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Jülich, M (2019). Der verzerrte Spiegel der Normativität. Rechtstheorie, 50(2), 137-154. https://doi.org/10.3790/rth.50.2.137
Jülich, Michael (2019). "Der verzerrte Spiegel der Normativität" Rechtstheorie, vol. 50no. 2, 2019 pp. 137-154. https://doi.org/10.3790/rth.50.2.137
Jülich, M (2019). Der verzerrte Spiegel der Normativität. Rechtstheorie, Vol. 50 (Issue 2), pp 137-154. https://doi.org/10.3790/rth.50.2.137

Format

Der verzerrte Spiegel der Normativität

Eine transzendentalphilosophische Neukonzeption der Grundnorm

Jülich, Michael

Rechtstheorie, Vol. 50 (2019), Iss. 2 : pp. 137–154

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Michael Jülich, Freiburg

Abstract

„Der introvertierte Gedankenarchitekt wohnt hinter dem Mond, den die extrovertierten Techniker beschlagnahmen.“ Begibt sich der Rechtswissenschaftler in die philosophischen Tiefen der Reinen Rechtslehre, dann erscheint die Grundnorm als eine janusköpfige Figur, die den erstaunten Leser vor ein Rätsel stellt. Ihre äquivoke Natur manifestiert sich dabei nicht nur in Kelsens variabler Bezeichnung derselben, sondern ebenso im Wandel seiner erkenntnistheoretischen Konzeptionen. Spricht Kelsen indenzwanziger Jahrennochvoneiner „hypothetische[n]Annahme“, so mutiert die Grundnorm in den dreißiger Jahren zur „transzendental- logische[n] Bedingung“, um am Ende seiner Schaffenszeit in einer „echten […] Fiktion im Sinne der Vaihingerschen Philosophie des Als-Ob“ zu kulminieren. Bedenkt man, dass hier die schillernde Frage nach der Letztbegründung von Recht aufgeworfen wird, dann verwundert es nicht, dass die Rezeption der Grundnorm variiert, vom Postulat, „das Herz und die Seele der Reinen Rechtslehre“ zu sein, über einen „herausragenden Platz“, bis hin zum „Denkbehelf im Dienste der Selbstreferenz des Rechts“.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Der verzerrte Spiegel der Normativität 137
Eine transzendentalphilosophische Neukonzeption der Grundnorm 137
I. Einleitung 137
II. Die Lehre von der Grundnorm 138
1. Funktion und systematische Einordnung 138
2. Die Grundnorm als transzendental-logische Aussage 142
a) Die rechtsphilosophische Gretchenfrage 142
b) Kelsens transzendentales Argument 144
Das regressive Argument 144
Das progressive Argument 145
c) Unhaltbare Geltungsansprüche? 137
III. Eine transzendentalphilosophische Neukonzeption 137
1. Transzendentalphilosophie ohne Letztbegründung 137
2. Der verzerrte Spiegel der Normativität 137
a) Das hermeneutische Fundament 137
b) Die Grundnorm als Struktur normativen Erkennens 137
Rechtssatz: (1.) absolute Monarchie vs. (2.) parlamentarische Republik 137
IV. Die Grundnorm – Herz und Seele des Rechts 137