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Unionsrechtliche und grundgesetzliche Grenzen des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden des Bundes

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Adam, K. (2025). Unionsrechtliche und grundgesetzliche Grenzen des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden des Bundes. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-59507-5
Adam, Karlotta. Unionsrechtliche und grundgesetzliche Grenzen des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden des Bundes. Duncker & Humblot, 2025. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-59507-5
Adam, K (2025): Unionsrechtliche und grundgesetzliche Grenzen des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden des Bundes, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-59507-5

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Unionsrechtliche und grundgesetzliche Grenzen des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden des Bundes

Adam, Karlotta

Das Recht der inneren und äußeren Sicherheit, Vol. 32

(2025)

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About The Author

Karlotta Adam studierte von 2016 bis 2021 Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Jahr 2021 legte sie die erste juristische Staatsprüfung ab und arbeitete anschließend promotionsbegleitend als wissenschaftliche Mitarbeiterin in zwei Großkanzleien in den Bereichen Öffentliches Recht und Datenschutzrecht. Seit 2024 ist sie Referendarin am Hanseatischen Oberlandesgericht in Bremen.

Abstract

In einer Zeit zunehmender globaler Bedrohungen sind digitale Daten zu einem zentralen Element der Sicherheitsarchitektur geworden. Die Fähigkeit, große Datenmengen schnell und effizient zu analysieren, ist entscheidend, um eine effektive Gefahrenabwehr zu gewährleisten. Data-Mining-Technologien ermöglichen die Erkennung von Mustern und Zusammenhängen in großen Datenmengen. Der Einsatz solcher automatisierter Datenanalysen wirft jedoch komplexe rechtliche Fragen auf. Welche unionsrechtlichen Vorgaben sind im Rahmen der künftigen Gesetzgebung zu beachten? Wie kann eine verfassungsgemäße Nutzung des Data Minings gewährleistet werden? Dürfen Daten zwischen den Sicherheitsbehörden ausgetauscht werden? Die Arbeit untersucht die unionsrechtlichen und grundgesetzlichen Grenzen für die Nutzung des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden des Bundes. Als Ergebnis der Untersuchung wird ein Legislativvorschlag unterbreitet.»European Union Law and Constitutional Limitations on Data Mining by the Federal Security Authorities«: Data mining technologies facilitate the detection of patterns and correlations within extensive data sets. By reason of the inherent encroachment upon the fundamental rights of the individuals concerned, statutory provisions governing automated data analysis are subject to constitutional scrutiny. This study analyses the requirements under European Union law and the German Basic Law pertaining to the utilisation of data mining by the federal security authorities. In conclusion, the author tenders a legislative proposal.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abbildungsverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 15
Einführung 17
A. Einleitung 17
B. Gang der Untersuchung 20
Erster Teil: Das Data Mining innerhalb des Aufgabenbereichs der Sicherheitsbehörden des Bundes 22
A. Das Data Mining 24
I. Der Begriff der Daten 24
1. Daten im informatischen Kontext 24
2. Daten im rechtlichen Sinne 27
II. Big Data und Algorithmen 28
1. Begriffserklärung 29
a) Volume 31
b) Velocity 33
c) Variety 33
d) Bedürfnis nach weiteren Merkmalen 34
2. Big Data Analytics 34
III. Data Mining als Teil der Big Data Analytics 38
B. Die Verwendung des Data Minings im Aufgabenbereich der Sicherheitsbehörden des Bundes 45
I. Die Sicherheitsbehörden des Bundes 47
1. Bundeskriminalamt 49
2. Bundespolizei 52
3. Nachrichtendienste 53
a) Der Bundesverfassungsschutz 54
b) Der Bundesnachrichtendienst 57
c) Der Militärische Abschirmdienst 58
II. Verwendung des Data Minings durch die Sicherheitsbehörden 59
1. Verbunddateien 60
a) Die Antiterrordatei 61
b) Die Rechtsextremismusdatei 62
2. Zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung 63
a) Abgrenzung zur Rasterfahndung 66
b) Predictive Policing 67
3. Zwischenergebnis 68
Zweiter Teil: Die Vereinbarkeit des Data Minings mit unionsrechtlichen und grundgesetzlichen Vorgaben 69
A. Unionsrechtliche Grenzen 71
I. Vereinbarkeit mit dem europäischem Primärrecht 73
1. Die Kompetenzen der Union 73
a) Art. 16 AEUV 75
aa) Abs. 1 als ein Grundrecht auf Datenschutz? 75
bb) Normsetzungsbefugnis 76
b) Art. 39 EUV 78
c) Art. 87 AEUV 78
d) Grenze der unionsrechtlichen Kompetenz durch Art. 4 Abs. 2 S. 3 EUV? 80
2. Die Grundrechtecharta 82
a) Anwendbarkeit nach Art. 51 GRCh 84
aa) Auffassung des EuGH 86
bb) Auffassung des BVerfG 87
cc) Auswirkungen auf den Einsatz des Data Minings 91
b) Art. 7 GRCh 98
aa) Verhältnis zu Art. 8 GRCh 98
bb) Schutzbereich 99
cc) Eingriff 102
dd) Rechtfertigung 103
c) Art. 8 GRCh 106
aa) Schutzbereich 106
bb) Eingriff 107
cc) Rechtfertigung 108
d) Art. 47 GRCh 111
e) Grundsätze für künftige Gesetze zum Data Mining 113
f) Vereinbarkeit mit § 6a ATDG 119
II. Vereinbarkeit mit dem europäischem Sekundärrecht 123
1. Datenschutzgrundverordnung 124
2. JI-RL 2016/680 126
3. Richtline zur Terrorismusbekämpfung 133
4. KI-Verordnung 133
5. Zwischenergebnis 136
III. Die Europäische Menschenrechtskonvention 137
B. Grundgesetzliche Grenzen 139
I. Verfassungsrechtliche Grundsätze 141
1. Rechtsstaatsprinzip 142
a) Verfassungsbindung der Gesetzgebung 144
b) Bindung der vollziehenden Gewalt und Rechtsprechung an Gesetz und Recht 146
c) Bestimmtheitsgrundsatz 149
d) Grundsatz der Verhältnismäßigkeit 150
2. Effektiver Rechtsschutz Art. 19 Abs. 4 GG 152
3. Gesetzgebungskompetenz des Bundes 154
a) Behördliche Zusammenarbeit Art. 73 Abs. 1 Nr. 10 GG 158
b) Einbezug der Nachrichtendienste Art. 73 Abs. 1 Nr. 1 GG 159
c) Beteiligung der Bundespolizei und des Zollkriminalamts Art. 73 Abs. 1 Nr. 5 GG 160
d) Strafverfolgungsbehörden Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 GG 161
e) Zwischenergebnis 162
II. Grundrechte des GG 163
1. Vereinbarkeit mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung, Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG 165
a) Schutzbereich 166
b) Eingriff 167
c) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 168
aa) Intensität des Grundrechtseingriffs 169
bb) Konkrete Anforderungen an die Normenbestimmtheit und die Normenklarheit 175
cc) Grundsatz der Verhältnismäßigkeit 179
dd) Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne 181
(1) Grundsätze der Zweckbindung und Zweckänderung 182
(2) Informationelles Trennungsprinzip 185
(a) Verfassungsrang des Trennungsgebots? 185
(aa) Art. 87 Abs. 1 S. 2, Art. 73 Abs. 1 Nr. 10 GG 187
(α) Grammatikalische Auslegung 187
(β) Systematisch-teleologische Auslegung 190
(γ) Historische Auslegung 192
(bb) Herleitung aus Verfassungsprinzipien 193
(cc) Zwischenergebnis 195
(b) Verhältnis zwischen Trennungsgebot und informationellem Trennungsprinzip 196
(c) Inhalt des informationellen Trennungsprinzips 198
(3) Anforderungen an Rechtsgüter und Eingriffsschwellen 199
(a) Eingriffe zur Gefahrenabwehr 199
(b) Eingriffe zu nachrichtendienstlichen Zwecken 201
(c) Eingriffe zur Strafverfolgung 202
(4) Anforderungen an Transparenz, individuellen Rechtsschutz und aufsichtliche Kontrolle 202
2. Verletzung weiterer Grundrechte? 205
3. Ausgestaltung künftiger Gesetze zum Data Mining der Sicherheitsbehörden des Bundes 206
a) Zweckwahrende Nutzung des Data Minings 207
b) Zweckändernde Nutzung des Data Minings 208
Schluss: Fazit und Gesetzesentwurf 210
A. Fazit 210
B. Entwurf eines Gesetzes zur Einführung der automatisierten Datenanalyse durch die Sicherheitsbehörden des Bundes 219
Literaturverzeichnis 227
Sachwortverzeichnis 238