturbetriebsvereinbarungen | 51 | ||
A. Gestaltungen der Betriebsstruktur durch Strukturbetriebsvereinbarungen | 51 | ||
I. Organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten | 52 | ||
1. Unternehmenseinheitlicher Betriebsrat | 52 | ||
2. Zusammenfassung von Betrieben | 55 | ||
3. Spartenbetriebsrat | 58 | ||
a) Betriebsverfassungsrechtliche Organisationseinheit „Sparte“ | 58 | ||
aa) Anforderungen an die „Organisation“ | 58 | ||
bb) „Produkt- oder projektbezogener Geschäftsbereich“ | 59 | ||
cc) „Spartenunfähige Reste“ | 60 | ||
b) Spartenleitungsmacht | 62 | ||
c) Spartenorganisation in Unternehmen und Konzern | 63 | ||
4. Zusätzliche betriebsverfassungsrechtliche Gremien und Vertretungen | 66 | ||
5. Keine betriebliche Regelungskompetenz zu „anderen Arbeitnehmervertretungsstrukturen“ | 67 | ||
II. Funktionale Anforderungen | 69 | ||
1. Repressive Inhaltskontrolle statt präventiver Genehmigungspflicht | 70 | ||
2. „Erleichterte Betriebsratsbildung und Sachdienlichkeit“ | 70 | ||
a) „Entscheidungsnähe“ | 72 | ||
b) „Ortsnähe“ | 72 | ||
c) Schutz durch Betriebsratsrepräsentation | 73 | ||
B. Parteien von Strukturbetriebsvereinbarungen | 75 | ||
I. … bei betriebsinternen Regelungen | 75 | ||
II. … bei unternehmensinternen Regelungen | 76 | ||
III. … bei konzerninternen Regelungen | 77 | ||
1. Errichtung durch Konzernbetriebsrat und Konzernleitung | 77 | ||
2. Korrektur durch Spartenleitung und Spartenbetriebsrat? | 79 | ||
C. Sperrwirkung von Tarifverträgen | 80 | ||
I. Tarifsperre für Strukturbetriebsvereinbarungen | 80 | ||
1. Keine Anforderungen an den tariflichen Regelungsgegenstand | 81 | ||
a) Sperrwirkung von Strukturtarifverträgen | 81 | ||
b) Kein Erfordernis von Strukturtarifverträgen | 82 | ||
c) Keine Reduktion auf Strukturtarifverträge | 83 | ||
2. Anforderungen an die „Tarifgeltung“ | 84 | ||
a) Normative Tarifgeltung | 84 | ||
aa) Sperrwirkung bei normativer Tarifgeltung | 84 | ||
bb) Sperrwirkung bei nachwirkender Tarifgeltung? | 84 | ||
(1) Kein „Bestehen“ nachwirkender Strukturtarifverträge | 84 | ||
(2) „Geltung“ nachwirkender Tarifverträge? | 86 | ||
cc) Keine Sperrwirkung bei schuldrechtlicher Tarifgeltung | 88 | ||
b) Autonom oder staatlich veranlasste Tarifbindung | 89 | ||
aa) Mitgliedschaftliche Tarifbindung | 89 | ||
(1) Differenzierung nach Inhalts- und Betriebsnormen | 89 | ||
(2) Ausnahme: Tarifkollision | 90 | ||
bb) Tarifbindung kraft staatlichen Hoheitsaktes | 91 | ||
c) (Un-)Zulässigkeit tarifvertraglicher Öffnungsklauseln? | 92 | ||
II. Verhältnis zum Tarifvorbehalt für „Arbeitsentgelte und sonstige Arbeitsbedingungen“ | 94 | ||
D. Folgen von Strukturbetriebsvereinbarungen | 96 | ||
I. Betriebsfiktion gewillkürter Organisationseinheiten | 97 | ||
1. Betriebsfiktion als gesetzlicher Anknüpfungspunkt | 98 | ||
a) Betriebsfiktion im materiellen Betriebsverfassungsrecht und Recht der Unternehmensmitbestimmung | 98 | ||
aa) „Betrieb“ im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes | 98 | ||
bb) „Betrieb“ im Sinne des materiellen Betriebsverfassungsrechts | 99 | ||
cc) „Betrieb“ im Sinne der Unternehmensmitbestimmung | 101 | ||
b) Keine Anknüpfung an Betriebsfiktion außerhalb des materiellen Betriebsverfassungsrechts | 102 | ||
2. Folgen für die gewillkürte Betriebsstruktur | 103 | ||
a) Einheitlichkeit der Betriebsstruktur? | 103 | ||
b) Ausschließliche Gestaltung der untersten Vertretungsebene | 104 | ||
3. Auswirkungen auf die gesetzliche Betriebsstruktur | 108 | ||
a) Wegfall der gesetzlichen Betriebsstruktur | 108 | ||
b) Verlust der Legitimation bestehender Betriebsratsmaßnahmen | 109 | ||
II. Unwirksam vereinbarte Betriebsstrukturen | 112 | ||
1. Gerichtliche Überprüfung | 113 | ||
a) Statthafte Verfahren | 113 | ||
aa) Feststellung der betriebsratsfähigen Organisationseinheit | 114 | ||
bb) Wahlanfechtungsverfahren | 116 | ||
cc) Feststellung der Nichtigkeit einer Betriebsratswahl | 117 | ||
b) Gerichtlicher Prüfungsmaßstab | 118 | ||
2. Nichtigkeit als Fehlerfolge | 119 | ||
a) Nichtigkeit der Strukturbetriebsvereinbarung | 119 | ||
b) Nichtigkeit der Betriebsratswahl? | 121 | ||
3. Nachträglicher Entfall der Tatbestandsvoraussetzungen | 122 | ||
a) Nachträgliche Unwirksamkeit der Strukturbetriebsvereinbarungen | 123 | ||
aa) Gründe nachträglicher Unwirksamkeit | 123 | ||
bb) Folge: Unwirksamkeit ex nunc | 125 | ||
b) Vereinbarungsdauer als Dauer des Betriebsratsamts? | 125 | ||
E. Zusammenfassung von § 2 | 128 | ||
§ 3 Defizite und Hindernisse der Gestaltungen von Betriebsstrukturen durch Strukturbetriebsvereinbarungen | 131 | ||
A. (Ver-)Hindernde Sperrwirkung des Tarifvertrags | 133 | ||
I. Keine Anforderungen an den Inhalt des Tarifvertrags | 134 | ||
1. Beliebige tarifliche Regelungsmaterie | 134 | ||
2. Konsequenz: (Rechtsmissbräuchliche) Blockademöglichkeiten der Tarifparteien | 135 | ||
II. Unklare Anforderungen an die „Tarifgeltung“ | 135 | ||
B. Begrenzte Regelungskompetenz der Betriebsparteien | 136 | ||
I. (Unzureichende) Regelungskompetenz für moderne Organisationsstrukturen | 137 | ||
1. Moderne Organisationsstrukturen als Rahmenbedingungen betrieblicher Mitbestimmung | 138 | ||
a) Spartenorganisationen | 138 | ||
b) Matrixorganisationen | 139 | ||
aa) Mehrdimensionale Organisationsstruktur | 139 | ||
bb) Mehrliniensystem der Leitungsstruktur | 141 | ||
c) Unternehmen ohne physische Betriebsstätte | 143 | ||
2. Organisatorischer Regelungsgegenstand und moderne Organisationsstrukturen | 144 | ||
a) „Unternehmen mit mehreren Betrieben“ | 144 | ||
aa) (K)ein Betriebsrat in Spartenorganisationen | 145 | ||
bb) (K)ein Betriebsrat in Matrixorganisationen | 146 | ||
cc) Betriebsräte für Unternehmen ohne physische Betriebsstätte | 148 | ||
b) Spartenbetriebsräte | 149 | ||
aa) … in Spartenorganisationen | 149 | ||
(1) Fehlende Regelungskompetenz für funktions-, regionen- und kundengruppenbezogene Spartenorganisationen | 149 | ||
(a) Unterschied zwischen betriebsverfassungsrechtlicher „Sparte“ und betriebswirtschaftlicher „Sparte“ | 149 | ||
(b) Spartenbezogene Betriebsratsarbeit im Gesamt- oder Konzernbetriebsrat | 151 | ||
(2) Spartenleitungsmacht | 152 | ||
bb) … in Matrixorganisationen | 153 | ||
II. Fehlende Regelungskompetenz zu „anderen Arbeitnehmervertretungsstrukturen“ | 155 | ||
III. „Erleichterte Betriebsratsbildung und Sachdienlichkeit“ | 158 | ||
1. Unbestimmte Rechtsbegriffe | 159 | ||
2. Umfassende Zweckmäßigkeitskontrolle | 160 | ||
a) Sachdienliche, nicht optimale Betriebsstruktur | 160 | ||
b) Beispiel: Unternehmenseinheitlicher Betriebsrat für Filialnetz von Kfz‑Werkstätten | 162 | ||
3. Gestaltungsalternativen ohne funktionale Voraussetzungen | 165 | ||
C. Blockademöglichkeit aufzulösender Betriebsräte | 166 | ||
I. Blockademöglichkeit zuständiger Betriebsratsgremien | 167 | ||
II. Blockademöglichkeit unzuständiger Betriebsratsgremien | 168 | ||
1. Kein Widerspruchsrecht unzuständiger Betriebsratsgremien | 168 | ||
a) Kein unmittelbares Widerspruchsrecht | 168 | ||
b) Kein mittelbares Widerspruchsrecht | 169 | ||
2. „Erste“ Betriebsratswahl als faktische Blockademöglichkeit | 170 | ||
D. Instabilität gewillkürter Betriebsstruktur | 171 | ||
I. Instabilität durch Nichtigkeit und nachträglichen Entfall der Tatbestandsvoraussetzungen | 171 | ||
II. Stabilität durch ineffektiven Rechtsschutz? | 172 | ||
E. Zusammenfassung von § 3 | 173 | ||
§ 4 Reform der Strukturbetriebsvereinbarungen | 176 | ||
A. Rahmen einer Reform der Strukturbetriebsvereinbarungen | 177 | ||
I. Gesetzlicher Rahmen | 177 | ||
1. Unionsrecht | 177 | ||
a) Primärrecht: Recht auf Anhörung und Unterrichtung | 177 | ||
b) „Mindestvoraussetzungen“ des Sekundärrechts | 179 | ||
aa) Richtlinien mit Mindestvoraussetzungen zum Zwecke der Unterrichtung und Anhörung | 179 | ||
bb) Richtlinien zur Vertretung und kollektiven Wahrnehmung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen bei grenzüberschreitenden Sachverhalten | 180 | ||
c) Europäisches Grundrecht auf Mitbestimmung als Pflicht zur Verhandlungslösung? | 181 | ||
2. Grundgesetz | 182 | ||
a) Kein Grundrecht auf betriebliche Mitbestimmung | 182 | ||
b) Grundrechte der Arbeitgeber | 184 | ||
aa) Berufs- und „Unternehmerfreiheit“ | 185 | ||
bb) Eigentumsgarantie | 185 | ||
c) Grundrechte der Arbeitnehmer | 186 | ||
d) Rechtsstaats- und Demokratieprinzip | 187 | ||
e) Koalitionsfreiheit | 188 | ||
aa) Vorgaben für die Organisation der Betriebsverfassung | 188 | ||
bb) Anforderungen an eine verfassungsgemäße Tarifsperre i. R. gewillkürter Betriebsstrukturen | 190 | ||
3. Völkerrecht | 192 | ||
a) Keine Bindung des Gesetzgebers | 192 | ||
b) Keine Vorgaben für die Struktur betrieblicher Mitbestimmung | 193 | ||
aa) Keine strukturellen Vorgaben der Revidierten Europäischen Sozialcharta | 193 | ||
bb) Keine Vorgaben durch Gewerkschaftsfreiheit nach EMRK | 194 | ||
cc) Allgemeine Völkerrechtsgrundsätze nach ILO-Übereinkommen | 194 | ||
II. Rechtspolitischer Rahmen | 195 | ||
1. Prinzipien der Organisation für gewillkürte Betriebsstruktur | 195 | ||
2. Rechtspolitische (An-)Forderungen an die Tarifsperre | 196 | ||
a) Stärkere Legitimation der Betriebsparteien | 196 | ||
b) Größere Sachnähe der Betriebsparteien | 198 | ||
c) Höhere Flexibilität von Strukturbetriebsvereinbarungen | 199 | ||
d) Keine höhere Richtigkeitsgewähr des Strukturtarifvertrags | 200 | ||
e) Gefahr „missbräuchlicher“ Gestaltungen | 201 | ||
B. „Betriebsautonomere“ Organisation gewillkürter Betriebsratsstrukturen im betriebsverfassungsrechtlichen Regelungssystem | 203 | ||
I. Vorrang von Strukturbetriebsvereinbarungen? | 203 | ||
1. Potenzielle Reformen der Tarifsperre | 204 | ||
a) Umkehr des Verhältnisses zwischen Strukturtarifvertrag und Strukturbetriebsvereinbarung | 204 | ||
b) Reduktion auf Strukturtarifverträge | 206 | ||
c) Tariföffnungsklausel für Strukturbetriebsvereinbarungen | 207 | ||
d) Zustimmungserfordernis der zuständigen Behörde | 208 | ||
e) Widerspruchsrecht der zuständigen Gewerkschaften | 209 | ||
2. Verhältnis zwischen Strukturtarifvertrag und Strukturbetriebsvereinbarung de lege ferenda | 210 | ||
II. Erweiterte Regelungskompetenz der Betriebsparteien | 211 | ||
1. Organisatorischer Regelungsgegenstand de lege ferenda | 211 | ||
a) Strukturbetriebsvereinbarungen zu unternehmensübergreifenden Betriebsräten | 212 | ||
b) Strukturbetriebsvereinbarungen zu Spartenorganisationen | 214 | ||
aa) Spartenbetriebsräte für funktions-, regionen- und kundengruppenbezogene Spartenorganisationen | 214 | ||
bb) Verzicht auf tatbestandliche Anknüpfung an Spartenleitungsmacht | 215 | ||
cc) Keine Normierung von Spartengesamt- und Spartenkonzernbetriebsräten | 216 | ||
c) Strukturbetriebsvereinbarungen zu „anderen Arbeitnehmervertretungen“ | 216 | ||
d) Strukturbetriebsvereinbarungen zu „Matrixorganisationen“ | 218 | ||
2. Funktionale Voraussetzungen de lege ferenda | 219 | ||
a) Verzicht auf funktionale Voraussetzungen? | 220 | ||
aa) Zulässiger Verzicht auf Sachdienlichkeitskontrolle | 220 | ||
bb) Unzulässiger Verstoß gegen Rechtsstaats- und Demokratieprinzip i. R. „anderer Arbeitnehmervertretungsstrukturen“ | 221 | ||
b) Vermutung der Sachdienlichkeit | 222 | ||
III. Stabilere gewillkürte Organisationseinheiten durch Nachverhandlungsanspruch und Wirksamkeitsfiktion | 225 | ||
IV. Formulierungsvorschlag de lege ferenda | 226 | ||
C. Verhandlungslösung für die betriebliche Mitbestimmung? | 228 | ||
I. Potenzielles Regelungsmodell | 230 | ||
1. Vereinbarungsparteien | 230 | ||
a) Arbeitgeberseite | 230 | ||
b) Arbeitnehmerseite | 231 | ||
aa) Betriebsratsgremien in bestehenden Betriebsstrukturen | 231 | ||
bb) „Verhandlungsgremium“ in betriebsratslosen Strukturen | 233 | ||
2. Vereinbarungsgegenstand | 234 | ||
a) Keine umfassende Regelungsbefugnis der Vereinbarungsparteien | 234 | ||
b) Gestaltungsfreiheit über den organisatorischen Regelungsgegenstand | 234 | ||
aa) Regelungsinhalt | 234 | ||
bb) Vereinbarkeit mit dem Rechtsstaats- und Demokratieprinzip? | 236 | ||
(1) Fehlende Verfassungsgemäßheit | 236 | ||
(2) Verfassungsgemäßheit qua Belegschaftsabstimmung? | 236 | ||
c) Gesetzliche Betriebsstruktur als Auffanglösung | 237 | ||
aa) … gescheiterter Verhandlungen | 237 | ||
bb) … beendeter Vereinbarungen | 238 | ||
3. Missbrauchskontrolle | 239 | ||
4. Belegschaftsabstimmung als Wirksamkeitsvoraussetzung | 240 | ||
II. Geringe Wahrscheinlichkeit einer Verhandlungslösung de lege ferenda | 242 | ||
D. Zusammenfassung von § 4 | 244 | ||
§ 5 Ergebnisse | 247 | ||
Literaturverzeichnis | 252 | ||
Stichwortverzeichnis | 269 |