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Informationsweitergabe durch die Geschäftsleiter beim Buyout unter Managementbeteiligung

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Kuntz, T. (2009). Informationsweitergabe durch die Geschäftsleiter beim Buyout unter Managementbeteiligung. Zugleich ein Beitrag zur Treubindung der Geschäftsleiter in Aktiengesellschaft und GmbH. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53046-5
Kuntz, Thilo. Informationsweitergabe durch die Geschäftsleiter beim Buyout unter Managementbeteiligung: Zugleich ein Beitrag zur Treubindung der Geschäftsleiter in Aktiengesellschaft und GmbH. Duncker & Humblot, 2009. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-53046-5
Kuntz, T (2009): Informationsweitergabe durch die Geschäftsleiter beim Buyout unter Managementbeteiligung: Zugleich ein Beitrag zur Treubindung der Geschäftsleiter in Aktiengesellschaft und GmbH, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-53046-5

Format

Informationsweitergabe durch die Geschäftsleiter beim Buyout unter Managementbeteiligung

Zugleich ein Beitrag zur Treubindung der Geschäftsleiter in Aktiengesellschaft und GmbH

Kuntz, Thilo

Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Vol. 22

(2009)

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Book Details

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Abstract

Thilo Kuntz untersucht auf rechtsvergleichender Grundlage die Informationsweitergabe durch die Geschäftsleiter bei Buyouts unter Managementbeteiligung. Der Autor arbeitet im ersten Hauptabschnitt heraus, dass den Managern die Weitergabe nicht öffentlich bekannter Informationen an Investoren verboten ist. Befugt zur Entscheidung über die Freigabe gesellschaftsrechtlich geschützter Geheimnisse und zur Abwägung nach § 14 Abs. 1 Nr. 2 WpHG sind allein der Aufsichtsrat bzw. die Gesellschafterversammlung. Im zweiten Hauptabschnitt wird eine Aufklärungspflicht der Manager aus culpa in contrahendo gegenüber den Gesellschaftern begründet, mit denen die Manager verhandeln, und der Inhalt dieser Pflicht näher beschrieben. Gesellschafter, mit denen die Manager nicht gesondert über die Anteilsveräußerung verhandeln, können keine informationelle Gleichbehandlung verlangen, die inhaltlich über besondere Vorschriften etwa des WpÜG hinausginge. Einen allgemeinen kapitalmarktrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz gibt es nicht. Das Insiderrecht steht der Anteilsübertragung nicht entgegen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 3
Inhaltsverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 13
Einleitung 17
A. Das Problem in rechtstatsächlicher Hinsicht 17
B. Rechtsökonomische Aspekte der Fragestellung 18
I. Kontrolle durch Reputation und den Markt für Manager 20
II. Treuepflicht und vertragliche Lösungen 21
III. Einschaltung einer Überwachungsinstanz 22
IV. Aufklärung der Anteilseigner 23
C. Die juristische Fragestellung 24
D. Zu einigen Begriffen 25
E. Gang der Untersuchung 26
§ 1 Das Recht zur Informationsweitergabe 28
A. Verschwiegenheitspflichten der Geschäftsleiter 28
I. Aktiengesellschaft 29
1. Organschaftliche Treuepflichten gegenüber den Gesellschaftern 29
a) Wertungsgrundlage einer direkten Treuepflicht 31
b) Verbandsrechtliche Haftungsordnung 31
aa) Bestandsaufnahme 31
bb) Die Haftung der Geschäftsleitung als kapitalgesellschaftsrechtlicher Sonderfall 32
(1) Umkehrschluss zu den §§ 31 Abs. 6, 43 GmbHG, §§ 93 Abs. 2, 117, 317, 318 AktG und §§ 25, 125 UmwG 32
(2) Die Reichweite des aktienrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes 35
(3) Differenzierung zwischen unmittelbaren und mittelbaren Schäden 36
(4) Haftungskanalisierung 38
(5) Wettlauf zwischen Insolvenzverwalter und Gesellschaftern in der Insolvenz 39
(6) § 823 Abs. 2 BGB i.V. m. § 266 StGB als Grundlage der Treuepflicht 41
(7) Historische Einwände 43
(8) Treuepflicht der Organe und Treuepflichten der Mitglieder 44
c) Verbandsrechtliches System des Rechtsschutzes 45
aa) Reichweite der §§ 46 Nr. 8 GmbHG, 147 f. AktG 45
bb) Das Verhältnis von Mehrheit und Minderheit 47
cc) Beschränkung auf „überschießende Mitgliederinteressen“ 47
d) Schutzdefizite und Präventionsaspekte 48
2. Treuepflicht mit Schutzwirkung zugunsten der Gesellschafter 49
a) Die Rechtsprechung zur GmbH & Co. KG 50
b) Drittschutz durch Organpflichten und Anstellungsvertrag 50
c) Schweigepflichten als Anwendungsfall? 51
3. Schweigepflichten gegenüber der Gesellschaft 52
a) Reichweite der Verschwiegenheitspflicht 52
aa) Geheimnisschutz 52
bb) Vertrauliche Angaben 53
b) Disposition über die Verschwiegenheitspflicht 54
4. Kapitalmarktrecht 55
a) Insidertatbestände als Verschwiegenheitspflichten? 55
b) Das Verbot der Weitergabe von Insiderinformationen nach dem Wertpapierhandelsgesetz 56
c) Geltungsbereich 57
5. Strafrecht 57
a) § 404 AktG 57
b) § 38 WpHG 58
6. Wettbewerbsverbote 59
a) Aktienrechtliches Wettbewerbsverbot 59
b) Wettbewerbsverbot nach UWG 60
aa) § 17 UWG 60
bb) § 18 UWG 61
II. Gesellschaft mit beschränkter Haftung 61
1. Gesellschafts- und strafrechtliche Verschwiegenheitspflichten 61
2. Wettbewerbsverbote 62
3. Auswirkungen des Insiderrechts nach Wertpapierhandelsgesetzr 63
III. Die US Corporation 64
1. Duty of Loyalty 64
a) Die Duty of Loyalty im Rahmen der Pflichten des Managements 65
b) Schweigepflicht als Ausprägung der Duty of Loyalty 66
2. Wettbewerbsverbot und Corporate Opportunities Doctrine 67
3. Insiderrecht 68
a) Vorbemerkung zu den Grundlagen des Rechtsvergleichs 68
b) Keine allgemeinen ad hoc-Mitteilungspflichten 69
c) Insiderhandelsverbote 71
IV. Zwischenergebnis 73
B. Vorvertraglicher Kontakt mit Investoren und Beratern 73
I. Unterscheidung zwischen Investor und Berater 74
II. Verschwiegenheitspflichten 75
1. Grundsatz: Disponibilität der Verschwiegenheitspflichten 75
2. USA 75
3. Deutsches Recht 77
a) Keine direkte Anwendung von §§ 112 AktG, 181 BGB, 47 Abs. 4 GmbHG 77
b) § 112 AktG analog 78
aa) Planwidrige Regelungslücke 78
bb) Vergleichbare Interessenlage 80
cc) Rechtsökonomische Kontrollüberlegung 81
dd) Ergebnis 82
c) § 181 BGB oder § 47 Abs. 4 GmbHG analog 82
aa) Planwidrige Regelungslücke 82
bb) Vergleichbare Interessenlage 84
cc) Ergebnis zu § 47 Abs. 4 S. 2, 1. Alt. GmbHG analog 87
dd) Sonderproblem: Lediglich ein Geschäftsführer 87
III. Insiderrecht nach Wertpapierhandelsgesetz 88
1. Erwerbsbegriff 88
2. Weitergabe an Investorenr 89
a) § 14 Abs. 1 Nr. 2 WpHG 89
aa) Weitergabe und normale Berufsausübung 90
bb) Schweigepflichten 91
cc) Mitteilung des Entschlusses zur Durchführung eines Buyouts 91
dd) Mitteilung von anderen Informationen an die Investoren 94
(1) Grundsätze zum Paketkauf 94
(2) Besonderheiten des Buyouts unter Managementbeteiligung 96
(3) Zur Abwägung nach § 14 Abs. 1 Nr. 2 WpHG berufenes Organ 98
b) § 14 Abs. 1 Nr. 3 WpHG 99
c) Ergebnis: Keine Befugnis der Manager zur Informationsweitergabe 100
d) Kein Ausscheiden der Informationsweitergabe insgesamt 101
e) Schlussfolgerung 101
3. Weitergabe an Beraterr 102
IV. Probleme der Due Diligence 102
C. Zusammenfassung § 1 102
§ 2 Die Pflicht zur Informationsweitergabe 105
A. Offenlegungspflichten im US-Recht 105
I. Einzelstaatliches Recht 105
1. Face-to-Face Transaktionen 105
2. Börsenhandel im Common Law 108
3. Besonderheiten bei der Close Corporation 109
4. Anwendung auf den Buyout unter Managementbeteiligung 109
II. Federal Securities Laws 109
1. Rule 10b-5 110
a) Disclose or abstain 111
aa) Cady, Roberts & Co. 111
bb) SEC v. Texas Gulf Sulphur Co. 112
cc) Insiderhandelsverbote für Corporate Insider nach U.S. v. O’Hagan 113
b) Misappropriation Theory 114
c) Close Corporation 114
2. Offenlegungspflichten im Übernahmerecht 115
a) Section 13(d) SEA 1934 115
b) Section 14(d) SEA 1934 116
c) Section 14(e) SEA 1934 117
d) Rule 13e-3 117
aa) Manager als Affiliates 117
bb) Offenlegungspflichtige Umstände 118
e) Verhältnis von „disclose or abstain“ und Übernahmerecht 119
III. Zusammenfassung Abschnitt A. 120
B. Informationspflichten der Geschäftsleiter gegenüber den Gesellschaftern im deutschen Recht 120
I. Anstellungsvertrag oder Organpflicht mit Schutzwirkung zugunsten der Gesellschafter? 121
II. Vormitgliedschaftliche Treuebindung 122
1. Das Konzept der vormitgliedschaftlichen Treuebindung 122
2. Kritik 122
a) Zukünftige Mitgliedstellung der Manager 122
b) Gesellschaftsrecht vs. Schuldrecht 123
aa) Zur Begründung vormitgliedschaftlicher Treuepflichten 123
bb) Anwendung auf den Buyout unter Managementbeteiligung 125
III. Culpa in contrahendo 125
1. Entwicklung einer Aufklärungspflicht beim Buyout unter Managementbeteiligungr 127
a) Grundsatz: Keine Pflicht zur Information 127
b) Ausnahmen vom Grundsatz fehlender Informationspflichten 128
aa) Wertungskriterien 128
bb) Anwendung auf den Buyout unter Managementbeteiligung 129
(1) Gesellschaftsrechtliche Informationsrechte und gleicher Informationszugang 129
(a) § 131 AktG 130
(b) § 51a GmbHG 132
(2) Zur Position der Geschäftsleiter als „Quasitreuhänder“ 133
(a) Nicht ausgehandelte Sondervorteile 134
(b) Erhöhung der Kontrollkosten 135
cc) Sonderproblem: Recht zur Lüge bei Nachfrage? 136
dd) Schlussfolgerung: Aufklärungspflichten 137
2. Beginn der Aufklärungspflicht 137
3. Der Manager als Aufklärungspflichtiger 138
4. Auswirkungen des Wertpapierhandelsgesetzesr 140
V. Gleiche Maßstäbe für Aktiengesellschaft und GmbH 142
C. Asset Deal 142
D. Reichweite der Aufklärungspflichten 143
I. Gesellschaftsrechtliche Gleichbehandlungspflicht 144
1. Verbandsrechtliche Ausgangslage 144
a) Aktiengesellschaft 144
b) GmbH 147
c) Ergebnis 147
2. Rechtsökonomische Wertungen 147
II. Kapitalmarktrechtliche Pflicht zur Aufklärung 149
1. WpÜG 149
a) Die Angebotsunterlage nach WpÜG 149
aa) Funktion der Angebotsunterlage 149
bb) Inhaltliche Anforderungen an die Angebotsunterlage 150
(1) Ausdrücklich geforderte Angaben 150
(2) Nicht ausdrücklich geregelte Angaben 151
(a) Übernahmeangebot durch unternehmensfremde Dritte 152
(b) Übernahmeangebot unter Beteiligung des Managements 152
b) Übernahmerechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz 155
c) Exkurs: Berechtigung zum Anteilserwerb und zur Anteilsveräußerung 156
aa) Berechtigung des Managers zum Anteilserwerb 156
bb) Berechtigung des Anteilseigners zur Anteilsveräußerung 158
cc) Interesse an der Geheimhaltung der Informationen 159
d) Auswirkungen auf die Informationspflichten nach culpa in contrahendo 159
2. Wertpapierhandelsgesetz 160
a) Grundsatz: § 15 Abs. 1 S. 1 WpHG 160
b) Ausnahme: § 15 Abs. 1 S. 3 WpHG 160
3. Allgemeiner kapitalmarktrechtlicher Gleichbehandlungsgrundsatz 162
a) Der Begriff des „Prinzips“ 163
b) Gesamtschau einiger Einzelregeln 163
c) Wertungsfragen 164
aa) Keine einheitlichen Grundlagen der Einzeltatbestände 164
bb) Gleichbehandlungspflicht als Ausnahmetatbestand 166
(1) EGV und Grundgesetzr 166
(2) Gleichbehandlung im Privatrecht 166
(3) Regelungsmaterie Kapitalmarktrecht 168
cc) Rechtsökonomisches: Effizienz der Gleichbehandlung 168
dd) Verankerung in einem „allgemeinen Prinzip der Gerechtigkeit“ 170
d) Schlussfolgerung 172
4. Erfordernis der Gleichbehandlung im konkreten Fall? 172
III. Ergebnis 173
E. Inhalt der Aufklärungspflichten 173
I. Sektorale vs. globale Informationen 173
II. Gegenstand der Offenbarungspflicht 174
1. Informationen über vorhandene Vermögenswerte 174
a) Geschäftschancenlehre 175
aa) Geschäftschancenlehre und Geschäftsinformationen 175
bb) Corporate Opportunities Doctrine und Buyouts unter Managementbeteiligung 176
cc) Zwischenergebnis 178
dd) Die Corporate Opportunities Doctrine in den USA 178
(1) Bestimmung einer Corporate Opportunity 179
(a) Line of Business Test 179
(b) Interest bzw. Expectancy Test 182
(c) Fairness Test 182
(d) Kombinierte Ansätze und weitere Kriterien 182
(e) Private und amtsbedingte Kenntniserlangung 183
(f) Differenzierung zwischen Close und Public Corporation 184
(2) Rechtfertigungsgründe 186
(a) Corporate Rejection 186
(b) Financial / Legal Inability und Third Party Unwillingness 187
(3) Zusammenfassung der Corporate Opportunities Doctrine in den USA 188
ee) Corporate Opportunities Doctrine und deutsche Verschwiegenheitspflichten 189
(1) Ansatzpunkte für eine Übertragung in das deutsche Recht 189
(2) Maßgeblichkeit der Realstruktur der Gesellschaft 190
(a) Unterschiede zwischen Publikumsgesellschaften und geschlossenen Gesellschaften im deutschen Recht 191
(b) Der Manager zwischen Agenturtheorie und Berufswahlfreiheit 191
(c) Bedeutung der Analogie zu § 88 Abs. 1 AktG 192
(d) GmbH 194
(e) Zwischenergebnis 194
(3) Zuordnung einer Geschäftschance 195
(a) Zuordnung kraft Sachzusammenhangs 196
(b) Zuordnung kraft konkreter Erwartung 197
(aa) Kontaktaufnahme mit Dritten 198
(bb) Vertragsverhandlungen und Gesellschafterbeschlüsse 198
(4) Maßstäbe der Offenlegung 198
(5) Rechtfertigung der Wahrnehmung von Geschäftschancen 199
(a) Finanzielle Leistungsfähigkeit und rechtliches Unvermögen der Gesellschaft 200
(b) Private und amtliche Kenntniserlangung 200
(c) Passive Vermögensanlage 202
(d) Persönlicher Bedarf als Ausnahme 203
(6) Weitergabe an Berater 203
(7) Bedeutung für die inhaltliche Ausgestaltung der Aufklärungspflichten 204
b) Konkretisierung der Offenbarungspflicht 204
aa) Stille Reserven 204
bb) Finanzierungssituation 206
cc) Geschäftschancen 206
2. Gesellschaftsexterne Faktoren 208
a) Zukünftige Pläne 208
b) Kaufangebote Dritter 211
c) Entscheidungswert 211
aa) US-Recht 211
bb) Deutsches Recht 214
Zusammenfassung 215
Literaturverzeichnis 222
Sachregister 234